Paulo Coelho - Die Schriften von Accra

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Er ist vor langer Zeit auf der Suche nach Abenteuern und Reichtum in die Welt hinausgegangen und zufällig in Jerusalem gelandet. In einer magischen Nacht, als ein feindliches Heer die Stadt bedroht und alles verloren scheint, antwortet der geheimnisvolle Fremde auf die großen Fragen der Menschen, die über die Jahrtausende immer wieder gestellt werden.
Aus dem Brasilianischen von  Maralde Meyer-Minnemann

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Sie wollten sich zuerst noch schnell schön machen, obwohl sie es bereits waren.

Oder sie versuchten wie die anderen zu sein, während die Liebe nach jemand Einzigartigem suchte.

Sie wollten etwas widerspiegeln, was von außen kam, und vergaßen dabei, dass das stärkste Licht von innen heraus kommt.«

Und ein junger Mann, der noch

in derselben Nacht aufbrechen sollte, sagte:

»Ich habe nie gewusst, welchen Weg

ich einschlagen soll.«

Und der Kopte sagte:

»So wie die Sonne sendet auch das Leben sein Licht in alle Richtungen.

Um Feuer zu machen, muss man die Strahlen der Sonne in einem Punkt bündeln. Wurde doch mit dem Feuer der Welt das große Mysterium der göttlichen Kraft offenbart. Es wärmt, wenn es brennt, aber es wird auch gebraucht, um aus Getreide Brot zu backen.

Wenn wir jung sind, wollen wir alles auf einmal und setzen wahllos die Kräfte ein, die uns gegeben wurden.

Doch es kommt der Augenblick, in dem wir das innere Feuer bündeln müssen, damit unser Leben einen Sinn erhält.

Dann fragen wir uns: ›Was aber ist der Sinn des Lebens?‹

Einige weichen dieser Frage bewusst aus, denn sie stört, raubt einem den Schlaf, und sie lässt sich nicht leicht beantworten.

Es sind immer dieselben, die den morgigen Tag wie den gestrigen Tag leben.

Und wenn der Todesengel kommt, werden sie sagen: ›Mein Leben war zu kurz, ich habe meine Segnungen vergeudet.‹

Andere jedoch lassen die Frage zu. Aber da sie keine Antwort darauf haben, beginnen sie zu lesen, was jene geschrieben haben, die sich der Frage bereits gestellt haben. Und stoßen unversehens auf eine Antwort, die sie für richtig halten. Und übernehmen sie als ihre eigene. Sie schaffen Gesetze, mit denen sie anderen das aufzwingen wollen, was sie für den alleinigen Sinn des Lebens halten. Sie bauen Tempel, um diesem Lebenssinn zu huldigen, und Gerichte, um über jene zu richten, die ihren Wahrheitsanspruch nicht gutheißen.

Schließlich gibt es jene, die begreifen, dass diese Frage eine Falle ist, denn es gibt keine Antwort darauf.

Anstatt weiter Zeit damit zu vergeuden, beschließen sie zu handeln. Sie versetzen sich in ihre Kindheit zurück und versuchen herauszufinden, was sie damals begeistert hat. Und widmen, allen Ratschlägen der Älteren zum Trotz, diesem inneren Feuer ihr Leben.

Ganz allmählich wird ihnen klar, dass ihr Tun mit einer geheimnisvollen Absicht verbunden ist, die sich der menschlichen Erkenntnis entzieht. Und sie senken ehrfürchtig den Kopf vor dem Mysterium und beten darum, nicht von einem Weg abzukommen, den sie zwar nicht kennen, den sie aber des Feuers wegen gehen, das in ihrem Herzen brennt.

Sie folgen, sooft sie können, ihrer Eingebung und vertrauen auf die Disziplin, wenn die Eingebung sie im Stich lässt.

Sie wirken verrückt, und manchmal verhalten sie sich auch wie Verrückte. Aber sie sind nicht verrückt. Sie haben die wahre Liebe entdeckt und die Kraft des Willens.

Und nur die Liebe und der Wille offenbaren ihnen das Ziel und den Weg, den sie gehen müssen.

Der Wille ist klar wie Kristall, die Liebe rein und ihre Schritte ganz fest. Und auch wenn sie zweifeln und traurig sind, vergessen sie doch nie: ›Ich bin nur ein Werkzeug. Herr, erlaube mir, ein Werkzeug zu sein, das deinen Willen offenbart.‹

Sie haben sich für einen Weg entschieden, begreifen aber möglicherweise ihr Ziel erst, wenn sie vor dem Todesengel stehen. Darin liegt die Schönheit dessen, der, allein von der Begeisterung gelenkt, voranschreitet und das Mysterium des Lebens achtet: Sein Weg ist schön, und seine Bürde ist leicht.

Das Ziel kann groß oder klein sein, in weiter Ferne liegen oder gleich vor der Tür, er wird sich mit gebührendem Respekt auf die Suche machen. Er kennt die Bedeutung eines jeden Schrittes und weiß, wie viel Mühe und Üben er gekostet hat und wie viel Eingebung nötig war.

