Manfred Fankhauser - Cannabis in der Medizin

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Cannabis als Medizin ist heute weltweit ein grosses Thema im Gesundheitswesen. Immer mehr Menschen profitieren von Arzneimitteln auf Hanfbasis oder von Cannabinoiden wie THC und CBD, die als pharmazeutische Präparate inzwischen bei zahlreichen chronischen Krankheiten mit Erfolg zum Einsatz kommen.
Die Schweizer Pharmazeuten Manfred Fankhauser und Daniela E. Eigenmann liefern in diesem praxisorientierten Buch Fakten zur Hanfmedizin – für Ärzte und Apotheker, für betroffene Patienten, Angehörige und alle, die sich für medizinisches Cannabis interessieren.
Nach einer Einführung zur Geschichte der Cannabismedizin und einem Überblick zum Einsatz von medizinischem Cannabis erklären die Autoren die Unterschiede zwischen den aktuell verfügbaren cannabinoidhaltigen Präparaten und legen dabei den Fokus auf deren praktische Anwendung. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Cannabismedikamente
in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden erläutert. Ein Kapitel widmet sich speziell der Verschreibungspraxis in der Schweiz.
Fallberichte von Patienten geben Einblick in die konkreten Einsatzgebiete und Expertengespräche erhellen den aktuellen Stand der Forschung.
Mit einem Vorwort von Dr. med. Franjo Grotenhermen

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«Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Missbrauch von Cannabis als medizinische Substanz häufig stattfindet oder dass sein medizinischer Gebrauch zu der Entwicklung einer Cannabisabhängigkeit führen könnte. Cannabis wird gegenwärtig nur noch in geringem Ausmaß für medizinische Zwecke verwendet, es wäre aber von Wert, seinen Status als therapeutisch beizubehalten. Es besteht die Möglichkeit, dass durch eine Wiederaufnahme der Untersuchungen über die Wirkung von Cannabis möglicherweise andere Vorteile der Substanz entdeckt werden, als bei ihrem gegenwärtigen medizinischen Gebrauch zu sehen sind« (MIKURIYA 1982: 93).

Einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über Abhängigkeit und Gefährlichkeit lieferte der US-amerikanische LaGuardia Report(Originaltitel: Mayor LaGuardias’s Comitee on Marihuana, New York: The Marihuana Problem in the City of New York. Sociological, medical, psychological and pharmacological studies ) aus dem Jahr 1944. Aufgrund der in Amerika weit verbreiten Meinung, dass der Marihuana-Konsum in einigen Städten der Vereinigten Staaten ein bedrohliches Ausmaß angenommen habe, berief der damalige Bürgermeister von New York, Fiorello LaGuardia, eine Expertenkommission ein, um eine wissenschaftliche Untersuchung durchzuführen. Mediziner und Soziologen konnten jedoch nicht bestätigen, dass die allgemeinen Vorurteile gegenüber Marihuana berechtigt waren. Nach ungefähr vierjähriger Arbeit stellte die Expertengruppe zusammenfassend fest:

«Personen, die mehrere Jahre lang Haschisch geraucht haben, zeigten keine geistigen oder körperlichen Schäden, die der Droge zugeschrieben werden können» (LEONHARDT 1970: 26).

Obschon seit Beginn des 20. Jahrhunderts laufend neue industriell hergestellte Cannabismedikamente auf den Markt kamen, ging der Gebrauch der Hanfpräparate in einigen Ländern (zum Beispiel in England) bereits wieder zurück (zu den Gründen siehe weiter unten).

Die wissenschaftliche Erforschung des (Indischen) Hanfs hingegen wurde intensiv weitergeführt. Weiterhin waren es vor allem die Franzosen, die sich auf dem Gebiet der Hanfforschung hervortaten. Ein immer wiederkehrendes Thema war die Standardisierung der Hanfmedikamente: man war bemüht, diese sicherer zu machen. Auch in anderen Ländern Europas, beispielsweise Deutschland, blieb die pharmakologische Forschung mit Hanf nicht stehen. Renommierte deutsche Firmen wie Boeringer Ingelheim und insbesondere Merck in Darmstadt interessierten sich sehr für Cannabis. Merck wurde im Laufe der Zeit zum wichtigen Lieferanten für cannabishaltige Halbfabrikate wie Cannabinum tannicum (vgl. Abb. 10 ), aus welchem die Apotheken gebrauchsfertige Medikamente (zum Beispiel Pillen) herstellten. In der Schweiz nahmen die Basler Platzhirsche Hoffmann-La Rocheund die Ciba(später Ciba-Geigy, heute Novartis) eine Pionierrolle ein. Interessant ist, dass sich die dritte große Basler Firma, Sandoz(heute Novartis), damals anscheinend nicht mit Hanf beschäftigte. Aufgrund ihrer damaligen Spezialisierung in Richtung Pflanzenalkaloide ließe sich dies zwar vermuten, aber es finden sich keine Hinweise darauf. Der Entdecker des LSD, Albert Hofmann, der seit 1929 bei Sandoz beschäftigt war, hatte zwar im Laufe der Zeit mit einigen psychotropen Substanzen nebst LSD experimentiert, nie aber mit Cannabis, wie er in einer persönlichen Mitteilung festhielt (briefliche Mitteilung von A. HOFMANN 1994).

