Paulo Coelho - Die Schriften von Accra

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Er ist vor langer Zeit auf der Suche nach Abenteuern und Reichtum in die Welt hinausgegangen und zufällig in Jerusalem gelandet. In einer magischen Nacht, als ein feindliches Heer die Stadt bedroht und alles verloren scheint, antwortet der geheimnisvolle Fremde auf die großen Fragen der Menschen, die über die Jahrtausende immer wieder gestellt werden.
Aus dem Brasilianischen von  Maralde Meyer-Minnemann

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Die einfachen Dinge im Leben sind die außergewöhnlichsten. Lass zu, dass sie sich offenbaren.

Seht die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht und sind doch schöner als Salomos schönste Kleider.

Je mehr sich das Herz der Einfachheit nähert, umso eher wird es imstande sein, ohne Vorbehalte und Angst zu lieben. Je geringer seine Angst ist, umso eher wird es imstande sein, Eleganz, Anmut, Anstand und Vornehmheit in jeder kleinen Geste zu zeigen.

Eleganz ist keine Frage des Geschmacks. Jede Kultur hat ihren eigenen Schönheitsbegriff, der häufig ganz anders ist als der unsrige.

Aber alle Volksstämme, Völker halten Eleganz in der Form von Anstand hoch: Gastfreundschaft, Respekt, Höflichkeit.

Arroganz zieht Hass und Missgunst an. Eleganz als Anstand weckt Respekt und Liebe.

Arroganz lässt uns unseren Nächsten erniedrigen. Die Eleganz als Anstand lehrt uns, im Licht zu gehen.

Arroganz schafft komplizierte Wörter, weil sie findet, dass Intelligenz nur wenigen Erwählten vorbehalten ist. Eleganz als Klarheit verwandelt komplexe Gedanken in etwas, das alle verstehen können.

Jeder Mensch, der den Weg geht, den er erwählt hat, schreitet voller Anmut voran und verbreitet Licht ringsum.

Seine Schritte sind fest, sein Blick klar, seine Bewegungen schön. Und selbst in schwierigen Augenblicken können seine Feinde in ihm keine Zeichen der Schwäche erkennen, denn Eleganz als Anmut und Vornehmheit schützt ihn.

Eleganz wird akzeptiert und bewundert, weil sie unangestrengt ist.

Nur die Liebe gibt dem, was zuvor nicht einmal geträumt werden konnte, eine Form.

Und nur die Eleganz erlaubt, dass diese Form sich offenbart.«

Und ein Mann, der seine Herden

immer in aller Frühe auf die Weide

außerhalb der Stadt führte, meinte:

»Du hast studiert, um schöne Dinge

sagen zu können, wir aber müssen

unsere Familien ernähren.«

Und der Kopte antwortete:

»Schöne Worte werden von Dichtern gesagt. Und dereinst wird jemand schreiben:

Ich schlief und träumte, das Leben wäre Freude,

Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht;

Ich handelte - und siehe:

Die Pflicht war Freude.

In der Arbeit zeigt sich die alle Menschen vereinende Liebe. Durch sie entdecken wir, dass wir alle einander brauchen und ohne einander nicht leben können.

Es gibt zwei Arten von Arbeit.

Zum einen die Arbeit, die wir notgedrungen tun, weil wir schließlich von etwas leben müssen. Bei dieser Art von Arbeit verkaufen die Menschen nur ihre Zeit, und ihnen ist nicht bewusst, dass diese niemals zurückgekauft werden kann.

Ihr ganzes Leben lang träumen sie von dem Tag, an dem sie endlich ausruhen können. Ist dieser Tag gekommen, sind sie jedoch zu alt, um all das zu genießen, was das Leben bieten kann.

Diese Menschen werden niemals Verantwortung für ihr Tun übernehmen: ›Ich habe keine Wahl.‹

Aber es gibt noch eine weitere Art von Arbeit, die die Menschen verrichten, um ihr tägliches Brot zu verdienen, die sie aber mit Hingabe und Nächstenliebe zu tun versuchen.

Diese Art von Arbeit nennen wir Liebesgabe. Zwei Menschen können das gleiche Gericht kochen, mit den gleichen Zutaten, aber einer hat sich beim Kochen Mühe gegeben, während der andere sich nur den Bauch vollschlagen wollte. Obwohl Liebe weder sichtbar noch messbar ist, wird das Ergebnis völlig unterschiedlich sein.

Je mehr Liebe er anderen gibt, umso mehr Liebe wird er selber empfinden.

Als die göttliche Kraft das Universum in Bewegung setzte, haben alle Planeten und Sterne, alle Meere und Wälder, alle Täler und Berge die Gelegenheit erhalten, aktiv an der Ausgestaltung der Schöpfung teilzuhaben. Und das Gleiche geschah mit den Menschen.

