Thomas Frankenfeld - Der bleierne Sarg

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Mehr als drei Jahrhunderte lang hat das Grauen überdauert, eingeschlossen in einen bleiernen Sarg. Eine Chimäre –ein tödlicher Erreger aus den Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs, setzt eine skrupellose Terror-Organisation ein, um einen Massenmörder aus der Haft freizupressen. In einem verzweifelten Rennen gegen die Zeit versuchen ein Archäologe und eine Kieler Hauptkommissarin die Drahtzieher aufzuspüren und zugleich uralte Aufzeichnungen zu finden, die bei der Entwicklung eines Medikamentes helfen können. Währenddessen sterben immer mehr Menschen …
Bioterrorismus gilt neben dem Atomkrieg als größte Gefahr für die Menschheit. In diesem erschreckend aktuellen und packenden Thriller hat Thomas Frankenfeld diese Bedrohung verarbeitet. Während ihrer Suche geraten die beiden Protagonisten immer wieder inKämpfe auf Leben und Tod, die beklemmend realistisch geschildert werden. Ein spannender und beeindruckend recherchierter Thriller mit vielen unerwarteten Wendungen.

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Abgerissene Zweige knirschten unter seinen schweren Arbeitsschuhen, als Dachdeckermeister Walter Breckwoldt um die alte Kirche schritt. Er starrte zum Dach empor, wo ein dicker, borkiger Ast aus den grauen Schieferplatten ragte wie ein halb verwester Arm aus einem Grab. Der wütende Orkan letzte Nacht mit Sturmböen der Stärke zwölf hatte den Ast von einer der alten Eichen gerissen, die den bescheidenen Kirchhof umstanden, und ihn wie einen Speer in das Dach gerammt. Einige der grauen Platten waren hinabgestürzt und am Boden zerschellt. Die Pastorin hatte bereits dafür gesorgt, dass das Areal unterhalb des Schadens mit Trassierband abgesperrt wurde.

Breckwoldt wandte sich um und nickte seinem Gesellen Tim Waller zu. Waller startete den Hubwagen, den sich die kleine Firma für diesen Auftrag geliehen hatte. Das orangerote Fahrzeug vom Typ L 200 RT, dessen Arbeitskorb bis auf zwanzig Meter hinaufgefahren werden konnte, war ideal für diese Aufgabe. Breckwoldt wollte sich zunächst einen Überblick über das Ausmaß des Schadens am Dach der Kirche verschaffen, bevor er entschied, wie weiter vorgegangen werden sollte. Der kräftig gebaute Endfünfziger mit dem ergrauten Haarkranz stieg seit einem schweren Arbeitsunfall vor einigen Jahren, der ihm ein leichtes Hinken eingetragen hatte, nicht mehr selbst hohe Leitern auf die Dächer hinauf.

Vorsichtig lenkte Waller den Wagen von der schmalen Zufahrtsstraße auf den kleinen Kirchhof. Der L 200 RT wog zwar nur dreieinhalb Tonnen, aber bereits dieses Gewicht konnte ausreichen, um den dünnen Asphalt des Hofes zu beschädigen oder auf dem Rasenstreifen tief einzusinken. Waller manövrierte den Wagen geschickt um die kleine Grüninsel mit dem bronzenen Denkmal für Johann Rist herum, den berühmten Pastor und Heimatdichter aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Er suchte eine geeignete Position an der Seite der Kirche, um den Teleskopausleger für die Dacharbeiten optimal ausfahren zu können.

Der bärtige Mittdreißiger war seit vier Jahren bei Breckwoldt angestellt und hoffte, eines Tages selbst seinen Meister machen zu können. Vielleicht würde er dann gar die Firma übernehmen; Breckwoldt sprach in letzter Zeit öfter vom vorgezogenen Ruhestand. Verdient hatte der Alte ihn, und er konnte auch nicht mehr so kräftig anpacken wie früher. Mehr Geld würde Waller sehr gut gebrauchen können, er war Alleinverdiener. Seine Frau hatte ihren Beruf als Physiotherapeutin aufgegeben, um sich um die Kinder zu kümmern. Sarah war zwölf und Gregor gerade zehn Jahre alt geworden. Möglicherweise galt Sarah als hochbegabt, ihre Ausbildung würde entsprechend viel Geld verschlingen.

Waller gab behutsam Gas und der L 200 RT schob sich, von Breckwoldt durch Handzeichen eingewiesen, langsam näher an das Gebäude heran, wo er schließlich direkt neben der austrassierten Stelle zum Stehen kam. Waller stellte den Motor ab und ging zu Breckwoldt hinüber.

„Das müsste so gehen, Chef“, sagte er.

Breckwoldt blickte noch einmal zum Dach hinauf, dann nickte er. „Ich denke auch. Fahr schon mal die Stützen aus, ich gucke mir das da oben mal an. Vielleicht sind da noch mehr Schieferplatten beschädigt.“

Der Dachdeckermeister stieg die drei Stufen aus verzinktem Stahlblech am Heck des Wagens hinauf, wobei er das verletzte Bein ein wenig nachzog, und schickte sich an, in den engen Arbeitskorb zu klettern. Gerade wollte Waller die vier Stützen herunterlassen, die den L 200 RT bei ausgefahrenem Teleskopausleger stabilisieren sollten, als plötzlich ein dumpfes Knirschen ertönte und sich der Wagen ein paar Zentimeter Richtung Kirche neigte.

