Barbara Naziri - Aramesh

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"Manchmal denke ich in Gedichten – dann stürmen sie mit mir davon wie ungezügelte Pferde, galoppieren über die Steppe der Sehnsucht, fliegen wie die Vögel der Liebe entgegen, umkreisen Gesellschaft und Politik und finden ihr weiches Nest in der Schönheit der Natur, während Humor, dieser Narr, mir lachend auf die Schulter klopft. Die Welt wird in ihrer Ganzheit für mich zur Poesie." – Aramesh
Das persische Wort Aramesh bedeutet Seelenfrieden und ist das Pseudonym der iranisch-deutschen Dichterin. In «Sternenlicht und Katzengold» findet sich eine inspirierende Vielfalt an Gedichten, welche nicht nur durch ihre bilderreiche Sprache bezaubern. Sie berühren auch durch die beiden Kulturen, die hierin vereint werden.
Begleitet wird Aramesh' Lyrik in diesem Gedichtband von zahlreichen ausdrucksstarken Illustrationen der Künstlerin Schirin Khorram, mit der sie eine herzliche Freundschaft verbindet.
"Gedichte sind Gedankensplitter, sie springen Wort für Wort ins Herz " (aus: «Nostalgie»)

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und Zeit zählt den verlorenen Sand.

Die Illusion jedoch hält Wacht,

sie will die Wahrheit noch verschweigen,

dass keine Liebe uns verband.

Ira (Rachsucht)

Schnaubende Wut stiebt aus den Nüstern

des Rappen Zorn, der wild sich bäumt,

in meinem Blut ein hämisch Flüstern

bricht sich im Schrei, mein Geifer schäumt.

Der Groll hält meinen Geist gepackt,

rennt Amok durch die tiefsten Venen,

entblößt die Seele, macht mich nackt,

spielt mit mir lustvoll Teufelsszenen.

Der Jähzorn fesselt Menschenwürde,

legt meine Ratio in Ketten,

um mich herum nur Zaun und Hürde,

nichts kann mich vor mir selber retten.

Geschmack der Rache auf der Zunge,

die fordernd nach Vergeltung schreit,

und keuchend bebt es aus der Lunge:

Mach Dich zum Angreifen bereit!

In einem Nebelbett der Mächte

thront demagogisch blinder Hass,

mein Führer durch schlaflose Nächte,

mich quälend ohne Unterlass.

Ich speie Feuer, Schutt und Aschen,

sieh’, mein Vulkan aus Rachelust

wird mir mein Blut mit Säure waschen,

ein brennend’ Feuer in der Brust.

Von Deinen Qualen will ich zehren,

ob Herzeleid, ob Angst und Not,

will Dich zerstören und Dich lehren,

Dir nichts zu wünschen als den Tod.

So hab ich Ira mich verschrieben

als Dienerin im Höllenfeuer,

bin roten Flüssen treu geblieben,

kein Mensch, kein Tier – nur Ungeheuer.

2016, gewidmet meiner lieben Freundin,

der Malerin Schirin Khorram, zu ihrem Bild IRA

aus dem Projekt »Sieben Todsünden«

Zu spät

Manchmal denk ich an alte Zeiten,

als wir vom Glück zu zweit geträumt,

heut spießen wir uns auf beim Streiten.

Den Absprung haben wir versäumt.

Wie oft schon wollt ich von Dir lassen,

denn was ich fühle, lässt Dich kalt,

heut kann ich Dich nicht einmal hassen.

Doch werden wir zusammen alt.

Gewohnheit nennt sich unser Laster,

das uns beherrscht mit aller Macht,

und was uns eint, ist ein Desaster.

Das haben wir aus uns gemacht.

Könnt ich noch einmal neu beginnen,

würd ich das Leben anders meistern,

und klopfst Du an, mich flugs besinnen,

die Türe schnellstens zuzukleistern.

Missbraucht

Ich wollte Dir eine Rose sein.

Du sahst jedoch in mir

nur das Gänseblümchen,

zupftest mir die Blätter

einzeln aus –

und warfst mich fort …

2002

Ungesagt …

Die Erinnerungen an Dich

gleichen herbstlichem Laub, das

ich zusammenkehre und dem

Feuer preisgebe, um im Geruch

brennender Asche ungesagte

Worte zu betrauern.

Leb wohl

Es tanzt der Herbst mit Laub gekrönt

auf bunten Blätterscherben,

die Augen schattentief verträumt,

im Morgennebel sterben

die letzten Sommermelodien, die

uns im Herz erklangen,

und unser Lächeln hat der Wind

im Spinnenweb gefangen.

Ich lausche Deinem leichten Schritt,

auf weiches Moos getreten,

hör den Gesang des wilden Schwans

und letzte Rosen beten.