Einige sagten: ›Wir wollen das nicht, denn wir werden, was falsch ist, nicht berichtigen können und Unrecht nicht bestrafen.‹

Andere sagten: ›Ich werde im Schweiße meines Angesichts mein Feld bewässern, und das wird meine Art sein, den Schöpfer zu preisen.‹

Doch dann kam der Dämon und flüsterte mit honigsüßer Stimme: ›Du wird diesen Felsbrocken jeden Tag zum Gipfel des Berges tragen, und wenn du dort angekommen bist, wird er wieder hinunterrollen.‹

Und all jene, die den Worten des Dämons glaubten, sagten: »Das Leben hat keinen anderen Sinn, als immer nur dieselbe Aufgabe zu wiederholen.«

Doch jene, die dem Dämon nicht glaubten, entgegneten: ›Dann werde ich eben den Stein lieben, den ich jeden Tag auf den Gipfel des Berges tragen muss. So wird jede Minute mit ihm eine Minute an der Seite dessen sein, was ich liebe.‹

Die Liebesgabe ist ein Gebet ohne Worte. Und wie jedes Gebet verlangt sie Disziplin – eine Disziplin, die nicht Unterwerfung ist, sondern frei gewählt.

Es nützt nichts zu sagen: ›Das Schicksal war ungerecht zu mir. Während einige ihre Träume verwirklichen, mache ich hier nur meine Arbeit und verdiene meinen Lebensunterhalt.‹

Das Schicksal ist zu niemandem ungerecht. Wir sind alle frei, zu lieben oder zu hassen, was wir tun.

Wenn wir lieben, finden wir in unserem alltäglichen Tun die Freude jener, die eines Tages aufgebrochen sind, um ihre Träume zu verwirklichen.

Niemand kann die Bedeutung und Größe dessen ermessen, was er tut. Darin liegen das Geheimnis und die Schönheit der Liebesgabe: Sie ist die Mission, die uns anvertraut wurde, und wir müssen ihr vertrauen.

Der Bauer kann pflanzen, aber er kann der Sonne nicht sagen: ›Scheine heute Morgen stärker.‹ Er kann den Wolken nicht sagen: ›Lasst es heute Nachmittag regnen.‹ Er kann nur tun, was er tun kann , das Feld pflügen, die Saat ausbringen und durch Kontemplation die Gabe der Geduld erlernen.

Und wenn er sieht, dass seine Ernte verdorben ist und all seine Arbeit umsonst war, wird er Augenblicke der Verzweiflung durchleben. Doch auch derjenige, der aufgebrochen ist, um seinen Traum zu verwirklichen, wird Augenblicke durchleben, in denen er seine Wahl bereut, nur noch heimkehren wollen und eine Arbeit finden, die ihm erlaubt, von ihr zu leben.

Doch schon am nächsten Tag wird das Herz dessen, der arbeitet, oder dessen, der ausgezogen ist, um seine Träume zu verwirklichen, wieder hochgestimmt sein. Beide werden wieder Vertrauen haben, und beide werden die Früchte ihrer Liebesgabe sehen – und sich daran erfreuen.

Denn beide singen das gleiche Lied: das Lied der Freude an der Aufgabe, die ihnen anvertraut wurde.

Ohne den Hirten würde der Dichter verhungern. Und ohne den Dichter würde der Hirte vor Traurigkeit sterben, da er die Verse des Dichters nicht singen könnte.

Deine Liebesgabe ermöglicht deinen Mitmenschen, dich zu lieben.

Und du lernst deine Mitmenschen durch das zu lieben, was sie dir schenken.«

Der Mann, der etwas über die Arbeit

hatte wissen wollen, hakte noch

einmal nach:

»Warum haben einige Menschen

mehr Erfolg als andere?«

Und der Kopte antwortete:

»Erfolg beruht nicht auf der Anerkennung durch andere. Er ist die Frucht dessen, was du mit Liebe gepflanzt hast.

Ist die Zeit der Ernte gekommen, kannst du dir sagen: ›Ich habe es geschafft.‹

Du hast erreicht, dass deine Arbeit geachtet wird, weil du sie nicht nur getan hast, um von ihr leben zu können, sondern um den Mitmenschen deine Liebe zu zeigen.

Obwohl du nicht alle Fallen auf dem Weg voraussehen konntest, hast du es geschafft zu beenden, was du angefangen hast. Und wenn nach ersten Schwierigkeiten deine Begeisterung nachließ, dann hat dir deine Disziplin weitergeholfen. Und wenn die Disziplin wegen deiner Müdigkeit abzunehmen schien, hast du die Ruhezeiten dazu genutzt, dir deine weiteren Schritte zu überlegen.

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