Manfred Fankhauser - Cannabis in der Medizin

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Cannabis als Medizin ist heute weltweit ein grosses Thema im Gesundheitswesen. Immer mehr Menschen profitieren von Arzneimitteln auf Hanfbasis oder von Cannabinoiden wie THC und CBD, die als pharmazeutische Präparate inzwischen bei zahlreichen chronischen Krankheiten mit Erfolg zum Einsatz kommen.
Die Schweizer Pharmazeuten Manfred Fankhauser und Daniela E. Eigenmann liefern in diesem praxisorientierten Buch Fakten zur Hanfmedizin – für Ärzte und Apotheker, für betroffene Patienten, Angehörige und alle, die sich für medizinisches Cannabis interessieren.
Nach einer Einführung zur Geschichte der Cannabismedizin und einem Überblick zum Einsatz von medizinischem Cannabis erklären die Autoren die Unterschiede zwischen den aktuell verfügbaren cannabinoidhaltigen Präparaten und legen dabei den Fokus auf deren praktische Anwendung. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Cannabismedikamente
in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden erläutert. Ein Kapitel widmet sich speziell der Verschreibungspraxis in der Schweiz.
Fallberichte von Patienten geben Einblick in die konkreten Einsatzgebiete und Expertengespräche erhellen den aktuellen Stand der Forschung.
Mit einem Vorwort von Dr. med. Franjo Grotenhermen

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In fast allen europäischen Ländern und in Amerika hatte sich der Gebrauch von Haschischpräparaten mittlerweile etabliert. Nach wie vor waren es Wissenschaftler aus England, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten, welche die Cannabisforschung konsequent vorantrieben: die auf dem Markt erhältlichen konfektionierten Präparate (die sogenannten Spezialitäten) stammten überwiegend aus diesen Ländern.

Es ist insbesondere das Verdienst der Firma E. Merckin Darmstadt, dass Cannabispräparate in Europa gegen Ende des 19. Jahrhunderts vermehrt verwendet wurden. Aber auch die Firma Burroughs, Wellcome & Co.in England stellte Cannabispräparate her. In den USA übernahmen die Firmen Squibbin New York, Parke-Davis & Co.in Detroit und später Eli Lilly & Co. in Indianapolis diese Aufgabe. Dank diesen (und einigen anderen) Unternehmen standen qualitativ hochwertige Rohstoffe und mehrere Fertigpräparate zur Verfügung.

Frankreich setzte seine fünfzigjährige Tradition fort: Weiterhin erhielten Ärzte und Apotheker ihre Doktorwürde aufgrund ihrer Arbeiten über Haschisch. Eine davon war die 1896 erschienene Dissertation Le chanvre indien des Arztes Hastings Burroughs, der seine Erkenntnisse wie folgt zusammenfasst: «In therapeutischen Dosen ist der indische Hanf ungefährlich und hätte es verdient, vermehrt benützt zu werden» (BURROUGHS 1896: 52).

In Deutschland schrieben zuerst die Doktoranden H.Zeitler ( Über Cannabis indica , 1885) und M. Stark ( Über die Anwendungsweise der neueren Cannabispräparate , 1887) ihre Promotionsarbeiten: im Jahr 1894 veröffentlichte der Apotheker Leib Lapinunter der Leitung der bekannten Pharmakologen Johann Georg Dragendorffund Rudolf Kobert(der dem Cannabis durchaus kritisch gegenüberstand) seine Dissertation Ein Beitrag zur Kenntnis der Cannabis indica . Im ersten Teil seiner Arbeit liefert er eine Übersicht über die dahin gebräuchlichen «Volks-, Fabrik- und officinellen Hanf-Präparate». Im zweiten Teil geht er auf die Pharmakologie des von ihm erstmals beschriebenen Cannabisderivats «Cannabindon» ein. Die Bemerkung im Vorwort seiner Untersuchung zeigt, mit welcher Unsicherheit man dem Indischen Hanf bezüglich Arzneimittelsicherheit nach wie vor begegnete:

«Wäre es so leicht die Haschischfrage zu lösen, so würde sie sicher schon einer der vielen früheren Untersucher gelöst haben: ich glaube, zur definitiven Lösung derselben einen Beitrag geliefert zu haben und dieser Glaube giebt mir den Muth, das Nachfolgende als Dissertation der Öffentlichkeit zu übergeben» (LAPIN 1894: 7).

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Abb. 8: Handelsübliche Aufbewahrungsgefäße für Cannabispräparate um 1900.

