Osho Osho - Die Verborgene Harmonie

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Man muss die Fragmente des Heraklit nicht unbedingt kennen, um Oshos Vorträge über sie zu verstehen.
Er zitiert und erläutert sie auf bewundernswert klare und frische Weise. Seine spannend zu lesenden, in die Tiefe allen Seins eindringenden Einsichten über die Bedeutung Heraklits «Verborgener Harmonie», sind ein Schatz.
Joachim Ernst Berendt sagt dazu in seinem lesenswerten Vorwort:
"In allen Religionen heißt es ,Gott ist Licht!'
Im Koran, in den Upanishaden, in der Bibel – überall. Wer ist dann aber das Dunkle? Die Nacht?
In diesem Punkt, sagt Osho, geht Heraklit tiefer als Jesus, Mohammed, Zarathustra und so viele andere: ,Gott ist Tag und Nacht, Winter und Sommer, Krieg und Frieden, Überfluss und Mangel.'
Erst wenn Gott beides ist, haben wir das Ganze."

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Vergesst nicht, dass man nie von Jesus gehört hätte, wenn die Juden ihn nicht gekreuzigt hätten. Sie machten eine Gestalt daraus: Das Kreuz war der schwarze Hintergrund und Jesus hob sich weiß dagegen ab. Jesus wäre sonst völlig vergessen. Es liegt am Kreuz, dass er sich den Herzen der Menschen tiefer eingeprägt hat als je ein Buddha, stärker als ein Mahavir. Fast die halbe Welt hat ihn lieben gelernt – und zwar wegen des Kreuzes.

Jesus ist wie eine weiße Linie auf schwarzem Hintergrund. Buddha ist eine weiße Linie auf weißem Hintergrund – es gibt keinen Kontrast, es gibt keine Gestalt, der Hintergrund ist mit der Figur identisch.

Wenn du nur liebst und nicht hassen kannst, dann ist es verlorene Liebesmüh, dann ist es nutzlos. Sie hat dann keine Intensität, sie hat dann keine Flamme, sie hat dann keine Leidenschaft; sie ist einfach nur kalt. Soll Leidenschaft daraus werden – und Leidenschaft ist ein schönes Wort, denn Leidenschaft hat Intensität – dann muss man auch hassen können. Mitgefühl hat nur Intensität, wenn man auch zornig sein kann. Wenn man überhaupt nicht zornig werden kann, dann ist auch das Mitgefühl ohnmächtig – ganz einfach ohnmächtig! Man ist hilflos, darum ist man voll Mitgefühl. Man kann nicht hassen, darum liebt man. Wenn du hasst und trotzdem liebst, dann ist das Leidenschaft. Dann wird es zu einer Figur mit Hintergrund, dann wird „Gestalt“ daraus.

Und Heraklit spricht von der tiefsten „Gestalt“ überhaupt. Die offensichtliche Harmonie ist in Wirklichkeit gar keine Harmonie, und die verborgene Harmonie ist die einzig wirkliche Harmonie. Versuche also nicht an der Oberfläche konsequent zu wirken; finde vielmehr eine Stimmigkeit zwischen den tiefer liegenden Unstimmigkeiten heraus, finde eine Harmonie zwischen den tiefsten Gegensätzen.

Die verborgene Harmonie

Ist besser

Als die offensichtliche .

Das ist der Unterschied zwischen einem religiösen und einem moralischen Menschen. Ein moralischer Mensch ist nur an der Oberfläche harmonisch; ein religiöser Mensch ist im Zentrum harmonisch. Ein religiöser Mensch muss notgedrungen widersprüchlich sein, ein moralischer Mensch ist immer konsequent. Auf einen moralischen Menschen kann man sich verlassen. Auf einen religiösen Menschen kann man sich nicht verlassen. Ein moralischer Mensch ist vorhersagbar; ein religiöser Mensch nie. Wie Jesus sich benehmen wird, weiß niemand – selbst seine engsten Jünger nicht, sie konnten es nicht vorhersagen. Dieser Mann ist nicht einzuschätzen: Er redet von Liebe und dann nimmt er eine Peitsche und vertreibt die Geldwechsler aus dem Tempel; er redet davon, seinen Feind zu lieben und er bringt den ganzen Tempel in Aufruhr – er ist rebellisch. Ein Mann, der von Liebe spricht, aber sich nicht daran zu halten scheint!

Bertrand Russell hat ein Buch geschrieben: „Warum ich kein Christ bin“. In diesem Buch bringt er all diese Unstimmigkeiten zur Sprache. Er schreibt: „Jesus ist widersprüchlich und scheint neurotisch. Einmal sagt er: ‚Liebe deinen Feind‘ und dann wird er plötzlich so wütend – nicht nur auf Menschen, sogar auf Bäume: Er verflucht einen Feigenbaum. Er kam mit seinen Jüngern an einen Feigenbaum; sie waren hungrig, aber die Zeit der Feigenernte war weit entfernt. Sie sahen den Baum an und fanden keine Früchte und es heißt, dass Jesus den Baum verfluchte. Was ist das eigentlich für ein Mann? Und er redet von Liebe!“

Er hat eine verborgene Harmonie, aber Bertrand Russell kann sie nicht finden, weil er der moderne Aristoteles ist. Er kann sie nicht finden, er kann sie nicht verstehen. Gut, dass er kein Christ ist; das ist nur gut. Er kann kein Christ sein, er kann kein religiöser Mensch sein, er ist ein Moralist. Jeder Schritt muss übereinstimmen – aber womit? Mit wem? Mit wem soll er übereinstimmen? Mit der Vergangenheit? „Jede einzelne meiner Behauptungen muss mit jeder anderen übereinstimmen!“, fordert der Moralist. – Warum?

