Arne Kopfermann - Auf zu neuen Ufern

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Glaube ist ein Marathon, auf den wir uns nicht vorbereiten können. Persönliche Schicksalsschläge und negative Erfahrungen können unseren Glauben auf eine harte Probe stellen. Arne Kopfermann weiß, wovon er spricht. Mit ehrlicher Direktheit schildert er seine Kämpfe im Ringen um eine tragfähige Gottesbeziehung. Er macht Mut, auf dem Weg zu neuen Ufern einen mündigen Glauben zu finden, der Herz und Hand, Seele und Verstand miteinander in Einklang bringt. Ein Buch für alle, die trotz eigener Zweifel, Versagen, Enttäuschungen und Fragen an ihrem Vertrauen auf Gott festhalten wollen.

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Veränderung ist in allen Bereichen des „Homo mutandis“ zu beobachten: in unserer Evolution, der Entwicklungsgeschichte unserer Menschheit. In unserer Schaffenskraft. Im Entdeckergeist. Im Fortschrittsdenken. In der volkswirtschaftlichen Entwicklung, wo Stillstand Rückgang ist und die Konkurrenz nicht schläft. In den Geistes- und Naturwissenschaften, die unablässig bemüht sind, sich aus dem Mysterium des Lebens in seinen mannigfaltigen Darstellungsformen einen Reim zu machen, wohl wissend, dass jede gefundene Antwort gleich mehrere neue Fragen aufwirft. In Kunst, Musik und Handwerk. In der Architektur, dort insbesondere im Dekonstruktivismus als Antwort auf die Postmoderne, die ja vor allem ein „Zeitalter der Mosaike“, also des Nebeneinanders von Einflüssen unterschiedlicher Epochen, ist:

„Ein dekonstruktiver Architekt ist deshalb nicht jemand, der Gebäude demontiert, sondern jemand, der den Gebäuden inhärente Probleme lokalisiert. Der dekonstruktive Architekt behandelt die reinen Formen der architektonischen Tradition wie ein Psychiater seine Patienten – er stellt die Symptome einer verdrängten Unreinheit fest. Diese Unreinheit wird durch eine Kombination von sanfter Schmeichelei und gewalttätiger Folter an die Oberfläche geholt: Die Form wird verhört.“ 2

Was für ein schöner letzter Satz, der sich auch auf das Anliegen dieses Buches übertragen lässt: Die Form meines Lebens und Glaubens wird verhört, mal sanft die Herzklappen umschmeichelnd und dann wieder scheinbar gewaltsam wie ein Orkan meine Gedanken- und Gefühlswelt durcheinanderwirbelnd!Wie alle anderen bin auch ich gezwungen, den Wandel zu umarmen, wenn ich nicht im Entwicklungsstrudel untergehen möchte. Dennoch will ich gleichzeitig das Wissen, die Werte, Erkenntnisse, Geheimnisse und Traditionen wahren und ehren, auf deren Fundament eine menschenwürdige und sinnhafte Existenz gegründet ist. Ein grundlegender DNA-Strang einer solchen Existenz ist der Glaube. Ich möchte mich also weiterhin auf die Suche nach einem Glauben begeben, der mir hilft, die schroffen Klippen und gefährlichen Stromschnellen des Lebens zu überwinden. Und der auch Heimat für meine Freunde wird, die darin bisher nur wenig von einem Zuhause haben ausmachen können. Wo die heiligen Dinge des Lebens nicht durch Abnutzung banal werden und die banalen Dinge keinen zu hohen Stellenwert bekommen. Diese Suche fängt in meinem eigenen Herzen an, aber sie betrifft zwangsläufig irgendwann auch mein Bild von Kirche und „Familie Mensch“.

Ich habe im September 2014 bei einem Autounfall meine zehnjährige Tochter Sara verloren. Damals war ich 47 Jahre alt, und es war für mich, als hätte ich in einem tieferen Sinne am Tag unseres Unfalls meine Unschuld verloren. Seit ich als Teenager zu einem persönlichen Glauben an Jesus Christus fand, ist er rund 40 Jahre lang Fokuspunkt, Gradmesser, Identitätsstifter und Korrektiv für mein Leben gewesen. Er hat nicht nur meine Ethik geprägt, sondern auch alle meine größeren Lebensentscheidungen maßgeblich beeinflusst: meine Berufswahl, meine Partnerwahl, meine Freizeitgestaltung, meinen Freundeskreis und sogar die Stadt, in der ich wohne. Ich habe in unzähligen Gottesdiensten gesessen und in ähnlich vielen Musik gemacht. Ich habe Hunderte von Liedern geschrieben, die zum Vertrauen auf und Festhalten an Gott ermutigen, und sie vor Tausenden von Menschen gesungen.