Einen außerordentlich wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur Cannabisforschung im 19. Jahrhundert lieferte der Indian Hemp Reportvon 1894. In dieser Erhebung, die England in seiner Kolonie Indien durchführte (insgesamt wurden 1193 Personen mündlich oder schriftlich eingehend zum Thema Cannabis befragt), ging es hauptsächlich darum, die Gewinnung von Drogen aus Cannabis, den Handel damit und dessen Auswirkungen auf die Gesamtbevölkerung zu untersuchen. Zudem sollte abgeklärt werden, ob ein Verbot dieser Präparate sich rechtfertigen ließe. Zu diesem Zweck wurde eine Expertenkommission gegründet, deren Bericht eindrücklich den Stellenwert des Genuss- und Heilmittels Cannabis in Indien gegen Ende des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Die Kommission kommt darin zum Schluss:

«Aufgrund der Auswirkungen der Hanfdrogen scheint es der Kommission nicht erforderlich, den Anbau von Hanf, die Herstellung von Hanfdrogen und deren Vertrieb zu verbieten» (LEONHARDT 1970: 186).

Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich der Indische Hanf einen wichtigen Platz in der Materia medica der westlichen Medizin erobert. Die Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung der Cannabispräparate war bis dahin praktisch inexistent. Der Würzburger Professor A.J. Kunkelhielt in seinem Handbuch der Toxikologie 1899 fest:

«Der chronische Missbrauch von Cannabis-Präparaten – Cannabismus – soll in Asien und Afrika sehr verbreitet sein. Er ist in Europa nicht beobachtet. Von indischen Ärzten werden dagegen häufig Fälle dieser Erkrankung berichtet» (KUNKEL 1899: 839)

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Abb. 9: Cannabishaltiges Hustenpulver für Kaiserin Sis(s)i.

Zusammengefasst: Die Mehrheit begrüßte den Einsatz von Cannabis als Medikament. Einige wenige hielten es für wertlos oder sogar gefährlich. In Bezug auf die unsichere – manchmal zu starke, manchmal zu schwache – Wirkung der Hanfpräparate war man sich hingegen einig. Dieses Problem wurde erst viel später durch das Standardisieren der wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe (insbesondere von THC) gelöst.

Eine prominente Patientin, die ein cannabishaltiges Präparat erhielt, war die Kaiserin von Österreich, Elisabeth(berühmt als Sisioder Sissi). Es ist bekannt, dass sie, vermutlich aufgrund der Belastung durch ihre Rolle, oft krank war und an verschiedensten Beschwerden litt, so auch unter starkem Husten. Die königliche Hofapotheke stellte eigens für sie – und später auch für ihre Tochter Marie Valerie – ein cannabishaltiges Hustenpulver her, das durch den bekannten Arzt Prof. Carl Braun verordnet wurde. Außergewöhnlich ist, dass Cannabis gegen Husten verschrieben wurde. Dies könnte damit zusammenhängen, dass eher die appetitstimulierende Wirkung des Hanfs gefragt war, denn die Kaiserin war für diese Zeit ausgesprochen schlank, und es wurde gemunkelt, dass sie unter Essstörungen leide: jedenfalls unterzog sich die Kaiserin in den letzten Lebensjahren immer wieder verschiedensten Diäten. Eine Hypothese lautet, dass ihr der Arzt, wie damals durchaus üblich, Cannabis, gegen Gonorrhoe (Tripper) verschrieb: allerdings war nie bekannt, dass auch ihr Ehemann unter dieser Geschlechtskrankheit litt. Das führte zu Spekulationen, da «Sissi« gerade in dieser Zeit Bekanntschaften zu anderen Männern pflegte (FELLNER, UNTERREINER 2208: 113-115).

Cannabis als Arzneimittel im 20. Jahrhundert

1900–1950

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen vermehrt chemisch orientierte Arbeiten über Cannabis. Man war bestrebt, das Geheimnis des «aktiven Prinzips» dieser Pflanze zu lüften. Weiter war die erwähnte Standardisierungsproblematik der Haschischpräparate Gegenstand vieler Publikationen. Ein ebenfalls nicht neues, aber immer wieder aufgenommenes Thema war die Untersuchung der Wirksamkeit von einheimischem Hanf. Überhaupt begann man nach dem ersten Weltkrieg Faserhanf wieder vermehrt zu untersuchen, weil Indischer Hanf in Europa praktisch nicht mehr erhältlich war.

Es hatte zwar immer Hinweise gegeben, die auf Vergiftungsfälle mit Haschisch aufmerksam machten. Die Gefahr von Abusus sah man jedoch nach wie vor als inexistent oder zumindest als gering an. In den ersten internationalen Vereinbarungen über die Betäubungsmittel, die kurz nach der Jahrhundertwende getroffen worden waren, war Cannabis noch kein Thema (vgl. Kapitel 7 ). Erst im Laufe der Zeit gab es vereinzelt Stimmen, die sich zur Frage eines eventuellen Missbrauchs äußerten. Noch 1937 hielt die American Medical Association fest:

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