Nun färbt die Zeit mein dunkles Haar

mit Ascheregen ein.

Komm, Liebster, füll’ den letzten Kelch

mit unserer Liebe Wein.

Es sprudelt aus dem Quellenmund

hinab in Traumwalds Tiefen

und formt die bunten Kiesel rund,

die tausend Jahre schliefen.

Ach, könnte ich nur ewig lieben,

wie sich das Weltrad dreht,

doch schon holt mich Dein Schatten ein

und flüstert leis: zu spät.

2012

Worte statt Tränen

Ich spüre diese goldene Kraft,

die nur die Liebe in uns schafft.

Ich rüttle an den Gitterstäben,

will eines nur, will leben – leben.

Lass meiner Trauer freien Lauf,

die Schale fängt die Tränen auf.

Vogel der Nacht erhebt sich leise,

berührt mein Herz in stiller Weise.

Es streicht dein Flügel meine Wangen,

bin frei und doch noch hier gefangen.

Ein Licht auf Rosenblattpapier,

der Stift, er schreibt: So bleib doch hier.

Der Wind raunt leis’, erfass Dein Glück,

die Zeit rinnt vorwärts – kein Zurück.

Schau, wie die Quellen sich ergießen

und statt der Tränen Worte fließen.

An eine sterbende Rose

Vertrocknet ist Dein Angesicht,

im bleichen Licht stehst Du gebrochen,

der Tod aus Deiner Blüte spricht,

an der mein Liebster einst gerochen.

Nun stehst Du still im leeren Raum

und dienst nur den Erinnerungen.

Mit Dir stirbt auch mein Sommertraum,

als wir der Liebe Lied gesungen.

Auf nacktes Grab sinkt sacht der Schnee,

kühlt nicht die Sehnsucht, die hier blühte,

erinnert stumm an tiefes Weh …

ach, meine Liebe nie verglühte.

Der Schmerz

Ein Schrei dringt mir durch Mark und Bein,

frisst sich in meine Eingeweide,

Ich bin der Schrei – nur ich allein!

Ich brenne, sterbe, liebe … leide.

Mit spitzen Nadeln beißt Dein Mund

mir tiefe Wunden in mein Herz,

saugt sich an meinem Wesen wund;

ich hülle mich in Eisenerz.

Hast Du den Panzer nur geliebt

auf unserem Lager, unserem Reich?

Das Licht, das uns noch Wärme gibt,

ist am Verglimmen, blass und bleich.

Die Tage werden wie die Nächte,

gemalt an einer dunklen Wand,

im Banne dieser finstren Mächte

löst bitter sich das Liebespfand.

Ich brenne, sterbe in den Flammen,

obwohl ich nach dem Leben hasche,

mag ich den Abschied auch verdammen:

Ich steig wie Phönix aus der Asche!

für Maggie, 2017

Schicksal (Sar newesht)

Nur noch Erinnerung, sie bleibt …

Der Stift in meiner Hand, der schreibt

von längst vergangenen Zeiten –

er fliegt über die Seiten …

Ein Tropfen fällt auf das Papier.

Gilt diese Träne etwa Dir?

Verwischt das neugeborene Wort

– metapfergleich –

verloren … fort!

Blutmond schweigt still,

Nachtwind haucht mild,

allein mein Herz, das pocht so wild –

warum bin ich gegangen?

Fühl mich in mir gefangen,

starr blind auf eine bleiche Wand.

Im Dunkeln strecke ich die Hand

und möchte Dich berühren,

ein letztes Mal verführen.

Will mit Dir auf den Wolken reisen,

in Persepolis fröhlich speisen,

Dich in Magie verweben,

im Dichterhimmel schweben.

Zitronen, reif und zuckersüß,

pflück ich für Dich im Paradies,

wo Rosen dich bedecken –

kein Tod kann mich mehr schrecken.

Teheran, 2010

Müde

Mein Honig, mein Charme

sind sehr flüchtig,

mein Herz aus Glas

hat Sprünge und

eine unbeantwortete

Frage ertrinkt im

Wortgefüge

leerer Antworten.

Ich sage »Guten Tag«,

doch du liebäugelst mit

der Nacht, die in ihrer

Vergesslichkeit

die Tage verschenkt.

Die Vergangenheit hat

mich gedichtet,

doch die Gegenwart

stahl meine Poesie.

Nun warte ich auf den

Morgen und seine

Reserve in tausend

Tautropfen.

Wurzeln

Robaiyat

Das Geheimnis unserer Welt wird niemand je ergründen,

das Wort, geschrieben in den Sand, wird niemals jemand finden.

Darum schaff’ Dir an diesem Ort Dein Erdenparadies.

So lebe, lieb, erfreue Dich, bevor die Lebensgeister schwinden.

Aramesh

Ich bin kein Baum, der

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