Hans Leip - Brandung hinter Tahiti

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Der Band versammelt drei Erzählungen Leips um Schifffahrt und Matrosenleben – das große Thema des aus Hamburg gebürtigen Autors. «Der Untergang der Juno» erzählt von Steuermann William Mackay, der mit dem Erlangen des Kapitänspatents zugleich seine große Liebe verliert. «Die Bergung» handelt vom schweren Leben auf dem Hochseeschlepper «Tiger», das für den Kapitän auch eine starke Belastung seiner jungen Ehe bedeutet, und «Die Brandung hinter Tahiti» berichtet davon, wie der Pariser Arzt Dr. Glenn und die bezaubernde junge Lanette dem Südseezauber erliegen – aber auch der Liebe … Hier ist Leip ganz in seinem Element und das spürt der Leser auf jeder Seite!-

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Popham maß ihn kalt erstaunt. Er schien Widersprüche nicht gewohnt und schon gar nicht von fremden Militärs. Er grüßte kurz und wortlos und verließ das Wirtshaus, gefolgt von Parish und dem Agenten, indes schon neue Gäste ins Lokal drängten und zu den Fenstern eilten. Man hörte aufgeregte Rufe: Sie kommen! Sie sind da! Die Kapitäne stürzten ein letztes Glas hinunter, trampelten an dem finster verharrenden Offizier vorbei und hinaus.

Als Steuermann Mackay heraufkam, um den hannöverschen Quartiermeister an Bord zu holen, fand er den Freiherrn vor einem der weinbefleckten Tische heftig seinen beiden Schreibern diktierend. Er wartete respektvoll, aber von Platow faßte sich alsbald, zerknüllte den Rapport, darin er seinen Unmut gelüftet, und zerpreßte einen Seufzer ohnmächtigen Ärgers. Er blickte an dem Seemann vorbei, doch dann sagte er wie zu einem jüngeren Kameraden: »Man ist Soldat, obwohl kein Springinsfeld mehr, und muß gehorchen. Meinetwegen könnte sich jetzt schon das ganze Westindien zum Teufel scheren. Kennen Sie die Gegend?«

»Wohl!« antwortete Mackay.

»Ist die Reise hübsch?«

»Sie würden dahin bequemer reiten, wenn es ginge«, lachte Mackay, indem sein Blick das weiße Pferd auf der Kokarde des hannöverschen Hutes streifte.

»Dachte ich mir!« Der von Platow versuchte, in das leichte Lachen einzustimmen. »Bin geradezu neugierig auf Poseidons Wogenrösser. Soll übrigens dort drüben hübsche Frauen geben. Oder sind die ebenso knapp wie euer Schiffsraum?«

»Keine Ahnung, Herr General«, erwiderte Mackay etwas verlegen. »Weiß nur, daß Marinekapitän Nelson dort geheiratet hat; kenne Ostindien besser.«

»Besser, Herr Seefahrer, mir wäre besser, wenn hier alles gut wäre!«

»Gut ist letzten Endes, wenn man davonkommt«, erwiderte Mackay schlicht, »und das sei Ihnen und Ihren Leuten gewünscht!«

»Danke! Gegen die Romantik des Abenteuers sind Sie wohl längst abgebrüht oder vielmehr abgesalzen.«

»Bin ich, Sir, und es reicht auch ohne Romantik.«

»Woher können Sie so gut deutsch, Herr ...«

»Mackay. Eine deutsche Passagierin brachte mir’s bei.«

Die beiden Herren gingen den schräg sich windenden Hohlweg zum Strand hinab. Das Buschwerk an seinen Hängen glühte herbstlich. Welke Blätter raschelten unter ihren Stiefeln. Wir werden lange keine Bäume seh’n – und keine Frauen, dachte der Hannoveraner.

Zaungäste, Musik und ein Kuss

Nun lobt den Strom! Hoch seine Silberbreite,

die prallen Segel und den reichen Wind!

Es schwillt das Herz mir und enteilt ins Weite

zu andern Küsten, die auch fröhlich sind.

O Ozean, du schickst der Zonen Schätze,

daß dieses Stromes Füllhorn uns ergetze.