„Verdammt noch mal, Tim! Was machst du denn da?“, brüllte Breckwoldt und klammerte sich an das Gitter des Arbeitskorbes.

„Ich war das nicht, Chef, aber ich schau mal nach“, entgegnete Waller und ging um den Wagen herum.

„Scheiße!“, schrie er auf. „Das linke Vorderrad sackt hier irgendwo ein. Ich muss die Kiste zurücksetzen.“

„Warte mal, ich komme“, rief Breckwoldt.

Gerade wollte er die Stufen aus Profilblech hinabsteigen, als sich der L 200 RT unter Knarzen und Poltern schlagartig einen halben Meter zur Seite legte. Breckwoldt wurde hart gegen den stählernen Ausleger geschleudert, stürzte auf den Asphalt und blieb stöhnend liegen. Waller konnte sich noch mit einem Sprung zur Seite retten. Der ganze Wagen sackte nun auf der linken Vorderseite krachend bis zur Achse weg und prallte mit dem Ausleger dumpf gegen das Kirchengemäuer. In einem Hagel aus Glas- und Holzsplittern zerbarst eines der hohen Fenster unter dem wuchtigen Schlag. Ein paar Scherben trafen Breckwoldt, der schützend die Arme über den Kopf hochriss.

Einen Moment lang starrte Tim Waller verblüfft auf die bizarre Szenerie. Das linke Vorderrad des L 200 RT drehte sich langsam im Leeren. Es hing über einer tiefen Grube, die nun zwischen der Kirchenmauer und dem Fahrzeug gähnte. Waller trat näher heran, kniete sich hin und starrte in die Tiefe. Er kniff die Augen zusammen. Dort unten konnte er etwas Kantiges, grünlich Schimmerndes erkennen. Aber was war das um Gottes Willen für ein unheimliches Ding? Ein Sarg?

2

Brodersby

Diese verdammte Hitze. Der gleißende Glutball der Mittagssonne hing sengend über der steinigen Wüste, warf kurze Schatten hinter die ärmlichen Wellblechhütten mit ihren Viehgattern aus Dornengestrüpp und dörrte alles Leben aus. Die Zunge klebte ihm am Gaumen, zwischen seinen Zähnen knirschte der allgegenwärtige gelbe Staub. Er spürte – irgendetwas stimmte ganz und gar nicht. Er fühlte Panik in sich aufsteigen, warf sich nach vorn und wollte loslaufen. Er ahnte, dass es um Sekunden ging.

Aber er kam nur mühsam und schleppend voran, bewegte sich schwerfällig wie eine Fliege in zähem Sirup. Seine Füße schienen Tonnen zu wiegen.

Urplötzlich flammten riesige Augen direkt vor ihm auf. Sie brannten gnadenlos wie schwarze Sonnen in einem kleinen, konturenlosen Gesicht. Entsetzen ergriff ihn, er wollte schreien, doch es kam kein Ton aus seiner krächzend würgenden, ausgetrockneten Kehle. Dann ein blendend weißer Blitz. Ein Moment der Schwerelosigkeit. Und das Schreien begann.

Mit einem unartikulierten Laut fuhr Tristan Lindberg empor und zerrte hastig an der Bettdecke, die sich wie eine Würgeschlange um seine Beine gewunden hatte. Sein Herz raste, er keuchte und rang verzweifelt nach Luft. Er war schweißnass. Er setzte sich auf und zwang sich unter Aufbietung aller Willenskraft, ruhiger zu atmen, zählte beim Einatmen langsam bis sechs, hielt sechs Sekunden lang die Luft an und atmete sechs Sekunden lang wieder aus. Eine alte, bewährte Yoga-Technik. Mühsam widerstand er der in ihm aufwallenden Versuchung, einfach aufzuspringen und aus dem Haus zu rennen, immer weiter und weiter, bis ihn die Erschöpfung zu Boden werfen würde. Stattdessen streckte er einen Arm aus, eine Bewegung so langsam wie bei einem Faultier, und schaltete die Nachttischlampe ein. Lindberg rieb sich die Augen, sein Gesichtsfeld schien an den Rändern seltsam unscharf. Einatmen, Luft anhalten, Ausatmen …

Lindberg blickte zum Nachttisch. Darauf lag eine Packung Sertralin. Das Medikament wurde gegen schwere Depressionen und Angststörungen eingesetzt, hatte aber eine Reihe von Nebenwirkungen. Er streckte eine Hand danach aus. Dann ließ er den Arm wieder sinken. Nein, er musste es ohne Chemie schaffen.

Allmählich ebbte die Attacke ab. Lindberg erhob sich ächzend, ging in die Küche hinunter und leerte ein großes Glas Wasser in einem Zug. Und dann noch eins. Sein T-Shirt klebte an seinem schweißnassen Rücken. Er warf einen Blick zur grün blinkenden Anzeige der Herduhr hinüber und stöhnte. Fünf Uhr dreißig. Die Nacht war mal wieder gelaufen.

Lindberg stieg die Treppe wieder hinauf, ging ins Badezimmer hinüber und drehte die Dusche auf. Schlafen würde er jetzt ohnehin nicht mehr können. Er stöhnte wonnevoll, als das heiße Wasser seine Verspannungen in Schultern und Rücken lockerte. Doch am Ende drehte er das Wasser für ein paar Sekunden auf eiskalt – seine tägliche Übung zum Wachwerden.

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