Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche

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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация

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Titel der Originalausgabe: Республика ШКИД.
Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.

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„Happen — du auch?“

„Natürlich, ich bin doch kein Strohkopf! Ich möchte auch in eurer Organisation arbeiten.“

Sechs Jungen setzten sich auf die Holzhaufen und erstarrten in schweigender Erwartung. Die Tür war geschlossen worden. Außer den Ankömmlingen waren es Jankel, Japs und Ljonka, der nach dem schmachvollen Hinauswurf wegen der zerschlagenen Fensterscheiben erst vor kurzem in die Schkid zurückgekehrt war. Japs stand auf und hob die Hand. „Achtung!“ begann er. „Heute eröffnen wir die zweite Sitzung unserer illegalen Komsomolorganisation. Da wir zwei neue Mitglieder unter uns haben, nämlich Happen und Falke, will ich ihnen in kurzen Worten unser Programm und die Gründe, die uns zur Geheimhaltung der Angelegenheit veranlassen, erläutern.“ Er räusperte sich. „Also, Genossen, ihr wißt, daß unsere Schkid ein Heim für Schwererziehbare, das heißt beinahe ein Gefängnis ist; deshalb dürfen wir keine Komsomolzelle gründen. Aber bei uns gibt es einige, die sich auf ihren Eintritt in den Komsomol nach dem Verlassen der Schkid vorbereiten wollen. Dazu, nämlich zum Studium der Gesellschaftswissenschaft und der Grundlagen des Marxismus, haben wir diesen illegalen Zirkel gegründet. Leider haben wir keinen so erfahrenen und aktiven Leiter, wie es Schaffner war, der uns, wie ihr wißt, vor drei Monaten verlassen hat, um auf dem Land zu arbeiten. Ihr wißt ebenfalls, daß wir Vikniksor häufig gebeten haben, uns einen anderen Lehrer für Gesellschaftswissenschaft zu besorgen, aber bisher hat er sich bekanntlich den Teufel drum gekümmert. Uns blieb nur übrig, allein zu lernen. Wir haben keine Ahnung, wie sich Vikniksor dazu stellt, und außerdem wollten wir die Sache nicht durch lange Redereien hinauszögern. Deshalb haben wir uns entschlossen, diesen illegalen Zirkel zu bilden. Vorläufig beschäftigen wir uns mit Spezialfragen. Augenblicklich nehmen wir die Geschichte der revolutionären Jugendbewegung durch. Das Weitere wird sich finden.“

Japs verstummte und sah die Umsitzenden an. Dann wischte er sich den Schweiß vom Gesicht und ging zu seiner Lektion über. Als Bestunterrichteter und — belesener hatte er das Amt des Lektors übernommen. Er bereitete sich sehr gewissenhaft und sorgfältig auf jede Lektion vor.

„Wir fahren also fort. Voriges Mal haben wir die Entstehung des Jugendverbandes behandelt und sind bis zu der bürgerlichen Vereinigung 'Arbeit und Licht' gekommen. Jetzt beschäftigen wir uns mit der Entstehung und allmählichen Entwicklung der Union der Arbeiterjugend…“

Das Auditorium lauschte. Fünf Jungen mit glattrasierten Köpfen starrten den Lektor in atemloser Aufmerksamkeit an und sogen jedes Wort in sich hinein. Die Glühbirne zwinkerte kurzsichtig hinter ihrer Spinnwebschicht hervor und warf einen schwachen Schein auf die „illegale Organisation“ und die zerschrammten Wände.

Die nächste Zusammenkunft war auf zwölf Uhr nachts festgesetzt worden — die Lieblingszeit aller Verschwörer.

Die Schkid hatte einen ermüdenden Sommertag hinter sich. Allzuviel Wirbel, allzuviel Unterricht und außerdem das Bedürfnis, baden zu gehen und Klötzchen oder Fußball zu spielen. Infolgedessen waren abends alle erschöpft. Die Jungen in den Schlafräumen schlummerten augenblicklich ein, aber kaum hatte der diensthabende Erzieher die Tür hinter sich geschlossen, da liefen wieder geheimnisvolle Schatten durch das alte Haus.

Jankel hatte Nachtdienst. Er ließ die „Verschwörer“ aus dem Haus und ging hinterher.

Diesmal fand die Zusammenkunft in der Ruine des Seitenflügels statt.

In der Kammer unter der Treppe, wo sich Ljonka und Sascha erst vor kurzem einmal versteckt hatten, flammten Kerzenstummel auf. Dorthin eilten die Schatten. „Parole?“ „Euer Geld!“ „Wird unser sein! Passieren“, erklang die Stimme der unsichtbaren Wache.

Heute war ein neues Mitglied zur Organisation gekommenSpatz. Nun bestand der Zirkel schon aus sieben Mann. „Hoffentlich gehn wir nicht verschütt! Zu viele Betten sind leer“, meinte Jankel. Aber seine Befürchtungen verstummten unter dem allgemeinen Widerspruch.