Das ist nur möglich, wenn der Fluss nicht fließt. Habt ihr je einen Fluss beobachtet? Manchmal geht er nach rechts, manchmal nach links, manchmal nach Süden, manchmal nach Norden und ihr werdet sehen, dass dieser Fluss sehr unbeständig ist – aber hinter allem wirkt eine verborgene Harmonie: Der Fluss erreicht das Meer. Ganz gleich, wohin er fließt, das Meer bleibt sein Ziel. Manchmal muss er sich nach Süden wenden, weil das Gefälle nach Süden geht; manchmal muss er sich genau in die Gegenrichtung wenden, nach Norden, weil das Gefälle nach Norden geht, aber in jeder Richtung findet er das gleiche Ziel: Er bewegt sich auf das Meer zu und erreicht es auch.

Denkt euch einen Fluss, der beständig ist, und der sagt: „Ich will mich stets südlich halten, wie kann ich mich da nach Norden wenden? Dann sagen die Leute ja, ich bin nicht konsequent.“ So ein Fluss wird nie das Meer erreichen. Die Flüsse eines Russell oder Aristoteles erreichen nie das Meer; sie sind zu beständig, zu geradlinig. Und sie wissen nichts von der verborgenen Harmonie: dass man durch Gegensätze ein und dasselbe Ziel suchen kann. Das gleiche Ziel kann von entgegengesetzten Seiten angegangen werden. Diese Möglichkeit ist einem Russell gänzlich unbekannt. Aber es gibt sie dennoch. Aber das ist schwierig – du wirst laufend in Schwierigkeiten kommen. Die Leute erwarten Konsequenz von dir und die verborgene Harmonie hat nichts mit der Gesellschaft gemein. Sie gehört dem Kosmos an, aber nicht der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist Menschenwerk und die Gesellschaft hat ihr ganzes System so entwickelt, als wäre alles statisch. Die Gesellschaft hat Moralsysteme, Verhaltensmuster entwickelt, so als ob alles ohne Bewegung wäre.

Aus diesem Grund setzen sich Moralsysteme fort, über ganze Jahrhunderte hin. Alles ändert sich, nur die toten Regeln gelten weiter. Alles ändert sich unentwegt und die sogenannten Moralisten predigen unentwegt die gleichen Dinge weiter, vollkommen irrelevante Dinge, die nur mit der Vergangenheit übereinstimmen, mit nichts sonst. Absolut irrelevante Dinge leben weiter …

Zum Beispiel: In den Zeiten Mohammeds gab es in den arabischen Ländern viermal so viel Frauen wie Männer, weil die Araber Krieger waren und einander ununterbrochen bekämpften und töteten – Mörder. Und Frauen waren zu keiner Zeit so töricht wie Männer und also überlebten sie vierfach. Was also tun? Wenn es in der gesamten Gesellschaft viermal so viele Frauen gibt wie Männer, dann könnt ihr euch vorstellen, dass viele Probleme auftauchen. Also schuf Mohammed die Regel, dass jeder Moslem vier Frauen heiraten konnte … und sie halten sich noch heute an diese Regel!

Heute ist eine hässliche Angelegenheit daraus geworden, aber sie sagen, das stimme mit dem Koran überein. Die ganze Situation hat sich heute geändert, vollkommen geändert – es gibt heute nicht viermal so viele Frauen – aber sie folgen der Regel. Und was einmal ein schönes, verantwortungsvolles Eingehen auf eine ganz bestimmte historische Situation war, ist heute hässlich, absolut hässlich. Aber sie halten sich daran, denn die Moslems sind sehr beständige Menschen. Sie können sich nicht ändern; und Mohammed können sie nicht noch einmal fragen, er ist nicht mehr da. Und Moslems sind sehr listig: Sie haben die Tür für jeden weiteren Propheten geschlossen. Sonst könnte ja einer kommen und etwas tun, etwas verändern. Also ist Mohammed der Letzte – die Tür wäre selbst dann verschlossen, wenn Mohammed selber wiederkäme. Er kann nicht kommen, weil sie die Tür verschlossen haben. So ist es immer und überall.

Moralisten verschließen die Tür, weil jeder neue Prophet jedes Mal Unruhe stiftet, weil ein neuer Prophet nicht mit den alten Regeln übereinstimmen kann. Er lebt im Augenblick. Er hat seine eigene Disziplin – übereinstimmend mit der jetzigen Realität. Ohne Garantie, dass seine Disziplin auch mit der Vergangenheit übereinstimmt! Es gibt keine Garantie, es kann keine geben. Also macht jede moralische Tradition die Tür zu.

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