Emile Zola - Die Sünde des Abbé Mouret

Здесь есть возможность читать онлайн «Emile Zola - Die Sünde des Abbé Mouret» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Sünde des Abbé Mouret: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Sünde des Abbé Mouret»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der fünfte Teil des satirischen Rougon-Macquart-Zyklus: Im Mittelpunkt steht der junge Priester Serge Mouret, den man bereits als Kind im vorherigen Band «Die Eroberung von Plassans» kennengelernt hat, und der an einer Nervenkrankheit leidet. Auf einem Landgut, auf dem er sich von seiner Krankheit erholt, verliebt er sich in Albine, die Tochter des Besitzers. Doch als seine Erinnerung zurückkehrt, lässt er Albine im Stich…-

Die Sünde des Abbé Mouret — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Sünde des Abbé Mouret», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Vincent war aufgestanden, um die Meßkännchen wieder vom Kredenztisch zu holen. Doch die Tür des Flurs, der zum Pfarrhaus führte, öffnete sich angelweit, schlug gegen die Wand zurück und gab den Durchgang einem schönen Mädchen von zweiundzwanzig Jahren mit kindlichem Gesicht frei, das etwas in seiner Schürze verborgen hielt.

„Es sind dreizehn!“ rief sie. „Alle Eier waren gut!“ Und die Schürze halb öffnend, ließ sie eine ganze Brut krabbelnder Küken mit ihren sprießenden Flaumfedern und den schwarzen Punkten ihrer Augen sehen: ,,Seht doch! Sind die aber niedlich, die Süßen! – Oh, das kleine Weiße, das den anderen auf den Rücken klettert! Und das da, das Gesprenkelte, das schon mit den Flügeln schlägt! – Die Eier waren wirklich gut. Nicht ein taubes!“

Die Teuse, die nun doch bei der Messe half, indem sie Vincent die Meßkännchen für die Reinigung reichte, wandte sich um und sagte laut:

„Seien Sie doch still, Mademoiselle Désirée! Sie sehen doch, daß wir noch nicht fertig sind.“

Ein starker Geruch nach Hühnerhof drang durch die offene Tür und wehte wie ein Ferment des Werdens in die Kirche, in den warmen Sonnenschein, der auf den Altar fiel.

Désirée blieb einen Augenblick stehen, ganz glücklich über das kleine Völkchen, das sie trug, und sah Vincent zu, wie er den Wein der Reinigung eingoß, sah ihrem Bruder zu, wie er diesen Wein trank, damit nichts von dem heiligen Leib und Blut in seinem Munde bliebe. Und sie stand noch immer da, als er zurückkam, den Kelch mit beiden Händen haltend, um sich über Daumen und Zeigefinger den Wein und das Wasser der Reinigung gießen zu lassen, das er beides gleichfalls trank. Doch die Henne, die ihre Kleinen suchte, kam glucksend an und wäre beinahe in die Kirche hineinspaziert. Da ging Désirée mit mütterlichen Worten für die Küken davon, gerade in dem Augenblick, als der Priester mit dem Kelchtüchlein, nachdem er es an seine Lippen gedrückt hatte, erst über die Ränder, dann über die Innenseite des Kelches wischte.

Es war das Ende, die Danksagung an Gott. Der Ministrant holte ein letztes Mal das Meßbuch, trug es wieder nach rechts. Der Priester legte das Kelchtüchlein, die Patene, die Palla auf den Kelch zurück; dann kniffte er von neuem die beiden breiten Falten des Velums zurecht und legte die Bursa darauf, in die er das Korporale zusammengefaltet hineingelegt hatte. Sein ganzes Wesen war ein glühender Dank. Er bat den Himmel um die Vergebung seiner Sünden, die Gnade eines gottgefälligen Lebens, das Verdienst des ewigen Lebens. Er blieb versunken in dieses Liebeswunder, in dieses immerwährende Opfer, das ihn jeden Tag mit dem Fleisch und Blut seines Heilandes speiste.

Nachdem er die Gebete gelesen hatte, wandte er sich um und sprach:

„Ite, missa est.“

„Deo gratias“, antwortete Vincent.

Nachdem der Abbé sich umgedreht hatte, den Altar zu küssen, wandte er sich wieder um, hielt die linke Hand unterhalb der Brust und erteilte mit der ausgestreckten rechten Hand der von der Heiterkeit der Sonne und vom Lärm der Sperlinge erfüllten Kirche den Segen.

„Benedicat vos omnipotens Deus, Pater et Filius, et Spiritus Sanctus.“

„Amen“, sagte der Ministrant und bekreuzigte sich.

Die Sonne schien stärker, und die Sperlinge wurden kühner. Während der Priester auf der linken Kanontafel das Schlußevangelium nach Johannes las, das von der Ewigkeit des Wortes kündet, setzte die Sonne den Altar in Flammen, ließ die Stuckmarmorfelder weiß erglänzen, verzehrte den Schein der beiden Kerzen, deren kurze Dochte nur noch zwei düstere Flecken bildeten. Das sieghafte Gestirn umfing mit seinem Glorienschein das Kreuz, die Leuchter, das Meßgewand, das Velum, all dieses unter seinen Strahlen verblassende Gold. Und als der Priester den Kelch nahm, eine Kniebeuge machte und den Altar verließ, um bedeckten Hauptes in die Sakristei zurückzukehren, ihm voran der Ministrant, der die Meßkännchen und das Lavabotuch zurücktrug, blieb das Gestirn allein Herr über die Kirche. Die Tür des Tabernakels mit seinem Glanz entzündend, die Maienfruchtbarkeit preisend, hatte sich nun sein Schein auf die Altardecke gelegt. Wärme stieg von den Fliesen auf. Das getünchte Mauerwerk, die große Muttergottes, der große Christus selber wurden von den steigenden Säften durchschauert, als sei der Tod überwunden durch die ewige Jugend der Erde.

