Hans Leip - Brandung hinter Tahiti

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Der Band versammelt drei Erzählungen Leips um Schifffahrt und Matrosenleben – das große Thema des aus Hamburg gebürtigen Autors. «Der Untergang der Juno» erzählt von Steuermann William Mackay, der mit dem Erlangen des Kapitänspatents zugleich seine große Liebe verliert. «Die Bergung» handelt vom schweren Leben auf dem Hochseeschlepper «Tiger», das für den Kapitän auch eine starke Belastung seiner jungen Ehe bedeutet, und «Die Brandung hinter Tahiti» berichtet davon, wie der Pariser Arzt Dr. Glenn und die bezaubernde junge Lanette dem Südseezauber erliegen – aber auch der Liebe … Hier ist Leip ganz in seinem Element und das spürt der Leser auf jeder Seite!-

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Wie Ambraduft will ich dich, Tod,

mit jedem Odemzug aus ihren Adern trinken,

auf ihren matten Busen sinken

und mit ihm sterben – süßer Tod.«

Gerstenberg bedankte sich überaus liebenswürdig, aber es klang unecht und gewollt, und die Dame war leichtsinnig genug, ihn um Rat wegen der nächsten Ziehung zu fragen; er solle ihr zum Lohne eine aussichtsreiche Nummer zuflüstern. Seine saure Geste strich auf den Strom: »Teilen Sie das Los mit denen. So haben Sie wenigstens Gewißheit, entweder mit dem Einsatz, frei nach meinem Kollegen Schiller, oder aber mit dem letzten Worte Ihrer Deklamation herauszukommen.« Damit wandte er sich dem Studium einer üppigen Himbeerschaumtorte zu.

»Darachna, komm! Mein Wunsch, mein Lied!« wiederholte Herr Parish in englischem Tonfall und ließ sich den grünsamtenen, polnischen Rock noch einmal abbürsten; seine Tochter Henny tat es zu seiner Freude eigenhändig, die wirklich wunderschöne, frischgebackene Lady, die sich mit dem so achtbaren wie reichen Kaufmann Hercules Roß aus Jamaika verheiratet hatte und demnächst auf ein Schloß nach Schottland ziehen sollte. Der zärtliche Vater beschloß, mit Mister Popham in diesem angenehmen Kreis zu verweilen und von hier aus, mit dem besten Überblick, den man sich denken konnte, der Einschiffung der Truppen beizuwohnen.

Den Transportagenten schickte er jedoch nach unten. Er sollte flugs dem Obersten Löwenstein entgegenfahren, ihm die Schiffe anweisen und ihn zum Dinner heraufbitten. Die drei jüngeren Söhne des Hauses, David, George und Charles, beschlossen kurzerhand, dem Makler zu folgen. Sie kletterten die steile Parkböschung zum Strande hinunter. Dort booteten sich die beiden Hamburger Kapitäne ein und nahmen auch den Transportagenten mit. Und da lagen nun hoch und schön die fünf großen Segelschiffe. Bei den Dänen wurde noch Proviant aus einer langen Schute gehievt. Schon waren die Löwensteiner über die Strommitte hinaus. David Parish zählte einundzwanzig Ewersegler, abgesehen von mehreren Dutzend kleineren. Jetzt sah man auch, daß die Soldaten rudern mußten, um nicht bei der mäßigen Brise von der Strömung zu weit abgetrieben zu werden und überhaupt endlich heranzukommen. Es war ein wirrer Anblick; der Tag schön wie im Mai.

Die drei Parishsöhne entdeckten unten am Strand ein wartendes Boot. Es gehörte zur Bark Juno . Ein junger Matrose stand als Wächter dabei. Sie erfragten seinen Namen: Jacky Hont. Und begannen gleich, sich nach etwaigen Erlebnissen zu erkundigen. Wie er waren sie seemännisch gekleidet, lange weiße Hosen, kurze blaue Jacke, runder, flacher, schwarzer Hut. Nur der Stoff war feiner, der Schnitt enger. Es war die neue Mode, von der Jugend begeistert aufgenommen, die Tracht der Revolution, die alle äußerlichen Vorrechte und Eigenheiten abgeschafft und die bequemere Kleidung der Einfachsten unter dem Volke, der Hafenarbeiter und Matrosen, zum Vorbild für alle erhoben hatte.

Gerade hatten die drei schnittigen Knaben Jacky Hont soweit, daß er stockend von Schiffbruch, Verdursten, Verhungern, Wahnsinn und Rettung zu berichten begann. Sie vergaßen beinahe die Löwensteiner und empfanden es als störend, als plötzlich ein vornehm gekleidetes Fräulein nach Herrn Mackay fragte. Mackay kam aber gerade mit einem rotröckigen Offizier den Strandweg herunter, und das Fräulein eilte ihm entgegen.

»Die beiden waren auch dabei, mein Steuermann und sie«, sagte Jacky Hont stolz und jumpte ins Boot, um bereit zu sein.

