Paulo Coelho - Die Schriften von Accra

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Er ist vor langer Zeit auf der Suche nach Abenteuern und Reichtum in die Welt hinausgegangen und zufällig in Jerusalem gelandet. In einer magischen Nacht, als ein feindliches Heer die Stadt bedroht und alles verloren scheint, antwortet der geheimnisvolle Fremde auf die großen Fragen der Menschen, die über die Jahrtausende immer wieder gestellt werden.
Aus dem Brasilianischen von  Maralde Meyer-Minnemann

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Daher lasse nicht zu, dass die Bangigkeit des Herzens dein Leben kontrolliert.

Wenn sie aufkommt, sage zu ihr: ›Ich sorge mich nicht wegen des morgigen Tages, denn Gott ist da und wartet auf mich.‹

Und wenn die Besessenheit dir einredet, dass dauerndes Arbeiten ein produktives Leben bedeute, dann sage ihr: ›Ich brauche Muße, um die Sterne zu betrachten und um meine Arbeit mit Hingabe zu verrichten.‹

Wenn die Besessenheit dir mit dem Gespenst des Hungers droht, sage ihr: ›Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes.‹

Wenn die Besessenheit sagt, dass deine Liebe vielleicht nie zu dir zurückkommt, dann sage: ›Meine Liebste gehört mir und ich ihr. Sie hütet tagsüber die Herden am Fluss, und ich kann ihren Gesang in der Ferne hören. Wenn sie am Abend zurückkommt, wird sie sich müde und glücklich zu mir an den Tisch setzen, die Speisen essen, die ich für sie zubereitet habe, und ich werde über ihren Schlaf wachen.‹

Wenn die Besessenheit sagt, dass dein Sohn die Liebe, die du ihm gibst, nicht achtet, antworte: ›Zu viel Fürsorglichkeit erstickt Herz und Seele, denn Leben ist ein Akt des Mutes. Und ein Akt des Mutes ist immer ein Akt der Liebe.‹

So wirst du die Bangigkeit des Herzens fernhalten.

Zwar wird sie nie völlig verschwinden. Doch wahre Lebensklugheit besteht darin, zu begreifen, dass wir die Angst beherrschen können, die ursprünglich uns beherrschen wollte.«

Und ein junger Mann bat:

»Sprich zu uns über das, was die

Zukunft für uns bereithält.«

Und der Kopte antwortete:

»Wir alle wissen, was die Zukunft am Ende für uns bereithält: den Tod. Er kann jederzeit ohne Ankündigung da sein und sagen: ›Komm mit!‹

Und auch wenn wir es nicht wollen, bleibt uns doch keine Wahl. Im Angesicht des Todes werden wir voller Freude oder voller Trauer auf unsere Vergangenheit zurückschauen und uns fragen:

›Habe ich genug geliebt?‹

Und mit Liebe meine ich nicht allein die Liebe zu einem anderen Menschen. Lieben heißt auch offen sein für Wunder, für Siege wie für Niederlagen, für alles, was uns, solange wir leben, im Alltag widerfahren kann.

Unsere Seele wird von vier unsichtbaren Kräften regiert: Liebe, Tod, Macht und Zeit.

Wir müssen lieben, weil wir von Gott geliebt werden.

Wir müssen uns unserer Sterblichkeit bewusst werden, um das Leben verstehen zu können.

Wir müssen kämpfen, um zu wachsen – aber wir dürfen uns nicht von der Macht täuschen lassen, die wir erlangen, wenn wir wachsen, denn wir wissen, dass sie nichts wert ist.

Schließlich müssen wir hinnehmen, dass unsere Seele, auch wenn sie unsterblich ist, in diesem Augenblick mit ihren Möglichkeiten und Grenzen im Netz der Zeit gefangen ist.

Unser Traum, der als Wunsch in unserer Seele wohnt, kommt nicht aus dem Nichts. Jemand hat ihn dort eingepflanzt. Und dieser Jemand, der die reine Liebe ist und nur unser Glück will, hat es getan, weil er uns mit dem Traum auch die Werkzeuge gegeben hat, ihn zu verwirklichen.

Wenn du schwierige Zeiten durchlebst, vergiss nie: Magst du auch Schlachten verloren haben, du hast überlebt und bist hier.

Das ist ein Sieg. Zeige deine Freude, und feiere deine Fähigkeit voranzuschreiten.

Verteile deine Liebe großzügig über Felder und Weiden, über die Straßen der großen Stadt und über die Dünen der Wüste.

Zeige, dass dir die Armen etwas bedeuten, denn sie erlauben dir, dich in der Tugend der Barmherzigkeit zu üben.

Und zeige auch, dass dir die Reichen etwas bedeuten, die allem und allen misstrauen, ihre gefüllten Getreidespeicher verschließen, aber trotz ihres Reichtums die Einsamkeit nicht vertreiben können.

