Emile Zola - Die Sünde des Abbé Mouret

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Der fünfte Teil des satirischen Rougon-Macquart-Zyklus: Im Mittelpunkt steht der junge Priester Serge Mouret, den man bereits als Kind im vorherigen Band «Die Eroberung von Plassans» kennengelernt hat, und der an einer Nervenkrankheit leidet. Auf einem Landgut, auf dem er sich von seiner Krankheit erholt, verliebt er sich in Albine, die Tochter des Besitzers. Doch als seine Erinnerung zurückkehrt, lässt er Albine im Stich…-

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,,Aber“, sagte der Priester und lächelte wieder, „ich selber habe ja Les Artaud ausgesucht . . . Sie sind ganz schlimm heute früh, Teuse. Sind wir nicht glücklich hier? Wir haben alles, was wir brauchen, wir leben in paradiesischem Frieden.“

Da ließ sie das Schimpfen, lachte nun auch und entgegnete:

„Sie sind ein heiliger Mann, Herr Pfarrer . . . Sehen Sie sich mal meine Wäsche an, wie speckig die ist. Das ist besser, als daß wir uns streiten.“

Er mußte ihr folgen, denn sie drohte ihm, ihn nicht fortzulassen, wenn er ihr nicht Komplimente über ihre Wäsche machte. Er ging aus dem Eßzimmer und stieß sich im Flur an einem Gipsbrocken.

„Was ist denn das?“ fragte er.

„Nichts“, erwiderte die Teuse mit schrecklicher Miene. „Das Pfarrhaus fällt ein. Aber Sie fühlen sich wohl, Sie haben ja alles, was Sie brauchen . . . Ach Gott, an Rissen fehlt es nicht. Sehen Sie sich mal diese Decke an. Die ist wohl rissig genug! Wenn wir nicht demnächst erschlagen werden, müssen wir unserem Schutzengel eine große Kerze anzünden. Da es Ihnen aber schließlich so gefällt . . . Das ist wie mit der Kirche. Seit zwei Jahren schon hätten die zerbrochenen Fensterscheiben erneuert werden müssen. Im Winter erfriert der liebe Heiland ja. Und dann könnte dieses Spatzengelump nicht mehr rein. Ich werde schließlich noch Papier über die Fenster kleben, das sage ich Ihnen.“

„Ja, das ist eine Idee“, murmelte der Priester. „Man könnte Papier darüberkleben . . . Was die Wände angeht, die halten besser, als man glaubt. In meinem Schlafzimmer hat sich der Fußboden nur vor dem Fenster geworfen. Das Haus wird uns alle überleben.“

Da er der Teuse eine Freude machen wollte, ging er mit in den kleinen Schuppen bei der Küche und bewunderte in lauten Tönen, wie vortrefflich die Wäsche war; er mußte sogar daran riechen und die Finger hineinhalten.

Ganz entzückt zeigte sich nun die alte Frau von der mütterlichen Seite. Sie schimpfte nicht mehr, holte eine Bürste und sagte:

„Sie werden doch wohl nicht mit dem Schmutz von gestern auf Ihrer Soutane aus dem Haus gehen! Wenn Sie sie über das Treppengeländer gelegt hätten, wäre sie jetzt sauber . . . Sie ist noch gut, diese Soutane. Nehmen Sie sie nur immer hübsch hoch, wenn Sie über ein Feld gehen. Die Disteln zerreißen alles.“

Sie drehte ihn hin und her wie ein Kind und schüttelte ihn mit den heftigsten Bürstenstrichen von Kopf bis Fuß durch.

„Na, na, nun istʼs genug“, sagte er, indem er sich ihr entwand. „Passen Sie auf Désirée auf, nicht wahr? Ich werde ihr sagen, daß ich fortgehe.“

Doch in diesem Augenblick rief eine helle Stimme:

„Serge! Serge!“

Désirée kam angelaufen, ganz rot vor Freude, mit bloßem Kopf, die schwarzen Haare im Nacken zu einem mächtigen Knoten zusammengeschlungen, Hände und Arme bis zu den Ellbogen hinauf mit Mist beschmiert. Sie machte bei ihren Hühnern sauber. Als sie sah, daß ihr Bruder im Begriff war, mit seinem Brevier unter dem Arm fortzugehen, lachte sie lauter und küßte ihn schallend, wobei sie die Hände nach hinten hielt, um ihn nicht zu berühren.

„Nein, nein“, stammelte sie, „ich würde dich schmutzig machen . . . Oh, hab ich einen Spaß! Du mußt dir die Tiere ansehen, wenn du zurückkommst.“ Und sie lief davon.

Abbé Mouret sagte, er werde um elf Uhr zum Mittagessen nach Hause kommen. Er ging fort, und die Teuse, die ihn bis zur Schwelle begleitet hatte, rief ihm noch ihre letzten Ermahnungen nach.

