Arne Kopfermann - Auf zu neuen Ufern

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Glaube ist ein Marathon, auf den wir uns nicht vorbereiten können. Persönliche Schicksalsschläge und negative Erfahrungen können unseren Glauben auf eine harte Probe stellen. Arne Kopfermann weiß, wovon er spricht. Mit ehrlicher Direktheit schildert er seine Kämpfe im Ringen um eine tragfähige Gottesbeziehung. Er macht Mut, auf dem Weg zu neuen Ufern einen mündigen Glauben zu finden, der Herz und Hand, Seele und Verstand miteinander in Einklang bringt. Ein Buch für alle, die trotz eigener Zweifel, Versagen, Enttäuschungen und Fragen an ihrem Vertrauen auf Gott festhalten wollen.

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b) Das Charisma der Künstler

Arne Kopfermann denkt über seinen Aufbruch im Umbruch der Welt nach, und er tut dies auch als Künstler. Der christliche Glaube lebt davon, in immer neuen Ausdrucksformen Gestalt zu finden. Glaube bezieht sich nie direkt und unmittelbar auf Gott. Niemand hat Gott je gesehen –– das ist ja eine biblische Grundeinsicht (Johannes 1,18). Glaube lebt von Vermittlung. Der unsichtbare Gott zeigt sich – im Wort, in Brot und Wein, im Wasser der Taufe und im Gesang der Gemeinschaft. Und wo diese Vermittlung gelingt, stellt sich Gottes Gegenwart ein, die für die Betroffenen so unbestreitbar gewiss ist wie jede andere sinnliche Wahrnehmung. Da sind wir im Beten, Hören und Singen mit Gott verbunden.

Glaube kann sehr gut von alten Worten und Formen leben. Doch auch diese müssen sich immer wieder angeeignet und mit neuen Worten und frischen Formen verbunden werden, ganz gemäß dem Wort Jesu von dem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt (Matthäus 13,52). Wir alle kennen das Gefühl, wenn die Ausdrucksgestalt eines Glaubens (in einer Predigt, einem Lied oder Bild) nicht mehr passt. Langeweile stellt sich ein. Gerade die Künstler spüren so etwas. Das Psalmwort „Singt dem Herrn ein neues Lied“ (Psalm 96,1) ist Teil ihrer DNA. Gerade die Künstler merken wohl früher als andere, wenn es nicht mehr passt.

Was ist das Charisma des christlichen Künstlers? Er gibt dem Glauben neuen Ausdruck. Letztlich stehen die Künstlerinnen und Künstler damit vor derselben Herausforderung wie alle anderen Gläubigen auch. In der Regel merken sie es nur etwas früher. In jeder Kunst geht es darum, etwas Gestalt finden zu lassen. In einem Gedicht, einem Bild, einem Lied, einer Erzählung oder auch einem Film. Und in und mit dieser Gestalt bringen wir etwas zum Ausdruck. Und in diesem Ausdruck verbindet sich etwas, das uns berührt hat, mit dem, was wir an Dankbarkeit oder Trauer, Neugierde oder Ratlosigkeit damit verknüpfen. Und was uns beeindruckt ist kein Wunschkonzert. Wir erleben die Welt nicht „à la carte“. Was uns in der Tiefe berührt, bleibt immer unverfügbar. Glaube lebt von solchen Resonanzerfahrungen.

Offenbar befindet sich das Christentum gegenwärtig in einer Umformungskrise epochalen Ausmaßes. Wir alle werden mehr oder weniger heftig in neue Landschaften geführt, für die es noch keine Karte gibt. Und Glaube bleibt da lebendig, wo wir die Eindrücke unserer Lebensreise so zum Ausdruck bringen können, dass sich neue Verbundenheit mit Gott einstellt.

Eine zentrale Metapher, die Arne Kopfermann für diese Wegstrecke findet, hat mich besonders bewegt: das Kintsugi-Herz. Kintsugi ist eine klassisch japanische Reparaturmethode für Keramik. Zerbrochene Stücke eines Gebrauchsgegenstandes werden mit Kittmasse so neu verklebt, dass die Bruchstellen nicht verborgen, sondern mit Pulvergold hervorgehoben werden. Was für ein schönes Bild für geistliches Wachstum! Kein Scheitern vermag uns von der Liebe Gottes in Jesus Christus zu trennen. Es geht nicht darum, die Brüche der Vergangenheit zu verbergen. Scherben sind keine Schande. Wo wir am Ende sind, kann Gott aus den Bruchstücken unseres bisherigen Lebens Neues entstehen lassen. Kintsugi ist ein großartiges Bild gelebter Kreuzestheologie. Gott hat erwählt, was schwach und gering ist vor der Welt; denn die Schwachheit Gottes ist stärker als die Menschen sind (1. Korinther 1,25 f.). Die Gnade wird groß in zerbrechlichen Gefäßen (2. Korinther 4,7).

c) Gemeinschaft und Vielfalt

Die Eindrücke der eigenen Lebensreise so zur Darstellung zu bringen, dass sie Ausdruck des Glaubens sind, das ist das eine. Dieser Aufbruch findet in einer Umbruchszeit statt, in der nicht alle in die gleiche Richtung streben. Menschen entwickeln sich – allzu oft auseinander. Daher haben nicht wenige Angst vor Veränderungen, weil sie die Gemeinschaft nicht verlieren wollen, in der sie stehen. So versuchen sie, stehen zu bleiben, um nicht allein zu gehen. Und mit der Zeit geht es weder ihnen noch ihrer Gemeinschaft gut damit.