Auch in den Scherben meines Lebens, in denen ich mich nach unserem Unfall wiederfand, habe ich diesen Glauben nicht verloren. Aber ich musste in der Folgezeit erst mühsam lernen, mit Gott zu ringen und ihm mein Leid zu klagen. Denn das kam in meiner Frömmigkeit kaum vor. Ich musste mit einigen Glaubensbildern und -leitsätzen brechen, die ich zum Teil seit meiner Jugend in mir getragen hatte, weil sie meinen Lebenserfahrungen nicht mehr standhielten. Ich musste mir ehrlich Rechenschaft über mein Gottesbild ablegen. Wie ich mir wünschte, dass er ist und sich verhält, und wie ich ihn in meinem Leben tatsächlich erfahren habe. Diese Auseinandersetzung hat mir meinen Glauben nicht geraubt, hat ihn aber von einigen steilen Aussagen befreit, mit denen ich zum Teil schon lange vor unserem Unfall bewusst oder unterbewusst gerungen hatte. Und die spätestens jetzt nicht mehr zu mir gehörten.

Ich musste mir auch ehrlich Gedanken über mein Bibelverständnis machen. Wie wollte ich mich in Zukunft dieser wunderbar geheimnisvollen, ambivalenten Sammlung von Einzelschriften zwischen zwei Buchdeckeln nähern, die nicht nur das bedeutendste Stück Weltliteratur sind, sondern auch das umstrittenste?Alte Texte, in denen mir Gott unmittelbar entgegenkommt, bei denen ich aber gleichzeitig kulturelle und historische Übersetzungsarbeit leisten muss, damit die rund 2 000 Jahre alten Überlieferungen in mein Leben hineinsprechen können, auch wenn sie immer wieder in revidierte deutsche Texte gegossen werden. Ich werde im 3. Kapitel ausführlicher darauf zu sprechen kommen. Hier schon einmal die Quintessenz in den Worten des Exegeten Adolf Schlatter:

„Man hat zur Glaubwürdigkeit der Schrift oft dies gezählt, dass sie in jedem Wort vollständig richtig sei, dass sich nirgends ein Versehen, nirgends eine Dunkelheit, nirgends eine Verschiedenheit zwischen dem Sachverhalt und der Darstellung zeigt. Diese Fehllosigkeit besitzt die Bibel nicht, weder in ihrer Geschichtsschreibung noch in ihrer Weissagung.“ 3

Viele Christen haben große Scheu davor, ihre oft über Jahrzehnte gewachsenen Überzeugungen von Gott und seinem Wirken auf den Prüfstand zu stellen. Zu laut gellen ihnen die Bibelverse im Ohr: „Es ist aber der Glaube … ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebräer 11,1; Luther). Oder: „Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und aufgepeitscht wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen“ (Jakobus 1,6 – 8; Luther).

Andere finden gar nicht erst zu einer tiefen Glaubensüberzeugung, weil ihnen der Schritt ins Ungewisse, auf das Wasser hinaus, zu wagemutig erscheint. Wie es Berthold Brecht so treffend in seinem Gedicht „Lob des Zweifels“ ausdrückt:

„Den Unbedenklichen, die niemals zweifeln, begegnen die Bedenklichen, die niemals handeln. Sie zweifeln nicht, um zur Entscheidung zu kommen, sondern um der Entscheidung auszuweichen. Ihre Köpfe benutzen sie nur zum Schütteln. Mit besorgter Miene warnen sie die Insassen sinkender Schiffe vor dem Wasser. Unter der Axt des Mörders fragen sie sich, ob er nicht auch ein Mensch ist. Mit der gemurmelten Bemerkung, dass die Sache noch nicht durchforscht ist, steigen sie ins Bett. Ihre Tätigkeit besteht in Schwanken. Ihr Lieblingswort ist: nicht spruchreif.“

In meinem Lied „Irgendwo dazwischen“ geht es um eben diese Haltung:

Irgendwo dazwischen

Nicht heiß und nicht kalt, nicht jung und auch nicht alt

Nicht klug und nicht dumm

Nicht mal laut, und wenn doch, reden wir gern drum rum

Nicht ganz, nicht mal fast, fallen niemandem gerne zur Last

Nicht ja und nicht nein, lieber Opportunist als am Ende allein

Wir stehn irgendwo dazwischen

Sitzen zwischen allen Tischen

Ein bisschen Schatten, ein bisschen Licht

Denn nichts Genaues weiß man nicht

Oh, nichts Genaues weiß man nicht

Nicht schwarz und nicht rot, lieber Schaffner als Pilot

Nicht hü und nicht hott

Lieber gar nichts riskieren als am Ende bankrott

Nicht Muslim, nicht Christ, nicht zum Bund

Doch auch kein Pazifist

Nein, wir können nicht mehr ohne die neutrale Zone

Oh Mann, wann fangen wir endlich an, Stellung zu beziehn?

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