Martina Meier - Schwein gehabt

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Wir wollen sie erzählen, die kleinen und großen Geschichten vom kleinen und großen Glück – für kleine und große Leute. Unsere Gedichte, Haikus, Märchen, Erzählungen drehen sich genau um das, was uns allen so wichtig ist … glücklich zu sein.
Zuletzt kannst du es spüren,
das Glück kann nur dein Herz berühren,
wenn du dich frei machst von materiellen Dingen.
Jetzt kann dein Herz vor Leichtigkeit springen!
(Katja Lippert)

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Das kleine Glück war bestürzt und machte vor Schreck einen Sprung in die Luft. Dass eine Katastrophe nahte, ahnte es ja seit Langem. Aber dass sie ein solches Ausmaß annehmen würde, übertraf seine schlimmsten Befürchtungen. Nachdem es eine Weile scharf nachgedacht hatte, schoss ihm plötzlich eine Lösung in den Kopf.

Entschlossen rannte es los. „Die Glücksritter!“, keuchte es. „Jetzt können nur noch die Glücksritter helfen.“ Sie lebten im Niemandsland am Fuße des Berges, abgeschottet vom Rest der Welt, waren etwas verrückt und selbstverliebt. Man sagte ihnen übermenschliche Kräfte nach, was den Menschen ein wenig Unbehagen bereitete, und sie gaben sich nicht sonderlich gerne mit ihnen ab.

In dieser besonderen Not war es jedoch vertretbar, sie in ihrer überirdischen Idylle zu stören, fand das kleine Glück. Schließlich waren sie ebenfalls vom Stillstand der Welt betroffen. Auch wenn es ihnen noch gar nicht aufgefallen war, da sie ohne Unterlass mit sich selbst beschäftigt waren.

Die Glücksritter sattelten ihre stolzen Pferde und machten sich sofort auf den Weg zur mittigsten Mitte der Erde. Nur sie wussten, dass sich dort in der Tiefe ein goldener Hebel befand. Mit sehr viel Kraft, über die sie ja verfügten, konnte man ihn betätigen, und im Nu fing die Welt wieder an, sich zu drehen.

Alle Erdbewohner atmeten erleichtert auf und waren zutiefst dankbar. Das Unheil war abgewendet, und das Leben konnte wieder von vorne beginnen. Die Glücksritter kehrten heim ins Niemandsland mit einem sonderbar verschmitzten Lächeln im Gesicht. Und nur das kleine Glück bemerkte die kleine, aber weittragende Veränderung. Fast kam es ihm vor, als würde sich die Welt ein kleines bisschen langsamer drehen als zuvor. Denn die Menschen, die sich in Zeitlupe bewegten, hatten plötzlich viel mehr Zeit, das kleine Glück zu beachten. Das war ganz wunderbar! Es konnte wachsen und gedeihen. Und da die Menschen dem kleinen Glück von nun an nahezu täglich begegneten, kamen sie auch mal eine Weile ohne es aus. Und das war gut, denn in dieser Zeit machte es Urlaub bei den Glücksrittern, um einmal so richtig durchzuschnaufen.

Claudia Lüer, 1970 im niedersächsischen Braunschweig geboren, brachte als Förderschullehrerin schon vielen Kindern das Lesen und Schreiben bei. Sie liebt schöne Musik, das Meer, Sommerabende und den Duft nach frisch Gebackenem.

*

War das Glück?

Lieschen Müller ist ziemlich empört,

Anna hat sie während der Mittagsruhe gestört,

dass ihren Hardy starke Schmerzen quälen

und dass das Auto dahin ist, will sie erzählen.

„Wir waren ja auf dem Weg nach Tirol,

nach hundert Kilometern ein Stau – ganz toll“,

berichtet sie, „Hardy hat geschimpft und geflucht

und die Weiterfahrt auf der Landstraße versucht.

Aber so richtig vorwärts sind wir nicht gekommen,

dann hat uns jemand die Vorfahrt genommen,

Hardy trat voller Wut voll auf das Gaspedal,

überholte den Kerl und landete im Hühnerstall.

Das Auto kaputt, Hardys Bein war gebrochen,

und alles hat nach Hühnerscheiße gerochen,

die Rückfahrt erfolgte im Krankenwagen,

trotzdem – wir hatten Glück – muss ich sagen.“

Lieschen lehnt sich sinnierend im Sessel zurück.

Leichtsinn und Beinbruch ist das Glück

und geht dem Glück ein Unglück voraus?

Diese Gedanken sind für Lieschen ein Graus.

Margret Küllmar, geb. 20.06.1950, aufgewachsen auf einem Bauernhof in Nordhessen, nach der Schule Ausbildung in der Hauswirtschaft, dann Lehrerin an einer Berufsschule, jetzt im Ruhestand, schreibt Kurzgeschichten und Gedichte. Veröffentlichungen in zahlreichen Anthologien und von drei eigenen Lyrikbänden.

