Hans Leip - Die Blondjäger

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Leip - Die Blondjäger» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Blondjäger: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Blondjäger»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Frühjahr 1917. Als der betagte Frachtdampfer «Merryland» am Karfreitag vor New York festmacht, erfährt die Mannschaft, dass die USA in den Ersten Weltkrieg eingetreten sind. An Bord auch der erste Offizier Percy Tamp. Noch am gleichen Tag macht er die Bekanntschaft der jungen Hishwa Dulbort, die nun sein Leben verändern soll. Hishwa hat sich in den Kopf gesetzt, an der Seite des farbigen Predigers Josua Burn Missionarin in Afrika zu werden. Als die «Merryland» wieder in See sticht und Kurs Richtung Schwarzer Kontinent nimmt, befindet sich nicht nur Percy Tamp an Bord, sondern mit ihm auch Josua Burn und Hishwa Dulbort … Ein lebenspraller, typischer Leip um Liebe, Lust und Seefahrt.weniger anzeigenAutorenporträtHans Leip (1893–1983) war der Sohn eines ehemaligen Seemanns und Hafenarbeiters im Hamburger Hafen. Leip wuchs in Hamburg auf. Ab Ostern 1914 war er Lehrer in Hamburg-Rothenburgsort. Im Jahre 1915 wurde er zum Militär einberufen; nach einer Verwundung im Jahre 1917 wurde er für dienstuntauglich erklärt. Leip kehrte in seinen Lehrerberuf zurück, gleichzeitig begann er, in Hamburger Zeitungen Kurzgeschichten zu veröffentlichen. 1919 fand die erste Ausstellung von Leips grafischen Arbeiten statt, der zu dieser Zeit das Leben eines Bohemiens führte. In den zwanziger Jahren unternahm Leip ausgedehnte Reisen, die ihn u. a. nach Paris, London, Algier und New York führten. Seinen literarischen Durchbruch erzielte er 1925 mit dem Seeräuberroman «Godekes Knecht». Während des Zweiten Weltkriegs lebte er ab 1940 dann vorwiegend am Bodensee und in Tirol. 1945 kehrte er für kurze Zeit nach Hamburg zurück, ließ sich jedoch dann im Schweizer Thurgau nieder. Hans Leips literarisches Werk besteht aus Romanen, Erzählungen, Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen und Filmdrehbüchern; vorherrschende Themen sind das Meer und die Seefahrt. Sein Nachruhm beruht allerdings hauptsächlich auf dem Gedicht «Lili Marleen», das Leip 1915 verfasst und 1937 in den Gedichtband «Die kleine Hafenorgel» aufgenommen hatte; in der Vertonung von Norbert Schultze, interpretiert von der Sängerin Lale Andersen und verbreitet durch den Soldatensender Belgrad erlangte das Lied während des Zweiten Weltkriegs eine ungemeine Popularität nicht nur bei den Angehörigen der deutschen Wehrmacht.-

Die Blondjäger — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Blondjäger», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

So kam es unglücklicherweise, daß eines schönen Herbstmorgens, als beide in feurigem Wetteifer zugleich über das nicht einmal hohe, aber reichlich enge Gatter einer Viehweide setzen wollten, das Tier des Bruders durch einen im gleichen Augenblick vorbeistürmenden Ochsen erschreckte, mit den Hinterhufen anschlug und stürzte, den Reiter unter sich begrabend, der, durch einen Wirbelbruch wahrscheinlich fürs Leben am vernünftigen Gebrauch der Beine gehindert, seinem ihm nun gänzlich verpfuscht dünkenden Dasein schon wenige Wochen später ein freiwilliges Ende bereitete.

Hishwa hatte sich danach auf der Columbia-Universität eintragen lassen und mit ziemlichem Eifer, aber ohne Ausdauer nacheinander medizinischen, geschichtlichen und philosophischen Fächern obgelegen. Da sie keine weiteren Geschwister besaß, begann sie ihre Alleinherrschaft daheim mit großer Selbstverständlichkeit und der jungen Generation gemäß ohne Hemmungen auszukosten, zumal sie zur Rechtfertigung des tragischen Geschickes ihres so sehr geliebten Bruders dem Elternhause eine dunkle Schuld beimaß.

