Alexandre Dumas der Ältere - So sey es

Здесь есть возможность читать онлайн «Alexandre Dumas der Ältere - So sey es» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

So sey es: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «So sey es»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

So sey es — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «So sey es», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Er entfernte sich, als ob er über seine eigenen Worte erschrocken gewesen wäre.

Ich blieb allein mit meiner Mutter.

Ich war nicht weniger erschrocken als er.

Ich konnte, wie der Doctor sagte, mit Hilfe des Magnetismus dem Herzen meiner Mutter noch einige Worte, vielleicht ein letztes Lebewohl entlocken.

Für diese wenigen Worte, für dieses Lebewohl würde ich zehn Jahre von meinem Leben gegeben haben.

Aber war’s kein Frevel? Hatte die Anwendung dieses von der Wissenschaft bereits verworfenen und von der Religion noch nicht gebilligten Mittels nicht einige Aehnlichkeit mit Magie und Beschwörung? Und war es statthaft, daß ein Sohn die magnetische Kraft bei seiner Mutter anwandte?

Nein, mein Gefühl sagte mir, daß ich es nicht dürfe.

Ich begann inbrünstig zu beten.

»O Gott! flüsterte ich. »Du weißt wie innig ich meine Mutter liebe; gib, daß ich nie etwas thue, was deinem heiligen Willen nicht angemessen ist. Gott, ich flehe zu Dir, erhöre mich!«

Ich sank auf die Knie und überließ mich meinen Gedanken und Gefühlen.

Merken Sie wohl auf, lieber Freund! Es war vermuthlich nur eine Täuschung der Sinne aber als ich mit erhobenen Händen und gegen Himmel gerichteten Blicken betete und im Gebet die Seelenruhe fand, die dein Gläubigen gewährt wird, wo der Ungläubige nur Verzweiflung findet: da fühlte ich einen Kuß auf meine Wange und ich hörte eine leise Stimme, die mir in’s Ohr flüsterte:

»Lebe wohl, Max – mein lieber Sohn!«

Ja, ich fühlte, ich hörte es, lieber Freund; so wahr wie wir zwei biedere, aufgeklärte, verurtheilsfreie Männer sind!

Die Ueberraschung, die Freude entlockte mir einen Schrei und ich richtete mich auf.

Meine Mutter hatte sich nicht von der Stelle bewegt, sie lag noch immer regungslos und stumm da.

Aber ich hätte geschworen, daß ihr Auge mich anlächelte.

O! wie räthselhaft ist doch die Geistesthätigkeit des Menschen in den letzten Augenblicken seines Erdenlebens! Kein erschaffener Geist vermag dieses Geheimniß zu durchdringen.

Ich schloß meine Mutter in meine Arme und sagte:

»Ja Du hast mich geküßt, Du hast mir Lebewohl gesagt! Ich habe deine Lippen auf meiner Wange gefühlt, ich habe deine leisen Worte gehört.O wie danke ich Dir!«

Draußen ertönte die Glocke; sie meldete die Ankunft des Priesters, welcher der Sterbenden die letzten Tröstungen der Religion brachte.

Ich richtete mich auf und sah meine Mutter an. Ihr Auge hatte einen unbeschreiblich heitern, ruhigen Ausdruck. Ob sie, wie ich, den Glockenton gehört hatte, der ihr das nahe Scheiben ankündigte? Ob sie noch Empfindungen hatte, ohne sie äußern zu können?

Ich glaube es.

Der Priester trat ein; der Kreuzträger und die Chorknaben folgten ihm.

In den Vorgemächern, auf der Treppe, im Hofe knieten die Schloßbewohner und die Leute aus dem Dorfe, die dem Priester in der frommen und naiven Absicht, ihre Gebete mit den seinigen zu verbinden, gefolgt waren.

Meine Mutter hatte nicht Zeit gehabt zu beichten; aber die Kirche ist unter derlei Umständen sehr nachsichtig.

Der Priester schickte sich an, ihr die Sterbesacramente zu reichen.

Ich ersuchte ihn durch einen Wink, einen Augenblick zu warten.

Während meines Aufenthaltes in Rom hatte ich bei dem Papst Gregor XVI. eine Audienz gehabt, und ich trug am Halse an einer goldenen Kette ein kleines Kreuz von Perlmutter, welches von den Mönchen in Palästina gearbeitet, von dem heiligen Vater geweiht und mir zum Geschenk gemacht worden war.

Ich nahm das Kreuz ab und legte es meiner Mutter aus die Brust.

Es war ja das Sinnbild des Heilands, der die Tochter des Janus und den Bruder der Magdalena vom Tode erweckt hatte.

Ich betete im Stillen zu dem göttlichen Erlöser, für mich ein Wunder zu thun und mir meine Mutter wieder zu geben.

Ich kann nicht glauben, daß mein Gebet nicht inbrünstig genug gewesen, um zum Throne Gottes aufzusteigen, ich legte ja die ganze Innigkeit des Gefühles in meine Worte; aber ich muß glauben, daß die Zeit der Wunder vorüber ist oder daß ich einer solchen Gnade nicht würdig war.

