Iain Lawrence - Winterpony

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Winterpony: краткое содержание, описание и аннотация

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In den weiten Wäldern Sibiriens streift zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein junges weißes Pony frei im Schutz seiner Herde umher. Doch alles ändert sich, als es von Menschen gefangen wird. Zusammen mit zwanzig anderen Ponys wird es als Zugpferd für die Expedition von Robert F. Scott ausgewählt, der als erster Mensch den Südpol erreichen will. Ein Abenteuer beginnt …
Die Männer geben dem Tier auch einen Namen: James Pigg. Als das Team den Boden der Antarktis betritt, wird das Pony zum Teilnehmer eines spektakulären Wettrennens. Denn Roald Amundsen hat überraschend angekündigt, ebenfalls als Erster den Südpol betreten zu wollen. Aber nur eine Mannschaft kann gewinnen, und nicht jeder kann überleben – noch nicht einmal die Tiere.

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Hin und wieder teilte sich das Eis mit einem deutlichen Beben, und das Schiff fuhr ein Stück weiter, manchmal mit gesetzten Segeln, manchmal mit dem Motor. An einigen Tagen kamen wir nicht einmal eine Meile voran, und an anderen wurden wir von den Eisschollen rückwärts gedrückt. Hin und wieder erreichten wir offenes Wasser und segelten eine gute Strecke, doch schon bald kesselte uns das Eis wieder ein, und die Warterei ging von Neuem los.

Die Tage glichen einander wie ein Ei dem anderen, außer einem Tag, den die Männer Weihnachten nannten. An diesem Tag brachte mir Mr. Oates einen besonderen Keks, und danach bekam ich von Taff Evans einen Presskuchen. Ich konnte mein Glück kaum fassen – zwei Leckereien an einem Tag! Und das, obwohl ich nichts weiter getan hatte, als in meiner Box zu stehen. Aber damit war Weihnachten noch nicht zu Ende. Nach dem Abendessen kam Captain Scott, gefolgt von drei oder vier Männern, einer nach dem anderen. An diesem Tag bekam ich mehr Köstlichkeiten und mehr Streicheleinheiten als in meinem ganzen Leben zuvor.

Der Letzte, der zu mir kam, war ein Matrose namens Patrick Keohane, der eine lustige Art zu sprechen hatte, weil er von einem Ort namens Irland stammte. Er schenkte mir ein Stück Apfel, der erste seit sehr langer Zeit, und er blieb eine ganze Weile bei mir und tätschelte mich. «In Irland sind sie jetzt alle in der Kirche, weißt du», sagte er. «Ja, sie sitzen in der Kirche und sprechen vielleicht auch ein Gebet für mich. Den ganzen Tag schon musste ich an sie denken. Oh, wie sehr ich heute Morgen mein Zuhause vermisst habe!» Die Hände des Matrosen waren schwielig und rot. Er drückte mein Ohr in seiner Faust, fest und sanft zugleich. «Ich habe an die Schafe gedacht. An den Klee», sagte er. «Alles ist grün in Irland, das ganze Jahr über. Es würde dir da bestimmt gefallen.»

Ich nickte mit dem Kopf und schnaubte leise, während ich mich an ihn drückte. Er streichelte mir seitlich über die Nase.

«Du armer Kerl hast keine Ahnung, was uns bevorsteht.» Er kicherte leise. «Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich es selbst weiß. Aber ich kann es mir vorstellen und du nicht. Und ich frage mich: Wer von uns beiden ist eher zu beneiden? Ich glaube, ich würde mit Freuden den Platz mit dir tauschen.»

Vielleicht wäre er noch länger geblieben und hätte mit mir geredet, aber dann kam ein anderer Matrose, und Mr. Keohane war auf einmal verlegen, weil er sich mit einem Pony unterhalten hatte. Er versetzte mir einen freundschaftlichen Schubser und schlenderte dann davon.

«Frohe Weihnachten, James Pigg», sagte er.

Im Norden stand die Sonne nur noch sehr niedrig am Himmel. Das Eis schimmerte in unzähligen Farben, meistens in Blau- und Rottönen. Dann fingen die Männer unter Deck an zu singen. Ihre Lieder waren ernst und langsam, aber ich war glücklich in jener Nacht. Ich fühlte mich als ihr Kamerad.

Am letzten Tag des Jahres erblickte Captain Scott die Berge auf dem Land vor uns. Er stand an der Reling, den Kopf über eine Packkiste gereckt, und starrte sehnsüchtig nach Süden, wie ein Murmeltier, das aus seiner Erdhöhle lugt.

Als er die Berge sah, fing er an zu jubeln, woraufhin alle nach Süden schauten und jubelten. Ich spürte eine Erregung, die sich wie ein Lauffeuer auf dem Schiff ausbreitete. Selbst die Hunde wurden unruhig, auch sie fühlten, dass sich etwas verändert hatte, dass etwas bevorstand. Auf Captain Scotts Miene lag ein triumphaler Ausdruck, als ob sein ganzes Ziel darin bestanden hätte, bloß diese Berge zu sehen, und er jetzt umdrehen und nach Hause fahren könnte.

