Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche

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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация

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Titel der Originalausgabe: Республика ШКИД.
Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.

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Aber die Mutter verzieh ihm, ja, sie half ihm sogar aus der Patsche. Mit großer Mühe trieb sie Geld auf und schickte Ljonka in die Fabrik mit dem Auftrag, dem Deutschen die Schulden zu bezahlen. Ljonka schämte sich, das Geld anzunehmen; er wußte, daß die Mutter Monate brauchen würde, um es abzuarbeiten, doch es gab keinen anderen Ausweg.

Auf dem Wege zur Fabrik kam er über den Trödelmarkt und ließ sich dort mit Falschspielern ein, in der Hoffnung, er könne der Mutter das Geld von dem Gewinn zurückzahlen. Aber schon nach zwanzig Minuten hatten ihm die Falschspieler fast sein gesamtes Geld — siebenhundert Millionen Rubel — abgegaunert.

Vor Verzweiflung wollte Ljonka in der Fontanka Selbstmord begehen. Vorher setzte er sich noch einmal in eine kleine Teestube an der Mutschnygasse, um sich für die letzten ihm verbliebenen „Eier“ richtig satt zu essen. Hier traf er seinen alten Freund Wolkow. Es war eine schicksalhafte Begegnung. Bereits am nächsten Tage war er in der Lage, seinem ehemaligen Chef die zerschlagenen Flaschen zu bezahlen. Der Mutler gab er das Geld zurück, raudite von nun an teure Zephirzigaretten, ging häufig ins Kino, staffierte sich neu aus und kaufte bei den Antiquitätenhändlern einen ganzen Berg von Büchern. Nach einem Monat stand er im Aufnahmeraum der Kriminalpolizei, und wieder einmal wurden ihm die Fingerabdrücke abgenommen. Zwei Wochen später marschierte er an einem Wintermorgen zur DostojewskiSchule, eine Einweisung der Gouvernementskommission für minderjährige Verbrecher in der Hand. Er ging freiwillig hin, weil er der Mutter keinen Kummer machen wollte. Aber im Grunde seines Herzens war er überzeugt, daß er höchstens zwei bis drei Wochen in der Schule bleiben würde. Er wußte genau, daß er hier ebenso Reißaus nehmen würde, wie er es bisher bei allen derartigen Instituten getan hatte.

Ljonka war niemals besonders gesprächig gewesen. Er mußte schon sehr eng mit jemandem befreundet sein, ehe sich ihm die Zunge löste. Hier, in der Schkid, freundete er sich gar nicht erst mit jemandem an. Er lebte vor sich hin, nur mit dem Gedanken beschäftigt, wie und wann er türmen könnte.

Die Schkid kam ihm allerdings anders vor als die übrigen Kinderheime und Kolonien, die er bisher erlebt hatte. Hier waren die Jungen belesener, und vor allem — sie traten den Neuen freundlich gegenüber. Niemand verprügelte oder verfolgte ihn, obgleich Ljonka, durch bittere Erfahrungen belehrt, darauf gefaßt war, jedem, der ihm zu nahe treten wollte, eine Abfuhr zu erteilen.

Aber einstweilen wurde er in Ruhe gelassen, ja, es kümmerte sich überhaupt niemand um ihn, bis die Sache mit der Eule kam. Das war ein Ereignis, das die ganze Schule von ihm reden ließ, das ihn für eine gewisse Zeit zur auffälligsten Figur in der Schkider Republik machte. Ljonka war nicht gerade aus einem Pensionat für adlige Jungfrauen in die Schkid gekommen. Bei dem Wort „Diebstahl“ errötete er schon längst nicht mehr. Wenn es sich um etwas anderes gehandelt hätte, wenn die Jungen einen Einbruch in die Vorratskammer oder einen noch schwerwiegenderen Streich vorgehabt hätten, würde er vielleicht aus Kameradschaft mitgemacht haben. Aber es widerstrebte ihm, zu sehen, daß die Jungen über eine blinde alte Frau herfielen. Solche Dinge hatte er schon früher verachtet. Er ekelte sich zum Beispiel davor, in fremder Leute Taschen zu greifen. Deshalb hatte er auf die Taschendiebe immer nur hochmütig herabgesehen. Er fand einen Kofferraub oder einen Ladeneinbruch anständiger und weniger kleinlich als den Taschendiebstahl.

Als die Jungen über Ljonka herfielen und ihn verprügelten, wunderte er sich nicht allzusehr. Er wußte genau, daß der Heilige Geist zu den Kinderheimgebräuchen gehörte. Früher hatte er selbst wiederholt daran teilgenommen. Er wehrte sich nicht einmal sehr gegen die Schläge. Er versuchte nur, sein Gesicht und die anderen verwundbaren Körperstellen möglichst zu schützen. Als aber Vikniksor in die Klasse kam und ihn drohend anbrüllte, anstatt ihn zu verteidigen, wurde er wütend. Trotzdem folgte er dem Direktor gehorsam in sein Arbeitszimmer.

