Daniel Glattauer - Der Weihnachtshund

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Max will vor Weihnachten flüchten. Dabei ist ihm Kurt, sein Hund, im Weg. Kurt war leider eine Fehlinvestition. Er schläft meistens, und wenn er sich bewegt, dann höchstens irrtümlich. Katrin hat mit den beiden ursprünglich nichts zu tun. Sie wird demnächst dreißig und leidet unter Eltern, die darunter leiden, dass sie noch keinen Mann fürs Leben gefunden hat. Mit Weihnachten kommt der Höhepunkt des familiären Leidens auf sie zu. Dann tritt plötzlich Kurt in Erscheinung. Katrin mag zwar keine Hunde. Aber Kurt bringt sie auf eine Idee ...
Der Weihnachtshund ist die ideale Lektüre für alle, die Weihnachten aus langjähriger Erfahrung kennen und fürchten. Ein Antidepressivum gegen den vorweihnachtlichen Frust – und selbstverständlich eine wundervolle Liebesgeschichte.

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»Schön, dass du gekommen bist«, sagte Katrin wie ein Tonband. »Ich war ohnehin gerade dabei zu gehen«, vervollständigte Max im Gleichklang. Mit dieser spektakulären Lüge hatte er seine Niederlage freiwillig besiegelt. Als guter Versager reichte er Katrin so warm wie möglich die Hand und quetschte ein beinahe geschmunzelt taktvolles »Dankeschön« heraus. Im Esterhazypark wünschte er sich, wie eine Herde frustrierter Wölfe losheulen zu können. Doch er musste an Paulas Gesicht denken und dabei lachen.

Aurelius durfte nicht lange bleiben. Katrin erlitt Sekunden, nachdem Max die Wohnung verlassen hatte, einen heftigen Migräneanfall, der sich noch verstärkte und in Schreikrämpfe überging, als ihr Aurelius vorschlug, neben ihrem Bett sitzen zu bleiben, bis sie sich besser fühlte. Nach einer Viertelstunde hatte sie ihn endlich so weit, dass er einsah, ihr nicht helfen zu können, und ging. Mit dieser Hinauswurf-Leistung konnte sie sich einige Zeit über die erlittene Enttäuschung hinwegtrösten.

Dann spürte sie, wie ihr die Bitterkeit des KussErlebnisses hochstieg. Sie beschloss, nicht davor zu flüchten. Sie gab vor sich zu, in Max hoffnungslos verliebt zu sein. Aber sie schwor sich, das Wort »hoffnungslos« wörtlich zu nehmen und ihm keine Chance mehr zu geben, ihr näher zu kommen. Zur Bestätigung steckte sie Telefon-, Fernsprech- und Computer-Kabel aus.

Um sich in ihrem Unglück noch professioneller zu fühlen und gewissenhafter zu suhlen, legte sie sich ins Bett, drehte das Fernsehgerät auf und surfte durch die Kanäle. Bei einer Dokumentation zum Thema »Früherkennung und wirksame Methoden gegen Hepatitis E« blieb sie hängen. Das war ein würdiger Ausklang dieses Abends, dachte sie. Beim fünften Hepatitis-E-Patienten, der über seine Erfahrungen berichtete, gönnte sie sich den Luxus einzuschlafen.

17. Dezember

Als Katrin aufwachte, war irgendetwas anders als sonst. Natürlich fiel ihr sofort das Kussdesaster ein. Auf diesem ließ sich kein Montag aufbauen, kein Arbeitstag, Wintertag, Dezembertag, Adventtag, siebenter Tag vor Weihnachten, siebenter Tag vor dem 30. Geburtstag. Darum öffnete Katrin lieber erst gar nicht die Augen. Darum bemühte sie sich, in einen die Gedächtnisleistung ausschaltenden, bewusst bewusstlosen Agoniezustand zu verfallen. Sie fühlte sich ans Bett gefesselt und jeder Arzt, der etwas von Psychologie verstand, hätte ihr die Unfähigkeit attestiert, dieses in den nächsten Tagen zu verlassen.

Aber irgendetwas war anders. Es roch anders. Katrin fehlte die Kraft, diesem Geruch nachzugehen. Sie verkroch sich unter der Decke, bemühte sich, an nichts zu denken, und wenn ihr Gedanken an Max in den Kopf stiegen, so drückte sie sie mit dem Kopfpolster nieder. Noch nie hatte sie ein Mann so tief verletzt. Noch nie hatte sie sich in einem Gefühl der Zuneigung so sehr getäuscht. Noch nie war sie in einem Zustand der vollkommenen Öffnung und Hingabe schroffer zurückgewiesen worden. - Küssen tat ihm nicht gut, nein, küssen tat ihm eben nicht gut. Es tat ihm nicht gut, tat ihm nicht gut, tat ihm nicht gut, diesem Schwein!

Aber irgendetwas war anders. Auch tief unter der Decke. War es ihr Atem? Woher hatte sie plötzlich diesen schweren Atem? Hatte sie vom Vorabend einen psychosomatischen Schaden davongetragen? Hatte sie plötzlich Asthma? Sie hielt die Luft an und hörte in sich hinein. Da war ein Geräusch, aber es kam von außen. Bauarbeiter? Dachdecker? Schneeschaufler? Nein, es war näher. Es war wie ein immer währendes leichtes Beben. Das Epizentrum musste sich im Raum befinden. Das Bett vibrierte.

