Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche
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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация
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Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.
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Ein anderer Redakteur, ein Lyriker, schreibt so:
Ich betrachte die Mimosen,
atme tief den Duft der Rosen.
Glück verschleiert meine Augen,
die zum Sehen nicht mehr taugen.
Warme Strahlen schickt die Sonne,
taucht die Welt in lauter Wonne.
Und mein Herz fühlt nichts als Liebe,
wenn es ewig doch so bliebe!
Ein dritter Redakteur ist ganz anders eingestellt:
Laßt die Sturmesglocke schallen,
weithin übers Feld,
daß sie den Millionen allen
in den Ohren gellt!
Proletarierland im Dämmer,
strebe stolz zum Licht des Mai!
Hell ertönt im Klang der Hämmer
unser Mailied endlich frei!
Drei Monate lang tobte sich die Republik Schkid aus. Dann schwand das Fieber allmählich. Wie Sterne im Morgenrot erloschen nacheinander „Fliegenpilz“, „Clown“, „Fackel“, „Sonnenaufgang“ und andere Zeitungen und Zeitschriften. Die Jungen ermüdeten. Rechtzeitig gab Vikniksor ihnen einen guten Gedanken ein: Es war an der Zeit, eine große Wandzeitung gemeinsam für alle Klassen zu gründen. So entstand der „Pfeffer“, eine gesunde, stabile Schulzeitung, deren Material aus der ganzen Schule, aus allen Abteilungen stammte, die nicht von einem einzigen Redakteur, sondern von fünfzehn bis zwanzig Korrespondenten geschrieben wurde. Von sechzig Presseorganen blieben nur vier übrig. Das Spiel war zu Ende. Es machte ernsthafter Arbeit Platz, und von den früheren Vergnügungen kündete nur noch das Schulmuseum, das eine vollständige Sammlung aller Zeitungen enthielt.
DSE, HAPPEN & CO
Der grusinische Fürst Georgl Dshaporldse * Michail Korolews Personalakte * Ein habgieriger Charakter * Der Spekulant der Kolonie * Das geheimnisvolle Bündel und die Balalaika * Frachtbrief Nr. 234 * Dse und Happen * Der wiederkäuende Admiral * Der nackte Herr Sparbüchse.
Ein vierblättriges Kleeblatt kam von der Sergijewka, einem Internat mit üblem Ruf. In der Sergijewka eingeliefert zu werden, galt als ausgesprochenes Unglück.
Dort herrschte eiserne Kasernendisziplin. Die Zöglinge mußten in stickigen Räumen hocken und durften selten — auch dann nur unter Aufsicht — Spazierengehen. Für ihre Verfehlungen hatte sich der Direktor unwahrscheinliche Strafen ausgedacht. Eine bestand in folgendem:
Der Zögling kam splitternackt in den unbeleuchteten Karzer, der auf Befehl des phantasievollen Sadisten in einen Abort verwandelt worden war. Dort saß der Missetäter drei bis vier Tage lang ohne Wasser und Brot im Dreck und rang in den ekelhaften Ausdünstungen nach Luft. Die Sergijewka wurde schließlich so berüchtigt, daß sich die Gerichtsbehörden mit ihr beschäftigen mußten.
Es kam zu einem aufsehenerregenden Skandalprozeß, nach dem das Internat aufgelöst wurde. Seine halbwüchsigen Insassen steckte man in andere Anstalten. So kamen die vier in die Schkid.
Dshaparidse, der älteste, war der Sohn eines grusinischen Fürsten, eines Marineoffiziers.
Er hatte ein typisch grusinisches Gesicht: große Adlernase, abstehende Ohren und schneeweiße, ungleichmäßige Zähne.
So kamen die vier in die Schkid.
Wie es in der Familie Tradition war, mußte Dshaparidse seine Kindheit in der Kadettenanstalt verbringen. Dort lernte er fast zwei Jahre die Kunst des Kommandierens und des guten Benehmens. Die Anstalt impfte ihm die Liebe zu militärischer Haltung ein, zur Sauberkeit in der Kleidung, zu spartanischem Lebenswandel. Aber sie verdarb seinen Charakter, sie zerbrach auch seine Moral, sie machte ihn verlogen und unaufrichtig. 1917 wurde die Anstalt geschlossen. Die Kadetten mußten sie verlassen. Dshaparidse lebte eine Zeitlang daheim, wurde bei mehreren Diebstählen ertappt und wanderte von nun an von einem Internat oder Kinderheim ins andere. Schmiß man ihn aus einem Heim hinaus, kam er ins nächste. So landete er schließlich in der Sergijewka. Dort verbrachte er zwei Jahre. Im Alter von fünfzehn Jahren war er bereits überreizt und erschöpft, als er in der Republik Schkid einen stillen Hafen fand.