KAPITEL III

Die Teuse beeilte sich, die Kerzen auszulöschen. Doch sie hielt sich mit dem Verscheuchen der Spatzen auf. Als sie das Meßbuch in die Sakristei zurücktrug, fand sie daher auch Abbé Mouret nicht mehr dort vor; der hatte sich die Hände gewaschen und dann die geweihten Gewänder verwahrt. Er war schon im Eßzimmer und trank im Stehen eine Tasse Milch zum Frühstück.

„Sie sollten wohl Ihre Schwester davon abhalten, Brot in die Kirche zu werfen“, sagte die Teuse beim Hereinkommen. „Im letzten Winter ist sie auf diesen hübschen Einfall gekommen. Sie hat gesagt, den Spatzen sei kalt, und der liebe Gott könne sie wohl ernähren . . . Sie wird es schließlich noch dahin bringen, daß wir mit ihren Hühnern und Kaninchen zusammen schlafen, passen Sie nur auf.“

,,Dann hätten wir es wärmer“, erwiderte fröhlich der junge Priester. „Sie schimpfen immerzu, Teuse. Lassen Sie doch unsere arme Désirée ihre Tiere liebhaben. Sie hat keine andere Freude, das liebe unschuldige Kind.“

Die Magd pflanzte sich mitten im Zimmer auf.

„Oh, Sie!“ legte sie los. „Sie würden es zulassen, daß die Elstern in der Kirche ihre Nester bauen. Sie sehen nichts, Sie finden alles vortrefflich . . . Ihre Schwester kann froh sein, daß Sie sie zu sich genommen haben, als Sie aus dem Priesterseminar kamen. Ich möchte wohl wissen, wer ihr sonst erlauben würde, auf einem Hühnerhof herumzupatschen?“ Dann sagte sie gerührt und in einem ganz anderen Ton: „Gewiß, es wäre ein Jammer, wollte man sie hindern. Sie ist ohne jeden Falsch. Sie ist ja kaum wie eine Zehnjährige, obgleich sie eins der kräftigsten Mädchen des Ortes ist . . . Denken Sie nur, ich bringe sie abends noch zu Bett, und ich muß ihr wie einem kleinen Kind Geschichten erzählen, damit sie einschläft.“

Abbé Mouret hatte seine Tasse Milch im Stehen ausgetrunken, seine Finger waren etwas rot geworden von der kühlen Luft im Eßzimmer, einem großen grau gestrichenen Raum mit Fliesenfußboden, in dem außer einem Tisch und Stühlen keine anderen Möbel standen.

Die Teuse nahm die Serviette fort, die sie zum Frühstück auf einer Ecke des Tisches ausgebreitet hatte.

,,Sie machen kaum Wäsche schmutzig“, murmelte sie. „Man könnte meinen, Sie könnten sich nicht hinsetzen, Sie seien immer im Begriff fortzugehen . . . Ach, wenn Sie Herrn Caffin gekannt hätten, den armen verstorbenen Pfarrer, an dessen Stelle Sie getreten sind! Das war ein empfindlicher Mann! Seine Verdauung würde nicht funktioniert haben, wenn er im Stehen gegessen hätte . . . Er war aus der Normandie, aus Canteleu, wie ich. Bedanken brauch ich mich nicht bei ihm, daß er mich in diese gottverlassene Gegend gebracht hat. Du mein Gott, was haben wir uns in der ersten Zeit gelangweilt! Der arme Pfarrer hatte recht unangenehme Geschichten bei uns zu Hause gehabt . . . Na, Herr Mouret, haben Sie denn keinen Zucker in Ihre Milch genommen? Hier sind die beiden Zuckerstücke.“ Der Priester stellte seine Tasse hin.

„Ja, ich glaube, ich habe es vergessen“, sagte er.

Die Teuse sah ihn an und zuckte die Schultern. Sie wickelte eine Scheibe Schwarzbrot, die ebenfalls auf dem Tisch liegengeblieben war, in die Serviette. Da der Pfarrer gerade hinausgehen wollte, lief sie ihm nach, kniete nieder und rief:

„Warten Sie, Ihre Schuhbänder sind noch nicht einmal zugebunden . . . Ich weiß nicht, wie Sie das mit Ihren Füßen in diesen Bauernschuhen aushalten. Sie, wo Sie doch so zart sind, wo Sie doch aussehen, als seien Sie tüchtig verwöhnt worden! – Der Bischof muß Sie ja ganz genau gekannt haben, daß er Ihnen die ärmste Pfarre des Departements gegeben hat.“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Sünde des Abbé Mouret»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Sünde des Abbé Mouret» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Sünde des Abbé Mouret»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Sünde des Abbé Mouret» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x