Paulo Coelho - Die Schriften von Accra

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Er ist vor langer Zeit auf der Suche nach Abenteuern und Reichtum in die Welt hinausgegangen und zufällig in Jerusalem gelandet. In einer magischen Nacht, als ein feindliches Heer die Stadt bedroht und alles verloren scheint, antwortet der geheimnisvolle Fremde auf die großen Fragen der Menschen, die über die Jahrtausende immer wieder gestellt werden.
Aus dem Brasilianischen von  Maralde Meyer-Minnemann

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Ohne dass du es wolltest, hast du ihm dadurch möglicherweise das Leben gerettet, weil auch er sich nutzlos und nicht gebraucht fühlte und vielleicht kurz davorstand, sich das Leben zu nehmen … bis dein Lächeln ihm wieder Hoffnung und Zuversicht gab.

Auch wenn du Rückschau hältst und dein Leben noch einmal Tag für Tag vor deinem inneren Auge Revue passieren lässt mit allen Momenten, in denen du in der Sonne geschwitzt, gelitten und gelächelt hast, wirst du doch niemals genau wissen, wann und weswegen du für andere nützlich warst.

Ein Leben ist nie nutzlos oder überflüssig. Jede Seele, die auf die Erde herabgekommen ist, hat ihre Daseinsberechtigung.

Menschen, die anderen wirklich helfen, versuchen nicht, nützlich zu sein, sondern ein interessantes Leben zu führen. Sie geben selten Ratschläge, dienen anderen aber als Vorbild.

Lebe nur das Leben, das du schon immer leben wolltest. Vermeide es, andere zu kritisieren, und konzentriere dich auf das, wovon du immer geträumt hast. Vielleicht erscheint dir das nicht so wichtig.

Doch Gott, der alles sieht, weiß, dass dein Leben für andere ein Vorbild ist und du so dazu beiträgst, die Welt zu verändern. Und er wird dich jeden Tag aufs Neue mit Segnungen überhäufen.

Und wenn der Todesengel zu dir kommt, wirst du ihn sagen hören:

›Du hast ganz recht, wenn du fragst: Mein Vater, mein Vater, warum hast du mich verlassen?‹

Nun aber, in der letzten Sekunde deines Lebens auf Erden, werde ich dir sagen, was ich gesehen habe: ›Dein Haus und dein Hof sind wohlbestellt. Ich habe ein jedes Ding an seinem Platz vorgefunden, ganz so, wie es sein soll. Du bist einer von denen, die begriffen haben, dass man den kleinen Dingen Beachtung schenken muss. Denn nur, wer dies tut, kann die Welt verändern.

Und deshalb werde ich dich ins Paradies mitnehmen.‹«

Und eine Frau namens Almira,

die Schneiderin war, sagte:

»Ich hätte fliehen sollen, bevor

die Kreuzritter kamen, dann würde

ich heute in Ägypten arbeiten.

Aber ich hatte immer Angst vor

Veränderungen.«

Und der Kopte antwortete:

»Wir haben Angst vor Veränderungen, weil wir glauben, dass wir nach vielen Mühen und Opfern unsere Welt, so wie sie jetzt ist, genau kennen.

Und auch wenn es nicht die Beste aller Welten ist, auch wenn wir mit ihr nicht ganz zufrieden sind, so hält sie wenigstens keine Überraschungen für uns bereit. Wir können scheinbar nichts falsch machen.

Wenn nötig, werden wir kleine Veränderungen vornehmen, damit alles beim Alten bleibt.

Wir sehen, wie die Berge am selben Ort verharren und wie ausgewachsene Bäume eingehen, wenn sie verpflanzt werden.

Und wir sagen uns: ›Ich möchte sein wie die Berge und die Bäume. Solide und geachtet.‹

Auch wenn wir nachts aufwachen und denken: ›Wie gern wäre ich wie ein Vogel, der nach Damaskus oder Bagdad fliegen kann, sooft er will.‹

Oder: ›Wie gern wäre ich wie der Wind, von dem niemand weiß, woher er kommt und wohin er geht, und der die Richtung ändert, ohne jemandem erklären zu müssen, warum.‹

Aber am nächsten Morgen erinnern wir uns daran, dass Vögel immer auf der Flucht vor Jägern und stärkeren Artgenossen sind. Und dass der Wind manchmal zum Wirbelsturm wird und alles ringsum zerstört.

Es tut gut, davon zu träumen, dass wir einst in die Ferne schweifen oder was wir sonst noch alles tun könnten. Träumen stimmt fröhlich – denn es gibt uns das Gefühl, zu mehr fähig zu sein als zu dem, was wir gegenwärtig tun.

Träumen allein birgt keine Risiken. Gefährlich wird es erst, wenn wir die Träume in die Tat umsetzen wollen.

