Luca Caioli - Luis Suárez

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Luis Suárez: краткое содержание, описание и аннотация

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Luis Suárez ist einer der spektakulärsten, aber auch umstrittensten Spieler im heutigen Fußball. Von den einen wird er wegen Beißattacken gegen Gegenspieler als «Kannibale» verunglimpft. Die anderen feiern seinen unbändigen Siegeswillen und die sagenhafte Torausbeute. Dieses Buch zeigt, wie der Uruguayer wirklich tickt: angefangen bei seiner schwierigen Kindheit in Montevideo über den Wechsel nach Europa bis hin zu den großen Erfolgen mit dem FC Barcelona und der uruguayischen Nationalmannschaft. Interviews mit Suárez' Familie, Trainern und anderen Wegbegleitern zeichnen darüber hinaus ein ganz persönliches Bild dieses exzentrischen Fußballers. Sichtbar wird ein sympathischer, bescheidener Mensch, dessen Karriere ohne seine Jugendliebe und heutige Frau Sofía nicht denkbar gewesen wäre.

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Rodolfo Suárez schied bald aus der Armee aus und fing anschließend in einer Keksfabrik an. Sandra arbeitete als Putzfrau im Terminal Tres Cruces, dem zentralen Fernbusbahnhof Montevideos. Luis ging wie seine Brüder auf die Schule Nr. 171 in der Calle Nicaragua. Er mochte Mathe und hatte keine Probleme mit den Hausaufgaben. Wer weiß – vielleicht wäre er ein guter Buchhalter geworden, wenn es mit dem Profifußball nicht geklappt hätte. Die ersten Monate waren laut seiner Mutter trotzdem schwierig, weil Luis keinen Sinn in Multiplikationstabellen sah. Brauchte man ja nun mal nicht zum Toreschießen. Und Fußball liebte Luis eben über alles.

Luis’ erste Idole und Vorbilder kamen aus seiner Familie: Es waren sein Vater, der Rechtsverteidiger, und sein Bruder Paolo. Letzterer spielte damals für den Club Atlético Basáñez, 1994 und 1995 kurzzeitig Erstligist. Bei seinem Bruder schaute sich Luis Bewegungsabläufe ab, gleichzeitig brachte der ihm Tricks und Finten bei. Später galt Luis’ Verehrung dem Brasilianer Ronaldo, auch bekannt als „O Fenômeno“, dann dem Argentinier Fernando Cavenaghi (seinerzeit bei River Plate in Buenos Aires aktiv) und schließlich – ebenfalls aus Argentinien – Gabriel Batistuta, der unter anderem für den AC Florenz, AS Rom und Inter Mailand spielte. Batistuta repräsentierte den Typ des modernen Angreifers und war damit ein gutes Vorbild für Luis.

„Lucho“ blickte aber nicht nur auf seine Idole, er spielte auch selbst weiterhin. Gemeinsam mit seinem Bruder Maximiliano kickte er für den FC Urreta, einen reinen Nachwuchsklub aus La Blanqueada. Quasi sofort nach dem Umzug meldete Sandra ihren siebenjährigen Sohn dort an. Sie hatte nach einem Verein für ihre Jungen gesucht, und Urreta hatte einen guten Ruf – dort hatten Generationen von Kindern Fußballspielen gelernt. Außerdem liegen die Plätze in Laufweite des damaligen Hauses der Familie.

Ricardo Artigas, bis vor kurzem der Vereinssekretär, erzählte mir die Klubgeschichte: „Der FC Urreta wurde 1958 von Adolfo Bañales und seiner Frau Blanca Gómez gegründet. Die beiden wollten einen Platz herrichten, auf dem sich die Kinder aus der Gegend austoben konnten. Keine leichte Aufgabe! Kinder und Eltern zu überzeugen war das eine. Sie mussten aber auch Genehmigungen beantragen und mit der Stadtverwaltung darum kämpfen, die Anlage dort bauen zu dürfen, wo sie sich auch heute noch befindet.“

„Stellen Sie sich vor, am Anfang war das Haus der Bañales die eingetragene Geschäftsstelle des Vereins“, schilderte Artigas die Anfangszeiten. „Außerdem fungierte es als Umkleideraum, Schiedsrichterkabine und Schlafplatz für die Kinder, die von weiter weg kamen. Die Bañales mussten etliche Probleme lösen, bevor sie den Platz eröffnen konnten, aber am Ende haben sie es gepackt. Sie haben sogar einen Sponsor aufgetrieben: die Urreta-Limonadenfabrik, die damals direkt gegenüber stand. Heute werden wir von der Nudelfirma Las Acacias gesponsert. Aber Urreta hat die allerersten Trikots spendiert und war Namensgeber des Vereins.“

Als Luis Suárez sein Probetraining bei Urreta absolvierte, war der Verein also schon längst etabliert und hatte massenweise Titel und Pokale gewonnen. Die Verantwortlichen schauten sich an, wie gut Luis mit dem Ball umgehen konnte, und nahmen ihn dann auf. Nur ein paar Tage später saß Luis, von den Trainern und Kameraden nach seiner Geburtsstadt „El Salta“ oder auch „El Salteño“ (der „Kleine aus Salto“ bzw. eben „der Salteño“) genannt, bei einem Spiel im Strandvorort Lagomar erstmals auf der Bank. Bis dahin hatte ihn niemand im Verein wirklich in Aktion gesehen, also war man lieber vorsichtig.

