Alexandre Dumas der Ältere - So sey es

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»Bertrand heißt der große Mann?«

»Ja, lieber Freund; wenn er einmal bei guter Laune ist, will ich Dich ihm vorstellen. Merke Dir als Reiseerinnerung eine bisher unbekannte Speise und gib ihm das Recept dazu. Bertrand denkt wie Cambacéres: wer eine neue Speise erfindet, steht bei ihm in höherem Ansehen als der Entdecker eines neuen Sternes; denn Sterne, meint er, gäbe es ohnedies schon genug, und die neuentdeckten könnten gar nichts nützen.«

»Bertrand ist ein großer Philosoph.«

»Ein unvergleichlicher Mensch, lieber Max. Ich kann von ihm sagen was Ludwig XIII. in »Marion Delorme« von Langely sagt: »wenn ich ihn nicht hätte, um mich ein bischen zu unterhalten —« aber zum Glück habe ich ihn; morgen wirst Du seine Speisen kosten. Was gedenkst Du inzwischen zu thun?«

»Lieber Freund, ich wollte Dich nur auf der Durchreise begrüßen und dann weiter reisen.«

»Wohin?«

»Das weiß ich wirklich nicht.«

»Du lügst, Max; Du bist jetzt in dem Stadium des Schmerzes, wo man Zerstreuung braucht. Du hast an mich gedacht und bist zu mir gekommen; ich danke Dir dafür. Aber sey nur ruhig«,die Zerstreuung soll nicht toll seyn, sie soll an die noch ein bischen stumpfen Winkel deines Schmerzes nicht anstoßen; denn ich sehe wohl, die spitzen Winkel sind verschwunden. Jeder Schmerz vergeht, wenn auch langsam; ein großes Unglück vergißt man nicht, aber man gewöhnt sich daran. Du kennst ja die Worte, welche Shakespeare dem Claudius, der Hamlet zu trösten sucht, in den Mund legt:

Doch denkt, auch eurem Vater starb ein Vater,
Dem seiner, und dem Ueberlebenden
Gebot die Pflicht des Kindes gleichenfalls,
Ihn zu betrauern für die nächste Zeit.

Hier, lieber Max, wirst Du eine ernste Zerstreuung finden, die der Langweile so ähnlich ist, daß man ein scharfer Beobachter seyn muß, um zu bemerken, daß es nur die Schwester derselben ist. Und wenn Dir diese Zerstreuung nicht mehr genügt, so gehst Du fort und suchst Dir eine andere, die mit deiner Herzensstimmung im Einklange ist. Sey ruhig, wenn Du es nicht bemerkst, so will ich Dich aufmerksam machen, ich werde es gewiß bemerken, ich bin Schmerzensarzt.«

»Warum curirst Du Dich selbst denn nicht, armer Freund?«

»Lieber Max, Du weißt ja, daß Lännec, der das beste Werk über die Brustkrankheiten geschrieben, an der Lungensucht gestorben ist. Jetzt verlange ich nicht von Dir zu hören, ob ich Recht oder Unrecht habe, ich sage Dir ganz einfach: ich habe eine halbe Stunde von hier an der Eure ein sehr hübsches Landhaus, das ich gegenwärtig gemiethet habe, aber in der nächsten Revolution kaufen werde; ich fahre jeden Abend hinaus, und da ich Dich schon erwartet hatte, so findest Du einen Pavillon zu deinem Empfange eingerichtet.«

Er klingelte. Ich wollte eine Einwendung machen, aber er winkte mir Stillschweigen zu.

Der Amtsdiener erschien.

»Lassen Sie das Pferd anspannen,« sagte der Präfect zu ihm, »und sagen Sie Georges, er soll diesen Herrn nach Reuilly fahren; um fünf Uhr soll er zurückkommen, um mich zu holen.«

Der Amtsdiener entfernte sich.

»Dann ist mein Tagewerk Vollbracht,« setzte Alfred hinzu.

»Und was hast Du bis fünf Uhr zu thun?«

»Vor Allem, lieber Max, muß ich den Küchenzettel fertig machen. Dies ist die Hauptsache – und die erste wirklich bedeutende Arbeit, die ich seit meiner Ernennung zum Präfecten zu machen habe; ich darf sie natürlich nicht vernachlässigen.«

Fünf Minuten nachher war ich auf der Straße nach Reuilly.

