Emile Zola - Die Sünde des Abbé Mouret
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„Deo gratias“, stammelte Vincent nach der Verlesung der Epistel.
Das Liebesmysterium, die Darbringung des heiligen Opfers bereitete sich vor. Der Ministrant nahm das Meßbuch, das er nach links auf die Evangelienseite trug, und achtete dabei darauf, die Blätter des Buches nicht zu berühren. Jedesmal, wenn er am Tabernakel vorüberkam, machte er schief einen Kniefall und verrenkte sich fast dabei. Wieder auf die rechte Seite zurückgekehrt, blieb er dann bei der Verlesung des Evangeliums mit verschränkten Armen stehen. Der Priester hatte ein Kreuzeszeichen über das Meßbuch gemacht und sich dann selber bekreuzigt: auf der Stirn, um zu sagen, daß er sich niemals des Gotteswortes schämen würde; auf dem Mund, um zu zeigen, daß er immer bereit sei, seinen Glauben zu bekennen; auf seinem Herzen, um zu bedeuten, daß sein Herz Gott allein gehöre.
„Dominus vobiscum“, sagte er, wandte sich um, und sein Blick ertrank im kalten Weiß der Kirche.
„Et cum spiritu tuo“, erwiderte Vincent, der wieder niedergekniet war.
Nachdem der Priester das Offertorium hergesagt hatte, deckte er den Kelch ab. Einen Augenblick lang hielt er in Höhe seiner Brust die Patene mit der Hostie, die er Gott darbot, für sich, für die Anwesenden, für alle Gläubigen, ob lebend oder tot. Als er sie dann, ohne sie mit den Fingern zu berühren, an den Rand des Korporale hatte gleiten lassen, nahm er den Kelch, den er sorgfältig mit dem Kelchtüchlein ausrieb. Vincent hatte von dem Kredenztisch die Meßkännchen geholt, die er nacheinander darreichte, das Kännchen mit dem Wein zuerst, danach das Kännchen mit dem Wasser. Der Priester brachte nun für die ganze Welt den halbvollen Kelch dar, den er in die Mitte des Korporale zurückstellte, wo er ihn wieder mit der Palla bedeckte. Und nachdem er noch einmal gebetet hatte, kam er zurück und ließ sich in ganz dünnem Strahl Wasser über die äußersten Spitzen des Daumens und des Zeigefingers einer jeden Hand gießen, um sich von den geringsten Flecken der Sünde zu reinigen. Als er sich mit dem Lavabotuch abgetrocknet hatte, goß die wartende Teuse das auf das Meßkännchentablett gelaufene Wasser in einen Zinkeimer an der Ecke des Altars.
„Orate, fratres“, begann der Priester mit lauter Stimme von neuem, den leeren Bänken zugewandt, die Hände in einer Gebärde des Rufes an die Menschen guten Willens ausbreitend und wieder faltend. Und sich zum Altar zurückwendend, fuhr er mit gesenkter Stimme fort.
Vincent murmelte einen langen lateinischen Satz vor sich hin, in welchem er sich verlor.
Da drangen gelbe Flammen zu den Fenstern herein. Die Sonne kam beim Rufe des Priesters zur Messe. Sie beschien in breiten goldenen Streifen die linke Wand, den Beichtstuhl, den Marienaltar, die große Standuhr. Ein Krachen erschütterte den Beichtstuhl; von einem Glorienschein umgeben, lächelte die Muttergottes im blendenden Glanz ihrer Krone und ihres goldenen Mantels mit ihren gemalten Lippen zärtlich dem Jesusknaben zu; beschwingt schlug die Standuhr die Stunde mit rascheren Schlägen. Es schien, als bevölkere die Sonne die Bänke mit den Staubteilchen, die in ihren Strahlen tanzten. Die kleine Kirche, der weißgetünchte Stall, war gleichsam angefüllt mit einer lauwarmen Menge. Draußen hörte man die leisen Geräusche des glücklichen Erwachens der Flur: Gräser, die vor Wohlbehagen seufzten, Blätter, die in der Wärme trocken wurden, Vögel, die ihre Federn glätteten und ein erstes Mal kurz mit den Flügeln schlugen. Sogar die Flur kam mit der Sonne herein: an einem der Fenster reckte sich eine große Eberesche in die Höhe, warf Zweige durch die zerbrochenen Scheiben hinein und streckte ihre Knospen aus, als wolle sie in das Innere schauen; und durch die Spalten der großen Tür sah man die Gräser der Freitreppe, die in das Kirchenschiff einzudringen drohten. Allein der große Christus, der im Dunkel geblieben war, brachte mitten in dieses aufsteigende Leben den Tod, die Todesqual seines mit Ockergelb beschmierten, mit Lack bespritzten Fleisches. Ein Sperling setzte sich an den Rand eines Loches; er guckte, flog dann fort; doch fast sogleich erschien er wieder und ging in ruhigem Flug zwischen den Bänken vor dem Marienaltar nieder. Ein zweiter Sperling folgte ihm. Bald kamen von allen Zweigen der Eberesche Sperlinge herab und hüpften seelenruhig auf den Fliesen umher.
„Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dominus Deus Sabaoth“, sagte der Priester halblaut mit leicht vorgeneigten Schultern.
Vincent schellte dreimal. Doch durch dieses plötzliche Geklingel erschreckt, flogen die Sperlinge mit so lautem Schwirren auf, daß die Teuse, die vor einer Weile in die Sakristei zurückgegangen war, schimpfend wieder zum Vorschein kam.
„Diese Lumpen! Sie werden alles schmutzig machen . . . Ich wette, Mademoiselle Désirée hat ihnen wieder Brotkrumen hingestreut.“
Der furchtbare Augenblick nahte. Leib und Blut eines Gottes würden gleich auf den Altar herabkommen. Der Priester küßte die Altardecke, faltete die Hände, machte mehrmals das Kreuzeszeichen über der Hostie und dem Kelch. Die Gebete des Kanons fielen nur noch in einer Verzückung von Demut und Dankbarkeit von seinen Lippen. Seine Haltung, seine Gebärden, sein Tonfall besagten, wie wenig er war, welche Ergriffenheit er empfand, für eine so große Aufgabe auserwählt zu sein. Vincent kniete hinter ihm nieder; er faßte das Meßgewand mit der linken Hand und hob es leicht an, die Schelle bereithaltend. Und die Ellbogen auf den Rand des Altartisches gestützt, die Hostie zwischen Daumen und Zeigefinger jeder Hand haltend, sprach der Priester über ihr die Wandlungsworte:,,Hoc est enim corpus meum.“ Nachdem er das Knie gebeugt hatte, hob er die Hostie dann langsam empor, so hoch er konnte, und folgte ihr mit den Augen, während der Ministrant, anbetend kniend, dreimal schellte. Danach konsekrierte der Priester den Wein: „Hic est enim calix“, hatte die Ellbogen dabei wiederum auf den Altar gestützt, beugte grüßend das Knie und hob den Kelch empor, folgte ihm gleichfalls mit den Augen, wobei die rechte Hand den Knauf fest umschlossen hielt und die linke den Fuß stützte. Der Ministrant gab zum letzten Mal drei Zeichen mit der Schelle. Das große Mysterium der Erlösung war soeben erneuert worden, das hochheilige Blut floß ein weiteres Mal.
„Na, wartet, na, wartet“, schimpfte die Teuse und suchte mit ausgestreckter Faust die Sperlinge zu verscheuchen.
Doch die Sperlinge hatten keine Angst mehr. Dreist waren sie, über die Kirchenstühle schwirrend, mitten im Schellengeklingel zurückgekommen. Das wiederholte Geklingel hatte sie sogar in Freude versetzt. Sie antworteten mit leisem Piepsen, das die lateinischen Worte gleichsam mit dem perlenden Gelächter losgelassener Gassenjungen unterbrach. Die Sonne wärmte ihnen die Federn, die liebliche Armseligkeit der Kirche entzückte sie. Sie waren dort zu Hause, wie in einer Scheune, in der man eine Luke offengelassen hat, tschilpten, zausten sich und machten einander die auf dem Fußboden gefundenen Krümel streitig. Einer von ihnen setzte sich auf den goldenen Schleier der Muttergottes, die dabei lächelte; ein anderer durchstöberte flink die Röcke der Teuse, die durch diese Frechheit außer sich geriet.
Der Priester am Altar, der in tiefster Demut die Augen auf die heilige Hostie gerichtet hielt und Daumen und Zeigefinger jeder Hand aneinandergelegt hatte, hörte nichts von diesem Einfallen des lauen Maienmorgens in das Kirchenschiff, nichts von dieser steigenden Flut aus Sonne, Grün und Vögeln, die überströmte bis zum Fuße des Kalvarienberges, wo die verdammte Natur mit dem Tode rang.
„Per omnia saecula saeculorum“, sagte er.
„Amen“, antwortete Vincent.
Als das Paternoster zu Ende gesprochen war, hielt der Priester die Hostie über den Kelch und brach sie mittendurch. Dann löste er von der einen Hälfte ein Teilchen ab, das er in das kostbare Blut gleiten ließ, um die innige Vereinigung anzuzeigen, die er mit Gott durch die Kommunion eingehen würde. Er sprach mit lauter Stimme das Agnus Dei, sagte ganz leise die drei vorgeschriebenen Gebete her, bekannte seine Unwürdigkeit; und während er die Ellbogen auf den Altar stützte und die Patene unter das Kinn hielt, nahm er die beiden Teile der Hostie zugleich zu sich. Nachdem er die Hände in inbrünstiger Andacht in Höhe seines Gesichts gefaltet hatte, sammelte er mit Hilfe der Patene die von der Hostie abgebröckelten heiligen Teilchen, die er in den Kelch schüttete. Da ein Teilchen an seinem Daumen haftengeblieben war, streifte er es mit der Spitze seines Zeigefingers ab. Und sich mit dem Kelch bekreuzigend, die Patene wieder unter sein Kinn haltend, trank er das ganze kostbare Blut in drei Schlucken, ohne die Lippen vom Rande des Kelches zu lösen, und vollzog so bis zum letzten Tropfen das göttliche Opfer.
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