Er konzentriert sich nicht nur auf das Ziel, das er erreichen will, sondern achtet auch auf alles, was um ihn herum geschieht. Oft muss er innehalten, weil ihn die Kräfte verlassen.

Dann erscheint die Liebe und sagt: ›Du glaubst, dass du auf einen Punkt zugehst, dieser Punkt hat jedoch nur durch deine Liebe eine Daseinsberechtigung. Raste ein wenig, doch sobald du kannst, stehe auf, und gehe weiter. Denn seit er weiß, dass du auf dem Weg zu ihm bist, kommt der Punkt dir auch entgegen.‹

Derjenige, der die Frage vergisst, und derjenige, der sie beantworten will, und derjenige, der begreift, dass man statt fragen handeln muss – sie alle werden auf die gleichen Hindernisse stoßen und sich über die gleichen Dinge freuen.

Aber nur derjenige, der demütig und furchtlos den unergründlichen Plan Gottes annimmt, weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist.«

Und eine Frau, die in die Jahre

gekommen war und nie

geheiratet hatte, meinte:

»Die Liebe ist nie zu mir

gekommen.«

Und der Kopte sagte:

»Um die Worte der Liebe hören zu können, muss man zulassen, dass sie sich einem nähert.

Doch wenn sie sich uns nähert, fürchten wir uns vor dem, was sie uns zu sagen hat. Denn die Liebe ist frei und lässt sich weder durch unseren Willen noch durch unsere Taten zähmen.

Diese Erfahrung machen alle Liebenden, doch sie wollen es nicht wahrhaben. Sie glauben, die Liebe ließe sich durch Macht, Schönheit, Reichtum, Unterwürfigkeit, Tränen oder ein Lächeln verführen.

Aber wahre Liebe verführt weder, noch lässt sie sich verführen.

Liebe verwandelt. Liebe heilt. Doch manchmal baut sie tödliche Fallen und zerstört den Menschen, der sich ihr ganz anheimgibt. Wie kann die Kraft, die die Welt bewegt und die Sterne an deren Platz hält, so aufbauend und zugleich so zerstörerisch sein?

Wir gehen immer davon aus, dass wir ebenso viel empfangen müssen, wie wir geben. Aber Menschen, die in der Erwartung lieben, zurückgeliebt zu werden, vergeuden nur ihre Zeit.

Die Liebe ist ein Akt des Glaubens, kein Tauschhandel.

Widersprüche lassen die Liebe wachsen. Auseinandersetzungen halten die Liebe an unserer Seite.

Das Leben ist zu kurz, um so wichtige Worte in unserem Herzen zu verschließen wie beispielsweise: ›Ich liebe dich.‹

Aber erwarte nicht, als Erwiderung dieselben Worte zu hören. Wir lieben, weil wir nicht anders können, als zu lieben. Denn ohne Liebe verliert das Leben seinen Sinn und hört die Sonne auf zu scheinen.

Eine Rose sehnt sich nach der Gesellschaft der Bienen, aber es kommt keine einzige. Und die Sonne fragt:

›Bist du’s nicht allmählich leid zu warten?‹

›Ja, schon‹, antwortet die Rose, ›aber wenn sich meine Blütenblätter schließen, verwelke ich.‹

Daher lasst uns, selbst wenn sich die Liebe nicht einstellen will, offen für sie bleiben. Wenn die Einsamkeit uns zu erdrücken scheint, ist weiterzulieben die einzige Möglichkeit, diese Augenblicke durchzustehen.

Das höchste Ziel des Lebens ist zu lieben. Der Rest ist Schweigen.

Wir müssen lieben. Auch wenn es uns in das Land verschlägt, in dem die Seen aus Tränen gemacht sind. Oh, geheimer, mysteriöser Ort, Land der Tränen!

Tränen führen ein Eigenleben: Manchmal fließen sie, obwohl wir glauben, genug geweint zu haben, immer weiter. Oder sie versiegen unvermittelt, obwohl wir auf eine lange Wanderung durch ein Jammertal gefasst waren.

Weil es uns gelingt, unser Herz trotz allen Leids für die Liebe offen zu halten.

Weil wir gewahr werden, dass derjenige, der gegangen ist, weder die Sonne mitgenommen hat noch uns im Dunkeln sitzenließ. Er ist nur gegangen – und jedes Adieu trägt neue Hoffnung in sich.

Es ist besser, jemanden geliebt und ihn verloren zu haben, als nie geliebt zu haben.

Uns bleibt keine andere Wahl: Wir müssen in das Geheimnis dieser unbändigen Kraft eintauchen. Natürlich können wir einwenden: ›Ich habe schon zu viel gelitten und weiß, dass auch diese Liebe nicht von Dauer sein wird‹, und so die Liebe von der Schwelle unseres Hauses vertreiben. Doch dadurch würden wir zu lebenden Toten.

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