Martin Fieber - Steh' endlich auf!

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Dieser lehrreiche Erfahrungsbericht beschreibt die Abgründe einer spirituellen Abhängigkeit bis ins kleinste Detail: von den anfänglichen euphorischen Gefühlen, über die Hölle der seelischen Schmerzen, bis zurück in die Freiheit des normalen Lebens. Er wird ergänzt von einem Leitfaden, welcher den Weg zu finden hilft durch den Jahrmarkt der heutigen Esoterik und den Dschungel der dazugehörigen Seminarangebote. Spannend, ehrlich und wahrhaftig geschrieben. Dieses Aufklärungswerk könnte Leben retten.

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An Gott hatte ich immer geglaubt. Aber mehr aus dem Kopf als aus dem Herzen. Ich hatte auch mehr schlecht als recht den Konfirmandenunterricht über mich ergehen lassen, aber ein richtiger Glaube kam nie zum Vorschein. Auch in der Schule im Religionsunterricht war nichts Übersinnliches, Mystisches zu finden, was mich im Innersten meiner Seele anrührte. Dafür ging in meinem Heimatort das Gerücht um, dass mein zuständiger Pfarrer seine Frau betrog. Meine Kirche, so kam es mir immer vor, war eine umgebaute Turnhalle. Kalt, steril, muffig. Ebenso war ich immer traurig darüber gewesen, dass unsere Kirche keinen Kirchturm und keine bunten Fenster hatte. Die Glocken befanden sich in einem fünfzig Meter entfernten Gestell, das den Trägern der Wuppertaler Schwebebahn glich. Und die Fenster hatten die Größe von Möbelhaus-Schaufenstern. Farben gab es in der Kirche nicht. Nirgends war ein Heiliger Geist zu entdecken, so sehr ich mich auch anstrengte. Wie sollte man unter solchen Voraussetzungen nur auf die Idee kommen, Gott zu suchen?

Jetzt weiß ich es. Im Menschen selbst, aber mein Seelsorger hatte es mir nie gesagt. Er sorgte sich um alles andere, aber nicht um meine Seele. Niemals im Konfirmanden-Unterricht hatte ich das Gefühl, dass wir etwas Heiliges berührt hätten, etwas Schönes, das die Seele erleuchtet hätte. Niemals hatte ich die Freude, etwas über die Botschaft von Jesus Christus zu erfahren, es wurde nur gebüffelt.

Alles Lebendige war in diesen Jahren meiner Jugend gestorben. Nein fast alles, denn zum Glück gab es die „Bravo“, die mich auf andere Bereiche meines Lebens vorbereitete.

Trotzdem suchte ich nach einem Sinn in meinem Leben. Aber meine Seele fand nichts. Bis eben zu diesem Reiki-Wochenende. Meine Reiki-Lehrerin brachte mir mit ihrer lustigen Art neben Reiki vor allem die Existenz einer Geistigen Welt näher. Die Existenz von Gott. Und sie erzählte andauernd von Wiedergeburt und Karma. Und dass wir eine unsterbliche Seele haben und wir niemals sterben. Damit wurde an diesem Wochenende innerhalb einiger weniger Stunden eine riesige Angst in mir zerstört.

Immer, wenn ich früher auf der Toilette saß (warum mir diese Gefühle immer nur auf der Toilette kamen, ist mir auch schleierhaft, auch wenn ich mir jetzt ein bisschen blöd vorkomme, dies so zu schreiben, aber die Gefühle waren nun mal da), hatte ich das Gefühl, dass ich nur dieses eine Leben habe, diese 70 Jahre, in denen ich gerade hier lebe. Das Universum existierte schon immer und wird auch noch weiter existieren. Aber ich werde in einem riesigen schwarzen Loch unter mir verschwinden. Dieses Loch wird mich einsaugen und innerhalb weniger Sekunden in ein Nichts umwandeln. Ich wäre für immer aus diesem Universum verschwunden. Für immer und ewig? Nein. Jetzt wurde ein Funken in mir entzündet, den ich aber noch nie bemerkt hatte. Ich war am Leben. Und werde immer leben.

Leben. Bisher glaubte ich, jetzt sind wir hier und danach ist alles zu Ende. Mir wurde immer klarer, wie sehr es ein geistiges Leben gibt, nicht nur ein geistiges Weiterleben, sondern auch ein Leben vor diesem hier. Jetzt erst wußte ich, dass es eine geistige Welt gibt, die uns beschützt und dafür sorgt, dass wir unsere Aufgaben, die wir uns für dieses Leben vorgenommen haben, auch erhalten. Jetzt erst verstand ich, dass jeder Mensch einen Schutzengel hat, der uns bei Gefahrensituationen so inspiriert, dass wir gar nicht erst in diese Situation geraten oder dass wir wieder heil daraus hervorgehen. Jeder kann bestimmt viele dieser Momente seines Lebens aufzählen, wie sich Dinge ereignet haben, die an ein kleines „Wunder“ grenzen. Ohne zu wissen, wer dahinter steckt. Eine innere Welt tat sich mir auf. Eine ganz dunkle Erinnerung in Form von ganz schwachen Bildern kam an die Oberfläche meines Bewusstseins, wie es in der Welt da „oben“, die eigentlich direkt neben uns existiert, so ist. Sehr farbenfroh, sehr ruhig, jeder Wunsch erfüllbar. Viel Zeit. Das eigene Gewissen teilt unserem Geist die guten wie auch die nicht so guten Taten in unserem Leben mit. Wir können im geistigen Reich auf einmal unsere eigenen Gedanken sehen, wir können uns ein Bild machen, dass jeder Gedanke, den wir denken, auch wahrhaft existiert und seinen Empfänger findet. Ob es ein guter oder auch ein hässlicher Gedanke ist. Alles dies war mit total neu – und doch so bekannt.

