Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche

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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация

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Titel der Originalausgabe: Республика ШКИД.
Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.

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Das geschah bereits nach der Revolution. Zu dieser Zeit hatte Siwer Dolgoruki schon Vater, Mutter und Schwester für immer verloren. Der Vater war gestorben, Mutter und Schwester waren mit unbekanntem Ziel verreist und hatten ihn dabei in der Aufregung oder vielleicht auch absichtlich vergessen. Er wanderte von einem Heim für Schwererziehbare ins andere, flog aus jedem wegen Diebstahls wieder hinaus, schien dabei manchmal zur Besinnung zu kommen, wurde jedoch bald wieder rückfällig und mußte die Anstalt verlassen. Nach einem Aufenthalt im „Kloster“ kam er schließlich in die Schkid. Er galt als „hoffnungsloser Fall“, aber Vikniksor nahm ihn dennoch auf, weil er der Meinung war, man könne einen fünfzehnjährigen Burschen nicht als hoffnungslos bezeichnen. Übrigens wurde die Sache mit Dolgorukis Alter nie ganz geklärt. Er sagte zwar, er sei erst fünfzehn, aber er sah wie ein Achtzehnjähriger aus, und da seine Geburtspapiere verlorengegangen waren, konnte man seine Angaben nicht nachprüfen. Wahrscheinlich log er ein paar Jahre ab, wohl um vor den Gerichten möglichst lange als Minderjähriger zu gelten. Auf jeden Fall hatte er einen miserablen Ruf und begann gleich nach seinem Eintreffen in der Schkid zu randalieren und zu stehlen. Und als nun die Zeit der „Anarchie“ anbrach, verlor er die letzten Hemmungen. - Kutscher hatte mit Zigeuner „Blutsbrüderschaft im Bruch“ geschlossen. Zigeuner war für sein Alter recht gut entwickelt. Er freundete sich gern mit Jüngeren — besonders mit verrufenen Radaubrüdern — an, wohl weil er glaubte, er könne sie dadurch vor dem endgültigen Abgleiten bewahren, obgleich er keine moralische Standfestigkeit besaß. Der Verschlagenheit und Körperkraft Kutschers war er erst recht nicht gewachsen. So geriet er unter Kutschers Einfluß.

Nach dem Unterricht kam Kutscher einmal in die vierte Abteilung. „Komm mit“, sagte er zu Zigeimer. „Ich muß mit dir reden.“ Zigeuner stand auf und ging mit seinem Blutsbruder in den oberen Saal. Dort setzten sie sich auf die Fensterbank. „Was ist?“ fragte Zigeuner.

Kutscher sah sich um, schnalzte mit der Zunge und tuschelte geheimnisvoll: „Ich hab' 'n Ding vor… Kann man was dran verdienen.“

„Was denn?“

Kutscher sah sich noch einmal vorsichtig um.

„Kaffee“, flüsterte er. „Der Nackte Herr hat's mir gesteckt. Auf dem Hof steht ein Sack Konsumkaffee. Der Nackte und Bock haben ein Loch reingebohrt, zwei Pfund mitgehen lassen und sie an die estnische Händlerin verscheuert. Für zwanzig 'Eier'. Weißt du davon?“

„Ja… na und?“ Kutscher beugte sich vor.

„Der Kaffee ist verdammt viel wert“, flüsterte er, dicht an Zigeuners Ohr. „Na und?“ wiederholte Zigeuner.

„Der Sack enthält Kaffee für mindestens 'ne Milliarde.“ Zigeuner fuhr erblassend zusammen.

„Kapiert“, stammelte er. „Aber das will ich nicht, Kutscher, Ehrenwort, das mach' ich nicht mehr mit.“

„Idiot. Hat das Glück direkt vor der Fresse und will nicht.“

„Wir gehn doch dabei hoch…“

„Den Deibel tun wir. Wir drehn das Ding so, daß kein Schwein dahinterkommt. Glaub' mir doch,“ Zigeuner lehnte an der Fensterbank, biß sich auf die Lippen und starrte zu Boden.

„Wann?“ fragte er endlich.

„In der Nacht. Wir müssen mit aller Vorsicht rangehn.“ Nun, da Zigeuner einmal eingewilligt hatte, mitzumachen, war er auch Feuer und Flamme.

„Wer macht noch mit?“ stieß er hervor. „Zu zweit ist es zu schwierig, wir brauchen 'ne richtige Bande. Der Nackte und Ochse wissen schon davon. Die sollte man mit reinnehmen.“ „Gut.“

Die Blutsbrüder gingen zum Nackten Herrn und zu Ochse, einem Jungen aus der dritten Klasse. Ohne Umschweife setzten sie ihnen ihren Plan auseinander. Die beiden waren bereit, wenn sich der Nackte Herr auch noch ein wenig sträubte, genau wie es Zigeuner vorher getan hatte, aber aus Willenlosigkeit gab er ebenso wie Zigeuner schon nach wenigen Augenblicken seine Zustimmung.

