Arne Kopfermann - Auf zu neuen Ufern

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Glaube ist ein Marathon, auf den wir uns nicht vorbereiten können. Persönliche Schicksalsschläge und negative Erfahrungen können unseren Glauben auf eine harte Probe stellen. Arne Kopfermann weiß, wovon er spricht. Mit ehrlicher Direktheit schildert er seine Kämpfe im Ringen um eine tragfähige Gottesbeziehung. Er macht Mut, auf dem Weg zu neuen Ufern einen mündigen Glauben zu finden, der Herz und Hand, Seele und Verstand miteinander in Einklang bringt. Ein Buch für alle, die trotz eigener Zweifel, Versagen, Enttäuschungen und Fragen an ihrem Vertrauen auf Gott festhalten wollen.

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„Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen … Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest“ (Luther).

Stand es nicht so in Psalm 91? Derselbe Gott, der uns verspricht, dass uns nichts Böses zustoßen wird, hatte dennoch nicht verhindert, dass wir mit dem Taxi zusammenstießen. Es gab also zumindest für uns keinen versprochenen Schutzautomatismus, der uns vor Schlimmerem bewahrte. Im Gegenteil: Uns war das Schlimmste zugestoßen, was sich Eltern überhaupt vorstellen können. Meine Familie war auf die Urgewalt des Schmerzes nicht vorbereitet, der von einem Tag auf den anderen über unser Leben hereinbrach und seitdem seinen festen Platz einfordert – wenn auch in sich verändernder Intensität. Es ist sicherlich nicht übertrieben zu behaupten, dass Saras Tod alles auf den Prüfstand stellte. Auch wenn Anja und ich von der ersten Sekunde an die innere Gewissheit in uns trugen, dass sie an dem Ort, an dem sie jetzt war, gut aufgehoben ist.

Aber unser Beruf, unsere Prioritäten, unser Zusammenleben, unser Gottesbild und die zugehörigen Leitsätze, die wir uns für unser Leben zu eigen gemacht hatten, mussten erst einmal unter Beweis stellen, dass sie im Angesicht der Trauer nicht zerbröseln wie Sand im Wind.Schnell wurde mir klar, dass es meiner Art entspricht, diesen Prozess in Liedern und Texten öffentlich zu machen.

Das Erlebte hat tiefe Spuren hinterlassen. Wir hatten 2017 Silberhochzeit, haben sie aber nicht gefeiert. Zu tief saß auch knapp drei Jahre danach noch immer der Schmerz des Verlustes. Zu spürbar war die Zerbrechlichkeit des Lebens, die auch vor unserer Ehe nicht haltmachte. Es war mir auch nicht danach, meinen 50. Geburtstag groß zu feiern, obwohl es ja ein runder Geburtstag war. Ich hätte nicht mehr so vollmundig sagen können: „Und darum freue ich mich auf die neuen Herausforderungen des nächsten Lebensjahrzehntes“, wie mir das zehn Jahre zuvor noch so leicht aus der Feder geflossen war.

Alle Schätze der Erkenntnis

Wie ein Buch mit sieben Siegeln muten Deine Pläne an

Ich würd mich gern in Dir spiegeln

Spüre, dass ich das nicht kann

Warum bleibst Du mir verborgen

Wenn ich doch vertrauen will

Könnt ich mir Dein Wissen borgen

Wär wohl meine Seele still, doch ich weiß nicht viel

Alle Schätze der Erkenntnis sind verborgen, Gott, in Dir

Doch Du bleibst nicht im Verborgnen:

Wie ich bin, begegne mir

Wie gern würd ich tiefer graben und wie gerne weiter sehn

Wie gern Sicherheiten haben, wenn die Stürme um mich wehn

Doch im Auge dieser Winde finde ich den Gott, der trägt

Find ich erst in mir das Kinde, das sich Dir zu Füßen legt, in Deine Arme legt

Manchmal muss ich mit Dir ringen

Ist der Blick auf Dich verstellt

Dann will ich kein Loblied singen

Wenn die Not der Welt mich quält

Doch Dein göttliches Erbarmen

Trägt mich durch in schwerer Zeit

Ich vertraue Deinem Namen:

Du bist mit uns, auch im Leid, Du bist niemals weit

Meine Frau und ich haben uns nicht aufgegeben. Wir haben nicht den Kopf in den Sand gesteckt oder den Glauben an den Nagel gehängt, obwohl wir menschlich gesprochen jedes erdenkliche Recht dazu gehabt hätten. Wir sind kein bitteres, zynisches Paar geworden, das nur noch rückwärtsgewandt lebt oder das Lebensende herbeisehnt. Und das ist gar nicht selbstverständlich! Ich sagte eingangs, dass Glaube ein Muskel ist, den man im Laufe seines Lebens trainieren kann. Dass es aber auch die Krankheit des Muskelschwundes gibt, die sinnbildlich gesprochen den Glauben erfassen kann, wenn tiefe Erfahrungen von Leid, Verlust oder himmelschreiender Ungerechtigkeit in unser Leben treten. Dann brauchen wir den Glauben als Geschenk.

