Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche

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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация

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Titel der Originalausgabe: Республика ШКИД.
Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.

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Bis zum Abend wallfahrteten die Jungen aus den unteren Klassen zu ihm. Immer wieder öffnete sich die Tür zur vierten Abteilung, und mehrere Personen steckten schüchtern den Kopf in den Raum. „Pantelej, zeig uns mal die Zeitung, ja?“ flehten die Knirpse. Ljonka lächelte herablassend, holte die Zeitung aus dem Fach und hielt sie allen Interessierten unter die Nase. Die Jungen lasen jedes Wort laut vor, schüttelten den Kopf und riefen „ach“ und „oh“ vor Erstaunen. „Bist du das?“ fragte jeder. „Ja“, erwiderte Ljonka bescheiden.

Sogar nachdem es zum Schlafengehen geklingelt hatte, wurde die Erörterung des außergewöhnlichen Ereignisses fortgesetzt. Gesättigt von Ruhm, schlummerte Ljonka ein.

Gegen vier Uhr morgens erwachte er, und sofort fiel ihm ein, daß am Vortage etwas sehr Wichtiges geschehen war. Die sorgfältig zusammengelegte Zeitung hatte er unter seinem Kopfkissen verwahrt. Vorsichtig holte er sie hervor und faltete sie auseinander. Im Schlafraum war es dunkel. Da schlich er barfuß, nur in Unterhose, ins Treppenhaus und las beim schwachen Licht der Glühbirne noch einmal: „An ALEXEJ PANTELEJEW. — Die von Ihnen eingesandten 'Knüttelverse über den Alltag' sind nicht von anonymen Autoren, sondern ein Gedicht, das Sie selbst verfaßt haben. Zur Veröffentlichung in unserer Rubrik nicht geeignet.“

So kam noch ein Literat in die Republik Schkid, diesmal ein Literat von Rang und Namen. Schon nach kurzer Zeit war es ihm beschieden, seine Talente in der Schkider Arena vorzuführen — zum Wohle der Republik, die ihm eine neue Heimat wurde.

DIE „SECHSTE GROSSMACHT“

Von großen und kleinen Dingen * Sechzig auf sechzig * Folgenschwerer Skandal Beginn der „Mücke“ * Brofkantens Lyrik * Die sechste Großmacht ersteht * Drei Redakteure.

Es klingt unglaublich, aber während der Blockade, der Hungersnot und Papierkrise, als die sowjetische Bevölkerung nur Zeitungen lesen konnte, die an den Hausmauern klebten, erschienen in der kleinen Republik Schkid mit ihrer Bevölkerung von sechzig Köpfen sage und schreibe sechzig periodische Druckerzeugnisse aller Arten, Typen und Richtungen.

Das kam folgendermaßen.

Der „Spiegel“, die älteste Zeitung der Republik Schkid, hatte sich fest eingebürgert. Pünktlich hingen ihre neuen Nummern allwöchentlich am Schwarzen Brett, bis der Brand sie beinahe vernichtete. Ersetzt wurde sie durch eine Zeitschrift. Wieder schrieb Jankel mit Druckbuchstaben die Artikel ab, wieder verfaßte Japs den Inhalt, und auch der Titel — „Spiegel“ — war derselbe geblieben. Nur der Umfang hatte sich erweitert. Niemand vermutete, daß es dem glänzenden „Spiegel“ schon nach kurzer Zeit beschieden sein würde, zu zerplatzen und in viele Dutzend großer und kleiner Teile zu zersplittern.

Ursache der Katastrophe war die mangelnde Übereinstimmung der Ansichten beider Zeitschriftenredakteure. Jankel und Japs bekamen Krach miteinander.

Japs war ein seriöser Journalist, der eine bestimmte Linie verfolgte. Die wöchentliche Schülerzeitschrift, die Leben und Alltag der Schule in Poesie und Prosa kommentierte, gefiel ihm nicht mehr, o nein! Er wünschte, aus dem „Spiegel“ eine dicke, gewichtige Monatszeitschrift mit Abhandlungen und Referaten über Geschichte, Kunst und Philosophie zu machen. Und weil er hartnäckig seine Linie verfolgte, veränderte sich das Gesicht der Zeitschrift. Die Anzahl der Seiten stieg auf dreißig, das Blatt erschien alle zehn Tage, dann alle zwei Wochen, die Schulchronik und der Humor wurden daraus verbannt. Sie gehörten nicht in eine „geistige“ Zeitschrift. Dafür schrieb Jankel eine umfangreiche historische Arbeit in Fortsetzungen: „Die Gerichtsbarkeit im alten Rußland.“

Die gewichtige Arbeit erschien in drei „Spiegel“-Nummern und umfaßte jedesmal fünfzehn bis zwanzig Seiten.

