Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche

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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация

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Titel der Originalausgabe: Республика ШКИД.
Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.

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„Das ist 'Die Mücke'“, erklärte er herablassend. „Sie erscheint wie 'Ogonjok' oder das 'Rote Panorama' einmal in der Woche oder häufiger. 'Warum ist sie so dünn?' brummte Kaufmann und betastete verächtlich die vier Blätter.

'Sie ist so dünn, weil sie nicht dicker ist', witzelte der Redakteur. Die ganze Klasse las die 'Mücke'. Das Blatt gefiel. Nur Japs würdigte es keines Blickes. Er saß vertieft in seiner Bank und schrieb wie ein Wilder. Er war entschlossen, seinen Plan mit der dicken Monatszeitschrift um jeden Preis zu verwirklichen. Schon am nächsten Tage tat er seine Absicht kund. Überall — in den Sälen, in den Klassenzimmern und sogar in den Toiletten — hingen plötzlich handgeschriebene Ankündigungen an der Wand:

Der neue Verlag ging mit aller Energie ans Werk und noch am gleichen Tage - фото 26

Der neue Verlag ging mit aller Energie ans Werk, und noch am gleichen Tage erschien die erste Nummer der 'Woche'. Ihr unschönes Aussehen wurde durch den reichen Inhalt wettgemacht und durch den Überfluß an Mitarbeitern, die versprochen hatten, für sie zu schreiben. Zu den Mitarbeitern, die sich hinter der geheimnisvollen Chiffre 'und andere' verbargen, gehörte auch der neue Zögling Pantelejew. In der ersten Nummer waren seine berühmten Knüttelverse veröffentlicht, die von der 'Roten Zeitung' seinerzeit abgelehnt worden waren. Japs triumphierte.; Jetzt machte er sich; mit verdoppeltem Eifer an die Herausgabe der Monatszeitschrift. Sie sollte einen grandiosen Umfang bekommen — sechs bis sieben Hefte dick mit ganzseitigen Illustrationen. Jankel verzehrte sich vor ohnmächtiger Wut. Er vermochte den neuen Verlag nicht zu übertrumpfen. Er stand allein. Immer häufiger fragten Jungen aus anderen Klassen bei Japs an: 'Kommt die 'Woche' bald heraus?'

'Wird der 'Vorwärts' bald erscheinen?'

Japs schielte hochmütig zu Jankel hin, während er absichtlich laut antwortete: 'Es ist unser Prinzip, daß Zeitung und Zeitschrift immer rechtzeitig zur festgesetzten Frist erscheinen.'

Aber Jankel war nicht gewillt, die Waffen zu strecken. Nachdem er die Situation gründlich durchdacht hatte, faßte er den festen Entschluß, zu kämpfen und die 'Mücke' häufiger erscheinen zu lassen. Er entfaltete eine emsige Tätigkeit. Nach unwahrscheinlichen Tagesmühen hängte er allabendlich voller Stolz immer neue Nummern an den Bindfaden am Ofen. Er verbesserte die Technik, er versah die Artikel mit farbigen Illustrationen und erreichte schließlich sein Ziel. Den Jungen wurde es langweilig, auf die dicke Monatszeitschrift zu warten — sie gewöhnten sich immer mehr an die 'Mücke'. Es bürgerte sich ein, morgens in die vierte Abteilung zu gehen, um die letzte Nummer der Zeitung zu lesen. Doch dieser Sieg kam Jankel teuer zu stehen. Er wurde hohlwangig und mager, er verlor Schlaf und Appetit…

Da passen keine Rätsel rein Nach einer Woche erschien die zweite Nummer von - фото 27

Da passen keine Rätsel rein.

Nach einer Woche erschien die zweite Nummer von Japs' 'Woche'. Diesmal erregte sie keine Aufmerksamkeit, denn sie war nicht illustriert und nur mit der Hand — mit Bleistift — geschrieben. Dennoch zeitigte Japs' Mißerfolg überraschende Folgen. Kaufmann war in dieser Woche gedankenversunken umhergelaufen. 'Verdammt!' grölte er durch die Klasse, als er die unansehnliche 'Woche' erblickte. 'So eine Zeitung kann ich ebenfalls rausgeben. Sogar noch besser. Eine richtige Zeitschrift!'

Seine Erklärung stieß auf allgemeines Erstaunen, um so mehr, als er sich noch vor zehn Tagen über die Dummheit der Redakteure lustig gemacht hatte: 'Ihr seid ja blöd, wie die heiligen Märtyrer eure Zeit zu vergeuden! Kein Mensch bezahlt euch was dafür.' Nun stellte sich Kaufmann plötzlich als Redakteur der Zeitschrift 'Mein Masdlinengewehr' vor und sammelte einen Mitarbeiterstab. Er hatte sie so genannt, weil sie ebensoschnell hintereinander erscheinen sollte, wie ein Maschinengewehr schießt. Um das neue Presseorgan bildete sich sogleich ein Kreis aus wenig bekannten journalistischen Anfängern — Mamachen und Brotkanten. Bald überwarf sich Ljonka Pantelejew mit Japs und ging ebenfalls zu Kaufmanns jungem, aber vielversprechendem Verlag über. 'Mein Maschinengewehr' machte Karriere.