Eines Tages unterbreitete sie etwas Neues. Sie erklärte, sie wolle Missionarin werden Sie machte dabei einen rührend sanften, aber auch unerschütterlichen Eindruck, und es stellte sich heraus, daß sie eine Red des berühmten Ehrwürden Burn gehört habe. Sie sei bekehrt und überzeugt, für die Seligmachung der Heiden und für Afrika geboren und nötig zu sein. Jawohl, Josua Burn sei der berühmte Negerprediger.

Es gab nun eine ungewöhnliche häusliche Aussprache bei Dulborts. Hishwa überhörte die milden Verwünschungen ihres Vaters. Die Beschwörungen der Mutter, die Schmach eines so nahen farbigen Verkehrs nicht auf die unglückliche Familie zu laden, unterband sie mit der lange zurückgedrängten Vermutung, daß ihre Mama selber sicherlich nicht ohne Beimischung sei. Sie wolle gestehen, ihr heimlicher Neckname in den Vorlesungen sei Klein China gewesen, was durchaus nicht nur Porzellan zu bedeuten brauche. Man hätte ebensogut und offener Gelbnigger sagen dürfen, und nur Gewandtheit und Verschlagenheit (letztere ebenfalls angeboren) hätten sie vor noch größeren Schmähungen bewahrt.

Der Vater begann gepeinigt einzulenken, der aufbrausenden Gattin begütigend zu verstehen gebend, seine Schwiegermutter, Friede ihrer Asche, habe ihm in einer schwachen Stunde selbst gebeichtet, daß sie eine Quinterone sei und sowohl schwarzes als rotes Blut, wenngleich nur verschwindend tropfenweise, geerbt habe. Nein, sie habe es sogar voller Stolz behauptet, und es sei etwas ganz Besonderes dabei, es sei von beiden Seiten garantiert echtes Häuptlingsblut, sowohl indianisch als auch afrikanisch, und der letztere sei oder vielmehr die letztere sei nicht etwa eine Sklavin gewesen, sondern eine Fulla-Prinzessin, und sei in einem Zirkus aufgetreten.

In den überreizten Schrei seines Weibes, der den Himmel aufforderte, den Mund eines gewissen Maklers und Schuftes mit einem Blitzstrahl zu schließen, murmelte er nur ergeben hinein, er pfeife auf derlei unzeitgemäße Begriffe über angebliche Reinheit. Er sei überhaupt ein geschlagener Mann.

Hishwa nahm alles dies mit sachlicher Anteilnahme auf, wohnte auch nicht ohne Widerwillen der durch Frau Dulbort restlos erfolgenden Zusammenstauchung ihres Papas bei, die durch schonungslos vernichtende Untersuchungen über seine Herkunft, sein Vorleben (in London, Berlin und Paris), seinen Beruf, sein Einkommen, sein Aussehen und seine Herzensbildung eine so traurige Figur aus dem guten Makler machte, daß ein soeben vom elektrischen Stuhl Geschnallter neben ihm wie ein frischgebügelter Salonlöwe ausgesehen hätte. Hishwa, von diesem Vergleich überfallen, konnte nicht anders als in ein lautes und befreiendes Gelächter ausbrechen. Sie stellte den elektrisch betriebenen Flügel an, und in einen verrückten Zuckschlager hinein rief ihre Mutter sämtliche Heiligen zu Zeugen herab, daß sie ebenso weiß und schlank sei wie nur eine der kalkigen Puten der oberen Vierhundert zu Boston, Washington oder in diesem gräßlichen Neuyork und daß, wenn sie schon bezüglich der Abstammung etwas voraus habe, höchstens nur uraltes, hocharistokratisches Indianerblut in Betracht komme, echtes Mohikanerblut, und das sei vornehmer als jede May-flower, wie man wisse.

Hishwa umfaßte ihr Elternpaar, das wie zwei erledigte Zebus einander auf geblümten, für ihre Ausmaße zu kleinen Sesseln gegenübersaß, mit einem Blick, der zum ersten Male Rührung zeigte. Mit Erschrecken ahnte sie das grausige Wirrsal dieser Welt, diesen Schlingenboden aus Einbildung, Dünkel, Verständnislosigkeit, ungeklärten Neigungen, Wünschen und Gehässigkeiten.

