Paulo Coelho - Die Schriften von Accra

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Er ist vor langer Zeit auf der Suche nach Abenteuern und Reichtum in die Welt hinausgegangen und zufällig in Jerusalem gelandet. In einer magischen Nacht, als ein feindliches Heer die Stadt bedroht und alles verloren scheint, antwortet der geheimnisvolle Fremde auf die großen Fragen der Menschen, die über die Jahrtausende immer wieder gestellt werden.
Aus dem Brasilianischen von  Maralde Meyer-Minnemann

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Achte jene, die mit dir zusammen gelernt haben. Achte jene, die deine Lehrer waren. Wenn die Zeit gekommen ist, dann erzähle deine Geschichte, und werde du zum Lehrer – so können die Gemeinschaft und die Traditionen fortbestehen.

Wer Freude und Niedergeschlagenheit nicht mit den anderen Menschen teilt, wird niemals seine eigenen Fähigkeiten und Fehler erkennen.

Also sei immer wachsam, was die Gefahr betrifft, die alle Gemeinschaften bedroht: Menschen neigen dazu, sich alle gleich zu verhalten, wobei ihnen die eigene Unvollkommenheit, ihre Ängste und Vorurteile als Richtschnur dienen.

Sie glauben, um akzeptiert zu werden, müssten sie allen gefallen. Doch damit zahlen sie einen hohen Preis.

Und es ist kein Liebesbeweis für die Gemeinschaft. Es ist ein Beweis fehlender Selbstliebe.

Nur der wird geliebt und geachtet, der sich selber liebt und achtet. Versuche nie, allen zu gefallen, oder du wirst die Achtung aller verlieren.

Suche dir Verbündete und Freunde unter Leuten, die überzeugt sind von dem, was sie tun und wer sie sind.

Ich sage nicht: Suche dir jemanden, von dem du annimmst, dass er ist wie du. Ich sage: Suche jemanden, der anders denkt und den du niemals davon überzeugen kannst, dass du recht hast.

Denn die Freundschaft ist eine der vielen Gesichter der Liebe, und die Liebe lässt sich nicht von Meinungen bestimmen. Sie akzeptiert den Gefährten vorbehaltlos, denn jeder wächst auf seine Weise.

Die Freundschaft ist ein Akt des Glaubens an einen anderen Menschen und kein Akt der Selbstaufgabe.

Versuche nicht, von jemandem um jeden Preis geliebt zu werden, denn die Liebe hat keinen Preis.

Nicht diejenigen sind deine Freunde, die dir schmeicheln und sagen: ›Es gibt in ganz Jerusalem niemanden, der besser, großzügiger, fähiger ist als du.‹

Es sind jene, die nicht darauf warten, dass etwas geschieht, um dann zu entscheiden, wie sie sich verhalten sollen. Sie entscheiden sich, während sie handeln, im Wissen um das damit verbundene Risiko.

Es sind Menschen, die so frei sind, dass sie auch umkehren und neue Wege beschreiten, wenn die Umstände es erfordern. Anschließend erzählen sie dann von ihren Abenteuern und lassen damit ihr Dorf oder ihre Stadt an ihren Erfahrungen teilhaben.

Wenn sie einem gefährlichen, falschen Weg gefolgt sind, werden sie dir niemals sagen: ›Tu das ja nicht!‹, sondern nur: ›Ich bin einem gefährlichen, falschen Weg gefolgt.‹

Denn sie achten deine Freiheit genauso wie du die ihre.

Und meide auch jene, die dir nur in traurigen Augenblicken mit Trostworten zur Seite stehen. Denn was sie damit eigentlich ausdrücken, ist: ›Ich bin stärker als du. Ich bin klüger als du. Ich hätte diesen Schritt nie getan.‹

Halte dich lieber an jene, die in glücklichen Stunden bei dir sind. Denn ihre Seelen kennen weder Eifersucht noch Neid, nur Freude darüber, dich glücklich zu sehen.

Meide jene, die sich für stärker halten. Denn in Wahrheit sind sie schwächer als du.

Halte dich vielmehr an jene, die sich ihrer Verletzlichkeit nicht schämen. Denn sie sind selbstbewusst und wissen, dass jeder irgendwann einmal strauchelt, und sehen das nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als Ausdruck von Menschlichkeit.

Meide jene, die viel reden, bevor sie handeln, jene, die niemals einen Schritt getan haben, ohne vorher sicher zu sein, dafür gelobt zu werden.

Halte dich vielmehr an jene, die dir, wenn du dich irrtest, niemals gesagt haben: ›Ich hätte das anders gemacht.‹ Denn wenn sie etwas nicht getan haben, können sie darüber auch kein Urteil fällen.

