Erich Remarque - Der Himmel kennt keine Günstlinge

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Zwei ungewöhnliche Menschen versuchen, für kurze Zeit einen Ausnahmezustand des Glücks zu verwirklichen. Der alternde Rennfahrer Clerfayt lernt in einem Schweizer Lungen-Sanatorium Lillian Dunkerque, eine junge, todkranke Belgierin, kennen. Lillian weiß, daß sie nicht mehr lange leben wird, und sie fasst den Entschluß, die ihr noch verbleibende kurze Lebenszeit auszunutzen, alle Erwartungen und Wünsche und ihren unbändigen Drang nach intensivem Leben zu stillen. Sie verläßt das Sanatorium und geht mit Clerfayt nach Paris. Sie erleben eine kurze Spanne innigen Glücks, aber je mehr Clerfayt sich in dieser Beziehung verliert, je mehr er sich in einem Netz von Hoffnungen, Illusionen und Selbstbetrug verstrickt, um so brüchiger wird ihre Beziehung.

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Er blickte auf das Gepäck. »Wann fährt dein Zug?«

»In einer Stunde. Lass ihn fahren.«

»Wohin wolltest du?«

»Irgendwohin. Nach Zürich. Es ist gleichgültig, Boris.«

»Dann lass uns hier weggehen. Zieh in ein anderes Hotel. Ich habe in Antibes ein Zimmer reservieren lassen. Im Hotel du Cap. Wir können noch eins dazu bekommen. Soll ich das Gepäck dahin schicken lassen?«

Lillian schüttelte den Kopf. »Lass es hier«, sagte sie mit plötzlichem Entschluß. »Der Zug fährt in einer Stunde; lass uns abfahren. Ich will nicht hier bleiben. Und du mußt zurück.«

»Ich muß nicht zurück«, sagte Wolkow.

Sie sah ihn an. »Bist du geheilt?«

»Nein. Aber ich muß nicht zurück. Ich kann mit dir fahren, wohin du willst. So lange du willst.«

»Aber —«

»Ich habe dich damals verstanden«, sagte Wolkow. »Mein Gott, Duscha, und wie ich verstanden habe, daß du wegwolltest.«

»Warum bist du dann nicht mit mir gegangen?«

Wolkow schwieg. Er wollte sie nicht an das erinnern, was sie gesagt hatte. »Wärest du mit mir gegangen?« fragte er schließlich.

»Nein, Boris«, erwiderte sie. »Das ist wahr. Damals nicht.«

»Du wolltest die Krankheit nicht mitnehmen. Du wolltest ihr entkommen.«

»Ich weiß es nicht mehr. Vielleicht war es so. Es ist so lange her.«

»Willst du wirklich heute noch fahren?«

»Ja.«

»Hast du ein Bett?«

»Ja, Boris.«

»Du siehst aus, als brauchtest du etwas zu essen. Komm in das Café drüben. Ich werde inzwischen sehen, ob ich noch eine Fahrkarte bekomme.«

Sie gingen hinüber. Er bestellte ihr Eier, Schinken und Kaffee. »Ich gehe zurück zum Bahnhof«, sagte er.

»Bleib hier. Lauf nicht weg.«

»Ich laufe nicht mehr weg. Warum denkt das jeder?« Boris lächelte. »Es ist nicht das Schlechteste, wenn man das denkt. Man will dann, daß der andere bleibt.«

Sie sah ihn an. Ihre Lippen zitterten. »Ich will nicht weinen«, sagte sie.

Er blieb am Tisch stehen. »Du bist nur erschöpft. Iß etwas. Ich bin sicher, es ist das erste heute.«

Sie hob den Kopf. »Sehe ich so schlecht aus?«

»Nein, Duscha. Und selbst wenn du müde aussähest, so holen ein paar Stunden Schlaf bei dir immer alles wieder auf. Hast du das vergessen?«

»Ja«, sagte sie. »Ich habe so vieles vergessen. Und manches nicht.«

Sie begann zu essen, aber sie unterbrach sich und nahm ihren Spiegel heraus. Sie betrachtete sich sehr genau, das Gesicht, die Augen, die blauen Schatten. Was hatte der Arzt in Nizza gesagt? Bevor es Sommer wird, und vielleicht früher, wenn Sie so weiterleben. Sommer — hier war es schon Sommer, aber in den Bergen kam er spät. Sie betrachtete das Gesicht noch einmal, dann holte sie Puder und Lippenstift hervor. Wolkow kam zurück. »Ich habe eine Fahrkarte bekommen. Der Zug ist nicht ausverkauft.«

»Hast du ein Bett?«

»Noch nicht. Aber vielleicht wird eins frei. Ich brauche keines; ich habe den ganzen Weg hierher geschlafen.« Er streichelte den Hund, der bei Lillian sitzen geblieben war. »Du mußt einstweilen in den Packwagen, Wolf, aber wir schmuggeln dich schon wieder heraus.«

»Ich kann ihn in mein Abteil nehmen.«

Boris nickte. »In Frankreich gibt es verständnisvolle Schaffner. In Zürich überlegen wir dann, was du tun willst.«

»Ich will zurück«, sagte Lillian.

»Zurück? Wohin?« fragte Wolkow vorsichtig.

Sie schwieg.

