Arne Kopfermann - Auf zu neuen Ufern
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Ich lernte fast zeitgleich, Gitarre zu spielen, und begann noch im selben Jahr, meine ersten Lieder zu schreiben. Sie bestanden am Anfang fast ausschließlich aus Psalm- oder Kirchenliedneuvertonungen. Mit 14 Jahren übernahm ich Verantwortung als Jugend-, Teestuben- und Lobpreisleiter und lernte im Rahmen der Jugendarbeit meine spätere Frau Anja kennen. Wir sind also gemeinsam kirchlich groß geworden und teilen deswegen viele prägende Erinnerungen unserer Jugend miteinander, auch wenn wir erst neun Jahre später ein Paar wurden. Im Alter von 16 Jahren übernahm ich die musikalische Leitung in den charismatischen Abendgottesdiensten, die mittlerweile die größten regelmäßigen Veranstaltungen in der Evangelischen Landeskirche Hamburgs darstellten. Mein Bruder spielte Keyboard, und meine Mutter sang in der Band mit, die damals noch „Ansingeteam“ hieß. So stand in einem Zeitungsartikel recht plakativ: „Vater Wolfram predigt, die Familie macht Musik dazu.“ Über die Jahre haben uns viele Menschen erzählt, es habe sie sehr beeindruckt, dass wir als ganze Familie das Anliegen einer „Erneuerung der Kirche“ verkörperten.
Gottesdienste und Frühgebete unter der Woche, die Mitarbeit bei Bibelstunden und Glaubensgrundkursen sowie unzählige Aktivitäten in der Jugendarbeit füllten leicht vier bis fünf Nachmittage oder Abende meiner Woche. Da ist es fast müßig zu erwähnen, dass sich unsere Gespräche auch während des Mittagessens meist um Gemeindethemen drehten. Hinzu kamen Wochenendtagungen, Kongresse und Jugendfreizeiten in fast allen Ferien eines Jahres. Auch ein sogenannter „persönlicher Austauschpartner“ wollte im Wochenplan noch untergebracht werden. Gitarre spielen und Fußball (aktiv und passiv) nahmen da fast schon zu wenig Raum ein für einen normalen Jugendlichen, der allen Ballsportarten zugetan war und auch Tennis, Badminton und Tischtennis spielte. Erstaunlich, zu wie viel Bewegung man sich als Jugendlicher motivieren kann …
Auch war ich – wie viele Gleichaltrige in der St.-Petri-Kirche – stolz darauf, fast ausschließlich Musik mit frommen Texten zu hören und die einschlägigen Konzerte zu besuchen, die in unserer Stadt stattfanden. Kein Wunder, dass die Schule bei all dem geistlichen Programm häufiger zu kurz kam. Zumal ich in dem Elitegymnasium, das ich besuchte, schnell zum Außenseiter wurde. Zu wenig entsprach ich, was Kleidung, Statussymbole, Interessen, Musikgeschmack und nicht zuletzt auch meine Sexualethik anging, dem Verhaltenskodex meiner Mitschüler. Da war es mir nicht unlieb, dass es in unserer Jugendarbeit eine Community gab, die zu einem leidenschaftlichen Glauben ermutigte. Dort fand ich gleichgesinnte Gleichaltrige, Warmherzigkeit und Freundschaft, Kreativität und Ferienprogramme, eine ehrliche Sehnsucht nach Gott und der Begegnung mit ihm, Musik, die ich liebte, und den Stolz, Teil eines geistlichen Aufbruchs zu sein, der buchstäblich das Leben von Tausenden von Besuchern prägte und veränderte.
1988 trat mein Vater aus der Landeskirche aus und gründete die charismatisch-freikirchliche Anskar-Kirche. Ein Paukenschlag nicht nur in der christlichen Welt allgemein, sondern auch für die Mitglieder von St. Petri, die durch meinen Vater ermutigt worden waren, an eine Erneuerung der Kirche zu glauben, und die diesen Schritt nur schwer nachvollziehen konnten. Seine Entscheidung führte zu einer Gemeindespaltung, in deren Folge sich der größere Teil ihm und der neuen Anskar-Kirche anschloss. Ich hatte nach meinem Abitur gerade ein soziales Jahr bei dem charismatischen Missionswerk „Projektion J“ in Hochheim absolviert, das eng mit der geistlichen Gemeindeerneuerung in der Landeskirche verbunden war, und wurde direkt im Anschluss musikalischer Leiter der nun neu gegründeten Anskar-Kirche. Ich studierte nebenbei ein Semester lang Theologie an der Universität Hamburg, bevor ich das Studium abbrach, weil ich mir nicht länger eine Zukunft als Prediger mit Talar und Beffchen vorstellen konnte. Stattdessen besuchte ich für drei Monate verschiedene Vineyard-Gemeinden in den USA, um mir über meine Zukunft und meine Berufung klarzuwerden. Noch in den Staaten begann ich, ein erstes Arbeitsbuch über Lobpreispraxis im Anskar-Eigenverlag zu schreiben, veröffentlichte kurz nach meiner Rückkehr eine erste CD mit Gemeindeliedern und absolvierte fast nebenbei die ersten Semester in Soziologie. Ich verbrachte gemeinsam mit Anja ein halbes Jahr an einer „Jüngerschaftsschule“ (ein geistliches Laien-Ausbildungsprogramm für junge Erwachsene) von „Jugend mit einer Mission“ auf Hawaii und in Japan, heiratete und leistete danach meinen Zivildienst in der Heimstätte einer Pfingstgemeinde ab, während ich zeitgleich jüngster Ältester, also angestellter Teil der Gemeindeleitung in der Anskar-Kirche war. Ich studierte im Anschluss ein Jahr am Anskar-Kolleg Theologie und wurde dann hautnah Zeuge einer weiteren Gemeindekrise.
