Martin Fieber - Steh' endlich auf!

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Dieser lehrreiche Erfahrungsbericht beschreibt die Abgründe einer spirituellen Abhängigkeit bis ins kleinste Detail: von den anfänglichen euphorischen Gefühlen, über die Hölle der seelischen Schmerzen, bis zurück in die Freiheit des normalen Lebens. Er wird ergänzt von einem Leitfaden, welcher den Weg zu finden hilft durch den Jahrmarkt der heutigen Esoterik und den Dschungel der dazugehörigen Seminarangebote. Spannend, ehrlich und wahrhaftig geschrieben. Dieses Aufklärungswerk könnte Leben retten.

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Zwei Jahre sollte ich in Bärbels Bann gefangen sein. Und die ganze Zeit – dem göttlichen Geschick sei wieder gedankt - war es nur eine rein geistige, platonische Lehrer-Schüler Be-zieh-ung. Sie zog immer an der Schlinge, die um meinem Hals lag. Und ich bekam immer weniger Luft zum Atmen und musste immer in ihre Richtung gehen, wo auch immer sie mich hinzog. Ich verlor viel Geld und fast auch meine Seele. Zum Glück gingen wir in dieser Zeit oft spazieren und viel essen, denn die Luft und diese deftige irdische Nahrung war für mich überlebenswichtig. Ich aß wie ein Scheunendrescher und nahm trotzdem innerhalb von knapp vier Monaten 14 Kilogramm ab. Den alten Martin Fieber gab es nicht mehr. Ich war ausgemergelt, kraftlos, bleich und verlernte das Lachen. Ich war ein anderer Mann geworden. Von einer fremden Macht besetzt. War ich, als ich Bärbel kennen lernte, devot, so war ich jetzt ein versklavtes, kleines Etwas. So unterwürfig und feige, dass ich sogar aus Angst Spaß daran hatte, mich selbst zu erniedrigen, nur um Bärbel, nein, sie war ja mittlerweile zu ‚Mutter Maria‘ aufgestiegen, einen Gefallen zu tun und mir somit scheinbar ihre Liebe erkämpfte. Bärbel, die ‚göttliche Mutter‘, wurde ein Barbar. Ihre Ausstrahlung wurde härter, wurde männlicher, die Augenfarbe veränderte sich, sie wurden schwarz. Sie wurde absolut bestimmend, tyrannisch. Nein, sie wurde dämonisch.

Unsere beiden Verhaltensweisen in diesem Bann kann ich nur mit einer Besetzung von fremden Seelen erklären. Wir hatten uns mit geistigen Energien beschäftigt, kannten lebensnotwendige Schutzmaßnahmen nicht oder wendeten sie nicht an. Die Geister, die wir riefen, wurden wir schließlich nicht mehr los. Wir unterschätzten die negative Welt und ihre Kräfte, die von so vielen Menschen als nicht existent abgetan werden. Wir wussten von jenseitigen Wesen, die es lieben, auf unsere Gedanken zu reagieren und Schwächen von Menschen zu nutzen und mit ihnen zu spielen. Diese Wesen denken auch immer negativer und ziehen damit noch mehr negative Wesen an, die noch mehr den Menschen schaden wollen. Und so fort. Schließlich wurden wir zum Spielball jenseitiger, erdgebundener Seelen. Nur aufgrund unseren Gedanken. Wie gesagt, wir handelten absolut fahrlässig. Bärbel sonnte sich in ihrer göttlichen Vollkommenheit. Und ich dagegen ließ mich später mit Adolf Hitler und sogar Luzifer betiteln. Aber alles der Reihe nach.

Es geht noch tiefer in die Finsternis

Wenn der Weise mit dem Finger auf die Sterne zeigt, sieht der Dumme nur den Finger. (Verfasser unbekannt)

Ja, Sie haben eben gerade richtig gelesen. Ich glaubte ab einem gewissen Zeitpunkt, ich sei im vorigen Leben Adolf Hitler gewesen. Und meine Seele ist Luzifer. Es fällt mir schwer, ich komme mir teilweise auch immer noch saublöd vor, das Vergangene zu beschreiben, aber ich muss es tun. Ich habe es mir versprochen.

Wie kam es dazu? Einige Monate war ich nun schon in diesem Bann gefangen, in dem ich jedes Realitätsempfinden verlor. Ganz langsam rutschte ich in eine Scheinwelt ab. Ich war der Schüler von Mutter Maria, und sie trug mein Leid. Es gab Tage, da schlug sie minutenlang ihren Kopf gegen die Wand, zerschnitt ihre Arme mit einem Messer und sagte mir, das seien meine Schmerzen, die sie für mich trägt und umwandelt, da ich für sehr viel Böses in der Welt verantwortlich sei, und ich meine ganzen dämonischen Taten einfach nicht einsehen wolle. In diesen Momenten, wenn der Barbar so mit mir sprach, explodierte immer eine Bombe in mir. Meine Seele zerriss es in Stücke. Ich konnte mit diesen Vorgängen nicht umgehen. Ganz versteckt waren immer Zweifel da, sie waren aber viel zu schwach, um in mein Tagesbewusstsein zu dringen.