Vikniksor schloß die Tür hinter sich und betrachtete den Neuen, der noch immer aufschnupfte und sich mit dem Ärmel das blutbeschmierte Gesicht wischte. Der Direktor war ein passionierter Sherlock Holmes. Er beschloß deshalb, den Zögling zu überrumpeln. „Weshalb haben dich die Kameraden verprügelt?“ forschte er mit bohrenden Blicken. Ljonka antwortete nicht.

„Was schweigst du? Ich habe dich gefragt, warum du in der Klasse verprügelt worden bist?“ Vikniksor sah dem Neuen noch aufmerksamer in die Augen. „Wegen der Plätzchen, ja?“

„Ja“, brummte Ljonka.

Vikniksor stieg das Blut ins Gesicht. Es sah aus, als würde er gleich losbrüllen und mit den Füßen stampfen. Doch er brüllte nicht. Er sagte nur ruhig, deutlich und ausdruckslos, als diktiere er: „Schuft! Bastard! Mißgeburt!“

„Warum beschimpfen Sie mich?“ brauste Ljonka auf. „Woher nehmen Sie das Recht dazu?“

Da sprang Vikniksor auf.

„Was?“ brüllte er, daß es durch die ganze Schule schallte. „Was hast du gesagt? Woher ich das Recht nehme? Du Banditenkerl!“

„Selber einer!“ stammelte Ljonka.

Vikniksor erstickte fast vor Wut. Er packte den Neuen am Kragen und zerrte ihn zur Tür.

Alles übrige spielte sich dann vor den Augen der verdutzten Schkider ab.

Ljonka saß nun schon den dritten Tag im Karzer, ohne zu wissen, daß sein Schicksal die ganze Schule in wilde Erregung versetzt hatte. In der vierten Abteilung wurden vom Morgen bis in die Nacht endlose Debatten geführt.

„Schließlich ist es eine Gemeinheit, Jungens!“ schimpfte Jankel wütend. „Der Bursche hat die Schuld auf sich genommen, er leidet ohne jeden Grund, und wir…“

„Es würde mich interessieren, was du vorschlägst?“ Japs grinste ' böse.

„Was ich vorschlage? Daß die ganze Klasse zu Vikniksor hingeht und ihm sagt, Pantelejew habe keine Schuld, sondern wir allein.“ „Ach nee! Da müßten wir schön dumm sein. Geh doch selbst, wenn du willst.“

„Na und? Was glaubst du denn sonst? Ich geh' auch hin.“

„Bitte! Hau doch ab!“

„Und dann erkläre ich, wer die ganze Sache angestiftet hat. Und wer die Jungens auf Ljonka hetzte…“

„Ach so? Du willst petzen?“

„Immer sachte, Leute!“ brummte Kaufmann. „Ich will euch mal was sagen. Natürlich wäre es dumm, wenn die ganze Klasse hinginge. Melden wir uns alle, dann kommen wir samt und sonders in die fünfte Gruppe.“

„Wir müßten es auslosen“, piepsjg Mamachen. Vielleicht ein Orakel befragen Japs kicherte. „Nein, Leute“, widersprach Kaufmann. „Wir brauchen weder zu losen noch das Orakel zu befragen. Ich glaube, man müßte es anders machen. Einer sollte hingehen und alle Schuld auf sich nehmen.“

„Und wer?“ forschte Japs. „Du.“

„Ich?“

„Ja! Du sollst hingehen.“ Das klang wie ein kategorischer Befehl. Japs erblaßte.

Wer weiß, wie die Sache ausgegangen wäre, wenn die Jungen nicht plötzlich erfahren hätten, daß Pantelejew aus dem Karzer entlassen worden sei. Wenige Minuten später erschien er in der Klasse. Sein Gesicht, mit blauen Flecken und blutunterlaufenen Stellen verziert, war blasser als sonst. Grußlos ging er zu seiner Bank, setzte sich und packte seine Habseligkeiten. Gelassen holte er mehrere Bücher und Hefte, ein angerissenes Zigarettenpäckchen Marke „Smytschka“, einen gestrickten, gestopften Schal, eine Schachtel mit Federhaltern und Bleistiften und eine halbleere Tüte mit Zuckerstückchen aus dem Fach und legte alles auf die Bank. Dann band er es mit einem Bindfaden zusammen. Schweigend sah die Klasse seinen Manipulationen zu. Endlich brach Brotkanten die Stille. „Wo willst du hin, Pantelej?“

Na Frieden Pantelejew antwortete nicht Er schnaufte nur Sein Gesicht - фото 24

Na, Frieden?

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