Zur Pause lag Urreta 0:2 zurück. Dann entschied der Trainer, dem Neuzugang eine Chance zu geben. Luis streifte sein Trikot mit den orangenen Rauten über, das dem der Niederländer um Marco van Basten und Ruud Gullit bei der EM 1988 nicht unähnlich war, und kam mit der Rückennummer 14 auf den Platz. Prompt drehte der Neue das Spiel – der Knipser schoss drei Tore. Die Folge: Urreta gewann die Partie und „El Salta“ das Vertrauen seines Trainers.

Bei seinen Recherchen im Vereinsarchiv hatte Artigas die Mannschaftsliste des Jahrgangs 1987 gefunden und las sie mir vor. Auch die Liste der Titel von damals hatte er aufgetrieben, darunter die Liga Prado oder der Metropolitano Circuito 1 und 2, außerdem Fotos von den Spielen und den anschließenden Partys. Eines zeigte den kleinen Suárez übers ganze Gesicht strahlend und mit einem Pokal in der Hand. „Es gibt da aber jemanden, der noch viel mehr weiß als ich“, sagte Artigas, „nämlich Florean Neira, sein erster Trainer.“

Als ich Neira besuchte, war er gerade von seinem Nachmittagsspaziergang zurückgekommen, bei dem er wie so oft den Kindern im Park beim Fußballspielen zugesehen hatte. Neira, bei unserem Gespräch schon über 80 Jahre alt, hatte sich noch gar nicht richtig zum Abendessen hingesetzt, da begann er schon zu erzählen: „Mir hat es immer Spaß gemacht, den Steppkes das Einmaleins des Fußballs beizubringen – wie man den Ball führt, dass man den Kopf oben behalten muss, dass man den Ball abspielen muss und nicht versuchen darf, das Spiel im Alleingang zu gewinnen.“

Er habe „immer das Ziel gehabt, dass sie sich weiterentwickeln und Karriere machen“, erklärte er mir. „Ich war 17 Jahre Kindertrainer beim Club Deportivo Oriental. Aus dem Verein sind Leute hervorgegangen wie Carusini, Filomeno, Dario Pereira Vicar oder Carmagna. Alles Leute, die den Platz rauf und runter beackert haben. Dann bin ich dank der Vermittlung eines Freundes bei Urreta gelandet.“

Natürlich erinnerte er sich auch an Luis Suárez: „Ja, Suárez, ‚El Salteño‘, der war mein Spieler. Der war schon ein außergewöhnlicher Bursche. Starker Charakter, hatte vor nichts Angst und zankte sich auch schon mal mit seinen Gegenspielern. Er liebte die Pommes, die meine Frau Luz Divina immer gemacht hat, und er war oft zum Essen bei uns. Er war ein toller Stürmer, hat prima gespielt und viele Tore geschossen. Für uns war er ein ganz wichtiger Mann.“

Seine Erinnerungen fand ich durch einen Artikel vom 6. September 1996 in einer der Lokalzeitungen Montevideos bestätigt. Im Bereich „Kindersport“ berichteten Magdalena Horta und Gustavo Acevedo von drei Spielen Urretas gegen den Club Las Flores in den Jahrgängen 1987, 1988 und 1989: „Im dritten Spiel des Tages gewann Urreta mit dem Jahrgang ’87 mit 3:2. Den ersten Treffer markierte Luis Suárez. Nur wenige Minuten später konnten die Orangenen den Vorsprung durch einen traumhaften Freistoß von Martín Píriz ausbauen. Die erste Halbzeit schien schon gelaufen, da kam Flores durch zwei Tore von Marcio Núñez und Fernando Reyas zurück. Zur Halbzeit stand es 2:2. In der zweiten Hälfte war die Partie von beiden Seiten hart umkämpft, aber quasi mit dem Schlusspfiff markierte Luis Suárez das Siegtor für die Heimmannschaft.“

Fazit der Berichterstatter: „Urreta konnte sich auf seinen Vollblutstürmer Luis Suárez ebenso verlassen wie auf Martín Píriz, der trotz seines jungen Alters bereits ein echter Freistoßspezialist ist. Diese beiden Spieler waren ausschlaggebend für Urretas Sieg in einem spannenden Match.“ Auf dem Platz und beim FC Urreta lief es also für Luis. Sein Name stand in der Zeitung, sein Glücksbringer – ein Ein-Peso-Stück, das er vor einem Spiel gefunden und in seinen Stutzen gesteckt hatte – leistete ganze Arbeit. Seitdem er damit einen Dreierpack erzielt hatte, spielte er nicht mehr ohne.

Abseits des Platzes, in der Familie, war die Lage indessen weniger erfreulich. Gegenüber dem französischen Fußballmagazin So Foot bekannte Maximiliano viele Jahre später: „Mein Vater war Alkoholiker. Wenn er bei unseren Spielen am Spielfeldrand stand, hat er Leute angebrabbelt und rumkrakeelt. Wir haben uns total unwohl gefühlt. Zu Hause war es genauso. Mein Vater und meine Mutter haben sich ständig gestritten. Ich habe mich öfter dazwischenstellen müssen.“ 1996, Maxi war acht und Luis neun Jahre alt, trennten sich Rodolfo und Sandra. Die beiden Brüder waren zu jung, um das Ganze zu verstehen. Sicher ist nur, dass sie die Trennung nur schwer verarbeiteten und sie Spuren bei ihnen hinterließ.

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