Aber es kommt der Tag, an dem das Schicksal an unsere Tür klopft. Es kann das leise Klopfen des Schutzengels sein oder das unverwechselbare Pochen des Todesengels. Und beide sagen: ›Ändere dich, jetzt!‹ Nicht nächste Woche, nicht nächsten Monat, nicht nächstes Jahr. Die Engel sagen: ›Jetzt!‹

Auf den Todesengel hören wir sofort und verändern radikal alles, aus Angst, er könnte uns mitnehmen: Wir ziehen um, ändern unsere Gewohnheiten, stellen unsere Ernährung, unser Verhalten um. Und das alles, weil er uns nicht gestattet, so weiterzumachen wie bisher.

Wir hören auch auf unseren Schutzengel, jedoch nicht, ohne ihn vorher zu fragen: ›Wohin führst du mich?‹

Und er antwortet: ›In ein neues Leben.‹

Und wir erinnern uns: Wir haben zwar unsere Probleme, aber wir können sie lösen – auch wenn wir ständig mehr Zeit damit verbringen, um sie in den Griff zu bekommen. Wir meinen, wir müssen unseren Eltern und unseren Lehrern gefallen und unseren Kindern ein Vorbild sein und nicht vom rechten Weg abweichen.

Unsere Nachbarn erwarten von uns, dass wir ein Vorbild an Beharrlichkeit und Kampfesmut sind und vor keinen Hindernissen zurückschrecken. Und wir sind stolz darauf, wenn wir ihre Erwartungen erfüllen, und freuen uns, wenn wir dafür gelobt werden, dass wir stur weiter den Weg gehen, den das Schicksal für uns ausgesucht hat.

Nichts könnte falscher sein.

Denn der richtige Weg ist der Weg der Natur, die sich wie die Dünen in der Wüste ständig verändert.

Wer glaubt, dass Berge sich nicht verändern, irrt: Denn sie sind aus Erdbeben entstanden, werden von Wind und Wetter geformt und verändern sich mit jedem Tag – auch wenn wir es mit bloßem Auge nicht wahrnehmen können.

Die Berge verändern sich und frohlocken: ›Wie gut, dass wir nicht ewig dieselben bleiben.‹

Wer glaubt, dass Bäume sich nicht verändern, irrt ebenfalls. Sie müssen hinnehmen, dass sie im Winter nackt und im Sommer bekleidet sind. Und sie wachsen ständig über sich hinaus – denn die Vögel und der Wind tragen ihre Samen in die ganze Welt.

Und die Bäume frohlocken ebenfalls: ›Ich dachte, ich sei ein Einziger, und heute habe ich herausgefunden, dass ich viele bin‹, sagen sie zu den jungen Bäumen, die ringsum zu sprießen beginnen.

Die Natur sagt uns: ›Ändere dich!‹

Und diejenigen, die den Engel des Herrn nicht fürchten, haben begriffen, dass man voranschreiten muss. Trotz aller Ängste. Trotz aller Zweifel. Trotz aller Vorhaltungen. Trotz aller Drohungen.

Sie stellen sich ihren Werten und Vorurteilen. Hören sich die Warnungen ihrer Freunde und Verwandten an, die sie anflehen: ›Tu’s nicht! Hier hast du alles, was du brauchst: deine Eltern und deine Ehefrau und deine Kinder, die dich lieben, eine sichere Anstellung, für die du so lange kämpfen musstest. Gehe das Risiko nicht ein, ein Fremder in einem fremden Land zu sein.‹

Dennoch wagen sie den ersten Schritt – manchmal aus Neugier, manchmal aus Ehrgeiz, meist aber wegen einer unbezwinglichen Abenteuerlust.

Und mit jeder neuen Wegbiegung steigt die Angst. Und gleichzeitig stellen sie überrascht fest, dass sie stärker und fröhlicher sind, als sie erwartet hatten.

Freude. Das ist eine der größten Segnungen des Allmächtigen. Wenn wir fröhlich und glücklich sind, sind wir auf dem richtigen Weg.

Und allmählich verschwindet die Angst, weil ihr nicht die gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird.

Eine Frage taucht jedoch am Anfang des Weges beharrlich immer wieder auf: ›Führt mein Entschluss, mich zu verändern, dazu, dass andere meinetwegen leiden?‹

Doch wer liebt, möchte den geliebten Menschen glücklich sehen. Und auch wenn wir uns anfangs sorgen, mischt sich in die Sorge bald auch Stolz, dass der andere das tut, was er mag, und dass er dorthin geht, wohin zu gehen er geträumt hat.

Später aber mag zuweilen ein Gefühl von Hilflosigkeit aufkommen.

Doch die Reisenden begegnen auf ihrem Weg auch Leuten, die fühlen wie sie. Im Gespräch miteinander wird ihnen klar, dass sie nicht allein sind. Sie werden zu Reisegefährten, lassen sich gegenseitig an den Lösungen teilhaben, die sie für die Überwindung von Hindernissen auf dem Weg gefunden haben. Und gemeinsam stellen sie fest, dass sie klüger und lebendiger sind, als sie gedacht hatten.

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