Nataly von Eschstruth - Halali!

Здесь есть возможность читать онлайн «Nataly von Eschstruth - Halali!» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Halali!: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Halali!»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Christel zur Medden hat sich für ein paar Tage im Kurhaus des Gebirgsortes einquartiert. Wenngleich sie in Luxus und Eleganz lebt, ist sie doch immer noch die naturverbundene Gutsherrntochter geblieben und als solche steht sie viel früher als die noch schlafenden Gäste morgens auf der Terrasse. Dort fällt der Blick des Forstmeisters Jürgen Zarrentin auf die junge Witwe und er fühlt sich sogleich von der reizvollen jungen Frau angezogen. Die beiden verlieren sich nicht aus den Augen und nach einigen Verwicklungen, schon längst nicht mehr im Bergort, sondern in ihrem heimischen Gutshaus, gehen die beiden auf eine letzte Jagd, um den Vierzehnender zu erlegen.-

Halali! — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Halali!», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Ein Maler und ein Musikus,

so Wand an Wand — das gibt Verdruss!

Dieser Münchner Bilderbogen predigt eitel Wahrheit!

Als die letzte Nachricht von Ober-Kieferndorf kam, hatte die Mamsell von Unter-Kieferndorf der andern die Bibel in der Kirche vertauscht und war dadurch Wisserin eines geheimnisvollen Liebesbriefes geworden, den die Unter-Kieferndorferin eine Zeitlang auf dem Busen getragen, bis der Brief sengelte und sie ihn darum dem lieben Gott zur Obhut anvertraut hatte. Und nun kam die Giftviper, dieser Drachen! Diese Kanaille von einer Frau Lübbs, die „Lübbsch“ genannt, und stahl ihr zärtliches Geheimnis! Dies war das offizielle Kampfsignal auch zwischen den beiden Beherrscherinnen der Kochtöpfe und Geflügelhöfe!

Was wird nun heute wieder passiert sein? Es brodelt ja unaufhörlich in dem Hexenkessel, und das heilige Öl auf dem Lämpchen der Freundschaft versiegt.

Summa summarum — alles war verkracht, und wenn es nach Unterkieferndorf gegangen wäre, so hätte man Oberkieferndorf mit Schimpf und Schande aus dem Haus gejagt.

Heimlich betete jeder, dass der andre recht bald Pleite machen möchte, und wenn einer dem andern „Guten Tag“ bot, so war es eine grasse Lüge!

Die Inspektoren standen sich auf Hauen und Stechen.

Die Dienstboten, Knechte und Mägde bekämpften sich mit dem Mut der Verzweiflung.

Alles was Odem hatte, tobte gegen den bösen Feind, den Nachbar, der ihnen zum Zank gesetzt war.

Krieg im Frieden!

Wo einer dem andern Last und Plage aufbimsen konnte, so geschah es, und dies alles erstreckte sich bis auf die Herrschaft hinauf, die dem Hetzer und Verleumder kläglich zum Opfer fiel.

Das Komischste aber war, dass die arme Schwiegermama diesen ganzen „Zores“ für bittern Ernst nahm, anstatt über all die gegenseitigen Attentate zu lachen, wie Frau zur Medden dies par distance getan!

Begütigen hiess das Horn des Hasses nur erhöhen, wie Kreuz und Leid, Wut und Feindschaft sich am giftigsten von milden Worten der Versöhnung nähren.

Wer sollte solchen Zuständen Halt gebieten, wer die Lawine aufhalten, die Ober- und Unterkieferndorf in einem Massengrab zu verschütten drohte?

Das Ende naht — es naht das Ende! — Aber es war jedesmal nur ein solches des Schreckens, das sich im schrillen Racheschrei aus aller Munde kund tat.

Und wie namenlos komisch wirkte dieser Sturm im Wasserglase auf den harmlosen Beschauer!

Die Beleidigungen gingen tief! Ein Zurück gab es nicht.

Wie oft hatte die arme Schwiegermutter ihr brieflich vorgestöhnt: „Ich habe genug! Ich kann nicht mehr! — Das Herz muss ich dir ausschütten, Christel, denn der Ärger würgt mich, bringt mich um, — darum kann ich nicht schweigen! Ich werde die letzte Sekunde segnen, wenn erst der Reisewagen vor der Tür steht, der mich diesem Höllenpfuhl entrückt!“

Die junge Frau lacht auch jetzt, wenn sie an solche Ergüsse denkt.