Jankel wurde an die Wand gedrückt. Er verwandelte sich in eine Dauerdruckerei. Ihm blieb nur der technische Teil — die Nummern zu drucken, zu illustrieren und herauszugeben. Aber es langweilte ihn außerordentlich, die endlosen Artikel über das alte Rußland abzuschreiben. Er wußte genau, daß niemand außer dem Verfasser und dem unglücklichen Typographen sie lesen würde. Er schrieb sich die Finger wund. Dreißig Seiten mit sauberen Druckbuchstaben abzumalen, sie zu illustrieren, mit Vignetten zu versehen und alles in sechs bis acht Tagen — das war zu schwierig. Die technische Arbeit machte ihn stumpfsinnig und war ihm bald gründlich zuwider. Nachdem auf diese Weise sechs Nummern erschienen waren, überlegte sich Jankel die Sache. Er hatte ebenfalls das Bedürfnis, schöpferisch zu arbeiten, Gedichte und Erzählungen zu schreiben, lustige Glossen über das Schulleben zu verfassen, aber dazu fehlte ihm die Zeit, Das „alte Rußland“ verschlang sie, Da beschloß Jankel, die Zeitschrift im Stich zu lassen. Zum Teufel damit! dachte er. Das bezog sich im gleichen Maße auf Japs wie auf die Gerichtsbarkeit des alten Rußlands. Mehrere Tage befaßte sich Jankel überhaupt nicht mit der Zeitschrift. Der „Spiegel“ lag halbfertig auf dem Tisch. Die zweite Hälfte strahlte in fleckenlos weißen Blättern. Japs wurde nervös und böse. Er hatte bereits drei neue Artikel fertig, während Jankel pfeifend herumschlenderte.

Der Erscheinungstag rückte näher. Schließlich verlor Japs die Geduld. Entschlossen ging er zu Jankel.

„Du mußt die Zeitschrift abschreiben. Sonst erscheint sie nicht rechtzeitig.“

Jankel runzelte die Stirn und reckte sich.

„Zum Teufel mit der Zeitschrift“, sagte er gelassen. „Ich habe keine Lust.“

„Wieso nicht?“

„Ganz einfach. Ich hab' keine Lust, und damit Schluß.“ Japs wurde wütend. „Willst du gar nicht mehr arbeiten?“

„Was geht dich das an?“ fragte Jankel ebenso gelassen wie vorher. „Was heißt das? Bist du Redakteur oder nicht?“

„Ja, Redakteur bin ich.“

„Willst du arbeiten?“

„Keine Lust.“

„Also nicht!“

„Nee.“

„Warum nicht?“

„Weil es mir bis zum Halse steht.“ Japs errötete und schnupfte auf. „Mach, was du willst.“ Damit ging er beleidigt weg. Die Klasse kicherte, als sie sah, daß der Hader die Einheit der Redaktion zerfraß.

Seitdem erschien der „Spiegel“ nicht mehr. Die Republik war ohne Presse. Sogar Vikniksor kam, um sich besorgt nach dem Grund zu erkundigen; doch die Jungen stritten verlegen alles ab und versprachen, den früheren Zustand wiederherzustellen. Aber dieser Zustand war endgültig dahin. Eine Woche lang genossen die Redakteure ihre Ruhe und gingen spazieren. Dann wurde es beiden zu langweilig. Ihnen fehlte etwas, und sie ließen den Kopf hängen.

Keiner wollte sich wieder mit dem anderen zusammentun. Sie mochten sich nicht mehr. Die Klasse bemerkte, daß jeder — Jankel wie Japs — versunken in seiner Bank saß und wieder Papier bekritzelte. Man erkundigte sich, was beide fesselte.

Jankels Platz war am Ofen. Eines Tages entfaltete er nach dem Unterricht eine eifrige Tätigkeit.

Er holte einen Bindfaden hervor, ging um den Ofen herum, maß etwas aus, schlug zwischen zwei Kacheln je einen Nagel ein und befestigte den Bindfaden daran.

„Wozu machst du das?“ erkundigten sich die Jungen erstaunt, aber Jankel lächelte nur vielsagend.

„Immer mit der Ruhe, ihr werdet es schon erfahren“, antwortete er geheimnisvoll.

Dann malte er lange Zeit mit Aquarellfarben an einem Plakat. Diese Schöpfung befestigte er feierlich über seiner Bank am Ofen. In eine Ecke des leuchtenden Plakats war ein Insekt mit langer Nase gemalt. In der Mitte stand:

Gleichzeitig wurde an dem Bindfaden die erste Nummer der satirischen und - фото 25

Gleichzeitig wurde an dem Bindfaden die erste Nummer der „satirischen und humoristischen“ Zeitung „Die Mücke“ in Heftblattformat und mit einem Umfang von acht Seiten feierlich aufgehängt. „Was ist denn das?“ Neugierig betrachteten und befühlten die Jungen Jankels Werk. Er lächelte.

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