Hubert Ettl - Abenteuer des Glaubens

Здесь есть возможность читать онлайн «Hubert Ettl - Abenteuer des Glaubens» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Abenteuer des Glaubens: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Abenteuer des Glaubens»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Hubert Ettl nimmt die Leserinnen und Leser in 24 Texten mit auf die Suche nach einer undogmatischen christlichen Spiritualität, in deren Mittelpunkt die individuelle Erfahrung jedes Einzelnen stehen soll. Der Autor geht dabei Fragen nach wie «Könnte der Glaube an einen göttlichen Geist helfen, die Menschheit aus der ökologischen Krise zu führen?» oder «Wie kann in der heutigen Zeit von Gott gesprochen werden?»
Glauben heute ist für den Autor ein Abenteuer in einer Zeit, die vom wissenschaftlich-technischen Blick und Zugriff auf die Welt geprägt ist: ein Abenteuer der menschlichen Freiheit und des menschlichen Geistes, das mehr vom Staunen und Ahnen angesichts des großen Geheimnisses lebt als von den Lehrsätzen der Kirchen.

Abenteuer des Glaubens — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Abenteuer des Glaubens», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Erkundungen zum Glauben sind heute Erkundungen in unwegsamem Gelände. Stolpern und Innehalten gehören zum Weg des Glaubens. Und immer wieder der Mut zu diesem Abenteuer in unserer modernen, säkularen Welt, so dass man seinen Glauben mit Humor bekennen kann: Aber dürfen haben wir uns schon getraut.

Staunen und glauben

„Einer jener Donnerstage gegen Einbruch der Dunkelheit / in der Josephskirche mit 59 Registern der Orgel, // der Alte mit dem langen weißen Bart, der Alte mit / dem böhmischen Akzent übt seine D-Moll-Fuge, / (…) an einem jener Donnerstage, die Leere im Raum, der / Resonanzkörper, Leib Josephs, Weihrauch, verstehst // du die entzündeten Kerzen unter dem Seitenaltar Marias / mit dem wachsschimmernden Gesicht, als wolle sie schmelzen, / (…) da ist es wieder, das verloren geglaubte Staunen“. 1

Der Münchner Dichter Jürgen Bulla fängt jenen Augenblick seines Staunens poetisch ein, von dem er glaubt, es sei ihm verloren gegangen. Ja, haben wir Heutigen es mit dem religiösen Glauben nicht deswegen oft so schwer, weil wir uns zu wenig auf das Staunen als einen Kern des Glaubens einlassen?

Wir wollen alles mit dem Verstand erklären. Wir wollen die Welt mit genauen Begriffen erfassen. Messbar, berechenbar soll unsere Welt sein. Dieser moderne Blick und Umgang mit der Welt ist uns schon in Fleisch und Blut übergegangen. Zugreifen, eingreifen, herstellen, beherrschen – wir sind fasziniert vom technischen Zugriff auf die Welt. Fortschritt und Wohlstand hat dieser neue Blick seit den Zeiten eines Kepler, Kopernikus und Galilei der Menschheit gebracht. Zu diesem modernen Weltbezug gehört die Frage nach dem Nutzen. Was nützt es uns? Was bringt es mir? Und wenn der Nutzen nicht auszumachen ist, ist es dann wertlos? 2

Dieses Zugreifen und Vermessen, dieses Begreifen und Erklären, verbunden mit der Frage nach dem Nutzen, würden wir allzu gern auch auf den Glauben anwenden. Ist da noch etwas Geistiges als Allererstes und Allerletztes neben und vor der materiellen Welt? Ein Jenseits hinter dem Diesseits der Materie? Etwas Göttliches? Ein Gott?

Aber unser moderner Zugriff muss hier scheitern. Ob Gott existiert, lässt sich wissenschaftlich nicht beweisen. Gott ist unserem besitzergreifenden, wissenden Zugriff entzogen. Er bleibt ein Geheimnis. Um an ihn glauben zu können, müssen wir aus unserem modernen Weltsicht-Käfig herausfliegen. Aber wie? Und wohin?

Das Staunen kann uns helfen. Natürlich kann auch jemand staunen, der sich nicht als religiöser Mensch versteht. Es ist eine menschliche Grundhaltung. Wir staunen über die Natur, z.B. wenn wir hoch oben auf einem Gipfel in den Alpen stehen – diese Weite, diese Erhabenheit der Berge! Wir staunen über technische Erfindungen. Wir staunen über unsere Mitmenschen, und oft auch über uns selbst.

Wir staunen, wenn wir Musik hören, Bücher lesen, wenn wir Kunstwerke betrachten. Es sind Bereiche, in denen der einfache Weltzugriff des Vermessens und Erklärens nicht funktioniert. Da ist man gezwungen, diesen Käfig des technischen Weltzugriffs zu verlassen. Es ist eine andere Weltsicht, als diejenige, die ich vorher als unsere moderne, zugreifende, zupackende kurz beschrieben habe, die immer auch gleich nach dem Nutzen fragt.

In der Kunst, ob Literatur, Malerei, Film oder Musik, sind wir zuerst passiv: Wir werden angesprochen, lassen uns mitnehmen, lassen uns hineinziehen. Wir öffnen uns und lassen etwas auf uns wirken, lassen uns berühren und ergreifen. Nicht wir ergreifen etwas, sondern wir werden ergriffen. Und in diesem sich Öffnen erfahren wir Neues und Schönes. Ein tiefes Gefühl von Schönheit, Harmonie, Frieden, von Liebe, von Sehnsucht und Hoffnung? Wir ahnen und staunen. „Da ist es wieder, das verloren geglaubte Staunen“.