Aber stattdessen fuhren wir weiter. Das Eis knarrte am Rumpf entlang, während wir uns Stück für Stück immer weiter nach Süden schoben, auf diese Berge zu. Und zwei Stunden später endete ein Jahr und ein neues begann. Obwohl das für mich keine Rolle spielte.

Für die Männer war es nun 1911.

Am dritten Tag des neuen Jahres sahen wir auch das Land entlang des Meeres. An was für einen schrecklichen Ort waren wir gekommen – in eine Welt, die sich mit riesigen Mauern aus Felsen und Eis zu schützen schien! Es gab Berge, die aufragten wie die Reißzähne eines Hundes. Einer hatte einen abgeflachten Gipfel, aus dem eine Rauchwolke quoll, als ob in seinem Inneren ein mächtiges Feuer brannte. Zwischen den Bergen stürzten Gletscher ins Tal und kalbten mit einem beständigen Dröhnen und Donnern ins Meer. Die Klippe vor den Gletschern ragte höher auf als die Masten unseres Schiffes, und haushohe Eisblöcke brachen ab und stürzten ins Wasser. Dort, wo die Eisberge durch das Wasser mahlten, brodelte die See.

Bei dem Anblick beschlich mich eine ungute Vorahnung. Die Gesichter der Männer waren mit einem Mal grimmig und nachdenklich geworden. Aus schmalen Augen betrachteten sie Schnee, Eis und die Berge, vermieden es aber, sich gegenseitig anzusehen. Das Land war so kalt und kahl, dass ich unwillkürlich zitterte. Nirgends sah ich Bäume oder Blumen, weder Gras noch Klee, überhaupt keine Pflanzen.

Aber Captain Scott schien sehr zufrieden zu sein. Man merkte ihm an, dass er diesen Ort liebte. Er nannte die Berge bei ihren Namen, genauso wie die Buchten und Landzungen und den rauchenden Gipfel mit seinem weißen Dampf. Er lenkte das Schiff am Rand der Eisklippe vorbei, erst um eine Biegung, dann um eine nächste. Vor uns lag eine Insel, die aber ganz anders war als diejenige, von der wir kamen. Eis statt Wasser umgab sie von drei Seiten, und der Strand bestand aus einem schwarzen Sandstreifen, der nicht zum Rennen oder Toben einlud.

Captain Scott kannte jeden Zentimeter. Ein schneebedeckter Strand tauchte genau da auf, wo er ihn vorhergesagt hatte, und er brachte das Schiff längsseits eines Eisbandes, das vor der Küste trieb. Die Männer warfen den Anker aus und machten das Schiff auf dem Eis fest. Die Taue gefroren, sodass sie steif und gerade waren wie Eisenstangen.

Die Hunde gingen zuerst von Bord. Sie sprangen einfach über die Reling. Dann wurde die Ponykiste hervorgeholt, und diesmal freute ich mich sogar, sie zu sehen. Weary Willy wurde zuerst ausgeladen. Er machte einen Satz aus der Kiste, sobald die Tür geöffnet wurde, warf sich auf das schneebedeckte Eis und räkelte sich auf dem Rücken wie eine Katze, mit allen vier Beinen in der Luft. Ich war so voller Vorfreude, dass ich in der Kiste kaum stillhalten konnte. Und genau wie Weary Willy legte auch ich mich gleich hin und rollte mich ausgiebig hin und her. Ein paar der Männer lachten über mich. Aber das war mir egal. Es war ein herrliches Gefühl, sich strecken und kratzen zu können, die Läuse und losen Haare abzurubbeln. Und meine Beine freuten sich, denn zum ersten Mal seit vierzig Tagen mussten sie mich nicht tragen.

Weary Willy knabberte an meinem Schorf und an den Läusebissen. Ich tat das Gleiche für ihn und dann für Jehu und Nobby, als sie sich zu uns gesellten. Wir standen zufrieden beisammen und gaben uns der Fellpflege hin.

Unter den Männern gab es einen sehr netten Kerl mit einem sehr pompösen Namen. Mr. Apsley Cherry-Garrard. Für mich – und für alle anderen – war er bloß Cherry. Er war sechsundzwanzig, was einem Pony uralt vorkommt, für einen Menschen aber noch ziemlich jung ist. Er kümmerte sich um Weary Willy, und zwar mit einer großen Fürsorge. Cherry konnte nur dann sehen, wenn er zwei Glasscheiben auf der Nase sitzen hatte, als ob er seine Augen außerhalb seines Kopfes trüge. Er hatte die Aufgabe, die Tiere zu studieren, die in diesem winterlichen Land lebten, und er war womöglich der glücklichste Mann an Bord, denn er war umringt von lauter merkwürdigen Lebewesen.

Auf dem Eis lagen fette Robben, langgestreckt wie riesige Schnecken. Die schwarzen Raubmöwen hockten in großen Scharen dicht beieinander und machten einen bösartigen Eindruck. Und dann die Pinguine, Hunderte von ihnen, und alle fanden Cherry genauso interessant, wie er von ihnen fasziniert war.

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