Anne Marie Løn - Tanz der Zwerge

Здесь есть возможность читать онлайн «Anne Marie Løn - Tanz der Zwerge» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Tanz der Zwerge: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Tanz der Zwerge»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Tyge Willhof-Holm, zwergwüchsiger Nachkomme eines von Enteignung bedrohten Erbhofbesitzers, erfüllt als Friedhofmusiker zwar nicht die hohen Erwartungen seines ehrgeizigen Vaters, findet aber im Unterschied zu seinen sieben hübschen Schwestern Erfüllung in der Liebe.
Während einer Trauerfeier erblickt Tyge in einem Spiegel ein Frauengesicht, anmutig und seltsam vertraut. Er ist hingerissen, und in den nächsten Wochen unternimmt er alles, um die Unbekannte aufzuspüren. Gleichzeitig setzt der Gefühlsaufruhr in ihm immer neue Kindheitserinnerungen frei – an das Paradies von Willhofsgave in der dänischen Provinz, an Vidde, die Kinderfrau und heimliche Herrscherin auf dem elterlichen Erbhof, aber auch an die sonderbare Bindungslosigkeit seiner sieben hübschen Schwestern. Unversehens rührt Tyge an alte Familiengeheimnisse …
Aus der ironisch gebrochenen Sicht des lebensklugen Zwerges porträtiert dieser vielschichtige Künstler- und Familienroman die dänische Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts.
AUTORENPORTRÄT
Die dänische Schriftstellerin Anne Marie Løn veröffentlichte Romane, Kinderbücher, Erzählungen und Gedichte. Der Roman «Tanz der Zwerge» wurde in Dänemark mit vier Preisen ausgezeichnet.
REZENSIONEN
"Anne Marie Løn zeigt mit ihrem Roman, dass sie das große Format in sich hat."
– Jens Kistrup, Berlingske Tidende

Tanz der Zwerge — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Tanz der Zwerge», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Wir hatten begonnen, die Winter in Kopenhagen zu verbringen, eine Gewohnheit, die wir aus verschiedenen Gründen noch jahrelang fortsetzten, was zur Folge hatte, dass meine Eltern, abgesehen von vereinzelten Jagdgesellschaften, die der Abreise vorausgingen, keinen lokalen gesellschaftlichen Umgang mehr pflegten und sich dadurch absonderten. Allerdings beklagten sie sich niemals über diese Entwicklung.

Einige meiner Schwestern besuchten die Wilhelmine-Bang-Schule für Bildende Kunst, eine Ausbildung, der es zwei von ihnen zu verdanken hatten, mit 18 Jahren auf die Kunstakademie aufgenommen zu werden. Meine Eltern und die älteren Schwestern besuchten Theateraufführungen und Konzerte. Außerdem befand man sich in der Nähe des Frederiks Hospitals, wo das Gesicht meines Vaters in diesen Jahren allgemein bekannt war. Seinen Sohn auf den Armen, suchte er die Ärzte auf, um sich mit ihnen über die verschiedenen Aspekte meines komplizierten Körperbaus zu beratschlagen. Über die Zusammenhänge wusste er besser Bescheid als sie. Ich müsste mich sehr täuschen, wenn er die Gelegenheit nicht dazu genutzt hätte, sein Wissen darüber zu verbreiten, wie weit man im Ausland bereits in der Erforschung des Nanismus gekommen war.

Mein Vater redete und redete; die Möwen schwirrten laut schreiend um das Fenster. Erst als das Tuten des Schiffs den Salon wie das Knurren eines Magens erfüllte, schauten wir uns geistesabwesend an. Die Türen öffneten sich, und wir hörten, wie die Geräusche von der Hafenmole zurückgeworfen wurden, und erhoben uns – jeder aus seiner eigenen Welt.

Das war, bevor sich mein Bruder Helmuth mit seinem langjährigen Freund – einem Freund der ganzen Familie – entzweite, dem Opernsänger Olaf André Halle, der uns immer gute Theaterkarten zu günstigen Preisen besorgt hatte. Seitdem hat meine Familie es vermieden, die Oper zu besuchen, wenn er zur Besetzung gehörte. Ich nicht. Olaf besucht mich hin und wieder oder schickt mir einfach eine Karte. Die nehme ich dankend an.

7

So wie Zeus die sieben Töchter des Titanen Atlas, die Plejaden, als Sternbild aufs Himmelsgewölbe setzte, so haben meine Eltern mit Hilfe des Herrn oder Jupiters sieben Schwestern an meinen Himmel gesetzt, als ich am 19. Februar 1890 auf dem Erbhof Willhofsgave am Horsens Fjord geboren wurde.

Wie eine leuchtende Sternenschar standen meine Schwestern von dem Augenblick an über mir, in dem ich das Licht der Welt erblickte.

Meine Mutter hatte unter großen Schwierigkeiten entbunden, was zweifelsohne an der Deformierung des Kindes lag, eine Laune der Natur, die meinen Vater während meiner ersten Lebensjahre veranlasste, mit unserem Herrgott hart ins Gericht zu gehen. Seine ausbalancierte dreieinige Lebenseinstellung, bestehend aus Lebenserfahrung, Wissenschaft und Christentum, geriet für eine gewisse Zeit gehörig ins Wanken.

Während er – mit oder ohne Kind – hierhin und dorthin reiste, um Hilfe im Ausland zu suchen, zwang ihn die Realität, sich mit jenem Teil der Philosophie zu befassen, der außerhalb der Erfahrung und Prinzipien steht, auf denen alle Erkenntnis beruht. Nach ein paar Jahren war sein Schiff wieder flottgemacht, und dessen drei Masten hatten erneut dieselbe Höhe und Beschaffenheit. Mit Klugheit, Fleiß und Tatkraft gelang es ihm, die Harmonie wieder herzustellen, noch bevor ich drei Jahre alt war.

