Julian Schwarze - Klangvolle Stille

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Preston lebt als Einsiedler zurückgezogen in den Wäldern. Eines Nachts hat er einen beunruhigenden Traum, den er nicht deuten kann. Er sucht eine alte Freundin auf, um ihren Rat einzuholen. Doch noch ehe sie ihm ihre Geheimnisseenthüllen kann, wird sie ermordet. Auf der Flucht vor den Mördern befolgt Preston ihre letzte Anweisung: Er reitet zu den Elfen … Als er von seiner Bestimmung erfährt, beginnt für ihn eine gefährliche Reise.

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Einige wenige waren schon Jahre zuvor nach Südosten weitergezogen, außerhalb jener Gebiete, die in den Landkarten der Menschen erfasst waren. Bald gerieten diese Elfen in Vergessenheit und man hörte lange Zeit nichts mehr von ihnen.

Ein Jahrhundert später – im Norden war die kleine Stadt bereits zu einer recht großen angewachsen, und im Osten war Alphradon zur Hauptstadt der Elfen mit dem Königssitz ernannt worden – tauchte jedoch ein neuer Volksstamm der Elfen auf. Sie nannten sich Nalabin, die Elfen aus dem Süden. Ihre Verwandtschaft zu den Nalyot-Stämmen, die von der Gottheit Nalyos geschaffen worden waren, stand außer Zweifel: Die dunkle Haut, die feinen Sinne und ihr Geschick im Umgang mit dem Bogen und Wurfmessern war ihnen gemeinsam. Dennoch blieben sie Elfen wie die Oronin und die Sofra, wie die Elfen im Nordosten nun genannt wurden.

Der Krieg vereinte das Elfenvolk und ihre drei Stämme erneut, wobei die Sofra zum größten Stamm anwuchsen.

Die Jahre verstrichen und die Völker entwickelten sich weiter. Hatten die Arasien einst noch mit Steinen und Speeren gekämpft, so trugen sie nun geschmiedete Klingen und schwere Rüstungen. Ähnliches traf auch auf die Bettas zu, wobei diese bis heute kaum Waffen tragen.

Die Menschen hatten ein gewaltiges Reich mit mehreren großen Städten gegründet, das sich über den gesamten westlichen Teil der Insel erstreckte. Man nannte es das Westliche Reich.

Die stärkste Entwicklung hatte vermutlich das Elfenvolk durchgemacht. Zwar gab es abgesehen von ein paar kleinen Ansiedlungen am Hafen nur zwei nennenswerte große Städte – Dagorra im Westen, inmitten des Westlichen Reichs, und Alphradon im Nordosten –, doch lebte das Volk in größerem Wohlstand als jedes andere.

Die Elfen hatten nicht nur gelernt, Sprache und Schrift zu gebrauchen, Häuser zu errichten, Steine ineinander zu verkeilen, das Eisen zu schmieden, sie waren auch wahre Meister in der Anwendung von Magie geworden.

Einen großen Niedergang mussten die Renz erleben. Sie waren das einzige Volk, dass sich nicht die Sprache der Menschen aneignen konnte, der einzig nennenswerte Fortschritt war, dass sie nun Hacken, Äxte und Breitschwerter statt Holzprügel trugen.

Über die beiden anderen, jüngeren Völker, die Nalyot und Pütuv – geschaffen von der Gottheit Pütus – findet sich in den Aufzeichnungen kaum etwas. Sie waren zwar nach dem Ebenbild der Menschen erschaffen worden, doch zogen sie sich recht bald in den Süden zurück.

Es ist ungewiss, wie viel von diesen Geschichten der Wahrheit entspricht. Doch der Gedanke, dass jedes große Volk direkt von einer der Gottheiten geschaffen wurde, klingt durchaus überzeugend. Vor allem auch deswegen, weil ihre Schöpfungen der Beweis dafür sind, dass selbst sie nicht perfekt waren, dass selbst sie Fehler machten und einander bekriegten.

Vermutlich haben sich die Gottheiten schon vor langer Zeit, nach der Erschaffung der letzten Völker, zurückgezogen und kümmern sich kaum noch um die Geschehnisse auf den Inseln.

Auch ohne das Einschreiten der Gottheiten hat sich vieles verändert. Die Holzhütten wichen Lehmhütten und diese wiederum Steinhütten, Straßen wurden gebaut, verbreitert und auf den wichtigen Handelswegen sogar gepflastert.

Diese Blütezeit des Westlichen Reichs fand jedoch bald ein Ende. Die Machtverhältnisse ordneten sich neu und während der Wohlstand des gemeinen Volkes stetig sank, gelang es der einflussreichen Bevölkerungsschicht ihre Reichtümer zu vermehren und immer mächtiger zu werden.

