Alexandre Dumas der Ältere - So sey es
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Ich sah Max nicht wieder. Ich erkundigte mich oft nach ihm bei gemeinsamen Freunden, aber Niemand wußte was aus ihm geworden war. Der am besten unterrichtete meinte, er sey in Amerika.
Vor vierzehn Tagen erhielt ich aus Martinique ein großes Parket.
Ich erbrach es mit begreiflicher Neugierde. Es war ein Manuskript.
Im ersten Augenblicke erschrak ich, denn ich glaubte nicht zu Manuscripten, die über den atlantischen Ocean kamen, verurtheilt zu seyn.
Ich war im Begriffe es wegzuwerfen, als meine Aufmerksamkeit durch den Titel gefesselt wurde.
Es war ein Kreuz und darunter stand das Wort Amen!
Ich erkannte nun auch die Schriftzüge.
»O, es ist von Max!« sagte ich.
Und ich las, was ich dem Leser mittheilen will.
I
Sobald als es mir gestattet ist. ein Lebenszeichen zu geben« fühle ich das Bedürfniß mich Ihnen anzuvertrauen, lieber Freund, und Ihnen die Ereignisse zu erzählen, die mich hieher geführt haben.
Der Tod der Person, die am meisten Ursache hatte, mein Stillschweigen zu wünschen, erlaubt mir Ihnen Dinge zu erzählen, die bei Lebzeiten dieser Person in das undurchdringlichste Geheimniß gehüllt bleiben mußten.
Die letzten Nachrichten, welche Sie unmittelbar von mir erhielten, war der Brief, worin ich Ihnen schrieb:
»Meine Mutter ist todt, beklagen Sie mich!«
Da meine Mittheilungen wahrscheinlich nur von Ihnen gelesen werden, so erlauben Sie mir, daß ich von meiner Wenigkeit ganz offen rede.
Ob es Vertrauen zu Ihnen, ob es Eigendünkel von mir ist, das weiß ich nicht, aber es scheint mir, daß ich für Sie in Bezug auf die Anatomie des Herzens etwa dasselbe thun werde, was ein Mann der Wissenschaft für einen Arzt thun würde, wenn er zu ihm sagt:
»Ich habe an einer schmerzhaften innerlichen Krankheit gelitten; jetzt bin ich genesen; secriren Sie mich lebendig, damit Sie die Spuren der Krankheit sehen.«
Vide manus, vide pedes, vide latus!
Aber um mich wohl zu verstehen, lieber Freund, müssen Sie mich genau kennen lernen.
Meine einzige Wissenschaft ist, wie ich glaube, die Selbstkenntniß, und hierin habe ich die Vorschrift des Weisen befolgt.
Als ich Sie zum ersten Male in Compiégne sah, war ich fünfundzwanzig Jahre alt; ich bin im Jahre 1811 geboren. Als ich Sie zum letzten Male in Dreux sah, war ich einunddreißig; als ich meine Mutter verlor, fünfunddreißig.
Meine Mutter war mir Alles. Mein Vater hatte als Oberst eines Uhlanenregimentes den russischen Feldzug mitgemacht. Meine Mutter, die mich jeden Morgen in meiner Wiege küßte, benetzte eines Morgens meine Wangen mit Thränen.
Mein Vater war bei Smolensk gefallen. Sie war Witwe, ich war eine Waise. Ich war der einzige Sohn« sie lebte nur für mich.
Meine Mutter war eine hochgebildete, zumal feinstfülende Frau; sie beschloß daher, meine erste Erziehung, die wichtigste, welche die Blüthen treibt, aus denen einst die Früchte reifen sollen, keiner fremden Person anzuvertrauen.
Sie konnte mich ohne fremde Beihilfe lesen, schreiben und rechnen lehren; sie konnte mich in den Anfangsgründen der Geschichte, Geographie und Musik, sowie im Zeichnen unterrichten.
In dieser letzteren Kunst war sie die Schülerin ihres Oheims Prudhon, dessen Werth man nach seinem Tode anerkannt hat, nachdem er bei seinen Lebzeiten mit Mangel und Elend gekämpft.
Die erste Erinnerung, die ich von meiner Mutter habe, zeigt sie mir als eine sehr schöne schwarzgekleidete Frau.
Sie war dreißig Jahre alt, als mein Vater starb; sie war seit zehn Jahren vermält, eine ältere Schwester war gestorben.
Ich erinnere mich nicht, sie ein einziges Mal lachen gesehen oder gehört zu haben; aber sie lächelte, wenn sie mich küßte oder mir einen Verweis gab. Es blieb mir überlassen, dieses doppelte Lächeln zu unterscheiden.
