Wilfried Schubarth - Gewalt und Mobbing an Schulen

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"Gewalt an Schulen" ist ein emotional besetztes Thema in der öffentlichen Diskussion. Umso notwendiger ist eine sachliche und empirisch fundierte Auseinandersetzung. Das Buch gibt einen Überblick über Ausmaß, Erscheinungsformen, Entwicklungstendenzen und Ursachen von Gewalt und Mobbing an Schulen sowie über Möglichkeiten der Prävention bzw. Intervention. Es verbindet systematisch die Analyse der schulischen Gewaltphänomene mit Ansätzen der Gewaltprävention bzw. -intervention. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den schulischen Präventions- und Interventionsprogrammen, die einer kritischen Bewertung unterzogen werden. Der interdisziplinär angelegte Band, der Erkenntnisse der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie integriert, verknüpft aktuelle Ergebnisse der Gewalt- und Mobbingforschung mit Anforderungen an eine moderne Präventionsarbeit im Kontext einer notwendigen Schul- und Bildungsreform. Die systematische und kompakte Darstellung mit Übersichten und Wiederholungsfragen macht den Band zu einer unverzichtbaren Orientierungs- und Arbeitshilfe für alle an Erziehung und Bildung Interessierte.

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Die Schulleitungsbefragung 2018 ermittelte ähnliche Ergebnisse: So habe es in den vergangenen fünf Jahren fast an jeder zweiten Schule in Deutschland Gewalttaten gegen Lehrkräfte gegeben – und zwar nicht nur durch Schüler, sondern auch durch Eltern. Am häufigsten berichteten die Schulleiter über verbale Bedrohungen, Beschimpfungen und Mobbing. Von körperlichen Angriffen auf Pädagogen berichteten 26 % der Schulleiter. Jede fünfte Schule erlebte Cybermobbing gegen Lehrer über das Internet. 39 % der befragten Schulleiter halten Gewalt gegen Lehrkräfte noch immer für ein Tabuthema (VBE 2018). Gewaltattacken gegen Lehrkräfte seien jedoch keine Einzelfälle und dürften deshalb nicht länger tabuisiert werden.

Resümierend lässt sich konstatieren, dass »Schule und Gewalt« seit einiger Zeit wieder stärker in der Öffentlichkeit thematisiert wird. Medienberichte suggerieren einen Gewaltanstieg, auch gegen Lehrkräfte, was in der Öffentlichkeit zu einem »gefühlten Gewaltanstieg« geführt hat. Die vorliegenden empirischen Studien zeichnen ein eher differenziertes Bild. Auf der Basis der berichteten Studien lässt sich – bei aller Differenzierung der Befundlage – festhalten, dass nach Jahren einer rückläufigen Entwicklung von Gewalt (möglicherweise mit Ausnahme der psychischen Gewalt) seit 2015/16 offenbar eine Trendwende eingetreten ist und Gewalt und Mobbing anscheinend wieder zugenommen haben. Das gilt insbesondere auch für Grundschulen. Dabei ist auch das Thema »Gewalt gegen Lehrkräfte« in den Fokus gerückt. Als tiefere Ursachen können gesellschaftliche und schulische Entwicklungen angenommen werden. Generell gilt weiterhin, dass Gewalt und Mobbing weder verharmlost noch dramatisiert werden sollten. Die Befunde signalisieren zugleich einen deutlichen Handlungs- und Forschungsbedarf.

b) Welche Rolle spielen Cybermobbing und Hate Speech?

Wenn man über Gewalt an Schulen spricht, kommt man an der gewachsenen Bedeutung der Sozialen Medien nicht vorbei. Kinder und Jugendliche wachsen heute ganz selbstverständlich mit den Neuen Medien auf, sind somit »Digital Natives«. Die Digitalisierung der Kindheit schreitet immer weiter voran. Bereits die Hälfte der Neunjährigen besitzt ein Handy, mit 13 Jahren sind es über 90 %. Besonders Whats App ist den Kindern sehr wichtig (Kinder-Medien-Studie 2018). Die neuen Medien bringen viele Chancen, aber auch neue Risiken mit sich.

Laut JIM-Studie von 2017 bestätigt jeder fünfte Jugendliche (12–19 Jahre), dass über ihn schon einmal falsche oder beleidigende Inhalte im Netz oder über das Handy verbreitet wurden. 8 % wurden im Internet schon einmal fertig gemacht, Jungen wie Mädchen gleichermaßen. 11 % der 6–13-Jährigen habe nach der KIM-Studie 2016 im Internet schon Dinge gesehen, die ihrer Meinung nach nicht für Kinder geeignet waren.

Eine Studie des »Bündnisses gegen Cybermobbing« (2017) ergab, dass 13 % der Schülerinnen und Schüler bereits von Cybermobbing betroffen waren, vor allem durch Beschimpfungen und Beleidigungen. Ca. 13 % waren auch Täter von Cybermobbing-Attacken, wobei Täter- und Opferrollen zum Teil fließend sind. Die parallele Elternstudie erbrachte, dass 11 % der Kinder bereits Opfer von Cybermobbing waren. In der Lehrerstudie gaben über die Hälfte der Lehrkräfte an, schon Fälle von Cybermobbing bei ihren Schülern erlebt zu haben. Die Studie ermittelte zugleich, dass nur eine Minderheit der Schulen systematisch präventive Maßnahmen durchführt.