Das bemerkenswerte Unternehmen und Geschäft der Truppenverschiffung mochte der Firma Parish nicht zu letztem Ruhme gereichen, aber es erregte Aufsehen und bot an der Börse seit langem ein mehr neidvolles als abgünstiges Gespräch. Und wie bei allen Sensationen wollte mancher wenigstens als Zuschauer Anteil daran nehmen. An diesem Tag mangelte es dem Jakobschen Wirtshaus und auch dem Landhaus Parish weder an Gästen noch an Zaungästen. Viele angesehene Hamburger waren in Kutschen eingetroffen: Schauspieldirektor Schröder quer über Land von seinem Gut Rellingen, auch der reiche Lebemann, Kaufmann, Wohltäter und Landwirt Voght von seinem nahen Säulenhaus zu Flottbek, und mit ihm sein einäugiger Chemiker Dr. Schmeißer; auch Plantagenbesitzer Schuback ganz von Billwerder her, der Mann, der beim Erdbeben in Lissabon alles verloren und dort seinen Reichtum neu begründet hatte, indem er Nachtmützen an die Obdachlosen verkaufte. Die Familien Sieveking und Poel, die so prächtig und gastfrei in Neumühlen wohnten, und die Godeffroys vom anderen, dem Blankeneser Ende der Chaussee, zogen mit Kind und Kegel in den Park des Herrn Parish, um von dort, von einer Anhöhe, dem sogenannten Quarterdeck aus, das militärische Schauspiel im Strom zu bewundern. Frau Sieveking wußte zu berichten, daß auch der Dichter Klopstock trotz seines Zipperleins auf seiner Stute Malvine auszureiten gedenke. An der hohen Uferstraße, aber in einem geräumigen Zweispänner, befanden sich der französische Emigrant und ehemalige berühmte General Dumouriez mit seiner Freundin Frau von Beauvarez sowie deren Bruder, dem wegen seiner spitzen Zunge und Feder berüchtigten Journalisten Rivarol und dem Adjutanten Rainville, der, angeregt durch den Betrieb bei Jakob, davon sprach, ein weit großartigeres Gasthausunternehmen am Ufer dieses schönen Stromes zu begründen. Sie hatten von den Sitzen aus eine gute Sicht durch eine Buschlücke auf die Elbe, und es ist bedauerlich, daß die kleine, belgische Sekretärin des Generals nicht dabei war, um die geistvoll gepfefferten Bemerkungen dieser Gruppe über das westindische Abenteuer Hannovers für die Nachwelt aufzubewahren.

Herr Parish hatte Musikanten bestellt. Es waren Orchestermitglieder vom französischen Opernhaus zu Hamburg. Sie hatten bei dem guten Wetter ihre Pulte im Freien aufgebaut und spielten ein Quodlibet aus der »Karawane nach Kairo« von Gretry. Es war längst vor der Revolution geschrieben, aber erst kürzlich in Hamburg aufgeführt worden. Die Damen summten die flotte Weise des großen »Tanzes im Basar« mit und versuchten, Turbane aus ihren teuren türkischen Tüchern zu drehen. Arabien, Ägypten, Westindien, es schien ihnen alles gleich weit weg, es war die Ferne, die Fremde, das Märchen Irgendwo. Die Diener reichten Kanariensekt. Man schlürfte im Stehen ein paar Helgoländer Austern, nahm geröstete Pröbenscheiben, kleine Würfel Chesterkäse, winzige, an Stäbchen gebratene Krammetsvögel, verschiedene Torten, Mokka, Eis, auch Pfirsiche und Trauben aus den Treibhäusern des Gastgebers, je nach Gusto sogar gezuckerte Orangen und glasige Bonbons, deren Muster den Union Jack zeigte.

Klopstock war nicht gekommen. Die Reitstiefel waren seinen wassersüchtigen Beinen zu eng geworden. Der Schuster hatte die längst angemessenen neuen noch nicht geliefert, zu sehr in Anspruch genommen von den Heeresaufträgen für Westindien, die Herr Parish vermittelt hatte. Auch hatte der Dichter am Mittag zuviel Stint gegessen, sein Leibgericht, und hatte es danach vorgezogen, in seinem Landhaus hinterm Dammtor an eine stillen Ode zu feilen, und da ihn die westindische Angelegenheit von ferne nun doch reizte, flocht er, obgleich sich die Ode eigentlich mit Marat befaßte, einige hottentottische Brocken hinein. Er entnahm diese einem Reisebericht aus den Ephemeriden: U-amp = Tiger, Nu-ap = Stachelschwein, Gha-ip = Geier, Hi-op = Hyäne (er fragte sich, ob ironischerweise der Name des unglücklichen Hiob die gleiche Bedeutung habe, versuchte auch, den Hamburger Speicherwindenruf: Hü-op! damit in Verbindung zu bringen, natürlich alles mit weise genießendem Lächeln).

Statt Klopstocks erschien steif und mißlaunig wie immer der mit Poels befreundete Poet und Lotteriedirektor Gerstenberg. Um ihn zu erwärmen, rezitierte eine korpulente, doch schwärmerische Dame sein »Lied eines Mohren«, über das Lessing einst so gespottet hatte.

»Darachna, komm! Mein Wunsch, mein Lied,

Darachna, komm! Der Tag entflieht ...

Schwarz ist mein Mädchen wie die Traube,

die durch die Blätter dieser Laube

mit süßem Most beladen, glänzt.

Süß ist ihr Mund wie der Geruch der Blume,

die meine Stirn umkränzt ...

Ich harre fühllos, daß der Sand

die Fersen mir versehrt, und meine Seufzer wecken

die Tiger dieses Hains, die, durch den Durst entbrannt,

weh mir!, mein Blut von ferne lecken.

O Sonne! Wenn auch ihr der Tod

aus Höhlen oder Wäldern droht,

wenn eine Schlange sie umflicht,

ein Krokodil sie hascht, ein Skorpion sie sticht?

Eh’ treff ein Donner euch! Scheusale!, wagt es nicht! ...

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