Julian Schwarze - Klangvolle Stille
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Ich saß am Ufer eines schmalen Flusses und warf flache Steine ins Wasser, die ein paar Mal über die kleinen Wellen hüpften, ehe sie versanken.
Nachdenklich betrachtete ich das Wasser, das wie die Zeit an mir vorbeiströmte. Wie lange hatte ich nun schon als Einsiedler gelebt oder mich im Schwertkampf geübt, gegen Renz, Arasien, Bettas und auch Menschensoldaten gekämpft. Zweifellos war ich ein starker Krieger, der jedoch keinem Reich und keinem Herrn verpflichtet war. Ich war ein freier Mann, frei, wie so viele es sich ersehnten, doch der Preis dafür war die Einsamkeit. Natürlich war ich – trotz der Warnung des Hexenweibs – in Städte geritten, um ein bürgerliches Leben zu führen, doch da ich weder Papiere über meine Herkunft hatte noch mich als Sohn eines Vaters, dessen Namen ich kannte, ausweisen konnte, war ich, wie es schien, auf ewig dazu verdammt, mein Leben als Ausgestoßener zu fristen. Ich hatte auch schon einmal in Erwägung gezogen, mir die Papiere eines tödlich verunglückten Reisenden anzueignen, doch widersprach dies meiner Vorstellung von der Wahrung der Totenwürde.
Das Hexenweib hatte mich stets dazu angehalten, alle Völker als gleichwertig zu betrachten und ihnen ohne Vorurteile zu begegnen. Sie lehrte mich die verschiedenen Staatsformen und erklärte mir sogar das Elfenreich. Ihr lag sehr viel daran, dass ich mich mit den Geschöpfen der großen Völker verständigen kann. Tatsächlich hatte ich auch bereits eine friedliche Begegnung mit einem Arasier gehabt, doch kaum ein Wesen war willens, mich anzuhören oder sich mir anzuvertrauen. Zu fremd war ich.
Nun, an einem Tag wie diesem, stellte sich mir jedoch die Frage nach dem Sinn meines Daseins. Warum war ich, was ich bin: ein starker Krieger, der keinem Heer angehörte, ein Schriftkundiger, der nie eine Bibliothek betreten hatte, ein Magier, der noch nie einen Schüler unterrichtet hatte, ein Mensch, der nach Gerechtigkeit strebte, doch nie als Richter urteilen konnte. Wozu hatte ich all die Jahre überlebt, die Vergiftungen im Kindesalter überstanden, die kalten Winter ertragen und in Kämpfen gesiegt, wenn ich doch immer ein Ausgestoßener bleiben würde? Jemand wie ich hatte keine Zukunft. Zwar gab es nicht wenige Leute, die das Leben eines Einsiedlers bevorzugten, weil es Freiheit bedeutete, doch die meisten Einsiedler hatten sehr wohl eine Aufgabe, waren etwa ständig auf der Suche nach Wissen, zogen von Stadt zu Stadt oder übten sich in den Kriegskünsten, um bei einer Schlacht ihrem Volk als Elitekämpfer dienen zu können. Ich hingegen schien für niemanden von Nutzen zu sein, und so fragte ich mich, weshalb die Gottheiten mich über all die Jahre beschützt hatten. Warum bedachten sie ausgerechnet einen Ausgestoßenen mit all den Fähigkeiten, die ich hatte?
Seit Wochen schon plagten mich solche und ähnliche Gedanken. Und diese Gedanken waren wie ein Geschwür, das sich ausbreitete, alles andere verdrängte und nicht zu bekämpfen war. Vielleicht waren auch die kalten Nächte und kurzen Tage Grund für meine trübsinnige Stimmung.
Ich beugte mich vor und hielt den Kopf über das Wasser, sodass ich verschwommen mein Spiegelbild sah, das in den Wellen wie ein Banner wirkte, das im Wind wehte. Schließlich hielt ich den Atem an und tauchte den Kopf unter.
Die Kälte traf mich, als wäre ich gegen eine Wand gelaufen; sofort lief ein eisiger Schauer über meinen Rücken und jedes einzelne Haar stellte sich auf.
Ich zog den Kopf wieder aus dem Wasser und atmete tief durch. Die Kälte half mir, wieder klare Gedanken zu bekommen.
Schließlich zog ich mir den Wams und das dicke Hemd aus, das von Erde und Sand verschmutzt und voll grüner Grasflecken war. Nachdem ich selbst die schwarze Hose aus gefärbtem Leder und die Unterbekleidung abgelegt hatte, stieg ich nackt in den Fluss und wusch mich gründlich.
Auch wenn der Gestank noch nicht ganz aus den Haaren gewichen war, fand ich mich – für die Kälte und Jahreszeit – bald sauber genug, um mich hastig wieder anzukleiden und den Weg zurück zum Lager zu laufen.