Dann kam der Tag, an dem ich mich auf dem Hannoveraner Bahnhof befand. Ich wartete auf den Anschlusszug, aß eine Käsestulle und schaute gedankenverloren in die Menschenmenge. Plötzlich lief ein Mann in einem weinroten Anzug an mir vorbei. Irgendetwas war komisch an ihm, dachte ich. Er drehte sich abrupt um, schaute mich an und ging weiter, bis er um die Ecke verschwunden war. Fassungslosigkeit überwältigte mich. Es war Adolf Hitler. Er war genauso klein, hatte diesen blöden Scheitel und den noch blöderen Schnauz. Es war Adolf Hitler. Ich musste mich kneifen. Nein, ich träumte nicht.

Ich ging ihm hinterher, aber als ich um die Ecke schaute, war er weg. Und da war keine Tür oder der Aufgang zum Bahnsteig, wo er hätte verschwinden können. Er war einfach weg. Ich erzählte dieses Erlebnis Bärbel. Ihre Antwort war: „Jetzt ist mir alles klar.“ Dazu kam noch, dass ich in der darauffolgenden Nacht zwei Träume hatte: Zum einen lag ein Schäferhund bei meinen Füßen (Hitler liebte seinen Schäferhund über alles). Zum anderen befand ich mich an einer Kriegsfront und stand befehlend hinter den Soldaten. Für Bärbel, den Barbaren, kein Zweifel: Ich muss Hitler gewesen sein. Und ich hatte, wie schon gesagt, Spaß daran, mich auf unmenschliche Art zu erniedrigen und meinem Peiniger damit auch noch eine Freude zu machen. Ich glaubte es und war froh, dass jetzt mein Aufstieg aus dem Schlund der Hölle ins Licht begann. Denn irgendwie konnte ich es nicht glauben, dass es jetzt noch schlimmer werden konnte.

Adolf Hitler. Jetzt wusste ich scheinbar, wer ich war. Aber es kam noch schlimmer. Irgendwann lud mich Bärbel von meinem Erspartem zum Kaffeetrinken ein. Wir gingen wie immer in unser Stammcafé um die Ecke. Sie sprach erst über dies und jenes, bis sie mir sagte, dass sie mir etwas übermitteln müsse. Sie erzählte, dass sie Bücher über Hitler gelesen und viel geforscht habe. Schließlich fragte sie mich, was ich glaubte, welche Seele ich wohl sei? Ich, die Seele, die Judas und Hitler war. Ich vergaß ganz zu erzählen, dass ich ca. 2000 Jahre früher auch Judas war, der bekannteste Verräter der Menschheitsgeschichte. Ich wusste nicht, worauf sie hinauswollte, bis sie den Begriff des Antichristen immer öfter in den Mund nahm. Ah ja, Luzifer. Dann erst registrierte ich, dass ich gemeint war. Adolf Hitler und Judas. Und Luzifer. Meine Seele schrie: „Um Himmelswillen. Das glaube ich wirklich nicht“. Aber der Bann

war größer. Ich wollte ihr wieder eine Freude bereiten, sagte „Ja, jetzt verstehe ich alles.“ Und somit war ich Satan, Luzifer, Beelzebub, der Antichrist, Herr der Finsternis, Widersacher Gottes, Baphomet, Teufel, Azrael und noch viele mehr. Ich, der kleine Martin Fieber, der in einer mittelgroßen hessischen Stadt geboren wurde, der jahrelang stotterte, der Mitglied im CVJM war und kaum in der Schule nachsitzen musste?

Nun eine kleine Geschichte, damit Sie einen greifbaren Eindruck bekommen, wie das damals so bei uns ablief. Von außen an den Haaren herbeigezogen, für Bärbel, den Barbaren, war sie aber Beweisstück Nummer 3 dafür, dass ich wirklich Luzifer sei. Als Hintergrund müssen Sie noch wissen, dass Jesus Christus und Luzifer vor langer, langer Zeit sich liebende Brüder waren und durch den Willen von Luzifer, Jesus Christus übertrumpfen und Gott gleich sein zu wollen, den Fall von Luzifer aus dem göttlichen Haus nach sich zog. Wie es in der Bibel und anderen Quellen sehr oft beschrieben wird.

Die Geschichte spielte sich beim Faschingsball meines Tanzkurses ab. Damals war ich 17 Jahre und ging mit einigen Schulkollegen zum Tanzen. Zum Abschluss gab es noch einen Kostümwettbewerb. Und da meine ohne Absicht zusammengestellte Verkleidung die anderen so entzückte, meldete ich mich schließlich widerwillig bei der Jury. Neben mir waren noch neun andere Verkleidungen zu bewerten. Ich nannte meine Verkleidung „Crazy Man“, da mir keine andere Bezeichnung für meine Rastalocken, meine Sonnenbrille, mein kurzes kleidartiges T-Shirt und meine Tights einfiel. Gut. Auf jeden Fall wurde ich zum Abschluss auf den zweiten Platz gewählt. Erster wurde der Junge, der neben mir stand. Und dessen Vorbild war Jesus Christus. Seine Verkleidung sollte Jesus Christus darstellen. Soweit die Geschichte. Aber Bärbel, der Barbar, machte daraus, dass Luzifer, also ich, niemals über Jesus Christus triumphieren kann. Somit wären wir wieder beim Anfang der Geschichte, beim geistigen Fall Luzifers. Solch eine irgendwie schöne Begebenheit aus meiner Kindheit, die wirklich nichts mit meinen höllischen Erfahrungen zu tun hatte, wurde von der negativen Welt wieder über die Gedanken von Bärbel in die Realität hineinmanifestiert. (Ich gewann übrigens solch einen großen Metalleimer, den man als Stuhl und als Papierkorb nutzen konnte.)

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