»Ich war auf dem Wege zurück«, sagte sie dann. »Du brauchst es nicht zu glauben.«

»Warum soll ich es nicht glauben?«

»Warum solltest du?«

»Ich habe einmal genau dasselbe getan wie du, Duscha. Vor vielen Jahren. Ich bin auch zurückgegangen.«

Lillian zerbröckelte eine Krume Brot auf ihrem Teller. »Es nützt nichts, wenn jemand es einem vorher erklärt, wie?«

»Nichts. Man muß es selbst herausfinden. Man würde sonst immer glauben, das Wichtigste versäumt zu haben. Weißt du schon, wohin du gehen willst von Zürich aus?«

»In irgendein Sanatorium. Im Bella Vista nehmen sie mich sicher nicht wieder.«

»Natürlich nehmen sie dich. Aber weißt du bestimmt, daß du zurück willst? Du bist jetzt erschöpft und brauchst Ruhe. Das kann sich ändern.«

»Ich will zurück.«

»Clerfayts wegen?«

»Clerfayt hat nichts damit zu tun. Ich wollte schon vorher zurück.«

»Warum?«

»Aus vielen Gründen. Ich weiß sie jetzt nicht mehr. Sie waren so richtig, daß ich sie wieder vergessen habe.«

»Wenn du unten bleiben willst — du brauchst nicht allein zu sein. Ich kann auch bleiben.«

Lillian schüttelte den Kopf. »Nein, Boris. Es ist genug. Ich will zurück. Aber du willst vielleicht noch bleiben? Du warst so lange nicht unten.«

Wolkow lächelte. »Ich kenne das hier schon —«

Sie nickte. »Das habe ich gehört. Ich kenne es jetzt auch.«

* * *

In Zürich telefonierte Wolkow mit dem Sanatorium.

»Lebt sie noch?« fragte der Dalai Lama mürrisch.

»Also gut, meinetwegen kann sie kommen.«

Lillian blieb noch eine Woche in Zürich im Hotel Dolder. Sie lag viel zu Bett. Sie war plötzlich sehr müde. Das Fieber kam jeden Abend und war hoch. Wolkow fragte den Arzt, den er zur Behandlung geholt hatte. »Sie müßte längst im Krankenhaus sein«, erklärte der Professor. »Lassen Sie sie hier.«

»Sie will nicht hier bleiben. Sie will nach oben.«

Der Arzt hob die Schultern. »Wie Sie wollen. Aber nehmen Sie einen Krankenwagen.«

Wolkow versprach es. Er wußte, daß er keinen nehmen würde. Sein Respekt vor dem Leben ging nicht weit genug, um nicht zu wissen, daß zuviel Sorgfalt einen Kranken ebenso töten konnte wie zuwenig. Lillian als Sterbende zu behandeln würde schlimmer sein als die Fahrt im Auto zu riskieren.

Sie sah ihm heiter entgegen, als er zurückkam. Seit die Krankheit sich stärker gezeigt hatte, war sie heiter geworden — als ob das vage Schuldgefühl, das sie wegen Clerfayts Tod gespürt hatte, dadurch getilgt worden sei. Der Schmerz um einen andern, dachte sie mit leichter Ironie, wurde erträglicher, wenn man wußte, daß man selbst nicht mehr lange zu leben hatte. Selbst das Gefühl der Rebellion gegen die Krankheit war gewichen seit Clerfayts Tod. Niemand entkam, weder der Kranke noch der Gesunde, das ergab einen paradoxen Ausgleich.

»Armer Boris!« sagte sie. »Was hat dir der Arzt gesagt? Daß ich die Reise nicht überstehen werde?«

»Nichts von alledem.«

»Ich werde sie überstehen. Schon, weil er das Gegenteil prophezeit. Und ich werde noch länger leben.«

Wolkow sah sie überrascht an. »Das ist wahr, Duscha. Ich fühle das auch.«

»Gut. Dann gib mir einen Wodka.«

Sie hielt ihm ihr Glas hin. »Was sind wir doch für Schwindler«, sagte sie nach einer Weile. »Wir mit unseren kleinen Tricks! Aber was sollen wir sonst tun? Wenn man schon Angst hat, kann man auch ebensogut etwas daraus machen. Ein Feuerwerk oder eine Spiegelfechterei oder eine kleine Weisheit, die bald schmilzt.«

Sie fuhren an einem sehr milden, warmen Tag hinauf. Auf der halben Passhöhe kam ihnen in einer Haarnadelkurve ein Wagen entgegen, der hielt, um sie vorbeizulassen. »Hollmann!« rief Lillian. »Das ist doch Hollmann!«

Der Mann in dem anderen Wagen blickt auf. »Lillian! Und Boris! Aber —«

Hinter ihm hupte ein ungeduldiger Italiener, der einen kleinen Fiat fuhr und glaubte, der Rennfahrer Nuvolari zu sein. »Ich parke den Wagen«, rief Hollmann. »Wartet auf mich!«

Er fuhr ein Stück weiter, ließ den Italiener vorbei und kam zu Fuß zurück. »Was ist los, Hollmann?« fragte Lillian. »Wohin fahren denn Sie?«

»Ich habe Ihnen doch erzählt, daß ich gesund bin.«

»Und der Wagen?«

»Geliehen. Es kam mir zu albern vor, im Zug zu fahren. Jetzt, wo ich wieder engagiert worden bin!«

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