Oberarm- und/oder Ellenbogenstreckung
Schwellung im Bereich des Oberarms
KAPITEL 2:
Tapeanlagen bei Schmerzen im Unterarm-Hand-Bereich
Unterarmdrehung
Handgelenks- und Fingerbeugung
Ellenbogengelenk
Musikantenknochen / Ulnarisnerv
Karpaltunnelsyndrom / Medianusnerv
Handgelenksstreckung
Fingerstreckung
Handgelenk
Fingergelenke
Daumengrundgelenk
Daumensattelgelenk
Schwellung im Bereich des Unterarms
KAPITEL 3:
Tapeanlagen bei Schmerzen im Kopf-Hals-Bereich
Kiefergelenk
Kiefermuskulatur / Zähneknirschen
Schluckbeschwerden / vordere Halsmuskulatur
Halswirbelsäule / Nacken
Kopfschmerzen
Migräne
Schnupfen / Nasennebenhöhlenentzündung
KAPITEL 4:
Tapeanlagen bei Schmerzen am Rücken und Bauch
Brustwirbelsäule
Rippen / Atmen
Lendenwirbelsäule
Kreuzdarmbeingelenke
Bauchmuskulatur
Haltungsschwäche
Ischialgie
Menstruationsbeschwerden
Schwellung im Bereich des Brustkorbs
KAPITEL 5:
Tapeanlagen bei Schmerzen im Hüft-Oberschenkel-Bereich
Gehen / äußere Gesäßmuskulatur
Gehen / äußerer Oberschenkel
Hüftstreckung / hintere Oberschenkelmuskulatur
Hüftgelenk
Hüftbeugung
Innere Oberschenkelmuskulatur / Adduktoren
Kniestreckung
Schwellung im Bereich des Oberschenkels
KAPITEL 6:
Tapeanlagen bei Schmerzen im Knie-Unterschenkel-Fuß-Bereich
Kniescheibe oben / Kniestreckung
Kniescheibe seitlich / Kniestreckung
Kniescheibensehne
Seitenbänder des Kniegelenks
Fußbewegung nach außen/ äußere Wadenmuskulatur
Laufen, Zehenstand/Wadenmuskulatur, Achillessehne
Fußhebung
Sprunggelenk
Zehenbeugung
Großzehengrundgelenk (Hallux valgus)
Fußgewölbe
Schwellung im Unterschenkel-Bereich
KAPITEL 7:
Tapeanlagen bei Sportverletzungen
Laufen:
Wadenschmerz / Achillessehnenbeschwerden
Achillessehnenreizung
Umknicken
Schienbeinschmerz
Kniescheibenschmerz
Läuferknie
Muskelzerrung (Oberschenkel)
Atemnot (Zwerchfell)
Geschwollenes Knie
KAPITEL 7.1:
Tapeanlagen bei Sportverletzungen
Tennis:
Tennisellenbogen
Schulter-Sehnen-Schmerz
Schleimbeutelentzündung
Golf:
Golferellenbogen
Schulterschmerz/Golferschulter
Rückenschmerz
Ski:
Skidaumen
Bänderverletzung (Knie)
Bluterguss
KAPITEL 7.2:
Tapeanlagen bei Sportverletzungen
Handball:
Werferschulter
Fingerverletzung / Überstreckung
Fingerverletzung / Seitenbänder
Fußball:
Adduktorenprobleme / weiche Leiste
Muskelzerrung
Weitere Tapeanlage:
Narben
Literaturverzeichnis
Index

Wissenswertes über bunte und elastische Tapes
Grundidee der Tapeanlage
Auch wenn das Tapen in den letzten Jahren mehr und mehr bekannt wurde – und inzwischen könnte man »neudeutsch« sagen, es ist hip –, so sollte man dennoch den Blick zurückwerfen auf die Grundidee des Tapens, seine Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten.
Das Taping ist nicht mit dem klassischen Tapen zu verwechseln. Beim klassischen Tape werden Gelenke mit unelastischen Klebeverbänden stabilisiert. Das möchten wir nicht. Das Tape hat seine größte Wirkung, wenn sich der Patient mit seiner Tapeanlage nicht etwa ausruht und schont, sondern im Gegenteil, wenn er sich bewegt!