Jetzt hatte ich das Gefühl, dass sich meine Seele endlich ausbreiten konnte. Ich kaufte mir viele Bücher und immer mehr Welten taten sich mir auf. Ich wollte wissen, wissen, wissen. Ich saugte alles auf, was mir zusagte. Nach einigen Monaten war ich der Meinung, alles zu wissen, worauf es im Leben ankommt. Denkste! Es war in meinem Kopf , aber nicht in meinem Herzen. Und der Weg vom Kopf ins Herz ist der gefährlichste Weg auf der ganzen Welt. Die gefährlichste Reise, die wir jemals in unserem Leben antreten können.

In den nächsten Jahren sollte ich in eine so tiefe Phase der geistigen Abhängigkeit und Hörigkeit zu einer Frau kommen, wie ich es mir nie hätte träumen lassen. Trotz dieses ganzen Wissens. Nur sehr knapp sollte ich dem Tod entrinnen.

Meine Reise beginnt

Diejenigen, die niemals ihre eigenen Abgründe und die Dunkelheit ihres eigenen Herzens erlebt haben, werden niemals das Licht suchen.

(Verfasser unbekannt)

Nach dem Reiki-Seminar und der ganzen Literatur, die ich meterweise verschlang, kam der Zeitpunkt, an dem ich in Kontakt zu einem sehr guten parapsychologischen Forschungskreis kam, bei dem es halbjährlich die Möglichkeit für Gäste gibt, allgemeine und persönliche Fragen von der Geistigen Welt durch einen Mittler oder ein Medium beantwortet zu bekommen. Zu solch einem Treffen war ich eingeladen. Und dort traf ich sie zum ersten Mal. Bärbel. Ihr Äußeres könnte man mit aufgetakelt beschreiben. Dickes Make-up auf ihrem schneeweißen Gesicht und kitschige Gewänder verdeckten ihre Echtheit. Das einzige, das damals noch lebte, waren ihre Augen. Und die waren fast verloren. Leider sollten ihr durch ihre faszinierende Ausstrahlung noch viele blauäugige Menschen ausgeliefert sein.

Das Geistwesen, das sich in diesem Forschungskreis über das Medium meldete, schlug vor, dass Bärbel und ich uns regelmäßig treffen sollten, um uns besser kennen zu lernen, da wir uns gemeinsam in diesem Leben etwas vorgenommen hätten. Der eine Teil in mir, der mit Bärbel irgendwie nichts zu tun haben wollte, brach zusammen. Der andere Teil sagte, jetzt wird dein Leben nicht mehr so sein, wie es bis vor einer Stunde noch war. Endlich hast du den Lebenslehrer gefunden, den du immer suchtest. Hätte ich auf mein Gefühl gehört, dass ich nichts mit dieser Frau zu tun haben möchte, wäre mir einiges erspart geblieben. Aber mein Leben sollte so verlaufen, wie ich es brauchte.

Wie ich jetzt weiß, zum Glück. Denn diese Frau war der beste Prüfstein für mein Leben. Ich konnte lernen, mich aus der Feigheit zu befreien. „Lerne aufzustehen, Martin“, sang der Englein Chor. Doch Martin hörte damals noch nichts.

Bärbel war genau das Gegenteil von mir. Sie hatte zuviel von dem Mut, den ich nicht hatte. Sie war hochmütig, ich unterwürfig. Sie war von sich eingenommen, dominant und nicht fähig, eine andere Meinung neben der ihren zu akzeptieren. Ich gab meiner Meinung und meinen Gefühlen keinen Wert. Zündstoff pur. Sie die beherrschende, kalte Powerfrau. Ich der kleine dumme Grünschnabel. Sie war ein Vampir und saugte mich total aus. Und ich konnte mich nicht wehren. Ich hatte es nie gelernt und wusste gar nicht, dass ich mich wehren darf. Schlechte Karten also.

Hhmmm, ... Bärbel und ich sollten uns also kennen lernen. Ich fuhr jedes zweite Wochenende zu ihr und ging bei ihr in eine Art Geistheiler-Schule. Etwas über das Wirken der geistigen Kräfte zu lernen und gewisse hellseherische Fähigkeiten zu entwickeln war genau das, was ich immer gesucht hatte. Da ich mit meinem Leben nicht zurecht kam, war eine Hellseherin und Fragenbeantworterin für mich nun wohl an der Zeit. Sie machte viele Übungen mit mir, bei denen mir auffiel, dass ich anfänglich auch einiges lernte. Und das überzeugte mich. Ich war glücklich.

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