„Genossen, wir behandeln heute den dritten Kongreß, der eine neue Wende zum friedlichen Aufbau bedeutet.“

Die Jungen drängten sich um die flackernden Kerzen und lauschten aufmerksam.

Es war eine milde, etwas windige Nacht.

Meftachudyn saß in seiner Pförtnerwohnung und sagte das russische Alphabet auf. Zuweilen stockte er und sah in seiner Fibel nach. Schließlich stand er auf, reckte sich, gähnte und warf einen Blick auf Bett und Wände.

„Schlafenszeit“, sagte er laut vor sich hin und trat auf den Hof, um seinen letzten Rundgang zu machen. Leise pfiff ein warmer Wind durch den Torweg. Er schien Meftachudyns rauhe, borstige Wangen zu küssen und zu streicheln. Der Tatare lächelte beglückt. „So ein Wetterchen!“ brummte er zufrieden. „Fein, fein!“ In dieser behaglichen Stimmung ging er leise über den Hof, prüfte die Türen nach und summte ein heimatliches Liedchen vor sich hin:

Ai dshanai
Kalassai.
Sekta, sekta
Menela-a-ai.

Plötzlich verstummte er und starrte aus erschrockenen Augen auf die Ruine. Von dort klangen dumpfe Stimmen. Der Tatare ging zu der halbverfallenen Tür.

„He! Banditen!“ Er fuhr zurück.

Die Stimmen, die aus dem feuchten Raum kamen, schienen ihm fremd, grob, ja furchteinflößend zu sein. Außerdem drang ein flackernder Lichtschein aus den Ritzen in der Tür. Meftachudyn überlegte einen Augenblick, wich dann lautlos von der Tür zurück und hastete zur Schule. Eilig rannte er die Hintertreppe hinauf zu Vikniksor. Kurz darauf ging der Direktor mit Alnikpop, der Nachtdienst hatte, die Hintertreppe hinunter.

„Ich hinsehen“, erzählte Meftachudyn, der sie begleitete, aufgeregt, „da-Licht. Ich hören bal-bal-bal. He, ich denken, da Tiktive, Banditen. Meftachudyn sich nicht täuschen lassen. Ich zu Ihnen laufen ganz schnell.“

Vorsichtig schlichen die Lehrer und der Pförtner zu dem zerstörten Haus. Vikniksor trat als erster ein, ging mehrere Stufen hinauf, blickte in den feuchten Korridor und prallte verblüfft zurück. Zuerst sah er nur Japs' aufgeregtes Gesicht, von gelbem Kerzenlicht beschienen. Dann erblickte er auch die übrigen. Er horchte. „Eine Hauptaufgabe des vierten Kongresses des Jugendverbandes war die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der halbwüchsigen Arbeiter. In den Fabriken wurde die Jugend als minderqualifizierte Arbeitskraft massenweise entlassen. Die Jungarbeiter mußten deshalb qualifiziert werden. Darauf richtete der vierte Kongreß des Komsomol sein Hauptaugenmerk.“

Japs' monotone Stimme wurde plötzlich durch den groben Ruf aus der Finsternis unterbrochen: „Was macht ihr hier?“

Sieben Köpfe wandten sich um, sieben Paar Augen bohrten sich in die Dunkelheit, aus der Vikniksors ärgerliches Gesicht auftauchte. Blitzartig erfaßte einer die Situation. „Verschwindet!“ schrie er.

Ein Zirkelteilnehmer stürzte zum Loch in der Treppe, prallte aber zurück. Meftachudyns Tatarengesicht grinste ihm entgegen. „Reingefallen, Banditen!“

Verwirrt blieben die Jungen stehen. Sie wußten nicht, wie sie entwischen sollten.

„Was macht ihr hier?“ wiederholte Vikniksor ärgerlich. „Nichts… es ist so warm draußen… na, und da haben wir noch hier gesessen“, stammelte Japs verlegen und zupfte an seinem zerflederten Lehrbuch für Gesellschaftswissenschaft.

Vikniksor bemerkte das Buch, nahm es dem verwirrten Lektor aus der Hand und blätterte nachdenklich darin. „Geht schlafen!“ sagte er dann kurz.

Mit gesenktem Haupt schlichen die Illegalen hintereinander an Alnikpop vorbei, der vorwurfsvoll den Kopf schüttelte. „Ach, ihr Hühner! Ihr Gänse!“ brummte er.

Am nächsten Tage erfuhr Vikniksor alles, und zwar auf dem einfachsten Wege: Er ging in die Klasse und fragte freundlich. Eigentlich hatten die Jungen auch gar nichts zu verbergen. Nur der Schreck und die ungewöhnlichen Umstände hatten sie in der vergangenen Nacht kopfscheu gemacht. Jetzt erzählten sie alles ruhig und lachten sogar gemeinsam mit dem Direktor über ihre „illegale Arbeit“. Hinterher lief Vikniksor mit nachdenklichem Gesicht umher. Abends teilte er der Klasse überraschend mit:

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