Sie wehrte sich gegen derlei abgründige und unerquickliche Einsicht, faßte sich in dem Worte: „Affentheater!“, gab dem Mädchen Auftrag, ihre Sachen zu packen und sie ihr mitsamt der geliebten weißen Katze, die auf den Namen Gräfin Fisch hörte, zu schicken und verließ das Haus.

So schloß sie ihre Studien ohne Prüfung ab und nahm ein Zimmer in der Schwarzen Sonne, was kraft des Bankkontos ihres Vaters und ihrer unabweisbaren und aus einer entflammten Seele, so schien es, sich anklammernden Bitte gelang, zumal ein Teil der geeigneten Schwestern den großen Verkünder nach drüben begleiten sollte und es darum Platz gab. Hishwa wurde nach einem kurzen Examen durch Dr. Burn, den sie danach vorerst nicht wiedersah, eingereiht in die Schar der Neuzöglinge oder sogenannten „Funken“ der Schwarzen Sonne und widmete sich ihrer Ausbildung in allen Zweigen der als Ziel ersehnten, nach Afrika weisenden Missionstätigkeit, die in manchem abwich von dem, was seither üblich gewesen. Es wurde vor allem die äußere und innere Ausbildung einer gewissen Engelhaftigkeit erstrebt, was sich äußerlich in öfterem Anlegen langer weißer Gewänder, seltsam schwebenden Bewegungen, schöner Singstimme und fließenden, blonden Haaren kundzutun hatte. Die Tanz- und Musikschulung bestritt einen großen Teil des Unterrichts. In bezug auf die Blondheit scheute man sich nicht, der Natur, soweit die Auslese nicht ganz darauf Rücksicht hatte nehmen können, des hohen Zweckes halber zu Hilfe zu kommen.

Der Lehrgang sah weiter vor: Kenntnisnahme der Küche Afrikas, Sprachkurse, von eingeborenen Lehrern betrieben, Naturgeschichte und Rassenkunde des dunklen Erdteils, Tropenarznei. Über allem natürlich stand das Lesen, Durchsprechen und Aneignen der Burnschen Erweckungsreden, unterstützt durch das Aufsuchen passender Texte, Gebete und Glaubensformeln, sowie Zwiesprachübungen mit eingebildetem heidnischen Gegenüber, wobei allerdings als geistlicher Widerpart nicht viel mehr als ein finsterer Fetischismus, verknüpft mit Höllenfurcht, angenommen wurde, ja selbst das mohammedanische Paradies wurde kurzweg als hohle Fata Morgana des wahrhaften christlichen Himmels bezeichnet, hinter der nichts als der grinsende Satan höchsteigen stecke.

Hishwa war ehrgeizig, aber auch sprunghaft und vorlaut. Sie überragte jedoch keineswegs die anerzogene Überlieferung, wollte demokratischerweise auch durchaus nichts anderes als alle anderen. Sie verachtete die Neger, beugte sich aber vor jeder Berühmtheit. Burn war berühmt. Und auch der schwarze Missionsarzt Connel war es. Und die äußerliche Leitung der Mission lag in weißen Händen, in denen des Haus- und Musikmeisters Pjoff und denen der Oberin Maria. Somit waren innere Kämpfe kaum angebracht. Aber die Zucht des Hauses war streng in ihrer Regelmäßigkeit. Das war einesteils herrlich, es war militärisch, und man brauchte nie selber nachzudenken. Andernteils konnte es unbequem werden und zu Durchbrüchen reizen, wie Hishwa hier und da an sich erfuhr. Nur unter dem Seufzen der Oberin war sie zu den „Strahlen“ aufgerückt. Sie hatte gelobt, von nun an ganz abgeklärt zu werden, zumal Ehrwürden Burn bald heimkehren mußte. Da warf der Tag des Kriegseintritts neue und allgemeine Unruhe über das Haus der Schwarzen Sonne.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Blondjäger»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Blondjäger» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Blondjäger»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Blondjäger» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x