Sie öffnet den Brief. Er ist sehr lang und dick.

„Lung’ und Leber duckt euch, jetzt kommt ein Platzregen!“ seufzt sie, „wenn ich nur ein Hänfling wäre, so würde ich auf den ganzen Zimt Pfeifen, aber es gehört zu den Geduldsproben, deren man sich im Leben manchmal nicht erwehren kann!“

Und sie las.

„Mein Herzenskind!

Von Tag zu Tag wartete ich auf Nachricht von Dir, bis mir Dein lieber Vater heute mitteilte, dass Du eine kleine Vergnügungsreise in das Gebirge unternommen hast! Ich möchte Dich nicht mit langen Klageliedern und Jeremiaden langweilen, wenn gleich solche Briefe wie die meinen die besten Prüfungen für treue Herzen sind. — Was wieder alles in diesem schrecklichen Hause, das mir tatsächlich verflucht zu sein scheint, in letzter Zeit passiert ist, geht kaum noch auf eine Kuhhaut. Die bittersten Enttäuschungen bringt alles, was man zur Schlichtung der trostlosen Verhältnisse versucht!

Es ist, um aus der Haut zu fahren! Kein gutes Wort mehr, das man von drüben hört! Du hast einmal geschrieben, Christel, all die Schikanen, mit denen sich unsre Leute heimsuchen, entbehrten nicht den Stich ins Komische. — Ganz Unterkiefer komme dir vor wie ein Über brettel, auf dem die einzelnen Rollen äusserst charakteristisch verteilt seien! Ein kleiner Vortragsschwank nach dem andern! — Nein, das ist zu mild geurteilt, die Bühne, auf der hier gemimt wird, bietet rechte Schauer- und Trauerstücke, bei denen meine Nerven auf den Hund gekommen sind. Ich weiss ja, dass alles nur ein Bluff ist, um uns hier herauszugraulen, und gerade das erbittert mich auf das äusserste. Ältere Damen wie ich haben nicht mehr den Murr, resp. Leichtsinn, sich über das Miserere solch eines Ringens bis auf Blut und Messer lächelnd hinwegzusetzen. Ich räume allerdings das Feld und der Vorhang mag hinter mir fallen, wie hinter einem zu Tode gehetzten Wild, das noch obendrein ausgepfiffen wird. Dieser Vergleich wird Dir als leidenschaftliche Jägerin gefallen, du liebst ja sportliche Aufregungen! Aber meine Rache will ich haben, liebstes Kind, und auf Niedertracht mit Bosheit antworten! Wie ein Dieb in der Nacht soll es über das böse Gesindel nebenan kommen, dass wir ein Zufallsspiel auf dem Schachbrett spielen, mit dem nötigen Wechsel der Dame! Ich habe den ganzen Klimbim hier satt und mache den Kehraus für alle Ewigkeit! Ich fühle mich matt wie ein verlöschendes Licht und fühle, dass der Tropfen den Stein höhlt. Zuvor möchte ich aber auch dem Herrn Oberst ein Henkersüppchen einbrocken, das er auslöffeln soll zum Mundverbrennen! Jungen, hübschen Mädels und Frauen soll er ja stets den Scharmanten spielen, das sieht man an seinem Logierbesuch, der sich — wie Schneider sagte — geradezu gebummfiedelt bei dem Alten fühlt — hässlich ausgedrückt — und moralisch auf den Bauch gespukt! wie er noch hinzufügte. Ich weiss, dass Du Dich über diese Kritik des Inspektors krank lachen wirst, Christel, so schmerzlich sie auch für mich ist. Aber siehst Du, gerade auf dieses Dein so glückliches Temperament setze ich alle Hoffnung. Du hast noch kein so wahres Lehrgeld in der Schule des Lebens bezahlt, das mir die Gesundheit und sehr viel Geld kostete. — Darum höre! Ich will Dir jungen, schönen, reichen Frau ein Präsent machen, obgleich ich weiss, dass es ein Danaergeschenk ist. Vielleicht fasst du darum dieses Schreiben gar als eine Hiobspost auf! Ich verehre Dir Unterkieferndorf zu Erbe und ewigem Eigentum. Und wenn Du von diesem Deinem Erbe schon jetzt Besitz ergreifen willst, so komm’ her und nimm es in Empfang. Je eher ich den Staub von meinen Füssen schütteln kann, desto besser! Wir lassen dann sogleich alle gerichtlichen notwendigen Schritte, das Wichtigste, was hier nottut, geschehen, überschreiben das widrige Ding, diese elende Sandklitsche, dieses Teufelsnest auf Dich, und Du hältst als Königin von dem zerstörten Jerusalem Deinen Einzug in dieses Haus! Vielleicht baust Du alle gestürzten