Sofort wurden die Rollen verteilt. Zigeuner und Kutscher „drehten das Ding“, die anderen beiden sollten Schmiere stehen. In einem halbzerstörten Schuppen im Hinterhof wurde der Plan gründlich und in allen Einzelheiten ausgearbeitet.

Still war es in dem großen Schlafraum der Schule. Manchmal knarrte die Lüftungsklappe. Die Zöglinge schnarchten, jeder auf seine Art — einer pfeifend, ein anderer heiser, ein dritter sanft und gleichmäßig. Die Ecklampe warf einen friedlichen, unbeweglichen Schein. Hinter der Wand, in Elanljums Wohnung, schlug die sächsische Tischuhr zwei. Gleichzeitig fuhren in verschiedenen Ecken des Schlafraums vier Köpfe lauschend von den Kissen hoch. Die anderen Jungen schnarchten ruhig weiter. Da sprangen die vier lautlos aus dem Bett und schlichen aus der Tür.

„Nach unten!“ flüsterte Kutscher auf dem Korridor. Sie gingen über die Vordertreppe zum Nebeneingang der Pförlner-wohnung. Diese Tür wurde gewöhnlich nur verriegelt. Heute war sie abgeschlossen.

„Verdammt!“ fluchte Zigeuner.

„Ist ja Wurscht“, antwortete Kutscher. „Wir gehen eben durch die Vordertür.“

„Und der Schlüssel?“ Kutscher überlegte nicht lange.

„Los, rauf! Wir bestechen ganz einfach den diensthabenden Schüler. Wenn uns jemand sieht, dann sagt ihr, daß ihr auf der Toilette wart, um zu rauchen.“

Doch sie brauchten diese Ausrede nicht. In der Küche brannte das Licht. Schaben liefen über die gekachelten Wände. Spatz, der Diensthabende, saß am Tisch, den Kopf in die Hände gestützt. Kutscher trat allein in die Küche, ging auf Zehenspitzen zu Spatz hin und sah ihm ins Gesicht. Spatz schlief. Leise zog Kutscher den Tischkasten auf, nahm den Schlüsselring mit dem großen Schlüssel heraus, schob den Tischkasten ebenso vorsichtig wieder zu und machte sich aus dem Staube.

Jetzt brauchten sie nur noch die Ausgangstür zu öffnen. Das war nicht schwierig. Dann glitten die vier Jungen über die Treppe auf den Hof. Die Nacht war heiß. Es roch nach fauligem Holz und nach Erde. In den Fenstern der Schkid brannte kein Licht. Nur oben in der Mansarde, wo Alnikpop wohnte, flimmerte noch eine Petroleumlampe. Auf der Straße fuhr eine Droschke vorbei, dumpf klapperten die Pferdehufe über das Pflaster. Dann wurde es wieder still.

„Pssst!“ zischte Kutscher. Seine zusammengebissenen, weißen Zähne blitzten in der Dunkelheit auf.

Sie schlichen an der Mauer entlang bis zur Eisentür des Konsumladens. Daneben stand der Sack, als wäre er ein wertloses Ding. Zigeuner bückte sich und las beim Schein der Laterne: „Britisch-ostindischer Kaffee… Kaffee!“ Er schrie es beinahe. „Richtiger Kaffee, Donnerwetter!“

„Halt die Fresse, Zigeuner!“ zischte Kutscher. „Schnell! Nackter, Bock, los! Der Nackte auf den Zaun, Ochse zur Treppe!“ Er packte den Sack an einem Ende, Zigeuner umklammerte das andere. Mit der fünf Pud schweren Last rannten sie zum Zaun.

Dahinter lag eine Fabrik für Feuerlöscher. Sie war durch ein einstöckiges, halbzerstörtes Gebäude, das früher als Fabrikschuppen gedient hatte, von der Straße getrennt. „Steig auf den Zaun!“ befahl Kutscher seinem Blutsbruder. „Du auch, Nackter!“

Zigeuner und der Nackte kletterten auf den niedrigen Holzzaun, aus dem spitze Nägel ragten. Es war nicht einfach, sich auf den Nägeln zu halten. Kutscher hob den Sack unter Anspannung aller Kräfte zu den Kumpanen hoch.

„Nehmt ihn, aber leise!“ keuchte er. „Vorsicht!“

Dann kletterte er ebenfalls auf den Zaun, horchte und kommandierte:

„Runter damit!“

Der schwere Sack plumpste auf einen Kohlenhaufen. Die drei Strolche sprangen hinterher.

Einen Augenblick hockten sie schweigend da und betasteten ihre zerfetzten Hosen. Dann packten sie den Sack und schleppten ihn in den zerstörten Schuppen. Dort gruben sie ihn ein, schütteten Schutt darauf und machten sich unter den gleichen Vorsichtsmaßregeln auf den Rückweg.

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