»Ist die Kranke bereit, die Sterbesacramente zu empfangen?« fragte der Priester.

»Ja,« antwortete ich.

Ich richtete meine Mutter auf, der Priester sprach die heiligen Worte und reichte ihr die Hostie; der zuvor etwas offene Mund der Sterbenden schloß sich wieder, ich legte ihr Haupt wieder auf das Kissen und kümmerte mich um nichts mehr.

Ich betete, wie lange, weiß ich nicht. Als ich aufstand und mich umsah, war ich allein.

Der Priester war fort, er hatte seine Arbeit maschinenmäßig, ohne Theilnahme gethan, er hatte eine Berufspflicht erfüllt.

Ich sah wieder meine Mutter an: ihre Augen waren geschlossen.

Ich schrie laut auf – sollte sie verschieden seyn, ohne noch einen Blick auf mich geworfen zu haben?

Das war nicht möglich.

Sie schlug langsam und mit Ruhe die Augen auf.

Der Blick war matt glanzlos.

Mein Gott, der Tod kam!

Ich wandte meine Augen wenigstens nicht mehr ab von den Augen der Sterbenden.

O! wenn man durch den Blick in ein erlöschendes Herz wieder Leben bringen könnte, so würde meine Mutter gelebt haben.

Die Augenlider sanken langsam wieder hinab; ich hob sie mit den Fingerspitzen und hielt sie geöffnet.

Dann fiel mir ein, daß es vielleicht frevelhaft sey: es mag wohl einen Moment geben, wo die Sterbenden ihren Blick über die irdischen Dinge erheben.

Ich fühlte den Puls, er schlug nicht mehr; ich suchte die Arterie, ich konnte sie nicht finden.

Ich legte die Hand auf ihr Herz.

Das Herz schlug heftig und unregelmäßig.

»O! ich verstehe dich, du armes Herz, das mich so innig geliebt!« sachte ich schluchzend; »du magst mich nicht verlassen, du sträubst dich gegen die Trennung. Könnte ich doch auch den Tod bekämpfen, um dich am Leben zu erhalten!«

Dieses Herz schlug; es war für mich ein unaussprechlicher Schmerz, und gleichwohl konnte ich meine Hand nicht von ihm entfernen, es schien sich in alle Winkel der Brust flüchten zu wollen; ich verfolgte es überall, ich meinte, jeder Schlag des Herzens sage mir: Ich liebe dich!

Dies dauerte zwei Stunden.

Dann öffnete sich das Auge plötzlich und wurde glänzend; der Mund bebte und ließ einen leisen Hauch entschlüpfen.

Das Herz hörte auf zu schlagen – meine Mutter war todt!

Es war wenigstens Niemand da als ich; den letzten Blick der Augen, den letzten Hauch der Lippen, die letzten Schläge des Herzens, Alles hatte ich für mich genommen.

Ich ging aber noch nicht fort. Ich setzte mich vor das Bett, und hier saß ich lange regungslos, mit gefalteten Händen und zum Himmel gerichteten Blicken.

Im Laufe des Tages kam der Arzt.

Er öffnete leise die Thür. Ich nickte ihm bejahend zu, er verstand mich.

Er kam auf mich zu und küßte mich. Dem Priester war dies nicht eingefallen.

Abends kam der Priester wieder; er ließ Wachskerzen anzünden und setzte sich, das Brevier in der Hand, am Fußende des Bettes nieder.

Am andern Morgen kamen die Leichenfrauen. Ich mußte mich entfernen.

Ich nahm mein Kreuz von der Brust meiner Mutter, drückte noch einen Kuß auf ihre Lippen und ging dann festen Schrittes und trockenen Auges in mein Zimmer.

Aber als ich allein war, verriegelte ich die Thür und überließ mich meinem Schmerz. Unzählige Male küßte ich das kleine Kreuz, welches dem nun stillstehenden Herzen so nahe gewesen war.

III

Es war mir ein Bedürfniß, lieber Freund, Ihnen alles dies mitzutheilen. Ich habe beim Schreiben viel geweint, und dies hat mir wohl gethan.

Ich will Sie daher mit der Erzählung der weiteren für mich so schmerzlichen Vorgänge verschonen.

Vor Allem befahl ich, in dem Zimmer meiner Mutter nichts zu verändern.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «So sey es»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «So sey es» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Alexandre Dumas der Ältere - Der Graf von Monte Christo
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Graf von Bragelonne
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Pechvogel
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Pastor von Ashbourn
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Page des Herzogs von Savoyen
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Graf von Moret
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Schiffs-Capitain
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Geflügelschütze
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Otto der Schütz
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Wolfsführer
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Secretair der Marquise Du-Deffand
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Arzt auf Java
Alexandre Dumas der Ältere
Отзывы о книге «So sey es»

Обсуждение, отзывы о книге «So sey es» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x