Zu ähnlichen Befunden kommen auch andere Studien. So berichteten in einer repräsentativen Befragung von Porsch und Pieschl (2014) 6 % der Jugendlichen von Opfer-, 7,5 % von Täter- und 1,2 % sowohl von Täter- auch als von Opfererfahrungen. Eine repräsentative EU Kids Online-Erhebung in 25 europäischen Ländern ermittelte 6 % Opfer und 3 % Täter (Livingstone et al. 2011). Dabei zeigte sich, dass deutlich mehr Heranwachsende offline gemobbt werden als online (traditionelles offline-Mobbing: 19 % Opfer und 12 % Täter).

Wie die Studien zeigen, ist Cybermobbing (auch Cyberbullying) unter Jugendlichen recht verbreitet. Cybermobbing kann dabei als ein aggressives Verhaltensmuster verstanden werden, bei dem eine einzelne Person oder eine Gruppe elektronische Medien verwendet, um eine schwächere Person oder Gruppe wiederholt und mit voller Absicht zu schädigen (Wachs u. a. 2016). Vier Formen sind hierbei zu unterscheiden: a) Belästigungen: Versenden von anstößigen, beleidigenden, verletzenden und bedrohenden Textnachrichten, Bild- oder Videobotschaften an das Opfer, b) Verunglimpfungen: Verbreitung von Textnachrichten, Ton- oder Videomaterial mit dem Ziel, die sozialen Beziehungen und das Ansehen des Opfers zu zerstören, c) Verrat: Veröffentlichung und Verbreitung von intimen Informationen über das Opfer und d) Ausschluss: Ausgrenzen, Herausekeln oder Verstoßen aus Online-Gemeinschaften und Online-Gruppen.

Bei der Frage, ob Cybermobbing zugenommen habe, gibt es unterschiedliche Befunde. Eine in den Jahren 2013 und 2015 durchgeführte, niedersachsenweit repräsentative Schülerbefragung ermittelte einen Anstieg des Anteils Jugendlicher mit Opfererfahrungen um ca. ein Sechstel (Bergmann u. a. 2017). Bei der Studie des »Bündnisses gegen Cybermobbing« (2017) verweisen die Eltern im Vergleich von 2013 und 2017 auf einen leichten Anstieg der Opfererfahrungen von 7 % auf 11 %, während die Schülerschaft einen leichten Rückgang von 17 % auf 13 % berichtete.

Wie sollte mit Cybermobbing umgegangen werden?

Mittlerweile gibt es zahlreiche Konzepte, Programme und Ratgeber zum Umgang mit Cybermobbing. Für den konkreten Umgang mit Cybermobbing wird Kindern und Jugendlichen vor allem Folgendes empfohlen (vgl. Wachs/Schubarth 2017): Das Risiko, Opfer von Cybermobbing zu werden, kann verringert werden, indem man nicht zu viel über sich selbst online verrät. Vorsicht ist zudem bei dem Umgang mit Zugangsdaten ratsam. Passwörter sollten nicht mit anderen Personen geteilt werden und regelmäßig verändert werden. Online-Streitigkeiten sollten möglichst vermieden werden. Durch die Verwendung elektronischer Medien kann es leicht zu Missverständnissen kommen. Wird man von einem Cybermobber belästigt, sollte man diese Person gezielt sperren. Opfer sollten sich nicht selbst die Schuld für Attacken geben und Gleichaltrige und Erwachsene um Hilfe bitten. Auf keinen Fall sollten verletzende Bilder oder Videos selbst geteilt werden. Man sollte sich selbst fragen, ob man gerne hätte, dass solche Informationen, Bilder oder Videos über einen selbst verbreitet werden. Wenn man sich nicht traut, direkt in das Geschehen einzugreifen, sollte man auf das Opfer zugehen und Hilfsbereitschaft signalisieren. Sich zu verbünden und den Täter zurück zu mobben, ist nicht empfehlenswert. Meistens führen Rachehandlungen zu einer weiteren Eskalation des Konflikts. In jedem Fall sollten Cybermobbing-Vorfälle dokumentiert werden. Dies kann mithilfe von Screenshots und dem Speichern von u. a. E-Mails, SMS, Posts, Bildern und Informationen geschehen. Bei gravierenden Fällen von Belästigungen, Verunglimpfungen und groben Persönlichkeitsrechtsverletzungen sollte die Polizei informiert werden.

Eltern, Lehrkräften und Erziehern wird Folgendes empfohlen: Damit sich Opfer von Cybermobbing den Erwachsenen anvertrauen, bedarf es regelmäßig Gespräche über die Online-Aktivitäten von Kindern. Wenn sich die Betroffenen hilfesuchend an Erwachsene wenden, sollte auf Schuldzuweisungen verzichtet und Verständnis gezeigt werden. Das Opfer sollte aktiv in den Lösungsprozess einbezogen werden. Ein Verbot, elektronische Medien zu nutzen, ist nicht ratsam, denn gerade die Angst vor einem Nutzungsverbot veranlasst viele Opfer, nicht mit Erwachsenen zu sprechen. Erwachsene können aber den Betroffenen helfen, die Übergriffe zu dokumentieren (z. B. Anfertigen von Screenshots, Speichern von Nachrichten) und ggf. diese Informationen an die Schule weiterleiten, denn oft kennen sich Täter und Opfer aus der Schule.

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