Alexandre Dumas der Ältere - John Davys Abenteuer eines Midshipman

Здесь есть возможность читать онлайн «Alexandre Dumas der Ältere - John Davys Abenteuer eines Midshipman» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

John Davys Abenteuer eines Midshipman: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «John Davys Abenteuer eines Midshipman»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

John Davys Abenteuer eines Midshipman — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «John Davys Abenteuer eines Midshipman», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Miß Anna Mary und Mademoiselle de Villevieille kamen zur bestimmten Stunde, ohne zu ahnen, daß ihr Besuch so viele Vorkehrungen veranlaßt hatte. Der Capitän machte in der liebenswürdigsten Weise die Honneurs. Er war wohl noch blaß und schwach, aber wer ihn so flink und geschäftig sah, konnte kaum glauben, daß er derselbe Mann sei, der sich acht Tage vorher langsam und still wie ein Gespenst durch die Zimmer geschleppt hatte.

Während der Thee genommen wurde, klärte sich der im nördlichen England gemeiniglich so trübe Octoberhimmel plötzlich auf und die Sonne schien gar freundlich zwischen den sich zerstreuenden Wolken hindurch. Der Doktor benutzte den schönen Abend, um einen Spazirgang durch den Park vorzuschlagen. Die Besucherinnen willigten ein. Der Doctor bot dem alten Fräulein, der Capitän der Miß Anna den Arm. Anfangs war der Seemann etwas befangen; aber Anna Mary war so heiter und anmuthig, daß seine Verlegenheit schwand, sobald sie anfing zu sprechen. Sie harte viel gelesen, Sir Edward hatte viel gesehen, das Gespräch konnte daher nicht stocken. Er erzählte seine Seereisen und Kriegsfahrten, wie er zweimal in Gefahr gewesen sei zwischen den Eisbergen am Nordpol stecken zu bleiben, und wie er im indischen Ocean Schiffbruch gelitten. Dann kam die Geschichte der elf Seegefechte, die er mitgemacht, zumal der letzten Schlacht, in welcher er das Bein verloren. Er erzählte, wie er sich auf dem Verdeck aufgerichtet und in die Hände geklatscht, als ein feindliches Kriegsschiff, dessen Mannschaft sich nicht habe ergeben wollen, mit Mann und Maus untergegangen sei. Anfangs hörte Anna ans Höflichkeit zu; nach und nach aber schenkte sie der schmucklosen, aber lebhaften Erzählung die größte Aufmerksamkeit Anna lauschte noch immer, als der Capitän längst aufgehört hatte zu sprechen, und der Spaziergang hatte zwei Stunden gedauert, ohne daß Sir Edward müde wurde und Miß Anna sich langweilte. Das Fräulein von Villevieille, welche das Gespräch mit dem Doctor nicht so anziehend zu finden schien, erinnerte endlich ihre junge Herrin, daß es Zeit sei sich nach Hause zu begeben.

Sir Edward war den ganzen Abend sehr vergnügt; aber als er am andern Morgen bedachte, daß Miß Anna keine Ursache habe wieder ins Schloß zu kommen und daß er schwer einen Vorwand zu einem neuen Besuch finden werde, schien ihm der Vormittag endlos lang, und Tom fand ihn wieder sehr traurig und niedergeschlagen.

Der Capitän hatte sein fünfundvierzigstes Jahr erreicht und noch nie geliebt. Er war schon als Knabe in den Seedienst getreten und seine Seele war sofort durch die großartigen Erscheinungen in der Natur gefesselt worden; die zarteren Gefühle waren durch die strenge Mannszucht unterdrückt worden; so lange er am Bord seiner Fregatte gewesen war, hatte er die eine Hälfte der Schöpfung als einen Luxusartikel betrachtet, die Gott den Menschen zum Vergnügen geschenkt, wie die duftenden Blumen und die singenden Vögel. Die Blumen und Vögel dieser Art, welche er kennen gelernt, hatten freilich nichts Anlockendes: es waren einige Wirthinnen, welche in den verschiedenen Seehäfen, wo er sich vor Anker gelegt, die besuchtesten Gasthäuser hielten; Negerinnen an der Küste von Guinea oder Zangebar, Hottentottinnen am Cap oder Patagonierinnen im Feuerlande.

Der Gedanke, daß sein Geschlecht mit ihm aussterben werde, hatte ihm nie große Bekümmerniß gemacht. Diese frühere Gleichgültigkeit machte es sehr wahrscheinlich, daß ihn die erste einigermaßen hübsche und geistreiche Dame völlig umstimmen werde, zumal wenn dieselbe, wie Anna Mary, so viele ausgezeichnete Eigenschaften besaß. Wir haben gesehen, daß dies wirklich der Fall war. Der Capitän, der auf einen Angriff nicht gefaßt gewesen war, hatte nicht an Vertheidigung gedacht, so daß er bei dem ersten Scharmützel kampfunfähig wurde und in Gefangenschaft gerieth.