guten Beziehungen noch einmal auf, was ich jedoch stark in Zweifel ziehe. Verzeih’ meinen Unglauben. Ich möchte je eher, je lieber die Schlinge um den Hals loswerden, denn sie würgt mich. Also komm, bestes Kind, dass ich wirklich erlöst bin! Schreib bald. — Der Herr Oberst hat in Erinnerung an seine Räuberhauptmannstätigkeit im Feld zwischen unserm Besitz eine feindliche Schanze errichten lassen. Schneider nennt es kavalleristisch ‚Mauer, Hürde und Graben‘! — Geradezu kindisch albern und blödsinnig! Riskierst Du den Sprung über diese Hindernisse, die überall Steine in den Weg schmeissen? Wir haben dieses Bollwerk gar nicht erst zum Zankapfel gemacht, sondern nehmen lieber einen grossen Umweg, um auf unsre Wiese zu gelangen. ‚Sonne, Mond und Sterne lachen! und ich lache mit und sterbe!‘ so stöhnt Heinrich Heine und wohnte doch nicht auf dieser Endstation aller irdischen Behaglichkeit und Bequemlichkeit. Und wäre der ‚Kohinoor‘ (oder wie sich dieser Stein der Weisen schreibt, ich glaube es ist falsch!) hier zu finden, ich blieb nicht hier. Möchte doch der Herr Oberst bei einem Satz über seine eigene Schanze in dreifachem Sturz in die Tiefe rasen! Oh, wenn ich die Kraft hätte, diese Bestie, dieses Rindvieh, diesen Hinterwäldler zu zermalmen! — Dein guter, verstorbener Mann, beste Christel, war ein Opfer seiner Schwäche, als er hier ankaufte. Warum? Nur dass ich, die alte Stiefmutter, ein Dach über dem Kopfe habe? — Na, er ahnte ja nicht, dass auch hier ein Markstein an der Grenze stand, der für mich einen ganzen Kalvarienberg bedeutet. Kein Schwindler, kein Leviadan von Ungeheuer hätte mich so hereinlegen können! — Noch etwas für Dich Interessantes. Sie haben jetzt einen sehr starken, grossartigen Hirsch aufgespürt, der ständig von einem Revier in das andre wechselt und nach eitel Willkür sein Standquartier aufschlägt. Der Herr Oberst tobt von früh bis spät in den Wald, um ihn für seine Küche zu sichern. Wäre es nicht ein Hauptulk für dich, als brillante, treffsichere Jägerin, dem Kerl dieses Wild von der Nase wegzuputzen, ihn tüchtig zu nasführen, zu veräppeln? Ein Königreich für einen Sack voll Freikugeln, um den Patron zu äffen! Zuck’ nicht die Achseln in skeptischer Frage! Vertrau’ auf Dich selber! Bist ja ein so resolutes, grossartig energisches kleines Weib, und wenn Du mich rächen kannst, so will ich alle Glocken läuten und alle Kanonenschläge zu Deinem feierlichen Einzug in Walhall donnern lassen! Wenn ich mal hier heraus bin, werde ich mir Vorkommen, wie der Reiter über dem Bodensee. Was denkst Du? — Ich fiebere vor Ungeduld, Deine Antwort zu hören. Und wenn Du das Gut annimmst, so gibt es keine Fisematentchen und Wippchen mehr, Stine, dann heisst es auch: es steht geschrieben!

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Halali!»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Halali!» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Nataly von Eschstruth - Lebende Blumen
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - In Ungnade - Band I
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Von Gottes Gnaden - Band II
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Der Majoratsherr Bd. 1
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Vae Victis - Band I
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Die Ordre des Grafen von Guise
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Im Schellenhemd
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Von Gottes Gnaden - Band I
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Ungleich - Band II
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Bräutigam und Braut
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Aus vollem Leben
Nataly von Eschstruth
Nataly von Eschstruth - Polnisch Blut - erster Band
Nataly von Eschstruth
Отзывы о книге «Halali!»

Обсуждение, отзывы о книге «Halali!» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x