Alexandre Dumas der Ältere - So sey es

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Ich brachte hier die ersten Tage nach ihrem Tode zu.

Abends ging ich auf den Friedhof; erst spät begab ich mich wieder in’s Schloß, und mein erster Gang war in das Zimmer meiner Mutter. Immer ohne Licht.

In den ersten Nächten schlief ich auf dem Armsessel, der noch vor dem Bette stand. Ich hoffte die Verewigte werde mir erscheinen, doch ich hoffte vergebens.

Ich dachte mit Schmerz, ja fast mit Vorwürfen an die Zeit, die ich bei meiner Mutter hätte zubringen können und die ich fern von ihr verlebt hatte; ich dachte an die langen Reisen, auf denen ich freiwillig auf das Glück, sie zu sehen, verzichtet hatte. Und dieses Glück würde ich mir jetzt um jeden Preis erkauft haben.

Es schien mir, daß mein Leben künftig verfließen würde, ohne mich den Freuden und Genüssen der Gesellschaft wieder zuzuführen. Der Sommer verging, ohne daß es mir einfiel zu reisen; der Herbst kam und ich dachte nicht an die Jagd; es war mir nicht einmal in den Sinn gekommen, mit jenen weiblichen Bekanntschaften zu brechen, welche in dem gewöhnlichen frivolen Treiben der eleganten Welt die Liebe ersetzen sollen.

Ich hätte es in meiner Trauer für einen Frevel gehalten, in meinem Schmerz an eine jener Bekannten zu schreiben, selbst um ihr anzuzeigen, daß ich ihr nicht mehr schreiben würde. Ich glaubte nie mehr lieben zu können.

So lebte ich vier Monate in meiner Einsamkeit.

Zuweilen sprach ich den jungen Arzt, der meine Mutter, leider erfolglos behandelt hatte.

Er hatte nach und nach eine gewisse Gewalt über mich bekommen; auf seinen oft wiederholten Rath, eine Reise zu machen, entschloß ich mich endlich, Friéres zu verlassen.

Aber dreimal kehrte ich zurück; ich war mit tausend Banden an das Zimmer, an das Grab meiner Mutter gefesselt.

Endlich entfernte ich mich, aber ich mied Paris: die Einsamkeit war noch Bedürfniß für mich. Ich wollte in einem kleinen belgischen oder holländischen Seehafen, wo ich keinen Menschen kannte, im Angesicht des Orcans ein paar Monate bleiben.

Ich warf einen Blick auf eine Karte, die ich in einem Gasthof zu Peronne fand, und ich wählte Blankenberg drei Stunden von Brügge.

Dort« dachte ich« werde ich allein seyn.

Ich war zu Pferde abgereist, um weder im Postwagen noch im Waggon mit andern Menschen in Berührung zu kommen. Es war mir ziemlich gleichgültig, ob ich einen Tag oder eine Woche unterwegs war.

Ich rastete, wenn mein Pferd müde war, ich ward nie müde, ich schien unermüdlich. Ich fragte nicht einmal nach dem Namen einiger Städte, in denen ich übernachtete, und ich würde gar nicht bemerkt haben, daß ich die Grenze überschritten, wenn man nicht nach meinem Paß gefragt hätte.

Ich hatte in einem Städtchen unweit Brüssel übernachtet; ich wollte in Brüssel nicht anhalten, sondern in einem Dorfe jenseits dieser Stadt rasten. Als ich am botanischen Garten vorüberritt, hörte ich mich bei meinem Taufnamen rufen.

Ich kann Ihnen nicht beschreiben, wie unangenehm mir dies war.

Ich gab meinem Pferde die Sporen, um zu entfliehen, aber man trat mir in den Weg.

Es war Alfred de Senonches, einer meiner besten Freunde.

Aber in meiner damaligen Stimmung waren mir selbst meine besten Freunde unerträglich.

Ich war indeß so innig mit ihm befreundet, daß mein Schrecken gemildert wurde, als ich ihn erkannte.

Er war erster Gesandtschaftssecretär in Brüssel, und ich war der Schnelligkeit seiner Carriere nicht fremd gewesen.

Er bestürmte mich mit Fragen; ich deutete auf den Flor am Hut.

Er drückte mir die Hand.

»Ich verstehe,« sagte er. »Armer Freund, später werden wir —«

»Ja wohl,« unterbrach ich ihn, »später wird es mir viel Vergnügen machen, Dich zu sehen.«

»Willst Du nicht bei mir bleiben?«

»Ich halte mich in Brüssel gar nicht auf.«

»Wohin reisest Du denn?«

»An irgend einen Ort, wo ich allein seyn kann.«

»So reife glücklich!« sagte er, »Du bist noch zu krank, armer Freund, als daß man deine Heilung unternehmen könnte. Aber vergiß nicht, daß ein großer Schmerz eine wohlthuende Ruhe ist; Du wirst nach überstandener Trauer stärker-werden, als Du vorher warst.«

Ich sah ihn erstaunt an.«

»Bist Du etwa unglücklich gewesen?« fragte ich ihn.

