Hermann Bauer - Grillparzerkomplott

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Grillparzerkomplott: краткое содержание, описание и аннотация

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Kaum hat David Panozzo seine Arbeit im Café Schopenhauer angetreten, wird er des Mordes an der ehemaligen Schauspielerin Katja Winkler verdächtigt. Von seiner Unschuld überzeugt, nimmt Oberkellner Leopold Davids Stelle im Schopenhauer ein. Dabei ist er von einer Mauer des Schweigens umgeben und mit Anschlägen gegen seine Person konfrontiert. Dennoch ergibt sich bald ein Kreis von Verdächtigen, die alle durch eine mysteriöse «Grillparzer-Geschichte» miteinander verbunden zu sein scheinen …

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»Vertrau auf mich«, verabschiedete Leopold sich augenzwinkernd. »Kopf hoch!«

»Vertreib bloß nicht zu viele unserer Stammgäste«, rief David ihm nach. Dabei war ein leises Lächeln auf seinem Gesicht zu sehen.

Na also, seinen Humor hat er noch nicht ganz verloren, stellte Leopold im Hinausgehen zufrieden für sich fest.

*

»Es gibt da ein paar Dinge, die du wissen solltest«, nahm Juricek ihn draußen zur Seite. »Das ist ein aktuelles Foto von Katja Winkler, und das ist ihre Tochter Jennifer. Sie wohnt übrigens in Floridsdorf und geht dort ins Gymnasium. Sie steht vor der Matura.«

Leopold war sofort Feuer und Flamme. »Die kenne ich ja«, rief er aus. »Die war unlängst bei uns im Heller die Begleitung von diesem Burckhardt, einem sonderbaren Typ.«

»Sebastian Burckhardt, ja. Jennifer nimmt Nachhilfe in Mathematik bei ihm. Und Geigenunterricht gibt er ihr auch«, klärte Juricek seinen Freund auf.

»Was? Der Mann ist doch unmusikalisch und summt nur nervös herum«, konnte Leopold das nicht glauben.

»Er hat sich einmal um ihre Mutter bemüht, allerdings erfolglos. Nach einem kurzen Techtelmechtel hat Katja Gottfried Winkler, ebenfalls Schauspieler, geheiratet.« Juricek gab Leopold auch von ihm ein Foto. »Ganz aus den Augen haben Burckhardt und sie sich nie verloren. Dann hat sich Jennifer mit ihm angefreundet, und er ist so etwas wie ihr Lehrer und Betreuer geworden. Das hat wiederum Katja nicht gefallen. Sie hat den Kontakt mit Burckhardt abgebrochen, weil sie ihm die Schuld gab, dass ihre Tochter und sie sich immer mehr entfremdeten.«

»Na, siehst du! Da braut sich bereits etwas zusammen, was der Hintergrund für den Mord sein könnte.«

»Keine vorschnellen Schlüsse bitte«, mahnte Juricek. »Zurück zu den Fakten: Jennifer hat die Ehe ihrer Eltern als nicht sehr glücklich bezeichnet. Die Scheidung erfolgte nach 15 Jahren.«

»Lass mich raten: Liebschaften und Untreue?«

»Beide waren, wie gesagt, Schauspieler und freiheitsliebend. Deshalb haben sie es offenbar nicht so genau mit der ehelichen Treue genommen. Die Beziehung hat dennoch gehalten, bis Jennifer der Kindheit entwachsen war.«

»Namen?«

»Jennifer konnte oder wollte uns keine nennen. Vielleicht erfährst du bei Gelegenheit mehr darüber. Im Kaffeehaus wird da oft hinter vorgehaltener Hand geredet. Wir prüfen derzeit die Kontakte auf Katja Winklers Handy. Sie sind allerdings relativ überschaubar. In den letzten Jahren dürfte sie sehr zurückgezogen gelebt haben.«

Leopold nickte und prägte sich dabei alles ein, was ihm Juricek erzählte. Viel war es bis jetzt nicht. Wusste die Polizei noch nicht mehr? Oder verheimlichte ihm der Oberinspektor schon wieder etwas? »Glaubst du, die ›Grillparzer-Geschichte‹ ist eine Spur?«, fragte er noch.

»David ist der Einzige, der sie bisher erwähnt hat«, entgegnete Juricek trocken. »Keiner im Schopenhauer bestätigt seine Geschichte. Und laut Jennifer Winkler hat ihre Mutter nie eine Rolle in einem Grillparzer-Stück gespielt.«

*

Mittwoch, 17. Oktober, Nachmittag und Abend

Herbert Bäcker empfing Leopold, den Freund seines Vaters, herzlich im Schopenhauer, ging dann aber ohne Umschweife auf die aktuelle Situation ein. »Mir ist alles recht, was hilft, ein schlimmes Verbrechen aufzuklären und die Unschuld eines unserer Angestellten zu beweisen«, schärfte er Leopold ein. »Aber wir sind in erster Linie ein Kaffeehaus, und der reibungslose Ablauf aller Vorgänge sowie das Wohlbefinden unserer Gäste stehen im Vordergrund.«

»Ich bin auf alles vorbereitet«, versicherte Leopold. »Ich habe sogar meine Livree samt Mascherl mitgenommen.«