Vor einiger Zeit bin ich abends mit einem Freund zusammengesessen. Er ist Musiker und ein Liebhaber klassischer Musik. Da sagt er zu mir: „Weißt Du, wenn ich spät abends noch eine Beethoven-Symphonie höre oder Klaviersonaten von Mozart, dann kann es geschehen, dass ich mich wie im Himmel fühle.“ Was ist das, sich wie im Himmel fühlen? Ganz erfüllt von der Schönheit der Musik und von den Tiefen der Musik? Hineingehoben in eine andere Welt? Glücklich?

Die beiden Politiker Peter Ramsauer von der CSU und Otto Schily, zuerst bei den GRÜNEN, dann bei der SPD haben sich vor einiger Zeit für das SZ-Magazin über ihre Liebe zur Musik unterhalten. „Sie können Musik nicht erklären“, so der ehemalige Bundesinnenminister Schily, und er fährt fort: „Genau wie man ein Bild nicht erklären kann. Musik ist auch die spirituellste aller Künste. Wenn Sie den Himmel erreichen wollen, kommen Sie ihm mit der Musik am nächsten.“ 3Was wären die Gottesdienste ohne Musik? Die Musik bringt uns dem Himmel näher, sie öffnet uns selbst und auch den Himmel.

Die Natur, die Welt, die Menschen lassen uns staunen wie auch die Musik, die Künste und die Poesie. Diese menschliche Erfahrung ist eine Grundfeste unserer Spiritualität, vielleicht heute mehr als früher. Man hat einerseits in den herrlichen Kirchenräumen, bei der Kirchenmusik, in den Liturgien auf Sinnlichkeit und Schönheit gesetzt, aber waren und sind die Kirchen nicht oft der Gefahr erlegen, den Glauben als einen Besitz anzubieten, den man nur gehorsam übernehmen müsse? Zumindest war dies in meiner Kinder- und Jugendzeit so. Ist die Frage nach dem Jenseitigen, dem Heiligen, dem Letzten, also dem Göttlichen nicht allzu sehr zementiert in ein Gebäude von Glaubensinhalten, Lehrsätzen und Dogmen? Tritt da nicht das Staunen, Ahnen und Suchen weit zurück hinter das Bekennen von Glaubenssätzen?

Aber der Glaube ist kein Besitz. Der Glaube ist eher ein Weg, den wir ahnend und staunend, fragend und suchend gehen. Wo uns auch der Zweifel immer wieder packt.

Wer an einen göttlichen Geist, an Gott jenseits der Materie glaubt, der ist sich – auch wenn es ein suchender und zweifelnder Glaube ist – doch sicher, dass ihn eine jenseitige Kraft anweht, berührt. Dass wir berührt werden, manchmal auch ergriffen. Dass dieser Gott ein Gegenüber ist, mit dem wir in Beziehung stehen.

Ich selbst habe mich in den letzten zwanzig Jahren beim Zurückkommen in den christlichen Glauben oft gewundert über mich selbst, wie mich der Gottesdienst oder andere Liturgien berührt und ergriffen haben – ein Lied, ein Gebet, ein Satz im Evangelium, ein Gedanke in einer Predigt. Und ich habe mich gefragt: Wie kann das mir, einem kritischnachdenklichen Menschen, passieren? Es sind Erfahrungen, die man, wenn man nicht ganz Herz und Seele verschließt, nicht überspringen kann. Diese Erfahrungen des Staunens und Ahnens werden immer wieder zum Antrieb für neues Suchen und Nachdenken.

„Das verloren geglaubte Staunen“ ist auch da, wenn man sich wieder ins Gebet einlassen kann. „Stammeln auch wir, die die Erde gebar“, wie es in einem meiner Lieblingskirchenlieder heißt. Es ist das „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe!“, komponiert 1827 von Franz Schubert, getextet von Johann Philipp Neumann. So wird unser Staunen zur Quelle des Lobpreises Gottes: „Staunen nur kann ich und staunend mich freun, Vater der Welten, doch stimm ich mit ein: ‚Ehre sei Gott in der Höhe!‘“

Erfahrungen, die hinüberweisen

Man muss nicht vom Pferd fallen. Nein, wirklich nicht. Oft bin ich in den letzten Jahren bei Gesprächen gefragt worden, ob ich denn ein Saulus-Paulus-Erlebnis gehabt hätte, das mich zum christlichen Glauben bekehrt habe. Es ist dann vermutlich etwas enttäuschend für die Fragenden, wenn ich es verneine und erkläre, es sei ein langer Prozess gewesen, ein allmähliches Löchrigwerden der säkularen Weltanschauung, eines Glaubens ohne Gott. Also kein radikales, einmaliges Erlebnis, kein Schlag, der einen niederwirft und bekehrt wieder aufstehen lässt. Also keine Sensation. Schade, wird sich dann der Eine oder die Andere denken.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Abenteuer des Glaubens»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Abenteuer des Glaubens» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Abenteuer des Glaubens»

Обсуждение, отзывы о книге «Abenteuer des Glaubens» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x