Josef Dirnbeck - Die Tränen haben nicht das letzte Wort

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Mit dem Problem der Trauer ist früher oder später jeder konfrontiert. Ob Christ oder nicht, keinem bleibt die Trauerarbeit erspart. Sie bedeutet, die verschiedenen Phasen der Trauer zu durchleben – und diese sind mit Schock, dem Gefühl, aus der Bahn geworfen zu werden, dem Alleinsein, der Frage nach Schuld und auch der Wut gegenüber der geliebten verstorbenen Person verbunden. Und doch trauern gläubige Christen anders. Sie trauern mit Hoffnung.
Josef Dirnbeck führt in diesem Buch aus, worin diese Hoffnung besteht und wie sie erfahrbar ist. Dabei greift er auf biblische Beispiele zurück, erzählt von Erfahrungen und der Schwierigkeit, an einen Gott zu glauben, der das Leid zulässt. Der Autor verweist als Beispiel auf den bekannten Psychotherapeuten Viktor Frankl, der trotz allem Ja zum Leben sagen kann und bringt mit einer Satire aus dem alten Rom die Konsequenzen auf den Punkt, wenn sich jemand nicht trösten lassen will.
Dirnbeck versteht es, ohne oberflächliche und schnelle Trostzuweisungen dem ernsten Thema Trauer die Schwermut zu nehmen. Als Pate dafür stehen sein feines Gefühl, der Sprache einen gewissen Wortwitz zu verleihen und seine biblischen Grundlagen, mit denen er den Menschen Hoffnung vermitteln kann.

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Wir haben bei Shakespeare nachgeschlagen, bei Seneca und Albert Camus, und wir haben auch noch viele andere Dichter und Denker zu Rate gezogen. Überall haben wir wunderschön formulierte Aussagen gefunden. Selbstverständlich sind wir auch in der Bibel und in den Heiligen Schriften anderer Religionen fündig geworden. Aber zu guter Letzt haben wir alles wieder verworfen.

Je mehr wir uns bemühten, eine Antwort zu finden, die die Frage nach dem Sinn eines solchen Todes schlüssig und zufriedenstellend beantworten würde, umso deutlicher erkannten wir: Es gibt keine solche Antwort.

Es lässt sich keine Antwort finden, die nicht sofort wieder neue Fragen provozieren würde. Es gibt nicht „die“ Antwort, die man getrost schwarz auf weiß nach Hause tragen – oder eben in ein Buch hineinschreiben – könnte. Es gibt nur Antworten – in der Mehrzahl. Eine Vielzahl unterschiedlicher Antworten, die zwar alle durchaus sinnvolle und einsichtige Erklärungen zu liefern vermögen, allerdings darf keine beanspruchen, die einzig mögliche, richtige und letztgültige zu sein. Die Frage ist lediglich: Womit begnüge ich mich? Mit welcher Antwort gebe ich mich zufrieden?

Genügt es mir zum Beispiel, wenn ich die Auskunft erhalte: „Es ist bestimmt in Gottes Rat, dass man vom Liebsten, das man hat, muss scheiden?“ 5Oder möchte ich dann schon noch ein wenig genauer wissen, von welchen Kriterien sich der Allmächtige bei diesem Ratschluss leiten ließ?

Ein bedächtiger Prediger könnte mein bohrendes Nachfragen vielleicht mit folgendem Hinweis beantworten: „Infolge seiner Allwissenheit ist Gott imstande, alles vorauszusehen, was mit einem Menschen geschehen wird. So weiß er zum Beispiel auch, was für ein bitteres Schicksal ihm erspart bleibt, falls er zu einem bestimmten Zeitpunkt eben nicht mehr lebt. Und wenn Gott dann in Würdigung der Verdienste unseres lieben Verstorbenen und in Kenntnis aller Dinge, die uns verborgen bleiben müssen, die Entscheidung getroffen hat, dass dieser Mensch eben jetzt und in dieser Weise ums Leben gekommen ist, dann können wir sicher sein, dass dies das Beste für ihn war. Mit kurzsichtigen Augen betrachtet mag uns dieser Tod als ein grausames Schicksal erscheinen, während es sich in Wahrheit um ein freundliches Entgegenkommen Gottes handelt, so dass man – analog zur Rede von der ‚Gnade der späten Geburt‘ – durchaus von einer ‚Gnade des frühen Todes‘ sprechen könnte.“

Aber wiederum fragt man sich, ob dies eine Antwort wäre, mit der ich mich zufriedengeben könnte. Wobei noch lange nicht gesagt ist, dass eine Antwort, in der vielleicht meine Vernunft ihr Genüge finden könnte, auch die Antwort sein muss, mit der sich mein Gemüt zufriedengeben würde.

Solche Gedankengänge verfolgten Martin Gutl und ich damals, als wir den Text mit dem Titel „Jung war sie“ verfassten – und am Ende entschieden wir, den Text so zu beenden, wie wir ihn beendet haben. Nämlich mit der Frage: „Und jetzt?“

Es hat Leser gegeben, die diesen Text als besonders gut gelungen bezeichnet haben, weil er so lapidar formuliert ist. Sie fanden es gut, dass wir nichts weiter getan hatten, als umrisshaft eine kleine Charakterskizze von einer jungen Frau zu entwerfen, um dann mit Worten nüchternster Art ihren plötzlichen und unerwarteten Tod festzustellen. Sie begrüßten es, dass in diesem Text nicht so getan wird, als wüsste man Bescheid und könnte ganz genau sagen, „was jetzt ist“ – mit dieser Toten, mit ihren Hinterbliebenen und mit der Lücke, die sie hinterlassen hat.

