Er liegt schon, alle viere von sich gestreckt, im Gras und muss erst einmal verschnaufen, als zu seinem Glück die Henne Henriette geradewegs auf ihn zukommt und ihn findet. Sie ist auch unterwegs, um nach Würmern und Käfern zu scharren. Die Henne ist nett und fragt den entkräfteten Findling, ob sie ihm helfen kann. Igor schildert ihr seine Lage. Froh, dass jemand ihn nicht im Stich lässt, nimmt er ihre Hilfe gerne an.
Für Henriette ist das kein Problem, sie pickt den Apfel einfach von Igors Rücken und lässt sich einen Teil davon schmecken. Auf das Angebot, auch ein Stück des Apfels zu naschen, muss der Igel leider dankend ablehnen, der bekommt ihm nicht, er würde davon nur Bauchschmerzen bekommen.
Der Igel bedankt sich herzlich bei der Henne. Weil Henriette des Öfteren in den Obstgarten kommt, beschließen sie von nun an, dicke Freunde zu werden.
Eva Prinz wurde 1968 geboren. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Als abendliche Freizeitbeschäftigung lässt die Landwirtin ihrer Fantasie gern freien Lauf und bringt sie zu Papier.
*
Es war einmal ein Teddybär,
der hatte es im Leben schwer.
Noch sehr jung und unerfahren,
fingen die Probleme an:
Ganz wild und struppig war sein Fell,
ihn zu verkaufen, ging nicht schnell.
Irgendwann, nach langer Zeit,
war es dann endlich so weit.
Eine Frau sah ihn am Fenster draußen
und entschied sich, ihn zu kaufen.
Sie wollt’ ihn ihrer Tochter geben –
für den Bären ein neues Leben!
Doch auf dem Weg zum neuen Heim,
fiel ein Knopf von seinem Leim.
Nur ein Auge blieb ihm übrig,
das fand die Tochter gar nicht niedlich.
Das Kind, das wollt’ ihn nimmer mehr
und gab ihn dann gleich wieder her.
Der Bär, der kam schnell auf den Müll,
und weinte, weil ihn keiner will.
Doch plötzlich, niemand hätt’s gedacht,
hat das Glück ihn angelacht!
Ein junges Mädchen fand ihn dort
und sprach gleich zu ihm vor Ort:
„Süßer Bär, du heißt nun Klaus,
und ich nehm’ dich mit nach Haus!“
Die Freude, die war riesengroß,
und schon gingen beide los.
Im neuen Haus sah er sich um,
vor lauter Staunen blieb er stumm.
Denn Klaus bekam ’nen schönen Platz,
behütet wie ein großer Schatz.
In einem Zimmer voller Teddybären –
der schönste Ort zu seinen Ehren!
So ein Glück war kaum zu fassen,
drum musste er fragen, er konnt’s nicht lassen:
„Liebes Mädchen, sage mir,
bleib ich denn nun wirklich hier?“
Das Mädchen sah ihn lächelnd an,
voller Stolz, und sagte dann:
„Ihr Teddys seid doch meine Freunde,
hier geschieht euch nichts zuleide.
Drum brauchst du gar nicht traurig sein,
denn Freunde lässt man nie allein!“
Den Teddy machte das sehr froh –
und es war auch wirklich so!
Ein großes Glück für das Plüschtier,
denn er blieb für immer hier.
Und er spürte Tag für Tag,
dass sie ihn auch wirklich mag.
Sein Leben war nun immer heiter,
glücklich, fröhlich und so weiter.
Denn eines weiß nun jedes Kind:
Glück ist dort, wo Freunde sind.
Natascha Handy wurde 1991 geboren und lebt in Graz. Sie veröffentlicht regelmäßig Kurzgeschichten für Kinder und Erwachsene. Neben der Schriftstellerei interessiert sie sich für Tiere und die Natur.
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