Durch meinen Bruder war die Erbfolge bereits 18 Jahre vor meiner Geburt gesichert worden, was meinen Vater nicht davon abhielt, auch mich als jungen Hoferben zu bezeichnen.

Helmuth wohnte nicht auf Willhofsgave und hat es nie getan. Als meine Familie von Kopenhagen nach Jütland zog, wurde der knapp Vierzehnjährige beim Vater meiner Mutter untergebracht, dem pensionierten Museumsleiter und Numismatiker Sophus Mühlenhausen. Er hatte gerade seine Frau verloren, und so hielt man es für eine gute Lösung, dass Helmuth in der Stadt blieb, dort weiter zur Schule ging und dem Alten Gesellschaft leistete.

Unser altes Kindermädchen hat mir einmal unfreiwillig zu verstehen gegeben, sich sehr um meinen großen Bruder gesorgt zu haben. Sie erzählte mir, es hätte ihr damals wehgetan, einen so jungen Kerl auf diese Weise zurückzulassen. Wenn sie seinerzeit schon über den großen Einfluss verfügt hätte, den sie später ausübte, hätte sie sich gewiss gegen die Entscheidung aufgelehnt.

Von seinen Schwestern und Eltern gehätschelt und umsorgt, bildete er den Mittelpunkt, wenn er in den Ferien nach Hause kam, und auch ich entwickelte eine große Zuneigung zu ihm und besonders zu seinem Freund Olaf. Ich erinnere mich an nichts anderes, als dass Olaf beinahe ständig bei uns war. Im Gegensatz zu Helmuth beschäftigte er sich ganz ohne Vorbehalte mit mir. Als ich mit sieben Jahren schon richtig gut Klavier spielen konnte, stellte er sich am Flügel in Positur und ließ zu meiner Begleitung und der ungeteilten Begeisterung meiner Familie seinen Tenor erklingen.

Die Plejaden – von Astronomen als M 45, von Laien als Siebengestirn bezeichnet – bilden den schönsten so genannten offenen Sternenhaufen des Himmels. Meine leuchtenden Schwestern waren allgegenwärtig. Wie Sterne umstrahlten mich ihre Gesichter, als sie sich von drei Seiten über den Tisch beugten, auf den man mich Neuankömmling gelegt hatte, um zu sehen, was ich denn für einer war.

Meine gut entwickelten Geschlechtsorgane ließen keinen Zweifel aufkommen, dass hier ein Mann in spe lag. Doch davon abgesehen, hatte die Hebamme – noch bevor das Kind gewogen und für zu leicht befunden worden war – in Anbetracht der Mühe, die sie gehabt hatte, mich durch das letzte Hindernis hindurch ans Licht zu zerren, flüsternd ihre Bedenken hinsichtlich meiner Konstitution zum Ausdruck gebracht.

Nichts konnte zu diesem frühen Zeitpunkt die kleinen und großen Damen verunsichern, die je nach Alter und Temperament vor Freude jauchzten und seufzten. Ihre Gesichter leuchteten vor Freude über das Kind auf dem Tisch, als wäre es vom Himmel gefallener Sternenstaub.

Madame Johannesen sollte die Hofjägermeisterin zum ersten Mal entbinden, und das erfahrene Kindermädchen Melvida Valentin, genannt Vidde – das sich im Übrigen den Rang einer Mamsell erworben hatte, da die meisten Kinder schon aus den Kinderschuhen heraus und halbwegs selbständig geworden waren –, versicherte der Hebamme, acht leibhaftige Exemplare bewiesen hinreichend, dass dieser Schoß in der Lage sei, ein Kind freizugeben, wenn die Zeit gekommen sei.

Vidde, die sich im Laufe der Jahre eine gewisse Autorität im Haus erkämpft hatte, hielt ihren Hinweis für ausreichend und musste einen nahenden Kompetenzenwettstreit mit dem Hofjägermeister verloren geben, als dieser während der einleitenden Phase der Geburt Madame Johannesen auf einen Kaffee in seine Bibliothek einlud.

Hier wurde die erfahrene Hebamme so gründlich über den Verlauf der früheren Geburten informiert, dass sie glauben musste, der Hausherr sei Arzt und Geburtshelfer in einer Person, obgleich sie aus der Zeitung wusste, dass er in der Schweiz das Bankwesen studiert hatte.

Während des Kaffeetrinkens nickte sie sachlich, überwand ihre Verblüffung und gewann aus der zweifachen Aussage über die problemlosen früheren Geburten die Überzeugung, dass ihr eine leichte Aufgabe bevorstünde, wenn das Kind nur gesund sei. Ins Geburtszimmer zurückgekehrt, genügte ihr ein Blick in Viddes Gesicht, um zu begreifen, dass die Situation eine unvorhergesehene Wendung genommen und man sich verrechnet hatte.

Als das unbestechliche Gewicht der Laufgewichtswaage nach oben schnellte und drei Kilo und ein paar Gramm anzeigte, erklärte sie ungeniert:

«Mit dem Kopf müsste es doch über vier Kilo wiegen!»

Im Bewusstsein ihrer frisch erworbenen Doppelwürde, schnaubte Vidde vor Wut. Als Kopenhagenerin verabscheute sie das bäuerliche «es», wenn ein Kind gemeint war. Die Bedeutung des Gesagten kümmerte sie nicht.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Tanz der Zwerge»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Tanz der Zwerge» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Tanz der Zwerge»

Обсуждение, отзывы о книге «Tanz der Zwerge» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x