Dort angekommen, machte ich ein kleines Feuer, an dem ich mich wärmte und trocknete.
Nach einer Weile, mein Haar war von den wärmenden Flammen getrocknet – und geräuchert –, legte ich all meine Waffen vor mir nieder. Neben dem wertvollen Breitschwert besaß ich noch ein schmäleres und leichteres Schwert, das ich um den Rücken gebunden trug und das mir in Kämpfen, die ich gegen mehrere Angreifer gleichzeitig führen musste, treu diente. Natürlich hatte ich auch eine Auswahl an verschiedenen Messern unterschiedlicher Qualität. Einige waren schlichte Wurfmesser, andere glichen Dolchen und wurden dann eingesetzt, wenn das Schwert zu viel Aufsehen erwecken würde. Mein bestes Messer hatte ich, im Stiefel versteckt, um den rechten Unterschenkel gebunden. Es hatte mich schon viele Male aus fest verschnürten Fesseln befreit, außerdem suchte man nie in den Stiefeln nach Waffen, sodass ich meine Schätze bei Gefahr bedenkenlos bei mir behalten konnte – denn das wertvolle Schwert war ja durch Magie an meinen Körper gebunden und fand auf wundersame Weise stets den Weg zu mir zurück.
Auch trug ich einen einfachen Bogen und zwei gefüllte Köcher bei mir. Zwar übte ich mich regelmäßig im Schießen, doch für mein alltägliches Leben im Wald waren diese Waffen kaum zu gebrauchen, da ich bei der Jagd mit Speeren erfolgreicher war.
Beim Abschied hatte das Hexenweib gesagt, dass ein jeder Einsiedler ein Pferd haben sollte, und so überließ sie mir die Stute, die mich auf der zweijährigen Reise begleitet hatte. Dass diese Stute kurz zuvor von einem wilden Hengst bestiegen worden war, hatte ich jedoch nicht gewusst, und so kam es, dass ich eines Tages Herr über zwei Pferde war.
Ein karger Winter zwang mich dazu, die Stute zu verkaufen, da sie mehr Geld einbrachte als der störrische junge Hengst. Dieses dickköpfige Wildpferd musste ich nun bändigen, was mir schließlich auch gelang, und Nothon, wie ich ihn nannte, war mir von da an treu ergeben.
Als die Klingen der Schwerter und Messer, die vor mir lagen, gesäubert und geschliffen, die Pfeile und Speere ausgebessert waren und der Bogen neu bespannt war, tat ich einen tiefen Atemzug und versank kurz darauf in eine schwerelose Tiefe.
Fragen bedrängten den Geist meines körperlosen Selbst: Warum war ich mit all den Gaben beschenkt worden, stand im Schutz der Gottheiten, wenn keine von ihnen einen Weg für mich bestimmt hatte? Welchen Zweck hatte mein Dasein, wenn ich doch nichts tun konnte, das von Bedeutung war? Ich war weder ein Beschützer verirrter Wanderer noch überfiel oder plünderte ich Wehrlose. Wenn ich tötete, so tat ich dies, um mein eigenes Leben zu retten. Meine Überzeugung war, dass eine jede schlechte Seele ihren gerechten Tod finden würde oder aber im Jenseits alle Qualen, die sie auf Erden anderen zugefügt hatte, selbst erleben würde.
Doch was würde wohl mich erwarten? Vielleicht brachte ich ja doch mehr Leid als Segen in diese Welt? Aber dann hätte mein Leben keinen Sinn.
Unweigerlich kamen mir die Worte eines meiner Lehrmeister in den Sinn, von dem ich vor vielen Jahren in einem der Dörfer südöstlich dieses Waldes unterrichtet worden war. Er hatte mir aus einem Buch des Schreibers Romanus vorgelesen. Eine jede gute Seele ist ein Segen – und ob die Seele gut ist oder nicht, hat damit zu tun, ob wir zu unseren Fehlern stehen, sie schätzen und aus ihnen lernen. Es hängt davon ab, ob wir den anderen Menschen die gleichen Fehler zugestehen und ob wir all jenen gegenüber nachsichtig sind, die nicht so fähig sind wie wir selbst .
Romanus der Schreiber war einer der geachtetsten Gelehrten der gesamten Insel. Bereits vor vielen Jahren war er durch die Lande gezogen und hatte Aufzeichnungen gesammelt und eigene verfasst. Alle großen Völker hatte er aufgesucht, um über sie zu schreiben, daher war er vermutlich der einzige Mensch, der von jeder Kreatur, vollkommen gleichgültig welcher Abstammung, geschätzt wurde.
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