»Das … ist nicht vorgesehen«, bedeutete Bäcker ihm zögernd. »Die Hose und das weiße Hemd kannst du ja tragen, aber Sakko und Mascherl sind bei uns nicht üblich.«

Leopold fiel erst jetzt auf, dass die Oberkellner im Schopenhauer allesamt nur mit weißem Hemd und offenem Kragen herumliefen. Er hatte bei seinem letzten Besuch gar nicht darauf geachtet. »Wieso denn das?«, fragte er überrascht. »Das untergräbt ja die ganze Autorität!«

»Die Leute sollen doch keine Angst vor unserem Personal haben«, erklärte Bäcker. »Wir wollen unseren Gästen gegenüber Frische und Offenheit demonstrieren.«

»Und wo bleibt der Respekt?«, war Leopold zunehmend aus dem Häuschen.

»Respekt zieht heute nicht mehr«, ließ Bäcker verlauten. »Das sind Methoden von gestern. Mein Vater hat auch noch Wert darauf gelegt. Aber die Zeiten haben sich geändert – zumindest, seit ich in unserem Kaffeehaus das Sagen habe. Ich werde dir am Anfang unseren Herrn Oliver zur Seite stellen. An ihn kannst du dich wenden, wenn du Fragen hast. Oliver!«

Auf seinen Ruf kam ein junger, schlanker, schwarzgelockter Ober in betont lässigem Gang herbei. »Das ist Leopold, die Vertretung von David«, unterwies Bäcker ihn. »Du hilfst ihm, wenn es ein Problem gibt, klar?«

»Geht in Ordnung«, antwortete Oliver dienstbeflissen.

Dir werd ich gleich helfen, Bürscherl, dachte Leopold. Dann nahm er aber doch die zum Gruß ausgestreckte Hand. Unsympathisch schien ihm sein neuer Kollege nicht. Es fragte sich nur, wer hier wem etwas beibringen würde. Man würde sehen. Leopold konnte die kleine »Einschulung« immerhin nützen, um in Erfahrung zu bringen, was Oliver über Katja Winkler wusste. Jetzt wollte er erst einmal mit seiner Arbeit beginnen, damit er sich rasch eingewöhnte. Es wurde ja von ihm ein überhöhtes Maß an Freundlichkeit erwartet. Nun denn.

Sobald er die ungewohnte Dienstkleidung angelegt hatte, steuerte er zielstrebig auf einen weißhaarigen Mann mit dicker Hornbrille zu, der eine Zeitung las, dabei immer wieder den Kopf schüttelte und ein zischendes »Tsss« ausstieß. Das schien ihm der ideale Grantler zu sein, um sich in übertriebener Kundenbetreuung zu üben.

»Guten Tag, der Herr! Was darf ich Ihnen denn Gutes bringen?«, redete er ihn deshalb mit einem Lächeln an, das seine gesamte Gesichtsmuskulatur strapazierte.

Der Grantler verzog keine Miene und schaute auch nicht von seiner Zeitung auf. »Eine Melange«, knurrte er.

»Welche Temperatur?«, erkundigte sich Leopold.

Nun riskierte der Grantler doch einen Blick. »Was meinen Sie?«, fragte er irritiert.

»Welche Temperatur wäre dem werten Herrn denn angenehm? Brennheiß, heiß, Körpertemperatur oder lauwarm? Wir bereiten den Kaffee selbstverständlich exakt nach Ihren Wünschen zu.« Bei diesen Worten zog Leopold ein Thermometer hervor, das er extra zu diesem Behufe mitgenommen hatte. »Wenn’s gewünscht wird, auf den Grad genau«, informierte er den Gast.

»Ich möchte eine Melange«, wiederholte der Grantler. »Ganz normal und ohne viel Larifari!«

»Wie soll der Milchschaum sein? Fest oder halbfest? Oder locker mit kleinen Luftblasen? Wie gewohnt in klassischem Weiß?«, ließ Leopold nicht locker.

»Sagen Sie, was soll das?«, empörte sich der Grantler nun. »Ich möchte eine Melange, und wenn Sie schon so daherreden: Wissen Sie, wie?«

»Ich höre«, sagte Leopold in freudiger Erwartung.

»Rasch«, erhob der Grantler genervt seine Stimme und vergrub sein Gesicht wieder hinter der Zeitung.

Leopold verschwand nach diesem ersten missglückten Versuch überbordender Freundlichkeit seufzend hinter der Kaffeemaschine. »Na also«, sagte er dabei leise zu sich. »Wie ich es immer sage: Mit Liebenswürdigkeit kommt man in dem Geschäft nicht weit!«

*

»Was war denn das für ein Auftritt?«, erkundigte sich Oliver bei Leopold.

»Ich habe von David gehört, dass es bei euch extra freundlich zugehen muss«, antwortete Leopold achselzuckend.

»Der Chef verlangt zwar, dass wir den Gästen unsere volle Aufmerksamkeit schenken«, erläuterte Oliver. »Aber das ist in unserem Beruf ohnehin selbstverständlich. David hat das vielleicht zu ernst genommen, weil er vollkommen neu in dem Job war. Deshalb auch seine Besuche bei Frau Winkler. Das war etwas übertrieben und unklug. Du weißt ja Bescheid, oder?«

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