Menschen sind so verschieden. Manche müssen bestimmte Gedanken und Überzeugungen von sich stoßen, um weiterglauben zu können. Und andere sind überzeugt: Nur mithilfe genau dieser Überzeugungen können sie weiterglauben. Arne Kopfermann verweigert sich mit seinem Buch von Anfang an dieser Alternative. Er bricht auf und bleibt verbunden. Er lässt manches los, aber er wirft nichts weg. Vielleicht hat mich das am meisten berührt. Eigentlich kann es nur so gehen. Möglichst viele bleiben zusammen, einige stoßen neu dazu, voller Neugierde. Manche wenden sich ab, weil es für sie nicht mehr passt. Andere finden neu zusammen. Aber der Schmerz ist ohne Bitterkeit, und Freude wird niemals zur Schadenfreude.

Menschen sind so verschieden. Alle Stränge des gegenwärtigen Christentums tun sich damit schwer, die schiere Vielfalt dessen auszuhalten, was sich heute alles „christlich“ nennt. Arne Kopfermann ist auch studierter Soziologe. Und diese Brille hilft ihm, vieles einzuordnen. In den Missionswissenschaften hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass Menschen von unterschiedlichen Grundbedürfnissen bestimmt werden. Sie sind unterschiedlich stark von Schuldfragen oder Schamerleben betroffen. Und diese Unterschiede zeigen sich immer mehr auch in unserer Gesellschaft. Was dem einen eine große Hilfe wird, das lässt den anderen kalt und umgekehrt. Und weiter: Menschen gehören unterschiedlichen Generationen an – und das ist nicht immer oder nur eine Frage des Alters. Unterschiedliche Mentalitäten haben unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten geprägt und damit ganz verschiedene Orientierungen (vormodern, modern, postmodern) hervorgebracht. Nur in einem scheinen sich alle einig zu sein: So vieles ist heute gleichzeitig. In so vieles bekommen wir Einblick. Geschlossene Räume werden durchlässig. Inmitten dieser Vielfalt sind wir alle auf unserer Glaubensreise. Die soziologische Brille hilft zu verstehen, dass manche Unterschiede mehr mit Kultur zu tun haben als mit Theologie.

d) Theologie und das Geheimnis Gottes

Und zuletzt wagt Arne Kopfermann sich auch an theologische Fragen. Denn es waren nicht nur ein paar Liedzeilen, nicht nur eine Lobpreiskultur, die in der Krise nicht standhielt. Es waren auch Überzeugungen, die fraglich wurden. Große theologische Fragen brechen auf: Wer ist Gott? Was ist die Bibel? Manche Formen von Theologie können Schaden zufügen. Wenn sie zur Ideologie gerinnen, die dazu anhält, eigene Fragen und Zweifel nicht ernst zu nehmen. Wenn sie Erfahrungen unterdrücken, unterschiedliche Erkenntnisse nicht zulassen können, dualistisches und autoritäres Denken fördern oder Ausgrenzung statt Liebe stiften.

Theologie kann ein Wespennest sein. Und damit meine ich jetzt nicht nur die zeittypische Erfahrung, dass viele Menschen heute nach der Wahrnehmung von ein paar Blog-Texten und YouTube-Beiträgen ehrlichen Herzens überzeugt sind, über die dort verhandelten Fragen viel besser Bescheid zu wissen als Menschen, die sich jahrzehntelang damit auseinandergesetzt haben. Dergleichen muss man mit Milde ignorieren. Nein, es gibt auch ernsthafte, gravierende Verunsicherungen, die sich durch alle Kirchen hindurchziehen. Nirgendwo ist das theologische Nachdenken so schwierig wie dort, wo der Glaube in einer dichten Gemeinschaft gelebt wird und die Einheit in Grundfragen des Glaubens nicht nur als wichtig gilt, sondern als das, was die Gemeinschaft überhaupt zusammenhält.

Man könnte denken: Jemand muss Arne warnen, „Let it Be“ singen, gute Ratschläge geben wie „Bleibe bei deinen Leisten, singe deine Lieder, erzähle aus deinem Leben, aber lass die Finger von der Theologie …“. Aber Gott sei Dank hat das keiner getan. Denn es ist so wichtig, dass wir alle miteinander im Gespräch bleiben, dass die Experten nicht um sich selbst kreisen, dass die wachen, frommen Menschen sich mit ihrer Erfahrung einbringen und ihrerseits hören und lernen, was andere vor ihnen schon gedacht haben.

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