Seit vielen Jahren regiert nun ein mächtiger Herrscher, Kaiser Mandossar, das Westliche Reich. Sein Schwert, eine magische Klinge, die stets den Weg zu ihrem Herrn zurückfindet, hat ihn unbezwingbar gemacht. Einst war er ein weiser und gütiger Herrscher gewesen, doch getrieben und zerfressen von Ehrgeiz – und Scham – ist er zu einem grausamen und rücksichtslosen Tyrannen geworden, der sein Volk leiden lässt und mit krankhaftem Eifer Jagd auf die anderen Völker macht. Er nimmt ganze Arasienstämme gefangen und sperrt sie in seine Kerker. Die wenigen Renz, die noch durch das Land streiften, wurden entweder getötet oder zu bezahlten Schergen des Kaisers.

Einzig die Elfen waren noch unbehelligt geblieben – doch vermutlich nur deshalb, weil sie in den Wäldern im Norden nahezu unauffindbar waren.

Im Osten grenzte ein weiteres Menschenreich an jenes des Kaisers. Man nannte die Bürger Kollahns auch oft die Ostmenschen oder Menschen aus dem Osten .

Sie waren politisch unabhängig – ob sie nun gegen den Kaiser, oder gegen die Elfen waren oder sich mit dem einen oder anderen verbündet hatten, weiß keiner mehr so genau, zu lange schon lebten sie zurückgezogen.

Inzwischen war eine Zeit angebrochen, in der die Menschen im Westlichen Reich in großen Städten lebten, die Straßen waren verdreckt und stanken bestialisch. Viele Bürger erkrankten und starben bald darauf. Jene Heiler – in den meisten Fällen waren es Frauen –, die nicht dem Kaiser dienten und auf die Wirkung von Kräutern vertrauten, verschwanden ganz plötzlich und tauchten wenige Tage später tot in einem der verdreckten Flüsse oder in den nahen Wäldern auf.

Bildung war nur den reichen Bürgern zugänglich, Gelehrte gab es nur wenige und sie bevorzugten es, ihre Schüler einzeln zu unterrichten.

Das Geschäft mit der Prostitution blühte auf, Frauen wurden nun wie Waren gehandelt und mussten zugleich hohe Steuern an den Kaiser abliefern.

Es herrschte eine grausame Ungerechtigkeit. Öffentliche Hinrichtungen standen an der Tagesordnung, Anhörung oder Verteidigung gab es keine.

Und nahe einer solchen Stadt im Norden der großen Insel lebte ein Einsiedler, verborgen im Wald.

1. KAPITEL

Ich wurde in eine Welt hineingeboren, die mir bereits von meinem ersten Schrei an feindlich gesinnt war. Jenem ersten Schrei, den ich vermutlich in einem Wald wie diesem hier tat, fern jeder Menschenseele.

Menschen wie ich waren keine Seltenheit.

Menschen… ich wusste nicht einmal, ob ich tatsächlich jenem Volk angehörte, da ich nichts über meine Vorfahren wusste. Doch zumindest dem Aussehen nach glich ich den Menschen, hatte die Statur eines kräftigen Mannes, schlanke Beine, die sowohl lange Märsche als auch schnelles Laufen und das Erklimmen niedriger Mauern gewohnt waren, große Hände, die den Schwertgriff fest umschlossen oder den Bogen spannten, eine muskelbepackte Brust, die von Narben überzogen war, Ohren, die das leiseste Geräusch wahrnahmen, das dunkle Haar der Südländer, leicht gebräunte Haut, einen Mund, der selten sprach, und Augen, die hinter den verzerrten Fratzen der Stadtbürger die dunklen Seiten der Seele zu erkennen vermochten.

Menschen wie ich waren keine Seltenheit.

Wie viele Kinder mögen wohl jedes Jahr in den Wäldern fernab der Siedlungen ausgesetzt werden? Zwar war das Ausstoßen von Kindern unter Androhung der Todesstrafe verboten worden, doch wenn ein Vater nicht genügend Korn für das Brot erntete und die Brust der Mutter durch die vielen Kinder bereits ausgezehrt war, wurde das jüngste Kind – das den Winter ohnehin nicht überstanden hätte – nach wie vor auf diese Weise seinem eigenen Schicksal überlassen.

Nur sehr wenige dieser Kinder überstanden die ersten paar Nächte im Freien. Wenn überhaupt, war das nur in der warmen Jahreszeit möglich, weshalb ich das Licht der Welt wohl im Frühsommer erblickt haben musste.

Ein Kind konnte nur überleben, wenn sich ein Fremder – meist waren es Reisende – seiner annahm. Der Kaiser hatte ein Gesetz erlassen, demzufolge ein jeder Findling aufgenommen werden musste. Ob es befolgt wurde, konnte jedoch nie wirklich kontrolliert werden, und so appellierte es an jene, die ohnehin Erbarmen mit einem solchen Kind hatten. Diese Findlinge oder Ausgestoßenen, wie man meinesgleichen abwertend nannte, erfuhren nicht viel Liebe, und sobald sie laufen und selbstständig essen konnten, wurden sie fortgeschickt – oft hatten die Familien, die sich ihrer angenommen hatten, nicht einmal genügend Nahrung, um den Sohn eigenen Blutes durchzufüttern.

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