Das Tape führt zu keiner Bewegungseinschränkung, der Patient ist sogar aufgefordert, sich mit dem Tape mehr zu bewegen! Hierzu werden bei jeder Tapeanlage praktische Beispiele gezeigt, welche Übungen oder Ausgleichsbewegungen mit und ohne Tape gemacht werden können, um einen Rückfall zu vermeiden, z. B. eine Ausgleichsbewegung beim Schulter-Nacken-Schmerz.
In der Bezeichnung Kinesiologisches Taping steckt das Wort Kinesis und bedeutet »Bewegung«. Leben ist Bewegung. Bewegung und Beweglichkeit sind grundlegende Qualitäten des Menschen. Leider bewegen sich viele Menschen in der heutigen Zeit viel zu wenig. Diese Bewegungsarmut führt dazu, dass die Muskulatur, die Gelenke, Bänder und Sehnen nicht mehr ausreichend »durchbewegt« werden. Gleichförmige Bewegungs- und Verhaltensmuster im Beruf und Alltag führen zu einer einseitigen Belastung und können zu Muskelverkürzungen, Gelenkschmerzen u. Ä. führen.
Hier kann das Taping therapeutisch eingesetzt werden. Das Tape wird direkt auf die Haut geklebt. Die Haut besitzt sehr viele Rezeptoren, die durch das Tape aktiviert werden. Diese Rezeptoren haben nun eine Wirkung auf die gesamte Muskulatur, auf Bänder, Gelenke, Nerven, das Lymphsystem und die Durchblutung.
Über die Aktivierung der Rezeptoren kommt es zu einer Normalisierung des Muskeltonus, zur Durchblutungsförderung und einem schnelleren Abtransport von Schadstoffen. Somit werden die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.
Wie ist das Tape aufgebaut? Wie funktioniert es?
Das Tape ist ein selbstklebendes, elastisches Band. Es besteht aus einem 100 %igen Baumwollstoff, der mit einer Klebebeschichtung auf der Rückseite versehen ist.
Das Tape ist in Längsrichtung um 30 bis 40 % seiner Länge dehnbar, in Querrichtung ist es nicht dehnbar. Durch diese Elastizität und eine spezielle Anlagetechnik ist es möglich und gewollt, dass das Tape die Rezeptoren der Haut stimuliert, der Anwender aber keine Bewegungseinschränkung verspürt! Das Tape ist antiallergisch und atmungsaktiv, sodass Hautirritationen selten auftreten. Zudem ist es recht wasserfest, sodass das Tape auch beim Schwimmen oder Duschen getragen werden kann. Treten keine Beschwerden oder Allergien auf, so kann das Tape bis zu einer Woche getragen werden.
Da das Tape elastisch ist und mit einem gewissen Zug auf die Haut geklebt wird, entstehen leichte Hautfalten; das Tape hebt die Haut im Minibereich an. Bei jeder Bewegung verschiebt sich nun die Haut gegen das Unterhautgewebe. Es kommt zu einer Lockerung des Gewebes, einer besseren Durchblutung (Versorgung mit Nährstoffen) und zu einem schnelleren Abtransport von Zerfallsprodukten. Im Weiteren stimuliert das Tape die Rezeptoren der Haut und hat somit Einfluss auf Muskeln,
Wann sollte ich das Tape anwenden und wann nicht?
Gelenke, Gelenkkapseln und Sehnen. Dies führt zu einer Beeinflussung der Muskelanspannung; die Gelenkstrukturen werden stabilisiert, der Gelenkstoffwechsel und die Knorpelernährung verbessert.
Durch die verbesserte »Versorgung und Entsorgung« der betroffenen Regionen wird bei Verletzungen oder Überbelastungen die Selbstheilungskraft des Körpers unterstützt und beschleunigt.
Durch die Anlage des Tapes und die Bewegung des Patienten werden Bewegungsrezeptoren aktiviert und die Schmerzrezeptoren gedämpft; eine reflektorische Schmerzlinderung ist die Folge.
Ziele des Tapen
■ Schmerzreduktion
■ Regulation der Muskelspannung
■ Bessere Beweglichkeit
■ Förderung der Durchblutung und der Regeneration
■ Aktivierung des Lymphflusses
■ Reduktion von Schwellungen
■ Unterstützung von Bändern und Gelenkkapseln
■ Verbesserte Propriozeption
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