Allerdings hat es auch Leser gegeben, die nicht so begeistert waren, sondern diesen Text als besonders schwach empfunden haben – und die uns deshalb temperamentvoll kritisierten. Man sagte zum Beispiel: „Euer Buch ist ja gar nicht so schlecht, aber zu dieser Frau mit dem Verkehrsunfall ist euch nicht viel eingefallen! Da habt ihr es euch schon sehr leicht gemacht! Ihr habt einfach die Frage ‚Und jetzt?‘ hingeschrieben, statt dass ihr wenigstens versucht hättet, einen Fingerzeig für eine richtungsweisende Antwort zu geben.“

Diejenigen, die den Text als positiv empfunden haben, lobten uns hingegen genau deswegen, weil wir uns darauf beschränkt hatten, einfach die Frage hinzuschreiben, die sich angesichts dieses Todes stellt. Das sei doch die Stärke dieses Textes, sagten sie, dass er keine Antwort versucht, sondern die Frage offenhält.

Die Frage im Text weist auf die Frage hin, die die Wirklichkeit stellt – und das ist eine Frage, der man in keiner Weise ausweichen kann, schon gar nicht dadurch, dass man voreilig irgendeine Antwort gibt. Vor allem, wenn man diese Antwort jemand anderem gibt. Zum Beispiel demjenigen, der um diesen Menschen trauert.

Natürlich kann man alles Mögliche sagen und irgendetwas Passendes aus dem Repertoire frommer Sprüche hervorholen. Nicht irgendeinen Schwachsinn, nichts Falsches, Verbogenes und Verlogenes, sondern etwas Hieb- und Stichfestes. Etwas, das dem Glauben entspricht. Etwas, das unanfechtbar richtig ist. Aber ob dieses an und für sich Richtige dann im konkreten Fall tatsächlich das Richtige wäre, das steht auf einem anderen Blatt.

Wir hatten es ja versucht. Unser Papierkorb war voll mit allen möglichen Worten, die man in einer solchen Situation sagen kann – mit christlichen und allgemein menschlichen Sentenzen, mit durchaus sinnvollen und richtigen Argumentationen. Eine Formulierung lautete zum Beispiel: „Es ist trostvoll zu wissen, dass diese Frau nun in Gottes Hand ist. Sie ist bei Gott angekommen.“ Das ist eine durchaus respektable Aussage, die fest im Boden biblischer Frömmigkeit verwurzelt ist. Aber woher will ich wissen, ob diese Worte so ankommen, wie ich sie gemeint habe, und für den, der damit getröstet werden soll, wirklich ein Trost sind?

Ich selber mag noch so sehr davon überzeugt sein, dass der Gedanke, einen Verstorbenen „in Gottes Hand“ zu wissen, überaus tröstlich ist. Aber was nützt es, dass ich so denke und empfinde? Für meinen Gesprächspartner kann die gleiche Botschaft eine Droh botschaft sein, die ihn wie ein Schlag ins Gesicht trifft – jedenfalls jetzt, in diesem Moment, in dem er trauert und mit seinem Schicksal hadert.

Wenn ich mir vorstelle, ich wäre eine Mutter, die sich vor Schmerz gar nicht fassen kann, weil ihr durch den Tod ihr Kind entrissen wurde, und dann käme einer und spräche zu mir: „Kopf hoch, gute Frau! Seien Sie getrost, Ihr Kind ist in Gottes Hand. Sie wissen doch: Wie tief wir auch fallen, wir können nicht tiefer fallen als in Gottes Hände …“ – ich wäre nicht sehr erbaut. Die Botschaft, die bei mir ankäme, wäre so ziemlich das Gegenteil von dem, was man mir hatte vermitteln wollen. Der Zuspruch würde mich nicht beruhigen, sondern noch rebellischer machen. Ich würde mir sagen: „Was soll das? Ich ringe gerade mit der Frage, wie es sein kann, dass der gütige Vater im Himmel so grausam ist und mir so etwas antut – und dann kommt einer und mutet mir zu, dass ich auch noch dankbar sein soll für die Grausamkeit!“

Ich rede nicht wie ein Blinder von der Farbe. Ich brauche mich nur an meine Mutter zu erinnern. Als ihr ältester Sohn mit fünfundzwanzig Jahren an einer heimtückischen Krankheit starb, da haben wohlmeinende Leute zu ihr gesagt: „Er war halt früh vollendet.“ Auch zu mir haben sie es gesagt: „Es ist schade um deinen Bruder, aber der liebe Gott wird schon wissen, warum er ihn zu sich genommen hat. Er war halt früh vollendet.“

Sie meinten es als Trost. Aber – leider Gottes – es tröstete uns nicht . Es entsprach absolut nicht unserer Gefühlslage. Wir hätten durchaus nichts dagegen gehabt, wenn der Tote, um den wir trauerten, etwas später vollendet gewesen wäre.

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