Halte dich vielmehr an jene, die nur eine einzige Tür zu öffnen versuchen: diejenige ihres Herzens. Und die niemals ohne Erlaubnis in deine Seele eindringen und die niemals diese geöffnete Tür ausnutzen werden, um einen tödlichen Pfeil auf dich abzuschießen.

Freundschaft ist wie ein Fluss, der die Felsen umfließt, sich Tälern und Bergen anpasst, manchmal zum See wird, bis die Niederung gefüllt ist und er seinen Weg fortsetzen kann.

Denn so wie ein Fluss nicht vergisst, dass das Meer sein Ziel ist, wird die Freundschaft nicht vergessen, dass ihre einzige Daseinsberechtigung ist, den Freunden Liebe zu zeigen.

Meide jene, die sagen: ›Halt, hier geht’s nicht weiter.‹ Denn jene begreifen nicht, dass nicht einmal das Leben noch der Tod ein Ende sind, sondern nur Etappen der Ewigkeit.

Halte dich vielmehr an jene, die sagen: ›Auch wenn alles gut ist, müssen wir weitergehen.‹ Denn sie wissen, dass man immer bis hinter den bekannten Horizont gehen muss.

Meide jene, die sich zusammensetzen, um ernsthaft und voller Geltungsbedürfnis die Entscheidungen zu diskutieren, die die Gemeinschaft treffen müsste. Sie verstehen etwas von Politik, glänzen vor den anderen und versuchen, Klugheit zu zeigen. Aber sie begreifen nicht, dass es unmöglich ist, auch nur die Kontrolle darüber zu behalten, ob ein einziges Haar ausfällt. Disziplin ist wichtig, aber es müssen Türen und Fenster offen gehalten werden für die Intuition und das Unerwartete.

Tue dich mit jenen zusammen, die singen, Geschichten erzählen, das Leben genießen und freudig blicken. Denn die Freude ist ansteckend, und es gelingt ihr immer, eine Lösung zu finden, wo Logik nur die Erklärung eines Fehlers liefern kann.

Halte dich stattdessen lieber an jene, die zulassen, dass das Licht der Liebe sich ungehindert offenbart, ohne zu werten, ohne Hoffnung auf Belohnung und ohne Angst, missverstanden zu werden.

Gleichgültig, wie du dich fühlst, stehe jeden Morgen auf, und schicke dich an, dein Licht anzuzünden.

Diejenigen, die nicht blind sind, werden dein Strahlen sehen und davon bezaubert sein.«

Und ein Mädchen, das selten

das Haus verließ, weil es sich

selbst für langweilig hielt, sagte:

»Sprich zu uns über Eleganz,

Anmut und Vornehmheit!«

Auf dem Platz begannen die Leute

zu murren: Wie konnte man so eine

Frage am Vorabend der Einnahme

der Stadt durch die Kreuzritter stellen,

wo doch Blut durch alle Straßen

fließen würde?

Doch der Kopte lächelte – und sein

Lächeln war nicht abschätzig,

sondern voller Achtung angesichts

des Mutes des jungen Mädchens.

Und er sagte:

»Eleganz wird häufig mit Oberflächlichkeit und gutem Aussehen verwechselt. Was ein großer Irrtum ist. Obwohl sie alle aus Buchstaben bestehen, können Wörter doch völlig unterschiedlich sein: elegant, Anstand ausdrückend, verletzend oder gar zerstörend. Es gibt Blumen, die wachsen auf dem Feld zwischen hohen Gräsern und sind doch elegant und anmutig. Die Gazelle, die vor dem Löwen flieht, tut dies mit Eleganz und Anmut.

Eleganz ist nichts Äußerliches, sondern in ihr wird ein Teil der Seele sichtbar.

Und selbst in noch so stürmischen Leidenschaften sorgen Eleganz und Anstand dafür, dass das, was die wahren Bindungen zwischen zwei Menschen ausmacht, nicht zerrissen wird.

Eleganz liegt nicht in den Kleidern, die wir tragen, sondern darin, wie wir sie tragen.

Eleganz liegt nicht in der anmutigen Weise, mit der wir das Schwert ergreifen, sondern im Anstand, mit dem wir den Dialog führen, der einen Krieg verhindern kann.

Eleganz oder Anmut ist dann erreicht, wenn alles Überflüssige abgelegt wird und der Mensch die Einfachheit und die Konzentration entdeckt: Je einfacher und sparsamer die Bewegung, desto schöner.

Und was ist Einfachheit? Es ist die Begegnung mit den wahren Werten des Lebens.

Der Schnee ist schön, weil er nur weiß ist. Das Meer ist schön, weil es wie eine glatte Oberfläche wirkt. Die Wüste ist schön, weil sie wie ein Feld aus Sand und Felsen wirkt.

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