»Ein geliebtes Wesen hat mich betrogen.«

Ich sah ihn an und zuckte die Achseln. Ich hielt es für unmöglich, daß man durch getäuschte Liebe so viel leiden könne, wie ich gelitten hatte.

»Und jetzt?« fragte ich.

»Jetzt bin ich sehr glücklich; ich spiele, rauche, trinke. Ich glaube, daß ich bald Präfect werde: Du kannst denken, daß mir an meinem Glücke nichts fehlen wird.

Dieses Mal sah ich ihn traurig an. Konnte wirklich ein Mensch unglücklicher seyn als ich?

Er errieth meine Gedanken, als ob ich sie laut ausgesprochen hätte.

»Lieber Max,« sagte er, »außer vielen anderen Arten des Schmerzes, die ich mit Stillschweigen übergehe, gibt es einen traurigen Schmerz: diesem bist Du verfallen. Dann gibt es einen bittern Schmerz, und diesen fühle ich. Ich möchte wohl tauschen, aber Dir rathe ich: tausche nicht. – Adieu, Du wirst mich doch in meiner Präfectur besuchen? Du mußt mein Hans als das deinige betrachten; ich werde Dich ruhig weinen lassen, vorausgesetzt, daß Du mir erlaubst, nach Herzenslust zu lachen. Hast Du Feuer bei Dir? ich möchte meine Cigarre anzünden. – Entschuldige, ich hatte vergessen, daß Du nicht rauchst, Adieu.«

Er redete einen Arbeiter an, der eine Meerschaumpfeife rauchte, zündete seine Cigarre an und ging, mir noch einige Male zuwinkend, auf die Vorstadt Schaerbeck zu.

Ich sah ihm nach, bis ich ihn aus dem Gesicht verloren hatte.

Dann ritt ich weiter und dankte Gott« daß er mir keinen so profanen Schmerz geschickt hatte.

Drei Tage nachher war ich in Blankenberg.

Drei Monate blieb ich im Angesicht des Oceans, des unendlichen.

Täglich ging ich am Strande hin, zu einer Felsengruppe, an welcher einige Tage vor meiner Ankunft ein Schiff gescheitert war.

Die fünf Seeleute, welche sich am Bord befunden, waren umgekommen; die menschliche Maschine war zuerst vernichtet worden.

Der Rumpf des Schiffes war mit solcher Gewalt zwischen zwei Felsen geworfen worden, daß er festsaß.

Am ersten Tage, wo ich das gestrandete Schiff besuchte, hatte es noch einen Mast, das Bugspriet und den größten Theil des Takelwerks. Aber es war Winter und das Meer immerfort unruhig; das Schiff verlor daher täglich etwas von seinem Takelwerk. Heute war’s eine Segelstange, morgen ein Mast, übermorgen das Steuerruder. Wie ein Rudel Wölfe einen Leichnam anfällt, so wälzten sich die Wogen auf das Wrack und rissen ein Stück davon ab,

Bald war das Schiff völlig abgetakelt. Nach dem Oberwerk wurde das Unterwerk abgerissen; die Planken wurden zertrümmert, dann sprang das Verdeck in Stücke, dann wurde das Hintertheil von den Wellen weggespült, endlich verschwand das Vordertheil.

Lange noch hing ein Stück des Bugspriets an seinem Tauwerk fest.

Endlich in einer stürmischen Nacht rissen die Taue, und der Mast würde von den Wellen fortgerissen.

Die letzte Spur des Schiffbruches war unter dem sich immer wiederholenden Andrang der Wogen, unter dem gewaltigen Flügel des Windes verschwunden.

Ach, lieber Freund, ich mußte mir selbst gestehen, daß, es mit meinem Schmerz ebenso ging, wie mit dem gescheiterten Schiffe, von welchem täglich ein Stück losgerissen und in das unendliche Weltmeer getrieben wurde. Endlich kam die Zeit, wo äußerlich nichts mehr sichtbar blieb, und wie an der Stelle, wo das Wrack auf den Klippen festgesessen, nur noch diese Klippen geblieben waren, ebenso blieb da, wo mein Schmerz nach und nach verschwunden war, nur ein Abgrund zurück.

Wer sollte diesen Abgrund ausfüllen? Ob wohl die Freundschaft genügen würde oder ob es nur die Liebe vermochte?

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