Korolew hatte einen kugelrunden Kopf und dicke, rosige Wangen. Seine kräftige, hochgewachsene Gestalt, die römische Nase und das etwas gelockte Haar gaben ihm das Aussehen eines Patriziers aus der Zeit Julius Cäsars. Korolew war ein uneheliches Kind. Im Fragebogen der „Personalakte Michail Korolew“ stand in der Rubrik „Beruf der Eltern“: …„Außerehelich geboren.“ In der alten Zarenzeit gab es für die Außerehelichen nur einen Weg — das Erziehungsheim und die Gewerbeschule.
Auch Korolew mußte als Kind von einem Heim ins andere wandern. Seine Personalakte war dabei angeschwollen: Jedes Internat hatte ihm eine Charakteristik mitgegeben.
Eine war in der Bürosprache eines alten Erziehungsbeamten abgefaßt. Er charakterisierte Korolew als „einen Knaben mit ziemlich ausgeprägter Neigung zur Faulheit“. Auf sechs Blättern vergilbten Kanzleipapiers würden die Resultate dieser „Neigung“ beschrieben: „Infolgedessen erweisen sich die Kenntnisse des Knaben gegenwärtig als so schwach, daß er nicht in die Klasse 'D' versetzt werden kann und er im Alter von beinahe vierzehn Jahren zum zweiten Male den Elementarunterricht für Kinder durchmachen muß, das heißt in einer Zeit, wo in ihm bereits in erheblichem Maße die physischen Bedürfnisse eines Erwachsenen erwacht sind und sich die Gewohnheit herausbildete, die Zeit heiter und müßig zu verbringen. Auf die Befriedigung selbiger Bedürfnisse sind natürlicherweise alle Gedanken und Wünsche des Knaben schon jetzt gerichtet.“
Weiterhin wurden die Mittel „zur Befriedigung der Bedürfnisse eines Erwachsenen“ beschrieben:
„Stark entwickelt haben sich in ihm die Gewohnheiten, zu rauchen, Leckereien zu naschen usw.
Dieselben verleiteten ihn zur mühelosen Beschaffung von Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen zwecks Befriedigung solcher Bedürfnisse, wodurch er in seinen Handlungen natürlich ständig einen habgierigen Charakter offenbarte; so entfernte er Drähte und anderes Zubehör der elektrischen Beleuchtung, schraubte Türklinken ab, entwendete kleines Handwerkszeug aus der Schusterwerkstatt und anderes mehr. All diese Gegenstände wurden von ihm auf dem Markt gegen Zigaretten und Leckereien eingetauscht.“
Dann siedelte das Kinderheim in ein Erholungsheim, eine Kolonie, über, wo „die Beaufsichtigung und pädagogische Lenkung Korolews selbstverständlich durch die örtlichen Bedingungen erschwert und kompliziert wurden. Die tadelnswerte Veranlagung dieses Knaben trat schroff zutage: Die Nähe des Dorfes, der dort blühende Warenaustausch, die Erschwerung einer dauernden Anwesenheitskontrolle der Zöglinge schufen einen hierzu fruchtbaren Boden. Trotz des Verbotes, das ihm persönlich erteilt worden war, lief Korolew hier ständig ins Dorf und kehrte erst spätnachts in die Schule zurück; im Dorf tauschte er Gegenstände aus Staatseigentum, die sich in seinem Besitz befanden oder die er den Kameraden gestohlen hatte (meistens handelte es sich dabei um Handtücher), gegen Lebensmittel ein; Opfer seiner Spekulationen wurden sogar die Pflegerinnen, bei denen er sich unter dem Vorwand, ihnen einen Dienst erweisen zu wollen, einzuschmeicheln verstand. Von einer empfing er Geld für einen Hering und brachte ihr statt dessen ein Glas Milch mit der Beteuerung, der Hering sei verdorben gewesen; von einer anderen erhielt er Geld für Tabak und Zigaretten, brachte ihr gar nichts dafür und versprach ihr, sie in der Zukunft zu entschädigen. Wie sich herausstellte, hatte er die Zigaretten selbst geraucht…“
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