Jetzt erschienen laufend drei Presseerzeugnisse: die 'Mücke' von Jankel, die 'Woche' von Japs und 'Mein Maschinengewehr' von Kaufmann.

Kein einziges genügte jedoch Zigeuners Ansprüchen. 'Was sind das bloß für Blätter, Halunken? Ganz ohne Rätsel oder Denkaufgaben. So'n Quatsch!'

Zigeuner schäumte vor Mißbilligung. Er hatte versucht, in allen drei Zeitungen seine Rätselecke unterzubringen, war aber überall höflich abgewiesen worden. Daraufhin brachte er seinen Vorschlag im 'Vorwärts' vor, wo er Redakteur und aktiver Mitarbeiter war.

'Leute, Japs, Falke! Ich beantrage, eine Rubrik 'Zum Kopfzerbrechen' in der Zeitschrift einzuführen. Ich werde sie redigieren.'

Der Dichter Kostja Finkelstein (Falke) protestierte als erster. 'Das geht nicht. Wir haben eine seriöse, wissenschaftlich-literarische Monatszeitschrift, da passen keine Rätsel rein.'

'Ja, das lohnt sich nicht', bestätigte Japs und brachte damit den Rätselfreund endgültig gegen sich auf.

'Gut', sagte Zigeuner. 'Wenn ihr nicht wollt, dann laßt es bleiben.

Ich komme auch ohne euch aus.'

Er verließ die Redaktion des 'Vorwärts', und kurz darauf erschien in der 'Mücke' die Ankündigung:

Zum Kopfzerbrechen erschien am nächsten Tage Dann verließen Mamachen und - фото 28

'Zum Kopfzerbrechen' erschien am nächsten Tage. Dann verließen Mamachen und Brotkanten ebenso überraschend das Redaktionskollegium von Kaufmanns 'Maschinengewehr', um eigene Zeitschriften herauszugeben. Mamachens Blatt hatte den klugen Titel 'Der Gedanke' und trug als Motto einen Aphorismus, den Zigeuner einmal in einer Russischstunde von sich gegeben hatte. Als er gefragt wurde, was ein Gedanke sei, hatte er mit frechem Lächeln geantwortet: 'Der Gedanke ist der intellektuelle Exzeß eines bestimmten Individuums.' Seitdem verfolgte ihn dieser unsinnige Ausspruch, wo er ging und stand, bis er schließlich als Motto über Mamachens hochkünstlerischem Presseorgan prangte.

Brotkanten verachtete Erörterungen über hohe Materien. Er neigte eher zur Poesie und nannte seine Zeitung deshalb lyrisch: 'Morgenröte'. Trotz seiner poetischen Talente war Brotkanten jedoch unbeleckt von orthographischem Wissen und machte schon in der ersten Nummer skandalöse Schnitzer. Anläßlich einer Theateraufführung, die vor drei Monaten stattgefunden hatte, prangte auf der ersten Seite von Brotkantens Blatt eine Illustration zu Puschkins 'Boris Godunow'.

Sie stellte Japs mit einem langen Eisenstab in der Hand als Godunow dar.

Doch nicht die Illustration veranlaßte die gesamte Schule zu wieherndem Gelächter, sondern die Erklärung, die darunter stand: 'Ülistratjon zur Troge die 'Barris Godunw'.'

Brotkanten hatte es also geschafft, in fünf Wörtern zehn Fehler zu machen. Das mußte er schwer büßen.

Die poetischen Ergüsse der 'Morgenröte' wurden nicht etwa gelesen, weil sich die Schkider für Lyrik interessierten, sondern wegen ihrer humoristischen Form. Selbst Jankel meinte beleidigt: 'Brotkanten ist ein Halunke — ein schmutziger Konkurrent!' Brotkantens Lyrik rief ein so einträchtiges Gelächter hervor, daß die geistreichsten Glossen der 'Mücke' vor Neid erblassen konnten. Aber Brotkanten konnte einfach nicht begreifen, worüber die Schkider lachten. Er war tief beleidigt. So was aber auch! Nächtelang hatte er über seiner Zeitung gesessen, sein ganzes Herz hatte er in die Verse gelegt, und sie waren seiner Meinung nach ausgezeichnet gelungen. Er war Lyriker von Natur, faßte jedoch den Begriff Lyrik auf seine eigene Weise auf. 'Lyrik ist', pflegte er zu sagen, 'wenn man von sich aus und aus Langeweile schreibt.' Er schrieb seine langweiligen Gedichte nur dann, wenn er bestraft worden war. So lautete eines:

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