Abb 10 Inserat der Firma Merck Darmstadt um 1885 Abb 11 Sammlung - фото 12

Abb. 10: Inserat der Firma Merck, Darmstadt, um 1885.

Abb 11 Sammlung Tschirch Exponate von Cannabis indica und Cannabis sativa - фото 13

Abb. 11: Sammlung Tschirch: Exponate von Cannabis indica und Cannabis sativa.

In der Schweiz war es neben Basel vor allem die Hauptstadt Bern, welche sich zur eigentlichen Hochburg der Haschischforschung entwickelte. Unter der Leitung des bekannten Pharmakologen Emil Bürgierschienen in der Zeit von 1910 bis 1946 circa 30 Dissertationen zum Thema Cannabis. Bei einer Mehrzahl dieser Arbeiten wurde die Kombination eines Arzneistoffes mit Cannabis untersucht. Praktisch immer kamen die Autoren zu einem positiven Ergebnis in dem Sinne, dass eine Wirkungsverstärkung eintrat. Aufgrund dieser Ergebnisse kamen schließlich die hanfhaltigen Medikamente Indonal «Bürgi«, Indothein «Bürgi» und das Schlafmittel Satival auf den Markt.

Aus dieser Zeit stammt die vom bekannten Pharmakognosten und Pharmazieprofessor Alexander Tschirchaufgebaute Drogensammlung in Bern. Die mehrere tausend Exponate umfassende Sammlung enthält auch einige Exemplare von Cannabis beziehungsweise Haschisch (vgl. Abb. 11).

Eine Ära geht zu Ende

Nachdem Cannabispräparate um die Jahrhundertwende noch rege benutzt worden waren, verschwanden sie gegen Mitte des 20. Jahrhunderts vollständig. Die Gründe dafür finden sich nachfolgend.

Medizinische Entwicklung

Für alle Hauptanwendungsgebiete von Cannabispräparaten wurden noch vor Beginn des 20. Jahrhunderts neue spezifische Arzneimittel eingeführt. Zur Behandlung von Infektionskrankheiten wie Cholera oder Starrkrampf entwickelte man Impfstoffe, die nicht nur wie Cannabis die Symptomatik bekämpften, sondern sogar Schutz vor Infektionen boten. Andere bakterielle Erkrankungen wie die Gonorrhoe, die häufig mit Cannabis therapiert wurden, ließen sich etwas später durch das Aufkommen der Chemotherapeutika erfolgreich behandeln. Als Schlaf- und Beruhigungsmittel erhielt Cannabis indica Konkurrenz in Form chemischer Substanzen wie Chloralhydrat, Paraldehyd, Sulfonal, Barbituraten und Bromural. Auch als Analgetika wurden Cannabispräparate – im Gegensatz zu zahlreichen Opiatmedikamenten – bald von chemischen Mitteln verdrängt. Antipyrin und vor allem Aspirin (Acetylsalicylsäure) erlangten schon kurz nach ihrer Einführung große Bedeutung.

Standardisierungsproblematik

Mehrmals wurde darauf hingewiesen, dass die unterschiedliche Wirksamkeit der Haschischpräparate auffiel. Verschiedene Faktoren wie Provenienz, Alter, Lagerung oder die Verarbeitungsform der Droge waren dafür verantwortlich, dass das Arzneimittel entweder hochwirksam war oder unwirksam blieb. Anders als beispielsweise bei Alkaloid-Drogen wie dem Opium gelang die Isolierung und vollständige Strukturaufklärung des Hauptwirkstoffes THC erst Mitte des 20. Jahrhunderts: damit verbunden war vorgängig die Schwierigkeit der Standardisierung.

Wirtschaftliche Aspekte

Durch Einschränkungen in den Produktionsländern (vor allem in Indien) und bedingt durch die beiden Weltkriege wurde es immer schwieriger, hochwertigen Indischen Hanf nach Europa zu importieren. Auch für Cannabis galt das Gesetz von Angebot und Nachfrage, was bedeutete, dass die Preise sowohl der Rohprodukte als auch der Präparate massiv anstiegen. In der Konsequenz bedeutete dies: Cannabismedikamente wurden (zu) teuer.

Rechtliche Einschränkungen

Durch die immer restriktiveren internationalen und nationalen Gesetzgebungen wurde die Verwendung von Cannabispräparaten je länger je mehr eingeschränkt. Immer öfter wurden Haschischpräparate der Betäubungsmittelpflicht unterstellt, was ihre Anwendung in der Praxis massiv erschwerte, bis schließlich ein generelles Verbot die Verwendung verunmöglichte. Im Jahr 1958 war die medizinische Verwendung von Cannabis weltweit noch in 26 Ländern der UNO erlaubt.

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