Julian Schwarze - Klangvolle Stille

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Preston lebt als Einsiedler zurückgezogen in den Wäldern. Eines Nachts hat er einen beunruhigenden Traum, den er nicht deuten kann. Er sucht eine alte Freundin auf, um ihren Rat einzuholen. Doch noch ehe sie ihm ihre Geheimnisseenthüllen kann, wird sie ermordet. Auf der Flucht vor den Mördern befolgt Preston ihre letzte Anweisung: Er reitet zu den Elfen … Als er von seiner Bestimmung erfährt, beginnt für ihn eine gefährliche Reise.

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Seine Worte zeugten von Reinheit und Weisheit, seine Schriften wurden überall verbreitet. Umso unverständlicher war es, dass trotz dieser hohen Wertschätzung seine Gedanken nicht in die Erziehung der Menschen Eingang gefunden hatten.

Es war eine traurige Tatsache, dass ausgerechnet die Menschen die ungerechtesten und hinterhältigsten aller Geschöpfe waren. Zumindest traf das auf all jene zu, mit denen ich zu tun hatte. Es waren Gauner, die entweder auf das Geld anderer oder den eigenen Vorteil aus waren. Sie stahlen, betrogen, verpfiffen sich gegenseitig bei den Stadtwachen oder klagten andere Stadtbewohner an, die von niedrigerem Stand waren, wodurch von Vornherein klar war, dass ein jedes Urteil zu Gunsten des Klägers ausfallen würde.

Nachdenklich lehnte ich mich gegen einen Baum und betrachtete die Flammen, die um das Brennholz leckten. Der Tag hatte sich dem Ende zugeneigt, die Sonne war schon längst hinter den Bäumen verschwunden. Im Licht des spärlichen Feuers breitete ich meine Decke aus und legte mich schlafen.

Ich lag eine ganze Weile stumm da und sah zu meinem Hengst hinüber, der Gras fraß und hin und wieder ein paar Schritte tat. Ihm fehlten die Ausritte, das Reiten über weite Felder, durch dichte Wälder, das Hinwegpreschen über Hügelkuppen.

Dieses Pferd brachte mich immer wieder zum Staunen: War es noch so stur und bockig, so konnte ich mich dennoch stets darauf verlassen, dass es mir treu diente, und waren wir einmal getrennt, so kehrte der Hengst von sich aus zu mir zurück, als hätte ich ihm eingeflüstert, wo ich war.

Wie so oft hatte ich den Eindruck, dass etwas Besonderes in ihm steckte. Es war fast, als hätte er eine Spur von Menschlichkeit. Doch was ist Menschlichkeit? Worin unterscheiden sich Mensch und Tier? Im Denken, im gezielten Einsetzen von Wissen oder durch die Fähigkeit, erlernte Fähigkeiten zu erweitern und weiterzugeben?

Und was ist ein Elf? Gehören die Elfen zu den Oronin, welche oft zu den Tieren gezählt werden, oder gehören sie doch eher zu den Menschen? Vielleicht sind wir Menschen nur ein Teil von ihnen? Wie würde eine solche Erkenntnis die Weisen des Westlichen Reichs in Aufruhr versetzen! Was, wenn wir gar nicht das von Riefus erschaffene auserwählte Volk, sondern nur eine Abspaltung der Oronin wären, so wie die Elfen?

Es gibt so viele Kreaturen, die man nicht so einfach in Kategorien einordnen kann. Als Mensch betrachtet man die Arasien als Monster, wie auch die Renz, doch verfügen auch die Arasien über eine Sprache, unsere Sprache, haben eigene Volksstämme, können mit Kriegswaffen besser umgehen als geübte Soldaten, und ich wage zu behaupten, dass sie nicht mörderischer sind als wir. Ist nun eine Kreatur, die tötet, um zu überleben, um die Herde zu beschützen, um das Territorium zu verteidigen, denn so viel mehr voller Sünde als ein Mensch, der aus Gier, Neid oder Hass, aus Verachtung, Intoleranz oder Verzweiflung tötet?

Denn man weiß, ein Arasier tötet, wenn man unerlaubt in sein Territorium eindringt, er tötet, wenn er Gefahr wittert, doch grundsätzlich achtet er jede Kreatur. Bei den Menschen und Elfen hingegen frage ich mich, aus welchem Grund sie es tun. Gibt es Momente, in denen man töten darf? Ist töten verzeihlich, wenn man einen triftigen Grund hat? Auch ich töte, um zu überleben. Doch rechtfertigt das meine Taten?

Die Fragen wiederholten sich, sie drehten sich alle um denselben Kern, und je mehr ich darüber nachdachte, umso stärker wurde mir klar, dass es keine einfachen Antworten auf diese Fragen gab.

Bald wurden mir die Augenlider schwer und ich fiel in einen tiefen Schlaf.