Sir Edward brachte den Tag zu wie ein Kind, das sein liebstes Spielzeug verloren hat und sich mit keinem andern die Zeit vertreiben will. Er zankte mit Tom, kehrte Sanders den Rücken zu und wurde erst wieder heiterer, als der Doktor zur gewohnten Stunde erschien, um seine Partie zu machen. Aber Sir Edward mochte nicht spielen: er ließ Tom, Sanders und den Pfarrer einen vierten Partner suchen und führte den Doctor unter einem sehr ungeschickten Vorwande in sein Zimmer. Er sprach von allen möglichen Dingen, nur nicht von der Angelegenheit, die er eigentlich auf’s Tapet bringen wollte, erkundigte sich nach dem Patienten im Dorfe und erbot sich ihn morgen dahin zu begleiten. Leider war der Kranke bereits genesen.

Sir Edward wurde nun grob gegen den Doctor, der alle Leute, außer ihm, curirte. Er erklärte, daß er verloren sei, wenn er noch drei so langweilige Tage wie der heutige verleben müsse. Der Doktor verordnete ihm Kräutersaft, Beefsteak und Zerstreuung. Der Capitän schickte den Doctor zu allen Teufeln und ging verdrießlich zu Bett, ohne den Namen Anna Mary ein einziges Mal genannt zu haben. – Der Doctor rieb sich schmunzelnd die Hände – der sonderbare Kauz!

Am folgenden Tage war’s noch schlimmer. Sir Edward war ganz unzugänglich. Er hatte nur einen Gedanken, nur einen Wunsch: Anna Mary zu sehen. Aber wie sollte er sie sehen? der Zufall hatte sie das erste Mal zusammengeführt; die Dankbarkeit hatte Miß Anna wieder zu ihm geführt; der Capitän hatte einen Höflichkeitsbesuch gemacht; Miß Anna hatte seinen Besuch erwiedert, und er hätte mehr Gewandtheit und Weltkenntniß haben müssen, um dieser Verlegenheit ein Ende zu machen. Sir Edward setzte seine Hoffnung nur noch auf Witwen und Waisen; aber es stirbt nicht alle Tage ein armer Teufel, und wenn sich auch ein solcher Fall ereignet hätte, so würde es Anna Mach vielleicht nicht gewagt haben, sich schon wieder als Bittende an ihn zu wenden. Es wäre nicht recht gewesen: Sir Edward war in der Stimmung, alle Witwen der Welt zu versorgen und alle Waisen zu adoptiren.

Das Wetter war unfreundlich, ein Besuch der Miß Anna war also nicht zu erwarten; der Capitän beschloß daher selbst auszufahren und ließ anspannen.

Tom fragte, ob er ihn begleiten solle, aber Sir Edward lehnte es mit harten Worten ab; und als der Kutscher fragte, welchen Weg er fahren sollte, antwortete der Capitän:

»Wohin Du willst.«

Es war ihm jeder Weg gleichgültig; den Weg, welchen er gern gewählt hätte, mochte er nicht nennen.

Der Kutscher besann sich einen Augenblick; dann stieg er auf den Bock und fuhr im scharfen Trabe davon. Es regnete stark, es war dem Kutscher offenbar darum zu thun, bald irgendwo anzuhalten.

Nach einer Viertelstunde hielt er wirklich an. Der Capitän, der bis dahin in Gedanken vertieft gewesen war, steckte den Kopf zum Schlage hinaus. Der Wagen hielt vor der Thür des vormaligen Patienten, den der Doctor besucht hatte, und folglich dem Hause der Miß Mary gegenüber. Der Kutscher erinnerte sieh, daß sein Herr hier unlängst einen zweistündigen Besuch gemacht hatte, und er hoffte, daß der Capitän seinen Besuch wiederholen und besseres Wetter für die Rückfahrt abwarten werde. Sir Edward zog die Schnur; der Kutscher stieg vom Bock und öffnete die Wagenthür.

»Was machst Du denn?« fragte der Capitän.

»Ich halte an, Ew. Gnaden.«

»Warum hältst Du denn hier an?«

»Wollten Ew. Gnaden nicht hierher fahren?«

Der Mann hatte, ohne es zu ahnen, die geheimsten Gedanken seines Herrn errathen. Sir Edward wußte nichts zu erwiedern; er würde den Kutscher ausgezankt haben, wenn er ihn anderswo hingefahren hätte.

»Du hast Recht,« sagte er; »hilf mir aussteigen.

Sir Edward stieg aus und klopfte an die Thür des vormaligen Patienten, dessen Namen er nicht einmal wußte. Der Genesende erschien selbst. Der Capitän sprach von dem Antheil, den er an seiner Krankheit genommen, als er vor vier Tagen mit dem Doktor da gewesen sei, er wünsche sich jetzt persönlich nach seinem Befinden zu erkundigen. Der vormalige Patient, ein dicker Bierbrauer, der sich ans der Hochzeit seiner Tochter den Magen verdorben und deshalb ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hatte, fühlte sich sehr geschmeichelt durch den Besuch des Gutsherrn, führte ihn in sein schönstes Zimmer und setzte ihm alle seine Biersorten vor.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «John Davys Abenteuer eines Midshipman»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «John Davys Abenteuer eines Midshipman» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Alexandre Dumas der Ältere - Der Graf von Monte Christo
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Pechvogel
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Graf von Moret
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Denkwürdigkeiten eines Fechtmeisters
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Johanna dArc die Jungfrau von Orleans
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Erinnerungen eines Policeman
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Secretair der Marquise Du-Deffand
Alexandre Dumas der Ältere
Отзывы о книге «John Davys Abenteuer eines Midshipman»

Обсуждение, отзывы о книге «John Davys Abenteuer eines Midshipman» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x