Katrin war noch nicht bereit, der mysteriösen Sache auf den Grund zu gehen. Sie konnte noch keine Alltäglichkeiten zulassen. Sie presste die Augen zu, drückte die Handinnenflächen auf die Ohren und versuchte (vergeblich), an nichts zu denken. - Was war das für ein Komiker, dem küssen nicht gut tat? Was war das für ein Perversling? Wieso musste sie auf ihn hineinfallen? Wieso gefiel ausgerechnet er ihr? Wieso ließ sie diesen einen von Tausenden an sich heran? Wieso kam er überhaupt an sie heran? Geld hatte sie keines. Küssen tat ihm nicht gut. Sex wollte er also keinen. Was wollte er eigentlich von ihr?

Ihre Hand suchte den Polster zum Ersticken der Gedanken. Dabei berührte sie einen Gegenstand. Wecker? Buch? TV-Fernbedienung? Nein, es war etwas anderes, Weicheres, Unförmigeres. Katrin fühlte ihr Herz klopfen. - Überraschend, dass ihr Herz noch da war. Sie hätte gerade noch gern für immer darauf verzichtet. Aber jetzt brauchte sie es plötzlich. Sie war aufgeregt. Irgendetwas war los in ihrem Bett.

Sie schob den Kopf unter der Decke hervor, drehte sich zu dem entdeckten Gegenstand und öffnete einen Spalt ihrer Augen. In diesem Moment vereinigten sich mehrere Sinneswahrnehmungen zu einem Bild der Erkenntnis - zu rasch für einen hysterischen Aufschrei, zu langsam für einen Herzinfarkt. Katrin drückte an dem Gegenstand. Er gab unter einem entsetzlich quietschenden Geräusch nach. Es war die wiehernde Leberkäsesemmel. Auf halbem Wege des Reizes zur Ausarbeitung im Hirn fiel etwas auf Katrins Schulter. Ein Arm. Ein geknickter Arm. Ein dünner Arm. Ein behaarter Arm. Ein dicht behaarter Arm. Gleichzeitig kroch ihr ein warmer Luftzug in die Nase. Der Geruch war faulig wie Laub aus der Kloake.

Katrin riss die Augen auf und blickte in sein drahthaar-umhülltes Antlitz. Kurt. Er starrte sie aus großen würfelförmigen Augen an. Die Schnauze rieb nur Millimeter von ihrer Nase entfernt rhythmisch auf dem Leintuch. Die Zunge kassierte eine frisch angespülte Schicht Speichelschaum von der Lefze ein und schleuderte ein paar Tropfen davon auf Katrins Polster. Alle paar Sekunden verließ ein aus der Tiefe des Rachens hinaufgezogener grollender Seufzer der Behaglichkeit sein Maul.

Weiter unten klopfte der Drahthaarschwanz in kurzen Intervallen gegen die Bettkante. Das machten Hunde, wenn es ihnen gut ging, wusste Katrin. Sie fühlte sich der Situation ausgeliefert und weder mental in der Lage noch moralisch verpflichtet, sich damit auseinander zu setzen. Sie hatte dieser morgendlichen Begegnung nichts hinzuzufügen. Kurt ging es gut. Er lag flach wie eine Spielkarte und gestreckt wie ein Schuhlöffel auf den schwarzbraun eingefärbten laschen Überresten eines ehemals weißen Spannleintuches quer über ihrem Doppelbett. Er fühlte sich wohl, sie vergönnte es ihm. Er war vergessen worden und hatte das Beste daraus gemacht.

Interessanterweise war der Hund der Erste von beiden, der das Bett verließ. Er kam mit den veränderten Bedingungen besser zurecht als Katrin. Da er schon einmal vor dem Badezimmer stand, konnte man ihn eigentlich unter die Dusche stellen, dachte sie. Dem Fußboden schadete es nicht und ihr selbst war es egal. Sie hatte ohnehin nichts Besseres vor. Es war halb acht, eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn. Die ersten Augenarztpatienten kreisten wahrscheinlich bereits blind um die Ordination. Doktor Harrlich war sicher schon anwesend und bereitete sich auf seine verbale Morgengabe vor: »Guten Morgen, schönes Fräulein. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Arbeitstag zu Beginn einer sehr intensiven Arbeitswoche. Wir erwarten heute dreißig Patienten. Falls Sie etwas brauchen - ich bin telefonisch jederzeit für Sie erreichbar ...«

Und sie duschte daheim einen grindigen Hund, mit dem sie gerade noch das Bett geteilt hatte. Mutter und Vater sollten sie so sehen! Er stand wie ein verfallenes Kriegerdenkmal in der Badewanne und hatte die Warnblinkanlage seiner Augen aktiviert, um den Anschein zu erwecken, die Wasserzufuhr jederzeit stoppen zu können. Beim Abtrocknen brummte er wie ein Waschbär, beim Bürsten röhrte er wie ein Hirsch. Er kam ihr ungewöhnlich rege vor, als hätte er eine Überdosis Antriebstabletten eingenommen.

Während sich Katrin anzog, ging er im Vorzimmer unruhig auf und ab. Einige Male stürzte er sich wie ein Berserker auf seine Leberkäsesemmel, biss herzhaft hinein und schleuderte sie gegen die Wand, wo ihr Wiehern mit einem Schlag verstummte.

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