Viele Menschen haben mich seit unserem Unfall gefragt, warum ich meinen Glauben nicht verloren habe. Meine erste, fast reflexartige Reaktion war, das könnte daran liegen, dass so viele Menschen für uns gebetet haben. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto unsinniger erschien mir die Antwort. Denn wenn der Vater im Himmel ein gerechter Gott ist, dann kommt es nicht auf die Anzahl der Gebete an. Dann kann jemand, der nicht wie ich in der Öffentlichkeit steht, genauso darauf hoffen, dass Gott die Gebete der wenigen Menschen in seinem Umfeld erhört. Viele Christen, die existenzielle Verluste erleiden müssen, verzweifeln erst einmal an ihrem Glauben. Das kann ich ihnen nicht verdenken. Ich kann nur meine Geschichte erzählen und hoffen und beten, dass sie ihnen Mut macht, nicht aufzugeben.

Eine wesentliche Aufgabe, die meine Frau und ich unabhängig voneinander bewältigen mussten, bestand darin, eine gründliche Inventur unseres Glaubenslebens vorzunehmen. Wir mussten die Leitsätze unter die Lupe nehmen, die wir zum Teil schon seit unserer Kindheit in uns trugen. Die Prinzipien, die wir für uns als Wahrheit erachteten. Die Begleiterscheinungen, die wir als Teil unserer Frömmigkeit begrüßten, akzeptierten oder wenigstens duldeten. Die Strukturen, in denen wir uns eingerichtet hatten, wenn auch manchmal mit einem mulmigen Gefühl in der Magengrube. Und auch die Methoden, mit denen in unserem geistlichen Umfeld gearbeitet und Gemeindeaufbau betrieben wurde. Wir mussten uns den bohrenden Fragen unserer vom Schmerz aufgewühlten Herzen stellen und einige drastische Schritte unternehmen, die zum Teil schon längst überfällig waren.

Ein aus unseren Überlegungen erwachsener Schritt, den Anja und ich glücklicherweise gemeinsam vollzogen, war das Verlassen unserer langjährigen Gemeinde. Kein leichter, denn sie war mehr als zwanzig Jahre lang unsere geistliche Heimat gewesen – also beinahe unser halbes Leben lang. Ich habe seitdem mit einigen Freunden und Wegbegleitern gesprochen, die in unserem Alter sind und aus den unterschiedlichsten Gründen in den vergangenen Jahren einen ähnlichen Schritt vollzogen haben. Ihre Berichte weisen viele Ähnlichkeiten auf. Für uns war die Entscheidung gut! Anja und ich erleben es heute als großen Segen, ein neues geistliches Zuhause gefunden zu haben, das zu uns und unseren teilweise im Erleben von persönlichem Leid neu gewonnenen Überzeugungen passt.

Der Würzburger Pastor Volker Halfmann hat ein Buch geschrieben, in dem er auf sehr authentische Art und Weise Einblick in seinen Kampf mit Zwangsstörungen, Depressionen und Süchten gibt. Es trägt den vielsagenden Titel Mein goldener Sprung in der Schüssel und hat ein bemerkenswertes Cover. Darauf ist das Foto seines Kopfes zu sehen, durch den kleine Linien aus Gold und Silber laufen. Das Bild nimmt Bezug auf die wunderschöne mittelalterliche japanische Kunstform des Kintsugi und benutzt diese als Allegorie für die Seele des Menschen:

„Kintsugi ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode für zerbrochene Keramik. Der Legende nach geht diese Kunst zurück auf Ashikaga Yoshimasa, einen militärischen Anführer des 15. Jahrhunderts. Als ihm eine überaus wertvolle chinesische Teeschale zerbrach, gab er japanischen Kunsthandwerkern den Auftrag, eine Methode zu entwickeln, mit der sie in neuem Glanz erstrahlen würde. Das war die Geburtsstunde von Kintsugi. Das Einzigartige an dieser Reparaturmethode ist, dass die Zerbrochenheit der Keramik nicht verdeckt werden soll, sondern geradezu hervorgehoben wird. Dies geschieht, indem die einzelnen Bruchstücke mit Urushi-Lack geklebt werden, einem japanischen Speziallack, der anschließend mit Gold oder Silber verziert und lackiert wird. Sollten einzelne Scherben fehlen, so werden diese durch mehrere Schichten von Urushi-Kittmasse ergänzt. Das Ergebnis ist erstaunlich. Denn dort, wo vorher die Bruchstellen waren, ziehen sich nun Gold- oder Silberadern durch das Gefäß und verleihen diesem eine einzigartige Ausstrahlung.

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