Meine Muttter war sehr religiös, nicht vor den Leuten, sondern im Herzen. Sie lehrte mich zumal Ehrerbietung vor den symbolischen Dingen. Ich glaube nie laut in einer Kirche gesprochen zu haben, nie ohne mich zu verneigen an einem Kreuz vorübergegangen zu seyn.
Diese Verehrung für die Symbole des Glaubens zog mir oft Neckereien von meinen Gespielen zu; ich antwortete nicht darauf.
Hinsichtlich der Priester stand es mir frei, sie nach ihren Handlungen zu beurtheilen, wie alle anderen Menschen. Nach der Ansicht meiner Mutter war der Priester kein mit besonderen Vorrechten ausgerüstetes Wesen, sondern ein Mann, der größere Verpflichtungen hat als andere Menschen und dieselben gewissenhaft halten muß. Den Priester, der seine Pflichten nicht erfüllt, stellte sie in gleichen Rang mit dem Kaufmann« der seine Verbindlichkeiten nicht erfüllt; nur mit dein Unterschiede, daß der Letztere nur fallire, der Erstere aber völlig Bankerott mache.
Sie kennen das Schloß Frières, lieber Freund, Sie sind da gewesen, und der Titel dieses Manuscriptes beweist Ihnen, daß ich Ihre Handschrift erkannt habe.
Das Schloß ist im siebzehnten Jahrhundert erbaut worden und die Bäume des Parkes sind eben so alt.
Ich verlebte dort meine Kindheit bis zum zwölften Jahre.«
Nie sagte meine Mutter zu mir: »Max, Du mußt arbeiten;« sie wartete immer, daß ich sie darum bat.
»Was willst Du machen? fragte sie mich dann.«
Und fast immer wählte ich selbst die Lection, die ich zu nehmen wünschte.
Meine Mutter hatte mich gewöhnt, meine Arbeitsstunden als Erholungsstunden zu betrachten; sie marterte mich nicht mit mechanischem Auswendiglernen, sie lehrte mich Geschichte, Geographie, Musik; sie erzählte mir eine historische Begebenheit oder schilderte mir ein Land.
Was sie mir gesagt hatte, blieb tief in meinem Gedächtnisse haften; was sie mir erzählt hatte, wiederholte ich ihr den folgenden Tag.
Sie spielte mir eine Melodie auf dem Clavier vor und in den meisten Fällen konnte ich am andern Morgen dieselbe Melodie spielen.
So gingen wir vom Einfachen zum Zusammengesetzten über. Die Schwierigkeiten, die natürlich nicht ausblieben, wurden nach meinen Kräften so gut vertheilt, daß ich sie nicht für Schwierigkeiten hielt und sie überwand, ohne sie gesehen zu hoben.
Das Zeichnen lernte ich ohne Unterricht; meine Mutter gab mir, als ich noch ein Kind war, einen Bleistift in die Hand und forderte mich auf zu copiren.
»Was soll ich denn copiren?« fragte ich.
»Alles was Du siehst, jenen Baum, jenen Hund, jenes Huhn.«
»Ich kann’s nicht.«
»Versuch’s nur.«
Ich versuchte es; die ersten Versuche waren abgeschmackt; nach und nach aber begann der Block eine Form anzunehmen, der Embryo erschien, die Umrisse wurden bemerkbar, dann die Schatten, endlich die Perspective. Ich erinnere mich, daß Sie sich über die Leichtigkeit, mit der ich eine Skizze entwerfe, gewundert haben.
»Wer hat Ihnen Unterricht im Zeichnen gegeben?« fragten Sie mich einst.
»Niemand,« antwortete ich.
Wie undankbar war ich1 Ich hatte ja zwei geduldige, zärtliche Lehrerinnen gehabt: meine Mutter und die Natur.
Nie habe ich die den Kindern sonst gewöhnlich eigene Furchtsamkeit gekannt; Tag und Nacht waren mir ganz gleichgültig; ich betrachtete einen Friedhof mit Ehrerbietung, aber nie mit Furcht.
Kurz, ich habe nie gewußt was Furcht oder Schrecken war. Ich war schon früh gewöhnt gewesen, sowohl im Dunkeln als am Tage im Park umherzulaufen, und so war ich mit jedem nächtlichen Geräusch vertraut geworden. Das abendliche Leben und Treiben der Thierwelt war mir genau bekannt; ich wußte den Flug der Nachtschwalbe von dem Fluge anderer Vögel, den leisen Tritt des Fuchses von dem des Hundes zu unterscheiden; ich kannte den Gesang des Rothkehlchens wie des Finken oder Hänflings.
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