Emile Zola - Die Sünde des Abbé Mouret

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Der fünfte Teil des satirischen Rougon-Macquart-Zyklus: Im Mittelpunkt steht der junge Priester Serge Mouret, den man bereits als Kind im vorherigen Band «Die Eroberung von Plassans» kennengelernt hat, und der an einer Nervenkrankheit leidet. Auf einem Landgut, auf dem er sich von seiner Krankheit erholt, verliebt er sich in Albine, die Tochter des Besitzers. Doch als seine Erinnerung zurückkehrt, lässt er Albine im Stich…-

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Der junge Priester sah sie streng an.

„Nun! Das ist keine Sünde“, redete sie weiter mit ihrem gutmütigen Lächeln. „Ich habe schon einmal zur Zeit von Herrn Caffin bei der Messe ministriert. Ich ministriere besser als diese Lausbuben, die wegen einer Fliege, die in der Kirche herumfliegt, wie Heiden lachen . . . Lassen Sie man gut sein, mag ich auch eine Haube tragen, sechzig Jahre alt sein und dick wie ein Turm, ich achte den lieben Gott mehr als dieses Gesindel, diese Kinder, die ich erst neulich wieder überrascht habe, als sie hinter dem Altar Bockspringen machten.“

Der Priester sah sie weiter an und schüttelte ablehnend den Kopf.

„Ein Nest, dieses Dorf“, brummte sie. „Keine hundertfünfzig Seelen . . . Es gibt Tage wie heute, da würden sie keinen Menschen in Les Artaud finden. Selbst die Wickelkinder gehen in die Weinberge! Was die bloß alle in den Weinbergen machen, du liebe Güte! Weinstöcke, die unter den Kieselsteinen hervorwachsen und ausgetrocknet sind wie Disteln! Und eine gottverlassene Gegend ist das, eine Meile von jeder Landstraße entfernt! – Wenn nicht ein Engel herabsteigt, um bei Ihrer Messe zu ministrieren, Herr Pfarrer, werden Sie nur mich haben, wahrhaftig, oder eines der Kaninchen von Mademoiselle Désirée, mit Verlaub zu sagen!“

Doch gerade in diesem Augenblick stieß Vincent, der Jüngste von Brichets, leise die Tür der Sakristei auf. Seine struppigen roten Haare, seine schmalen, funkelnden Augen ärgerten die Teuse.

„Aha, da ist ja der gottlose Bengel!“ rief sie. „Ich möchte wetten, daß er irgendwas ausgefressen hat! – Na, komm schon, Lausejunge, wo doch der Herr Pfarrer Angst hat, daß ich den lieben Gott schmutzig mache!“

Als Abbé Mouret den Jungen sah, nahm er das Schultertuch. Er küßte das gestickte Kreuz in seiner Mitte, legte das Tuch einen Augenblick auf sein Haupt; dann schlug er es über den Kragen seiner Soutane zurück, legte die Bänder übereinander und band sie fest, das rechte über das linke. Danach streifte er, mit dem rechten Arm beginnend, die Albe über, das Sinnbild der Reinheit. Vincent, der sich niedergehockt hatte, rutschte um ihn herum, zupfte die Albe zurecht und paßte darauf auf, daß sie auf allen Seiten gleichmäßig herabfiel, bis auf zwei Fingerbreit vom Boden. Dann reichte er dem Priester das Zingulum, der es sich fest um die Lenden schlang, um so an die Fesseln zu erinnern, mit denen der Erlöser in seiner Passion beladen war.

Die Teuse blieb stehen, war eifersüchtig, gekränkt und bemühte sich zu schweigen; doch sie konnte es sich nicht verkneifen, gleich wieder anzufangen:

„Bruder Archangias war da . . . Kein Kind ist heute bei ihm in der Schule gewesen. Er ist wie ein Windstoß davongebraust, um diesem Kroppzeug in den Weinbergen die Ohren langzuziehen . . . Sie müßten mal zu ihm gehen. Ich glaube, er hat Ihnen etwas zu sagen.“

Abbé Mouret gebot ihr mit der Hand Schweigen. Er hatte die Lippen nicht mehr aufgetan. Er sprach die heiligen Gebete, während er die Manipel nahm und sie küßte, bevor er sie unterhalb des Ellbogens über seinen linken Arm legte, als ein Zeichen, das das Wirken der guten Werke anzeigte, und während er die Stola, das Sinnbild seiner Würde und seiner Macht, nachdem er sie gleichfalls geküßt hatte, auf seiner Brust übereinanderlegte.

Die Teuse mußte Vincent helfen, das Meßgewand zu befestigen, das sie mit Hilfe dünner Bänder festband, so daß es nicht nach hinten zurückrutschen konnte.

„Ach herrje! Ich habe die Meßkännchen vergessen!“ stammelte sie und stürzte zu der Anrichte. „Los, schnell, du Schlingel!“

Vincent füllte die Meßkännchen, kleine Fläschchen aus ungeschliffenem Glas, während sie sich beeilte, ein sauberes Lavabotuch aus einem Schubfach zu nehmen.

Abbé Mouret, der den Kelch mit der linken Hand am Knauf hielt, die Finger der rechten Hand auf der Bursa, grüßte tief, ohne sein Barett abzunehmen, ein schwarzes Holzkruzifix, das über der Anrichte hing. Der Junge verneigte sich ebenfalls; die mit dem Lavabotuch bedeckten Meßkännchen in der Hand, verließ er dann als erster die Sakristei, gefolgt von dem Priester, der die Augen gesenkt hielt und in tiefer Andacht dahinschritt.