„Vergessen Sie nicht, Bruder Archangias zu besuchen . . . Gehen Sie auch bei Brichets vorbei; die Frau war gestern hier, immer noch wegen dieser Heirat . . . Herr Pfarrer, so hören Sie doch! Ich habe die Rosalie getroffen. Die wünscht sich nichts sehnlicher, als den langen Fortuné zu heiraten. Reden Sie mit Vater Bambousse, vielleicht wird er jetzt auf Sie hören . . . Und kommen Sie nicht erst um zwölf zurück, wie neulich. Um elf Uhr, hören Sie, um elf Uhr, ja?“

Aber der Priester wandte sich nicht mehr um.

Sie ging ins Haus zurück und murmelte zwischen den Zähnen:

„Wenn einer glaubt, daß der auf mich hört! – So was ist noch keine sechsundzwanzig Jahre und handelt nur nach seinem eigenen Kopf. Gewiß, was seine Heiligkeit angeht, so würde er darin einem Sechzigjährigen noch was vormachen; aber er hat ja noch gar nicht gelebt, er weiß ja noch nichts, es macht ihm keine Mühe, artig wie ein Englein zu sein, der Liebe.“

KAPITEL IV

Als Abbé Mouret spürte, daß die Teuse nicht mehr hinter ihm war, blieb er stehen, glücklich, endlich allein zu sein. Die Kirche war auf einer kleinen Anhöhe erbaut worden, die in sanfter Neigung bis zum Dorf hin abfiel; längs erstreckte sie sich gleich einem verlassenen Schafstall, dessen Wände von breiten Fenstern durchbrochen waren und dem die roten Dachziegel ein heiteres Aussehen verliehen. Der Priester wandte sich um und warf einen Blick auf das Pfarrhaus, ein graues altes Gemäuer, das unmittelbar an der Längsseite des Kirchenschiffes klebte; dann ging er rechts hinauf, als fürchtete er, von dem unversieglichen Geschwätz, das seit dem Morgen in seinen Ohren summte, wieder gefangen zu werden; erst vor dem großen Portal, wo man ihn von der Pfarre aus nicht erblicken konnte, glaubte er sich in Sicherheit. Die Fassade der Kirche, die ganz kahl, von Sonne und Regen zernagt war, wurde von einem engen Käfig aus Mauerwerk überragt, in dessen Mitte sich das schwarze Profil einer kleinen Glocke abzeichnete; das Ende des Glockenseils war zu sehen, das sich in den Dachziegeln verlor. Sechs zerborstene, an einer Seite halb verschüttete Stufen führten zu der rissigen, von Staub, Rost und Spinnweben zerfressenen hohen runden Tür, die so kläglich in ihren losgerissenen Angeln hing, daß es aussah, als müßte sie beim ersten Windstoß eingedrückt werden. Abbé Mouret, der zärtliche Liebe für diese Ruine hegte, lehnte sich mit dem Rücken an einen der Torflügel auf der Freitreppe. Von dort aus umfaßte er mit einem Blick die ganze Gegend. Die Augen mit den Händen schirmend, suchte er den Horizont ab.

Im Mai sprengte ungeheurer Pflanzenwuchs den steinigen Boden. Kolossale Lavendelsträucher, Wacholderbüsche, Teppiche aus herben Kräutern stiegen die Freitreppe hinan, pflanzten Sträuße aus düsterem Grün sogar auf die Dachziegel. Das erste Drängen der Säfte drohte die Kirche im harten Buschholz der knorrigen Pflanzen davonzutragen. In dieser Morgenstunde herrschte mitten in den Wehen des Werdens ein brünstiges Brausen, ein langes, schweigendes Mühen, das die Felsen erschauern ließ. Doch der Abbé fühlte die Glut dieses mühseligen Gebärens nicht; er glaubte, die Stufe schwanke, und lehnte sich an den anderen Türflügel.

Das Land erstreckte sich zwei Meilen weit, abgeschlossen durch eine Mauer gelber Hügel, auf denen Nadelwälder schwarze Flecken bildeten; schreckliches Land mit ausgedorrter Heide, mit felsigen Graten, die den Boden zerrissen. Die wenigen Zipfel pflügbarer Erde breiteten blutige Lachen aus, rote Felder, auf denen sich Reihen dürftiger Mandelbäume, grauhäuptiger Oliven, Streifen von Weinstöcken, die mit ihren braunen Stämmen das Land schraffierten, aneinanderreihten. Man hätte meinen können, eine ungeheuerliche Feuersbrunst wäre darüber hinweggezogen, die Asche der Wälder auf die Höhen streuend, die Wiesen verbrennend und ihren Glanz und ihre Gluthitze in den Mulden zurücklassend. Kaum brachte dann und wann das blasse Grün eines Getreidevierecks eine zartere Note hinein. Der Horizont blieb wild, ohne ein Wasserrinnsal, verdurstete und stob beim geringsten Lufthauch in großen Staubwolken auf. Und ganz am Ende erblickte man durch eine eingestürzte Ecke der Hügel am Horizont eine saftig-grüne Ferne, einen Streifen des Nachbartals, das die Viorne fruchtbar machte, ein Fluß, der aus den Schluchten der Seille herabgekommen war.

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