IV

Reuilly – oder vielmehr das Schloß Reuilly – war ein reizender Landsitz, ein Versteck, wie er für den menschenfeindlichen Sybariten Alfred de Senonches paßte. Das Schloß war im siebzehnten Jahrhundert erbaut und suchte sich durch seine zwei Thürme mit den spitzen Schieferdächern ein herrschaftliches Ansehen zu geben, welches einem aristokratischen Auge wohlthat. Es stand auf einem Hügel, der sich, mit seinem Rasen bedeckt, bis an den mit Pappeln bepflanzten Fluß erstreckte. Auf beiden Seiten dieses grünen Teppichs standen malerische Baumgruppen von jenem frischen saftigen Grün, welches sich nur in etwas feuchten Gegenden findet. Der Rasen, welcher jeden Morgen von unsichtbaren Gärtnern geharkt wurde, konnte sich mit den schönsten »Lawns« in den englischen Packs messen.

Ein kleiner Pavillon, bestehend aus einem Salon, einem Schlafzimmer, einem Ankleidecabinet und einem Arbeitszimmer, wurde zu meiner Verfügung gestellt, als ob man mich wirklich erwartet hätte.

Vier Stufen, die auf beiden Seiten mit Geranium besetzt waren, führten aus diesem Papillen in einen Blumengarten, so daß ich zu jeder Stunde des Tages und der Nacht nur die Thür meiner Wohnung zu öffnen brauchte, um in den Garten oder in meine Zimmer zu gehen.

Die Wände des Cabinets waren mit Zeichnungen von Gavarni und Raffet bedeckt, und drei Fächer waren mit den verschiedensten, zum Theil seltenen und kostbaren Waffen angefüllt. Das eine Fach enthielt eine Sammlung von Schießgewehren aus der neuesten Zeit, in dem zweiten hingen orientalische Flinten und Pistolen, in dem dritten Hieb- und Stichwaffen aus verschiedenen Ländern, von dem malayischen Kriege bis zum mexicanischen Machete, von dem Haubayonnet des Pariser Büchsenmachers Devismes bis zum türkischen Handschar.

Ich wunderte mich, daß ein Mann zugleich Kunstgeschmack und administrative Befähigung haben konnte.

Als Alfred kam, sagte ich es ihm ganz offen.

»Lieber Max,«– erwiederte er, »deine Mutter hat Dich verzogen; sie hat recht gut erkannt, daß es keineswegs nothwendig ist etwas zu werden, um auf Achtung in der Gesellschaft Anspruch zu machen, und daß eine ausgezeichnete Persönlichkeit mehr werth ist als eine schöne Stellung. Ich hingegen habe drei Tanten, deren einziger, aber nicht unbedingt nothwendiger Erbe ich bin. Diese Tanten sind meine drei Parzen; sie spinnen mir goldene und seidene Fäden, aber eine von ihnen ist immer bereit den Faden abzuschneiden, wenn ich nicht auf der einmal betretenen Laufbahn bleibe. Du kannst denken, Theuerster, daß ich mit meinen zwanzigtausend Franks Renten und mit meinen fünfzehntausend Francs Gehalt nicht sechs Pferde im Stall, vier Wagen in der Remise., einen Kutscher, einen Kammerdiener, einen Jäger, einen Koch und drei oder vier andere dienstbare Geister habe, deren Namen ich nicht einmal weiß; nein, dafür sorgen meine drei Tanten unter der Bedingung, daß ich eine Stellung einnehme; sie haben mir eine Art Intendanten zur Aufsicht gesetzt, und in der Erwartung, daß sie mir ihre zweihunderttausend Franks jährlicher Renten, die sie gemeinschaftlich besitzen, hinterlassen, widmen sie monatlich viertausend Franks zur Bestreitung meines Haushaltes, so daß ich meine eigene Rente und meinen Gehalt als Taschengeld verwenden kann. Die drei alten Damen sind herzensgute Seelen, und Du kannst denken, daß sie meine officiellen Diners besonders bezahlen müssen. Ich erweise ihnen natürlich große Aufmerksamkeit durch welche sie sich unendlich gerührt fühlen. Da wir zu einer Feinschmeckerfamilie gehören, so schicke ich ihnen den Küchenzettel, eine von mir selbst angefertigte Zeichnung des Tisches und die Namen der vornehmen Gäste, die ich auf Kosten der Tanten füttere. Mittelst dieser rührenden Aufmerksamkeit könnte ich ohne Bedenken jede Woche ein officielles Diner geben, aber ich thue es nicht.«

»Du langweilst Dich dabei.«

»Nein« das gerade nicht, Speisen ist nicht langweiliger als andere Unterhaltungen, wenn man gut speist; aber ich würde mich zu gewöhnlich, zu alltäglich machen, ich würde für wichtige Gelegenheiten keinen Hebel mehr anzusetzen haben. Willst Du meinen Küchenzettel sehen?«

»Ich bin in die Geheimnisse der Gastronomie nicht eingeweiht, lieber Freund.

»So denke Dir, ich sey ein Poet und wünsche Dich mit dem neuesten Sprößling meiner Muse bekannt zu machen; mein Küchenzettel ist gewiß nicht langweiliger als ein Gedicht.«

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