Die Gemeindeleitung hatte die „Naherwartung einer Erweckung“ ausgerufen und plante nun, eine „Erweckungshalle“ mit 2 000 Sitzplätzen zu bauen. Jetzt wurde richtig Gas gegeben: Die Frequenz der Erweckungswochen mit allabendlichen Zusammenkünften wurde erhöht. Vermögende sollten im Gebet prüfen, ob sie nicht einen Teil ihrer Erbschaften oder sonstigen Besitzstände für den Bau zur Verfügung stellen konnten. Die gesamte Gemeinde wurde aufgefordert, sich selbst zu einem „radikalen Lebensstil“ zu verpflichten, wozu zum Beispiel eine Gebetszeit von mindestens einer Stunde pro Tag gehörte. Das war dann vielen doch des Guten zu viel.
„Erweckung“ im Sinne der Erweckungsbewegung bezeichnet ein einschneidendes persönliches Erlebnis des plötzlichen Ergriffenseins durch Gott, das zu einer „radikalen Kehrtwende“ im Leben und zur „ganzheitlichen Hingabe“ an Gott führt. Von Erweckung ist insbesondere dann die Rede, wenn das Phänomen dieses Erlebnisses nicht nur bei einzelnen Gläubigen auftritt, sondern eine Gruppe von Personen oder eine ganze Region erfasst wird, wenn also die Veränderung im Leben Einzelner plötzlich die Veränderung einer Vielzahl von Menschen zur Folge hat. Heute werden vergleichbare kollektive Ereignisse eher „Geistlicher Aufbruch“ genannt.10
Für soziales Leben neben der Gemeinde blieb nicht nur für die Hauptamtlichen kaum noch Zeit. Unser Gemeindepastor (mein Vater fungierte als Hauptpastor) mahnte in seiner Verantwortung einige der daraus resultierenden Missstände an. Am Ende dieses schmerzlichen Prozesses von divergierenden Ansichten stand eine weitere Gemeindeteilung, in deren Folge er mit einigen Dutzend Austrittswilligen die erste Hamburger Vineyard-Gemeinde gründete. Die „Erweckungshalle“ wurde nie gebaut.
Anja und ich spürten in dieser Phase, dass eine Luftveränderung anstand. Es würde uns guttun, für eine Weile aus dem geistlichen Schatten meines Vaters herauszutreten und auf eigenen Beinen zu stehen. So zogen wir 1995 ins Rhein-Main-Gebiet und planten, dort nur die nächsten drei Jahre zu verbringen – wurden aber für die nächsten 23 Jahre aktiver und mitgestaltender Teil einer größeren charismatischen Gemeinde in Frankfurt. Ich reiste fortan aber auch als Lobpreismusiker und -referent durch den deutschsprachigen Raum, um Seminare und Konzerte zu geben, und wurde dazu von den unterschiedlichsten Kirchen und Prägungen eingeladen. Nach dem Hauptstudium der Soziologie mit Schwerpunkt Medien in Frankfurt und einem kurzen Popstudiengang in Hamburg übernahm ich von 1999 bis 2011 die Rolle als A&R Direktor11 und Haus-Produzent für den Bereich „Pop & Lobpreis Musik“ (national wie international) im christlichen Verlagshaus Gerth Medien, um mich danach als christlicher Musiker und Produzent selbstständig zu machen.
Gerade in diesen ersten Jahren bei Gerth Medien wurden wir hautnah Zeugen eines Schulterschlusses von evangelikalen und charismatischen Christen, wie es ihn bis dahin noch nicht gegeben hatte. Viele waren die Grabenkämpfe leid, die die alten Recken der Bewegungen über Jahre ausgefochten hatten, und begannen, sich nun im Rahmen von Veranstaltungen der Deutschen Evangelischen Allianz wohlwollend zu „beschnuppern“. Die alljährlich stattfindende Allianz-Gebetswoche, das Gemeindeferienfestival „Spring“, aber auch die Willow Creek -Konferenzen boten einen fruchtbaren Nährboden für eine wachsende Ökumene unter den Freikirchen, die auch vor den Landeskirchen nicht haltmachte. Bleibende Freundschaften entstanden nicht nur im „Fußvolk“, sondern auch unter einigen der geistlichen Leiter. Dies wäre vorher aus ideologischen Gründen oft undenkbar gewesen! Wenn es jedoch einen Klebstoff gab, der die evangelikale und die charismatische Welt auf diese Weise verbinden konnte, dann war es die sich nun auch in der evangelikalen Welt wie ein Lauffeuer ausbreitende Worship-Kultur.Anfänglich wurde oft nur das charismatische Liedgut übernommen und punktuell in die Gottesdienste eingestreut. Der eigentliche Schwerpunkt lag dort weiterhin auf der Predigt („Wortverkündigung“). Doch durch ökumenische Großveranstaltungen, Anbetungsseminare und Bücher der prägenden Leitfiguren, die in aller Regel pfingstlerisch-charismatischer Prägung entstammten, etablierte sich mit den Jahren im evangelikalen Lager eine neue Anbetungskultur. Diese maß der innigen Zwiesprache mit Gott wesentlich mehr Gewicht bei, als dies vorher in den deutlich kopflastigeren evangelikalen Veranstaltungen der Fall gewesen war.
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