Lass keine Gelegenheit aus, deine Liebe zu zeigen. Vor allem jenen, die dir nahestehen, weil wir mit ihnen oft besonders nachlässig umgehen.

Von der Liebe wirst du als Erster etwas haben – und die Welt, die dich umgibt, wird dich belohnen, auch wenn du dir zunächst sagst: ›Sie werden meine Liebe nicht verstehen.‹

Liebe muss nicht verstanden werden. Sie muss nur gezeigt werden.

Daher hängt das, was deine Zukunft für dich bereithält, ganz und gar von deiner Fähigkeit ab zu lieben.

Daher musst du von dem, was du tust, vollkommen überzeugt sein. Höre nicht auf die anderen, wenn sie dir einzureden versuchen: ›Jener Weg ist besser‹ oder ›Jene Strecke ist weniger mühsam‹.

Gottes größtes Geschenk an uns ist die Gabe, frei zu entscheiden.

Uns wurde von unserer Kindheit an eingetrichtert, dass das, was wir leben wollen, unmöglich sei. Und je mehr Jahre vergehen, desto mehr Sand aus Vorurteilen, Ängsten und Schuldgefühlen wird angehäuft.

Befreie dich davon. Nicht morgen, nicht heute Abend, sondern jetzt.

Ich sagte bereits: Viele von uns glauben, dass wir die Menschen, die wir lieben, verletzen, wenn wir im Namen unserer Träume alles zurücklassen.

Aber jene, die uns wirklich Gutes wünschen, möchten uns glücklich sehen – auch wenn sie noch nicht verstehen, was wir tun, und auch wenn sie uns anfangs mit Drohungen, Versprechen oder Tränen aufhalten wollen.

Tage voller Abenteuer liegen vor dir, und es ist gut, sie auszukosten: Daher spüre, wenn du auf einem Pferd sitzt, den Wind in deinem Gesicht, und genieße das Gefühl von Freiheit.

Aber vergiss nicht, dass du eine lange Reise vor dir hast. Wenn du dich dem Überschwang der Gefühle zu sehr hingibst, könntest du stürzen. Und wenn du deinem Pferd keine Rast gönnst, könnte es vor Durst oder Erschöpfung sterben.

Wenn du reitest, lausche dem Wind, aber vergiss darüber das Pferd nicht.

Und wenn die Erfüllung deines Traumes zum Greifen nahe ist, musst du besonders aufmerksam sein, weil dann die größte Gefahr droht.

Du siehst dann, dass du an einem Punkt angelangt bist, an den es nur wenige schaffen, und du wirst glauben, nicht verdient zu haben, was das Leben dir schenkt.

Du wirst vergessen, was du überwunden, was du erlitten, auf was du verzichtet hast. Und du wirst aus einem unbewussten Schuldgefühl heraus alles zerstören, was du so mühevoll aufgebaut hast.

Dies ist das gefährlichste Hindernis, weil es dem Anschein nach um etwas Verehrungswürdiges geht: den Verzicht auf etwas Errungenes.

Aber wenn ein Mensch begriffen hat, dass er dessen, wofür er so hart gekämpft hat, würdig ist, dann wird er feststellen, dass er es in Wahrheit nicht allein geschafft hat. Und er muss der Hand, die ihn geführt hat, Achtung zollen.

Nur derjenige begreift seinen eigenen Wert, der imstande ist, jeden seiner Schritte zu würdigen.«

Und einer von denen, die schreiben

konnten, und der eifrig jedes Wort des

Kopten notiert hatte, ließ den Stift

sinken, und der Platz, auf dem

sich das Grüppchen versammelt

hatte – die müden Gesichter, die

Kirchenoberhäupter, die schweigend

zuhörten –, kam ihm wie ein Traum

vor. Und um sich zu beweisen, dass er

nicht träumte, stellte er eine Frage:

»Was bedeutet Loyalität?«

Und der Kopte sagte:

»Loyalität ist wie ein Laden voll kostbarster Tongefäße, dessen Schlüssel uns von der Liebe anvertraut wurde.

Ein jedes dieser Gefäße ist schön, weil es sich von den anderen unterscheidet. So wie die Menschen, die Regentropfen oder die Felsen in den Bergen auch alle unterschiedlich sind.

Manchmal fällt aus Altersgründen oder wegen eines nicht entdeckten Schadens ein Regal in sich zusammen. Und der Besitzer des Ladens sagt sich: ›Da habe ich so viel Zeit und Liebe in diese Tongefäße gesteckt, aber trotzdem haben sie mich verraten und sind zersprungen.‹

Er verkauft seinen Laden und zieht weg. Am Ende ist er einsam und verbittert und überzeugt, niemals wieder jemandem vertrauen zu können.

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