Mackay hatte soeben der Ansicht des Herrn von Platow beigepflichtet, daß es für einen Mann nur Zukunft gebe und alle Vergangenheit, so schön oder traurig sie sei, ihn nicht hindern dürfe. Damit hatte sich der Hannoveraner selbst Trost zureden wollen. Dem Steuermann aber, der schon lange nicht mehr bei seinen Eltern in London hatte sein können, half es, das Heimweh mit der Vision des Kapitänspatentes zuzudecken, das er bald zu erringen hoffte, eben nach dieser bevorstehenden Reise.

Nun jedoch sah er auf einmal ein Stück Vergangenheit wieder vor sich stehen, die Passagierin der Juno , Fräulein Sanders. Sie trug ein neues, reizvoll dünnes Musselinkleid mit einem kleinen Schutenhut und auch den Kaschmirschal, den Mackay ihr zum Gedenken an Indien geschenkt hatte.

Der Offizier verhielt seinen Schritt ein wenig, aber sie wandte sich ihm zu, nachdem sie Mackay die Hand gegeben. Sie bat um Verzeihung, sie wolle nur noch einmal Abschied nehmen, vereinigt mit dem Anschauen des neuerlichen Ereignisses. Herr Mackay sei ein Held, und sie beglückwünsche die Hannoveraner Soldaten zu solcher Begleitung.

Aus Herrn Parishs Park träufelte von oben ein Harfensolo herab, und dann sang eine volle Frauenstimme die Arie: » Nous sommes nés pour l’ esclavage «.

Die drei, der ragende Soldat, der breite Seemann und das zierliche Fräulein verharrten unschlüssig, als sei noch einiges zu sagen und als könne man sich die benötigten Worte herauslesen aus dem ungewöhnlich deutlichen Vortrag der Sängerin:

Wir sind geboren zur Sklaverei.

Wer ist ein Mensch, und wer ist frei?

Kein Engel und kein Bösewicht,

kein Bettler und kein König nicht.

Dem Geld front der eine, der andere der Pracht,

der Ehre jener und jener der Macht.

Und gelang es mal einem, die Fesseln zu fliehn,

kommt leise die Liebe und bindet ihn.

Oho, meinte von Platow mit einem verkniffenen Blick auf die Hügelkuppe über sich, durch deren Gesträuch fröhliche Kleider in Krepp, Amarant, Rosa und Ocker mit den Farben des herbstlichen Laubes wetteiferten. Es war aus Gretrys »La Caravane du Caire«. Man hatte es in Hannover gut gegeben. Aber es sei wenig taktvoll, von Sklaverei zu singen, wenn deutsche Soldaten nach Westindien verfrachtet würden.

»Die Arie läuft am Schluß darauf hinaus, daß wir alle Sklaven der Liebe sind«, entgegnete das Fräulein. Es stand blaß und blond (obschon es zum Abschied fast eine schwarze Lockenperücke aufgesetzt hätte) vor dem stämmigen Steuermann Mackay und sah seine blanken Knöpfe an, als sollten die goldenen Anker darauf den Augenblick in Ewigkeit festhalten.

Mackay merkte, er müßte etwas sagen. Ob denn eine gewisse Kassette gut in die Hände des Eigentümers gelangt sei, fragte er.

»Mein Onkel hat alles richtig befunden«, antwortete sie leichthin. »Oben hält sein Wagen. Hätten Sie nicht noch Zeit, mit uns zu speisen?« Sie schrak aber im nächsten Wimpernschlag zusammen; denn die Löwensteiner, nunmehr nach Meinung des Stabes nahe genug herangekommen, feuerten eine Musketensalve in die Luft. Wie zur Antwort begannen die Glocken der Nienstedter Kirche zu läuten. Der Turmhelm lehnte im Wolldeckengrau des Himmels. Mehr lauernd als heroisch, dachte von Platow. Er hatte sich freiwillig für Westindien gemeldet. Tropische unbekannte fremde Welt, wen sollte das nicht locken (und dabei auf Staatskosten versorgt zu sein)? »Schiffsglocken tönen anders«, hörte er das Fräulein sagen. Sie lachte sonderbar verkrampft. Und der Steuermann Mackay schien etwas Großartiges auf der Zunge zu haben. Aber dann, sichtlich errötend unter der gebräunten Haut, stieß er mühsam hervor: »Es wird leider Zeit, Mylady!« Grüßte dann mit fahriger Hand und kletterte ins Boot.

Fräulein Sanders schwankte und fiel dem großen Hannoveraner in die auffangenden Arme. »Ich werde einst alles erben!« hauchte sie.

Der Offizier, nach einem schnellen Blick in die Runde, die gänzlich mit Tücherwinken, Aufmerksamkeit und Begrüßungsgetümmel auf die Truppenboote gerichtet war, küßte das bleiche Fräulein. Als er später zu San Domingo in glühender Sonne fieberfrierend lag, da deuchte ihm dieser letzte Kuß auf einen fremden, zufälligen Mädchenmund wie der Inbegriff aller Lieblichkeit, Inbrunst und Zartheit, wie das Sinnbild des Lebens selber und wie ein vorweggenommener Abschied ins Nimmermehr.

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