*

In der Kathedrale

Der weiß-braun gefleckte Hund schläft. Gleichmäßig hebt und senkt sich sein Brustkorb. Im Schatten auf den Pflastersteinen liegt der entspannte Vierbeiner neben der in Blau eingefassten Tür des Souvenir-Geschäfts, das Korbwaren aller Art anbietet. Er bemerkt nicht die Katze, die die Gasse entlang schleicht, zu einem Sprung ansetzt, um durch ein offenes Fenster in ein Haus zu verschwinden. Der Hund hat es gut, er macht es goldrichtig und verschläft die heiße Zeit des Tages. Verlockend gemütlich sieht es aus, wie er dort hinter dem bunten Sammelsurium an Körben, Taschen, Teppichklopfern und Kinderstühlen friedlich schlummert.

Ich wünschte, ich könnte es ihm gleichtun. Irgendwo im Schatten verweilen, ein kaltes Getränk in Reichweite, Löcher in den blauen Himmel starren oder sogar ein Nickerchen machen … Und was tue ich stattdessen? Ich absolviere einen Sightseeing-Marathon. Seit acht Stunden bin ich wach, seit sechs Stunden auf den Beinen. „Es ist Urlaub“, rufe ich mir wiederholt ins Gedächtnis, trotzdem habe ich ein durchorganisiertes Programm wie im Arbeitsalltag. Nein, straffer strukturiert ist es. Natürlich sehe ich unglaublich viel in kurzer Zeit. Bei der Wärme fällt es mir allerdings schwer, die zahllosen Eindrücke aufzunehmen. Eine Sehenswürdigkeit jagt die nächste, eine Aneinanderreihung von kulturellen Highlights ist es – und gleichzeitig prasselt ein Stakkato an Informationen auf mich ein.

Warum nicht einen Moment länger verharren, schauen, sich am Anblick erfreuen? Versuchen, eine lateinische Inschrift zu entziffern? Oder einen schönen Innenhof, der in keinem Reiseführer als sehenswert erwähnt wird, bestaunen, weil er in meinen Augen paradiesisch ist und in ihm ein Orangenbaum blüht, der einen herrlichen Duft verströmt und Bienen im blassblau blühenden Rosmarin summen?

Innehalten … Verlockend erscheint es mir gerade in diesem Moment.

Die Entspannung kommt auf dieser Reise entschieden zu kurz, finde ich, auch wenn es jeden Abend Zeit zur freien Verfügung gibt. Aber dann sind wir in einem Hotel. Lieber hätte ich Freizeit an den Sehenswürdigkeiten, würde dort zu gerne ein wenig länger bleiben. Oder wie wäre es mit einer kleinen Siesta, wie es dieser Hund macht?

Genug geträumt, diese Zeit habe ich nicht. Wo ist der pinke Regenschirm, das Erkennungsmerkmal unserer Reiseleitung, der immer wie ein gigantischer Pilz aus der Menge ragt? Bestimmt fünfzig Meter weiter entdecke ich ihn in der Gasse, die seicht den Berg hinaufführt. Also nichts wie hinterher, jetzt muss ich rennen. Nie wieder eine Gruppenreise, schwöre ich mir nicht zum ersten Mal in letzter Zeit. Schnell ein Foto von dem Hund, dessen idyllisches Bild sich in mein Gedächtnis brennt … Und auf zur letzten großen Sehenswürdigkeit des Tages, der Kathedrale. Geplante Besichtigungsdauer: eineinhalb Stunden.

„Vielleicht kann ich mich absetzen“, geht mir durch den Kopf, als ich durch die Gasse haste. Ich möchte nicht die Kirche, den Kreuzgang, das Museum darin und die Sakristei besichtigen, um mich dann im Anschluss die vielen Stufen hoch in den Glockenturm zu schleppen.

Im Schatten der mächtigen Platanen, die vor dem Gotteshaus wachsen, japse ich nach Luft und zücke mein Taschentuch, um mir die Schweißperlen von der Stirn zu tupfen. Die Fakten zur Geschichte dieser Kirche, die die Dame unter dem pinken Schirm herunterbetet, schwirren wie die Schwalben am Himmelsblau durch die Luft und ich mache mir nicht die Mühe, aufmerksam zuzuhören. Mein Blick schweift ziellos umher und bleibt letztendlich wieder an der Kathedrale hängen. Ich sehe die beiden ungleichen Türme der Kirche, beeindruckende Wasserspeier, das hübsche Portal, flankiert von den steinernen Figuren der Apostel. Imposant ist sie, die Kathedrale. Ohne Zweifel.

Wir verlassen den Schatten, queren den Vorhof, der im gleißenden mittäglichen Sonnenschein schläft. Die Mittagshitze ist dazu geeignet, den letzten Funken an Elan wegzubrennen. Kein Einheimischer ist jetzt freiwillig unterwegs, und wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann höchstens in einem gemächlichen Spazierschritt, keineswegs forsch wie wir.

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