Ein Mädchen lief über eine Blumenwiese. Es rannte umher, lächelte und war glücklich. Ihr langes schwarzes Haar wehte im Wind und ließ die spitzen Ohren der Elfen sichtbar werden .

Sie lief auf ihre Mutter zu, sprang in ihre Arme und lachte laut. Die Mutter tollte mit der Tochter herum und sang ihr ein altes Lied vor, dessen Klänge sich so friedlich anhörten .

»Mutter, was sind das für Blumen?«

Die Mutter setzte die Tochter ab und lächelte. »Das sind Rosen, sie sind ein Symbol der Liebe. Du trägst ihren Namen, meine kleine Rose.«

Rose berührte die Pflanze, deren Namen sie trug. Plötzlich wurden ihre Augen ganz groß, sie runzelte die Stirn und fragte: »Mutter, was ist das Seltsames, dort hinter dir?«

Die Mutter stand auf und drehte sich um. Ihr Lächeln erstarrte. Männer in schwarzen Umhängen waren wie aus dem Nichts erschienen .

»Lauf, Rose! Lauf zurück!«, schrie die Mutter ihrer Tochter verzweifelt und voller Angst zu .

Rose hielt eine Rose, die sie eben gepflückt hatte, in der Hand und sah ihre Mutter verständnislos an. Sie lächelte verunsichert, wusste nicht, warum die Mutter Angst hatte .

»Rose, lauf!«, schrie die Mutter ein letztes Mal, ehe einer der Männer sie so grob von hinten packte, dass man das Brechen von Knochen hörte. Die Mutter schrie vor Schmerz auf .

Ein Messer mit Widerhaken wurde der Frau in den Rücken gestoßen und gewaltsam wieder herausgezogen, Blut spritzte heraus und befleckte den Umhang des Angreifers, der ihr ein weiteres Mal die Klinge in den Körper stieß, in die Brust, sodass die Tochter mit ansehen musste, wie die Mutter verstümmelt wurde .

»Kleine, warum weinst du?« Ein Mann stand plötzlich neben dem Mädchen, ein breites Grinsen auf dem Gesicht. »Verschwende keine Tränen, meine Süße, sie hatte es nicht anders verdient!« Dann schlug er kräftig zu, und das Mädchen stürzte tot zu Boden. Die Rose, die sie in der Hand gehalten hatte, wirbelte durch die Luft und landete erst viel später als das Mädchen im Gras .

Mit einem lauten Schrei erwachte ich aus dem Traum. Schweiß stand mir auf der Stirn, die Angst saß noch tief in meinen Knochen.

Es sind die Schwerter…

Mit weit aufgerissenen Augen sah ich mich um.

Von einem Schmied geschmiedet…

Diese Stimme in meinem Kopf, sie machte mich wahnsinnig.

Die Klinge den Träger krönt…

Ich war aufgesprungen und blickte mich um, suchte nach dem Ursprung der Stimme. Nachdem ich mich dreimal um mich selbst gedreht hatte, blickte ich in das Gesicht einer schönen Frau mit langem rotgoldenem Haar, das lockig über die Schulter des seidenen Kleids fiel.

Der Eine unterdrückt, der Andere befreit…

Die Frau verschwand, erlosch, wurde Luft, als wäre sie nie da gewesen.

Ich hatte Angst, richtige Angst. Machte ein paar Schritte, stolperte und stürzte, zückte mein Messer, robbte verzweifelt am Boden umher, bis ich schließlich mit dem Rücken gegen einen Baum stieß und mich dagegen presste. Ich zog die Beine an und verharrte zitternd in dieser Stellung.

Mein Herz schlug laut, mir schien, als würde es durch den ganzen Wald dröhnen. Ich brauchte lange, bis ich mich wieder beruhigt und gesammelt hatte. Fragen schwirrten in meinem Kopf herum. Wer war diese Frau, wer war die Mutter, wer dieses Mädchen Rose, wer die fremden Männer, was hatten die Worte zu bedeuten?

Ich hatte bisher zu jenen Menschen gehört, die ihre Träume als reine Illusion betrachteten. Aber ich hatte bisher auch noch nie einen solch lebensechten Traum gehabt, deshalb konnte ich ihn nicht einfach abtun. Ich war verunsichert und es gab nur einen Menschen, der mir all dies erklären konnte…

Rasch stand ich auf, steckte das Messer weg, ging zum Lager zurück und packte meine Sachen zusammen. Hastig sattelte ich Nothon und verstaute meine Habseligkeiten in den Taschen. Mit einem letzten Blick vergewisserte ich mich, dass nichts mehr herumlag, stieg auf und ritt los. Ich wollte weg von hier, möglichst schnell und möglichst weit, einfach nur weg.

Nothon war sichtlich erleichtert darüber, von diesem trostlosen Ort fortzukommen, und lief so voller Elan, als würde eine junge Stute ihn in jener Stadt erwarten, auf die wir zuhielten.

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