KAPITEL II

Die leere Kirche war ganz weiß an diesem Maienmorgen. Das Glockenseil neben dem Beichtstuhl hing wieder reglos herab. In einem farbigen Glas rechts vom Tabernakel brannte an der Wand das Ewige Licht gleich einem roten Fleck. Nachdem Vincent die Meßkännchen auf den Kredenztisch gestellt hatte, kniete er links unten an der Altarstufe nieder, während der Priester, nachdem er mit einem Kniefall auf die Fliesen das Allerheiligste gegrüßt hatte, zum Altar hinaufstieg und das Korporale ausbreitete, in dessen Mitte er den Kelch stellte. Dann schlug er das Meßbuch auf und ging wieder hinunter. Ein erneuter Kniefall ließ ihn zusammensinken; er bekreuzigte sich mit lauter Stimme, faltete die Hände vor der Brust und begann das große göttliche Drama mit einem vor Glauben und Liebe ganz bleichen Gesicht.

„Introibo ad altare Dei.“

„Ad Deum qui laetificat juventutem meam“, murmelte Vincent vor sich hin, der die Responsorien aus dem Wechselgesang und dem Psalter verschluckte, dabei den Hintern auf den Fersen hatte und damit beschäftigt war, der Teuse nachzusehen, die in der Kirche herumstrich.

Die alte Magd betrachtete mit beunruhigter Miene eine der Kerzen. Ihre Besorgnis schien sich zu verdoppeln, während der Priester tief gebeugt, die Hände von neuem gefaltet, das Confiteor sprach. Sie blieb mit gesenktem Kopf stehen, schlug sich ebenfalls an die Brust und behielt die Kerze weiterhin im Auge.

Die leise Stimme des Priesters und das Brummeln des Ministranten wechselten noch eine Weile ab.

„Dominus vobiscum.“

„Et cum spiritu tuo.“

Und während der Priester die Hände ausbreitete und sie dann wieder faltete, sprach er mit Salbung:

„Oremus..“

Die Teuse konnte nicht mehr an sich halten. Sie ging hinter den Altar und langte zu der Kerze hinauf, deren Docht sie mit der Spitze ihrer Schere kürzer schnitt. Die Kerze tropfte. Zwei große Wachstränen waren schon herabgelaufen. Als sie wieder vorkam und dabei die Kirchenstühle zurechtrückte und sich davon überzeugte, daß die Weihwasserbecken nicht leer waren, war der Priester zum Altar hinaufgestiegen und betete leise, die Hände auf den Rand der Altardecke gelegt. Er küßte den Altar.

Hinter ihm blieb die kleine Kirche bleifahl von den blassen Farbtönen des Morgens. Die Sonne stand erst am Rand des Ziegeldaches. Das Kyrie eleison durchlief wie ein Schauer diesen stallähnlichen, gekalkten Raum mit der flachen Decke, deren getünchte Balken man sehen konnte. An jeder Seite ließen drei hohe Fenster mit hellen, gesprungenen, zum größten Teil zerbrochenen Scheiben ein kreidig grelles Licht ein. Die frische Luft von draußen drang hier roh herein und legte das ganze Elend des lieben Gottes in diesem entlegenen Dorfe bloß. Im Hintergrund, über der großen Tür, die nie geöffnet wurde und deren Schwelle von Unkraut überwuchert war, ging eine hölzerne Empore, zu der man auf einer Leitertreppe hinaufstieg, von einer Mauer zur anderen und krachte an den Festtagen unter den Holzschuhen. Der Beichtstuhl neben der Treppe, dessen Seitenwände aus den Fugen geraten waren, war zitronengelb gestrichen. Ihm gegenüber befand sich neben der kleinen Tür das Taufbecken, ein ehemaliger Weihwasserkessel, den man auf einen Fuß aus Mauerwerk gesetzt hatte. Außerdem standen rechts und links in der Mitte der Kirche zwei winzige, von Holzgeländern umgebene Altäre. Den linken, der Maria geweiht war, schmückte eine große Gottesmutter aus vergoldetem Gips, die majestätisch eine goldene Krone auf ihrem kastanienbraunen Haar trug: sie hielt auf ihrem linken Arm einen nackten, lächelnden Jesusknaben, dessen Händchen die gestirnte Erdkugel emporhob; sie schritt inmitten von Wolken dahin und hatte geflügelte Engelsköpfe zu ihren Füßen. Der Altar zur Rechten, an dem die Totenmessen gelesen wurden, wurde von einem Christus aus gemalter Pappe überragt, der ein Gegenstück zur Muttergottes bildete; der Christus, der die Größe eines zehnjährigen Kindes hatte, rang auf schreckliche Weise mit dem Tode, sein Kopf war hintübergesunken, seine Rippen traten hervor, sein Leib war eingefallen, seine Glieder verrenkt und blutbespritzt. Dann war da noch die Kanzel, ein viereckiger Kasten, zu dem man über einen Tritt mit fünf Stufen hinaufstieg und der sich gegenüber einer in ein Nußbaumgehäuse eingeschlossenen Standuhr erhob, deren dumpfe Schläge die ganze Kirche erschütterten, gleich dem Schlagen eines ungeheuer großen, irgendwo unter den Fliesen verborgenen Herzens. Das ganze Kirchenschiff entlang setzten die vierzehn Kreuzwegstationen, vierzehn plump kolorierte, mit schwarzen Leisten eingerahmte Bilder, mit dem Gelb, dem Blau und dem Rot der Passion Flecken auf das grelle Weiß der Wände.

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